Gegen Rumänien die weiße Weste wahren

Von am 31. Mai 2012 – 6.21 Uhr 18 Kommentare

Nach den Entscheidungen in Meisterschaft, Pokal und Champions League geht es nun auch für die Nationalmannschaft am Abend ab 18 Uhr (live in der ARD) in Bielefeld um einen erfolgreichen Saisonabschluss. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 trifft die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid auf Rumänien und könnte in ihrer Gruppe den Vorsprung an der Tabellenspitze zumindest vorübergehend auf sechs Punkte ausbauen.

Bereits das Hinspiel hatte die DFB-Auswahl in Rumänien gewonnen, tat sich beim 3:0-Sieg jedoch schwerer als erwartet. Und so geht Assistenztrainerin Ulrike Ballweg auch diesmal davon aus, dass der Gegner „kompakt stehen und aggressiv nach vorne spielen“ wird.

Deutschland bislang ungeschlagen
An der Favoritenrolle der Deutschen ist dennoch nicht zu rütteln, und alles andere als drei Punkte zum Saisonabschluss wäre eine echte Überraschung. Bislang ist die DFB-Elf in ihrer Gruppe ungeschlagen und hat nach sieben Spielen 19 Punkte auf dem Konto – einzig im Hinspiel gegen Spanien musste im vergangenen Jahr ein Unentschieden hingenommen werden.

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Bislang ging für die DFB-Elf kein Spiel verloren. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Die Rumäninnen liegen momentan auf einem guten dritten Rang, haben aber nur theoretische Chancen, sich noch auf den zweiten zu verbessern, um die Playoffs zu erreichen. Der Rückstand auf die dort liegenden Spanierinnen beträgt bereits vier Punkte. Und die viertplatzierten Schweizerinnen haben bei drei Punkten Rückstand noch ein Spiel in der Hinterhand.

Okoyino da Mbabi, Bajramaj und Mittag fehlen
In sieben Spielen hat Rumänien 13 Gegentreffer zugelassen – immerhin ein besserer Wert als die Schweizerinnen. Und so mahnt Silvia Neid zur Geduld: „Wenn es nicht nach zehn Minuten 1:0 steht, müssen wir trotzdem cool bleiben und weiterhin mit Köpfchen spielen und die entsprechende Ruhe haben, die man dann braucht, um verfolgreich zu sein.“ Dabei fehlt der DFB-Elf die zuletzt treffsichere Célia Okoyino da Mbabi. Die Stürmerin vom SC 07 Bad Neuenahr zog sich im Training mit ihrem Verein einen leichten Muskelfaserriss zu und wird etwa drei bis vier Wochen pausieren müssen. Für Okoyino da Mbabi wurde Martina Müller vom VfL Wolfsburg nachnominiert.

Auch auf Fatmire Bajramaj muss das deutsche Team verzichten. Die Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt klagte nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den FCR 2001 Duisburg über Schmerzen in der Wade. Nachnominiert wurde ihre Vereinskollegin Svenja Huth. In der Offensive fehlt darüber hinaus Anja Mittag. Die Stürmerin, die in Schweden momentan die Torschützenliste anführt, ist aufgrund ihrer zweiten Gelben Karte aus dem Spiel gegen die Schweiz gesperrt. Wieder an Bord ist hingegen Simone Laudehr. Neid fordert von ihren Spielerinnen, „sofort ins Spiel zu kommen und permanent Druck auszuüben. Wenn der Gegner den Ball hat, wollen wir sehr kompakt stehen, die Räume eng machen, die Bälle schon weit vorne erobern und mit intelligenten und präzisem Passspiel den Gegner ausspielen.“

Im September geht es weiter
Nach dem Spiel gegen Rumänien hat die DFB-Auswahl in der EM-Qualifikation knapp drei Monate Pause, ehe sie am 15. September in Kasachstan antritt und zum Abschluss am 19. September die Auswahl der Türkei empfängt. Verfolger Spanien absolviert noch im Juni gegen die Schweiz und die Türkei zwei Partien. Für die deutsche Mannschaft heißt es also vorzulegen, um der Favoritenrolle gerecht zu werden und sich auf direktem Weg für die Europameisterschaft in Schweden im kommenden Jahr zu qualifizieren. Geleitet wird die Partie gegen Rumänien von der englischen Schiedsrichterin Alexandra Ihringova.

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18 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Meint Tipp: 5:0.

    waiiy

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  • Michele sagt:

    Ich hoffe die Mädels zeigen uns zum Abschluss nochmal ein gutes Spiel.

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  • wrack sagt:

    Das KÖNNTE nach der langen Saison ’ne zähe Sache werden (Nach dem Motto: Wer wenig erwartet, wird wenig enttäuscht).

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  • Lusankya sagt:

    Weiß jemand, ob man das Spiel online sehen können wird? Habe auf der ARD Mediathek nichts gefunden.

