EM-Quali: Wochenende mit spannenden Duellen

Von am 16. Juni 2012 – 6.00 Uhr 16 Kommentare

Nachdem die meisten Mannschaften in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 mehr als zwei Monate pausiert haben, steht nun eine ereignisreiche Woche bevor. Und in einigen Gruppen könnte schon das Wochenende richtungsweisende Entscheidungen bringen.

Insbesondere in den Gruppen 3, 4 und 6 ist Spannung geboten. Norwegen will wieder an die Spitze, die Republik Irland vor dem Duell mit Schottland ihre Chancen auf die Playoffs wahren. Und in Manchester steigt das Topspiel zwischen England und den Niederlanden.

Pflichtaufgaben für Island und Norwegen
Mit 14 Punkten aus sieben Spielen wird die Gruppe 3 etwas überraschend von Belgien angeführt. Diesen Platz könnten die Belgierinnen allerdings zumindest vorübergehend am Abend an Island oder Norwegen verlieren. Die Norwegerinnen empfangen das Team aus Bulgarien, Island hat ein Heimspiel gegen Ungarn. In den Hinspielen taten sich allerdings sowohl Norwegen als auch Island schwer. Norwegen kam zu einem 3:0-Erfolg, der erst in den letzten 20 Minuten herausgespielt werden konnte, Island siegte knapp mit 1:0. Momentan liegen die Isländerinnen mit 13 Punkten vor Norwegen (12) auf dem zweiten Rang. Die Norwegerinnen müssen die Ausfälle von Ada Stolsmo Hegerberg und Marit Sandvei verkraften. Nachnominiert wurde Mari Knudsen.

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Nachbarschaftsduell in Cork
An der direkten Qualifikation der Französinnen in Gruppe 4 hat niemand mehr einen Zweifel, doch das Duell um den zweiten Rang ist spannend. Die besten Chancen hat Schottland, die heute in Edinburgh gegen Israel spielen. Das Hinspiel gewannen sie souverän mit 6:1. Nette Aktion: Es werden Busse in mehreren Städten eingesetzt, die die Fans zum Spiel in die Hauptstadt fahren.

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Zwei Trainerinnen, die mit ihren Teams vor schweren Aufgaben stehen: Martina Voss-Tecklenburg (Schweiz, links) und Sue Ronan (Republik Irland). © Nora Kruse, ff-archiv.de

Doch auch die Republik Irland kann die Playoffs noch aus eigener Kraft erreichen. Das direkte Duell mit den Schottinnen findet am Donnerstag in Cork statt. Um die Chancen bis dahin zu wahren, muss am Samstag zunächst an gleicher Stelle gegen Wales gewonnen werden. Das gelang im Hinspiel mit 2:0, „aber wir wissen, dass wir Glück hatten, alle drei Punkte aus diesem Spiel mitgenommen zu haben. Daher werden wir Wales mit Sicherheit nicht unterschätzen“, so Irlands Nationaltrainerin Sue Ronan gegenüber Womensoccer. Seit Dienstag ist sie mit der Mannschaft in Cork, und nicht alles lief optimal. Das Donnerstagstraining war von schlechtem Wetter überschattet, und einige Spielerinnen sind aufgrund von Klausuren erst gestern zum Team gestoßen. Das letzte Duell gegen die Waliserinnen fand beim Algarve Cup im März statt, wo Wales trotz eines 0:0 in punkto Spielanlage den besseren Eindruck hinterließ. „Sie haben sich im letzten Jahr unheimlich verbessert“, lobt Ronan.

Schweiz will Mini-Chance wahren
In Gruppe 2 greift Deutschland nicht ins Geschehen ein, es findet nur ein einziges Spiel statt. In Aarau trifft die Schweiz auf Spanien. Bei bisher einem weniger absolvierten Spiel hat die Schweiz bereits sieben Punkte Rückstand auf die Spanierinnen. „Wir können die Qualifikation nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, sondern müssen alles gewinnen und hoffen, dass Spanien stolpert. Diese Chance ist beim Restprogramm überschaubar geworden, aber wir wollen gute Spiele zeigen. Sollte sich eine Tür öffnen, müssen wir bereit sein, hindurch zu gehen“, so die Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Womensoccer-Interview. Im Hinspiel unterlagen die Eidgenössinnen mit 2:3.

