DFB-Elf weiter auf EM-Kurs

Von am 31. Mai 2012 – 19.55 Uhr 44 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat die direkte Qualifikation zur UEFA Women’s EURO 2013 weiter fest im Visier. Gegen Rumänien kam das Team dank eines Dreierpacks von Alexandra Popp zu einem klaren Erfolg.

Die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid fuhr auch ohne Célia Okoyino da Mbabi, Fatmire Bajramaj und Anja Mittag einen deutlichen 5:0 (3:0)-Erfolg ein, der die direkte Qualifikation für die Titelkämpfe in Schweden in greifbare Nähe gerückt hat. Die Treffer erzielten Linda Bresonik (1.), Alexandra Popp (34., 50., 90.), und Dzsenifer Marozsán (40.), die deutsche Mannschaft blieb im vierten Qualifikationsspiel in Folge ohne Gegentreffer.

Zufriedene Trainerin
„Ich bin total zufrieden“, so Neid. „Die Einstellung hat hundertprozentig gestimmt und wir haben nie nachgelassen, obwohl es schwierig war gegen einen Gegner, der mit zehn Spielerinnen hinten drin stand. Das spricht für den Charakter unserer Mannschaft. Wenn alle fit sind, haben wir eine sehr gute Mannschaft.“

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Führung nach 45 Sekunden
Die DFB-Elf ließ sich in Bielefeld bei regnerischem Wetter und unwirtlichen Bedingungen nicht lange bitten, nach nur 45 Sekunden verwertete Bresonik per Flugkopfball eine maßgerechte Flanke von Popp vom linken Flügel zur frühen Führung, als die rumänische Auswahl noch gar nicht recht auf dem Platz zu stehen schien (1.).

Zähe Phase
Doch die Gäste versuchten dagegenzuhalten, Laura Rus hatte mit einem Heber die erste Chance der Rumäninnen, die sich ansonsten ganz auf die Defensive verlegten (10.). Mit dem schnellen 1:0 im Rücken leistete sich das deutsche Team einige Unkonzentriertheit im Passspiel, in der Folge geriet das deutsche Aufbau- und Kombinationsspiel mehr und mehr ins Stocken.

Popp eiskalt
Doch wie aus heiterem Himmel gelang Deutschland der zweite Treffer, als Marozsán mit einem Steilpass Popp in Szene setzte, die eiskalt verwertete (34.)  – zuvor hatte Viola Odebrecht per Kopf den zu kurzen Abschlag von Rumäniens Torhüterin Andrea Paraluta abgefangen, der die kompakte rumänische Defensive auseinandergerissen hatte.

Frauenfußball - Jubel der DFB-Elf

Die DFB-Elf jubelt über einen Treffer gegen Rumänien © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Gütige Mithilfe
Und Popp hatte nach Vorarbeit von Melanie Behringer die nächste Chance, traf aber den Ball nicht richtig (38.). Das deutsche Spiel lief nun wieder flüssiger, Marozsán gelang aus 15 Metern nach Doppelpass mit Behringer unter gütiger Mithilfe von Paraluta, die den Ball ins eigene Netz abprallen ließ, der dritte deutsche Treffer (40.).

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Popp erneut zur Stelle
Und auch in der zweiten Halbzeit, in der Annike Krahn für Kapitänin Behringer eingewechselt wurde, gelang ein schnelles Tor, anders als beim ersten Treffer lieferte diesmal Bresonik die Flanke, Popp verwertete per Kopf (50.). Und die zukünftige Wolfsburgerin hatte weitere gute Chancen, etwa bei einem Kopfball, den Paraluta glänzend klärte (70.).

Weitere Chancen
Die für Odebrecht eingewechselte Svenja Huth kam ihrem ersten Länderspieltreffer nahe, scheiterte aber knapp per Kopf (79.). Und auch Popp hatte noch eine gute Chance, als sie sich kraftvoll im Laufduell gegen Maria Ficzay durchsetzte, Paraluta ihren Schuss aber mit den Fingerspitzen über die Latte bugsierte (81.). Bresonik hatte mit einem Lattenschuss die nächste gute Torgelegenheit der DFB-Elf (88.), doch es war Popp vorbehalten, mit einem weiteren Kopfballtreffer für den Endstand zu sorgen (90.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

44 Kommentare »

  • Ulf sagt:

    Gut, daß Trainer Kahlert heute mit Viererkette hat spielen lassen, sonst wäre das womöglich noch schiefgegangen.

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  • timmy sagt:

    Damit hat fast sicher den besten zweiten Platz sicher, der für die direkte EURO-Quali reicht. Verliert man noch zweimal, dann einmal gegen den Letztplazierten, welches Ergebnis also rausfällt. Man steht also mit 6 Siegen, 1 Remis und 1 Niederlage da. Unwahrscheinlich, dass das eine anderer Zweitplazierter erreicht.

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  • laasee sagt:

    Congratulations to Poppi for her hattrick.

    The goal for 1:0 was class but the following 89 minutes is easy to forget.