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  • Ulf sagt:

    Bei http://www.zattoo.com anmelden, kostet nichts. Da bekommt man fast alles außer den Unterschichtensendern und Eurosport.

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  • Jennifer sagt:

    @Lusankya: in Deutschland (und weiten Teilen Europas) über Zattoo oder wo bist du? Dann könnte ich dir Regionen entsprechend einen Link schicken. Mediathek geht aber auch, ist vielleicht noch nicht gelistet.

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  • Fee sagt:

    @Lusankya

    Die ARD wird einen Livestream ab 17:47 abieten.

    Quelle: HP ARD

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  • berggruen1 sagt:

    Laut ARD-Seite soll es doch einen Livestream geben…

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  • Lusankya sagt:

    Jo, hab es jetzt auch gefunden. War leider unter 14:00 und nicht unter 18:00 gelistet…

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  • Ulf sagt:

    Gibt es auch eine Übertragung in Rumänien ?
    Jetzt weiß ich endlich, für was die Internet-Endung „.tv“ steht:
    Transsilvanien(für Peter Maffay zur Erinnerung: Siebenbürgen)

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  • Michele sagt:

    Es zeichnet sich langsam ab, dass Annike Krahn ihren Stammplatz verloren hat. Neben Bartusiak, beginnt heute nämlich Lena Goeßling. Krahn war in letzter Zeit, fast nie in der Startelf zu finden. Gespannt bin ich wie Simon und Viola zusammen auf der „6“ agieren werden. Offensiv beginnen auf den Aussen Mel und Linda und auf den beiden vordersten Positionen Alex und Maro.

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  • Sheldon sagt:

    Was ein Grottenkick…

    Unglaublich, wie leicht die Deutschen sich von den Rumäninnen den Schneid abkaufen lassen…

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  • Lusankya sagt:

    Was ist denn deine Definition von „Schneid abkaufen“, Sheldon?

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  • waiiy sagt:

    2 positive und ein negativer Daumen für meine Ergebnisvorhersage ganz oben!

    Aber Recht habe ich trotzdem behalten… 🙂 🙂 🙂

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @Lusankya: Dafür, dass das die besten 11 Rumäninnen von gerademal 800 fußballspielenden Damen im ganzen Land sind, hat man die erste Halbzeit enorm gut gespielt. Die zweite kann ich nicht beurteilen, da ich das Spiel nur die ersten 35 Minuten gesehen habe. Bis dahin kamen nur die üblichen hohen Flanken, ansonsten offensiv rein gar nix. Ich habe nicht EINEN einzigen Doppelpass im gesamten deutschen Spiel bis dahin gesehen, nicht einen. Nur immer hoch und weit.

    Nahezu jeder Ball auf Popp in der ersten Halbzeit wurde abgefangen, Marozsan kam überhaupt nicht zum Zug.

    Eine deutsche Mannschaft, die den Anspruch auf Titel hat, sollte mehr können als immer nur lange Diagonalpässe oder über Flanken. Laudehr, Marozsan und Odebrecht heute mit unendlich vielen Fehlpässen, kaum eine echte Spieleröffnung. Kein Tempo, kein Kombinationsfußball. Bresonik und Behringer auch immer wieder ausgebremst. Und wenn eine Mannschaft Pressing gespielt hat, dann Rumänien, gerade die 6 hat Babett Peter da hinten aber mal so richtig die Hölle heiß gemacht für rumänische Verhältnisse.

    Gegen Mannschaften wie Frankreich, Schweden oder England, die hinten in der Abwehr robuste, zweikampfstarke Spielerinnen im 1:1, sowohl am Boden als auch in der Luft haben, wird man so nicht bestehen!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Das ist mir auch aufgefallen. Da wird Babs in Frankfurt viel Spaß haben: jedes Mal, wenn Sie Behringer schnell angespielt hat, hat diese das Tempo rausgenommen und es kam nie ein Doppelpass zurück auf Babs, die sie überlaufen hat. Auch rechts war keine Harmonie zwischen Schmidti und Bresonik zu sehen. Daran kann man aber arbeiten, wenn man die Pärchen die Zeit über mehrere Spiele lässt, sich einzuspielen.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    Peter und Behringer haben auf ihrer Seite da mittlerweile schon locker 30 Länderspiele gehabt, um sich einzuspielen. Ich glaube nicht, dass da wirklich noch etwas Produktives bei rumkommt.

    Behringer ist nunmal nicht der Typ dafür und es wird meines Erachtens überhaupt nicht trainiert bei der deutschen Mannschaft, denn Bresonik und Schmidt hätten das Vermögen in jedem Fall und dennoch wird dort nur mit langen Pässen und hohen Flanken gearbeitet!

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  • waiiy sagt:

    Sheldon: Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass da ein Porsche und ein Trabbi aufeinandertreffen und der Trabbi vom Porsche einfach überrollt wird…

    waiiy

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