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Die Niederländerinnen wollen auch im Spitzenspiel jubeln. © Marion Kehren, girlsplay.de

Niederlande vor dem großen Wurf
Die Niederländerinnen liegen in Gruppe 6 mit fünf Punkten Vorsprung auf England (aber einem Spiel mehr) auf dem ersten Rang. „Wir werden im Spiel nicht viele Chancen bekommen“, denkt Englands Stürmerin Ellen White, „wenn sich also eine ergibt, müssen wir sie nutzen.“ Das Hinspiel endete unentschieden. Sollten die Niederlande gewinnen, dürfte ihnen der erste Platz nicht mehr zu nehmen sein. Den „Three Lions“ fehlen die verletzten Kelly Smith und Karen Bardsley. Die Partie in Manchester wird am Sonntag ab 18.15 Uhr (MESZ) live auf BBC2 übertragen.

Die Spiele am 16. und 17. Juni

Gruppe 1
SA, 15.00 Uhr: Italien – Mazedonien
SA, 16.00 Uhr: Russland – Griechenland
SA, 17.00 Uhr: Bosnien und Herzegowina – Polen

Gruppe 2
SA, 18.30 Uhr: Schweiz – Spanien

Gruppe 3
SA, 14.30 Uhr: Norwegen – Bulgarien
SA, 18.00 Uhr: Island – Ungarn

Gruppe 4
SA, 16.00 Uhr: Schottland – Israel
SA, 18.00 Uhr: Republik Irland – Wales

Gruppe 5
SA, 15.00 Uhr: Estland – Weißrussland
SA, 17.00 Uhr: Ukraine –  Finnland

Gruppe 6
SA, 17.30 Uhr: Kroatien – Serbien
SO, 18.15 Uhr: England – Niederlande

Gruppe 7
SA, 16.00 Uhr: Tschechien – Österreich

Alle Tabellen

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16 Kommentare »

  • Petra Handke sagt:

    überträgt das jemand?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Schweiz-Spanien um 18.15 Uhr im ->

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  • Therese sagt:

    Volvo Winners Cup in Schweden zwischen Schweden, Japan und USA

    Kommande matcher
    Tid Match Arena
    2012-06-16 16:00 Sverige – USA Örjans Vall
    2012-06-18 13:00 Japan – USA Örjans Vall
    2012-06-20 19:15 Sverige – Japan Gamla Ullevi

    link:

    link:

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  • Frank W. sagt:

    Italien ist mit einem Sieg über Mazedonien als erstes Team bzw. zweites Team für die EM qualifiziert.

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  • Dirk Trompeter sagt:

    Oranje boven :-))

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  • intersoccer sagt:

    hat jemand einen Stream zu Tschech. Rep. gegen Österreich gefunden?

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  • FF.Freund sagt:

    Live Stream Sweden vs USA.

    [http://www.usagoals.com/live/135977-sweden-vs-usa/watch/stream/online/free/feed/p2p/en/vivo/tv/gratis/]

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  • hanah sagt:

    Das wird nochmal spannend:D

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  • Jan sagt:

    Island – Ungarn auf http://www.ruv.is/ruv

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  • Detlef sagt:

    Die Schweizerinnen gewinnen etwas überraschend mit 4:3 gegen Spanien in einem sehr unterhaltsamen Match!!!
    Die Truppe von MVT war spielerisch sogar das bessere Team, brachte sich aber mit vielen individuellen Fehlern immer wieder selber in Schwierigkeiten!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Habe das Spiel auch gesehen und muss sagen, dass die Schweiz ein bisschen so spielt wie Holland bei den Männern, nämlich in zwei Blöcken, die nix miteinander zu tun haben:

    Vorne die Truppe um Bachmann, Dickenmann, Humm, Crnogorcevic, Moser, Maendly das sind alles Spielerinnen, die zum Teil sogar das Prädikat Weltklasse verdienen.
    Die Abwehr dann aber um Kuster und Abbe mit der Torfrau Oehrli, dieser Mannschaftsteil hat zum Teil noch nicht einmal das Prädikat bundesligatauglich. Was gerade auch Abbe dort hinten zusammenspielt, ist erschreckend, das ist weit unter dem, was man schon beim SC Freiburg von ihr gesehen hat. In der Nationalelf fehlt es dort noch an jeglicher Defensivqualität. 18 Gegentore bisher sprechen eine deutliche Sprache, zumal, wenn man bedenkt, dass gerade mit Marisa Brunner ja noch die ersten Spiele eine meist verlässliche Größe auf dem Platz stand!

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  • FF.Freund sagt:

    USA vs Japan Live Stream. [http://ja.justin.tv/sakachan]

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  • wrack sagt:

    Japan – USA 1:4 (1:2)
    Morgan und Wambach schon nach 10 Minute auf 0:2, Nagasato Anschlusstreffer zum 1:2.
    Zweite Halbzeit dann erneut Morgan und Wambach zum 1:4.

    Insgesamt hat der amtierende Weltmeister doch Probleme gegen die WM-Looser USA (Schon in Japan) und Deutschland (Algarve-Cup). Die Olympiade wird zeigen, ob das so bleibt.

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  • Lakshmi sagt:

    Wambach und Morgan sind wirklich ein starkes Duo. Schade das wir wahrscheinlich keine von ihnen in der Buli sehen werden. 🙁
    Der Flugkopfball von Yuki war wirklich stark, aber bis zur Olympiade haben die Nadeshiko noch einiges zu tun.

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  • Sheldon sagt:

    Japan hat bei der WM einen Vorteil, sie müssen nicht! USA ist der Titelverteidiger und sie sind der Favorit. Japan kann sein altes Muster von der WM wieder auspacken und aufziehen.

    Keiner wird verhehlen, dass sie auch im WM-Finale ihre liebe Müh und Not hatten, aber bei durchschnittlich 20 Zentimeter mehr und 30 Kilo mehr zugunsten der Amis ist das auch kein Wunder!
    Sie werden wieder genauso wie letztes Jahr über die Geduld kommen! So wie auch schon bei Algarve, wo sie den USA ein Unentschieden abgetrotzt haben!

    Übrigens sehe ich Morgan und Wambach NICHT als die besten Stürmerinnen der Welt an. Anonma und Celia sind für mich die kompletteren Spielerinnen, Morgan ist eher ne Bajramaj, die du auch mal gut und gerne aus dem Spiel nehmen kannst!

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  • pinkpanther sagt:

    @sheldon:
    1. Ich denke du meintest Olympia und nicht WM 😉
    2. Beim Algarve Cup hat Japan die USA geschlagen (es war der erste Sieg nach 90 Minuten der Nadeshiko über die USA)
    3. Das Unentschieden war bei einem Freundschaftsturnier, das Japan nach einem 4:1 Sieg gegen Brasilien und 1:1 gegen USA gewonnen hatte. Das Spiel gegen die USA habe ich in einem Live-Stream gesehen und das 1:1 war eher für die Amis schmeichelhaft 😉
    Bei den anderen Punkten bin ich weitestgehend bei dir, wobei ich es eh immer schwierig finde von DER besten Stürmerin zu sprechen.
    Beim WM-Finale durften sich die USA irgendwie auch an die eigene Nase fassen … wer so fahrlässig mit seinen Chancen umgeht wie es die USA damals taten hat es nunmal schwierig mit einer kombinationssicheren und trotz körperlicher „Unterlegenheit“ spielstarken Mannschaft wie es die Japanerinnen bei dem Turnier waren. Das war ja auch einer der Kardinalfehler von SN, auf die körperliche Überlegenheit der deutschen Mannschaft bzw. die (grusligen) Standards zu setzen, was ja letztlich auch mitverantwortlich für das frühe Scheitern der deutschen Mannschaft war.

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