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  • Detlef sagt:

    Zum Spiel hat Markus ja eigentlich schon alles geschrieben!!!
    Drei Punkte, fünf zu null Tore, das ist das Wichtigste vom Tage!!!
    Die vielen Fehlpässe in Hälfte Eins hat Frau Bundesgöttin Dank der 5 Tore GsD vergessen, und so ist sie eben „sehr zufrieden“!!!
    Der Rest der Quali ist dann nur noch Formsache!!!

    Eine Sache muß man allerdings noch kritisch beleuchten, und das ist wieder einmal die katastrophale Schiedsrichterleistung einer eigentlich erfahrenen Größe!!!
    Da waren einige Situationen, wo klarste Fouls nicht geahndet wurden, die zT sogar gelbwürdig waren!!!
    Zwei Treffer hätten definitiv nicht gegeben werden dürfen, da einmal klares Abseits (Bresonik), und einmal ein geschenkter Freistoß der zum Tor führte!!!

    Da schwant mir wieder Furchtbares, wenn ich an die EM denke!!!

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  • gerd karl sagt:

    laasee, die spiele der amis und der schwedinnen war ja auch nicht berauschend.
    deshalb nur kein neid detlef, 8 spielerinnen ausgefallen und trotzdem werden alle spiele gewonnen.
    das kann nur deutschland
    die amis und die schwedinnen würden so einen aderlass nicht verkraften.

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  • Ulf sagt:

    Es wäre wirklich furchtbar, wenn bei der EM der Schwan wieder so den Bach runter geht wie 2009; furchtbar für andere.

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  • gerd karl sagt:

    ulf, deutschland ist 2009 europameister geworden.

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  • Ulf sagt:

    Ja, im Kichererbsen zählen.
    Mein Kommentar bezog sich auf die 3 Fragezeichen.
    Rhetorik ist Rheuma mit Decke.

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  • Guido sagt:

    Schön zu sehen, dass die U20-Weltmeisterinnen von 2010 zunehmend wichtiger fÜr das Spiel der Nationalmannschaft werden (Kulig nicht zu vergessen, die ja hoffentlich bald wieder zurück sein wird). Auch die etablierten Spielerinnen wie Laudehr, Okoyino da Mbabi, Behringer, Peter, Goeßling, Bajramaj sind ja alle erst Mitte Zwanzig. Das sind ja erfreuliche Perspektiven, dass diese Mannschaft ihre beste Zeit noch vor sich hat.

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  • karl sagt:

    Hat irgendjemand eine Erklaerung dafuer was uns Ulf sagen will? Was hat Kahlert mit der Viererkette der Nationalelf zu tun ?
    Was haben Schwaene damit zu tun ? und was Kichererbsen ?

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  • wrack sagt:

    Das war gar nicht soooo zäh, wie ich es befürchtet habe.
    Am Ende der Saison hat mich vor allem der Wille und die Leistung von Linda B. beeindruckt.
    Maro hatte einige überraschende, schöne Ideen und gehört f.M unbedingt zur Zukunft der Natio.
    Alex Popp war genau der richtige Stürmertyp für Rumänien – sehr gute Leistung.
    Die Chancenverwertung war mal wieder mau und es gab zuviele Fehlpässe. Aber der Rasen war nass, die Saison lang und der Gegner stand „hinten drin“.

    Die eine oder andere Spielerin hatte nicht den besten Tag, kein Wunder nach der anstrengenden Saison.
    Insgesamt: Kein Grund für Befürchtungen betreffend der EM im nächsten Jahr, die Natio ist auf einem guten Weg, wenn die Verletzungsserien mal Pause machen, ist bzw. wird das eine Super-Mannschaft.

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  • Katerli sagt:

    da bin ich nicht so optimistisch, bei aller Freude, der Gegner war Rumänien, eine Torfrau, die gerade mal 3 Jahre Fußball spielt …

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Naja, naja, naja…

    Ich betone noch einmal, dass das bei Rumänien die besten 11 aus 800 waren und auch bei Rumänien insbesondere die Torhüterin verletzt war. Die Rumäninnen befinden sich noch im Spielbetrieb einer Saison, die inclusive Playoffs noch länger als die deutsche ist (24 Spiele).

    Dafür sahen die Deutschen gestern ziemlich lange aus wie begossene Pudel. Zwischen dem 1:0 und dem 2:0 war absolut tote Hose. Wenn überhaupt mal offensiv was ging, dann nur hoch hinein. Kein Kurzpassspiel, kein Tempo, keine Kombinationen.

    Marozsan blieb in dieser Zeit extrem blass, hat keinen einzigen Zweikampf gewonnen, sondern ließ sich immer ausspielen, Popp hat keinen einzigen Ball auch nur annähernd erreicht, das Zusammenspiel von Odebrecht und Laudehr, Peter und Behringer sowie Schmidt und Bresonik hat überhaupt nicht funktioniert.

    Wie soll das bei der EM gegen Mannschaften wie Frankreich oder Schweden aussehen?

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  • Spocky sagt:

    @ wrack

    Ich sehe das genauso wie Du … 🙂 Bei diesem „Schmuddelwetter“ war ich auch live im Stadion … Mir hat Linda B. auch sehr sehr gut gefallen … endlich durfte sie vor allem ihre „offensiven“ Qualitäten zeigen – sie wirkte sehr spielfreudig auf mich…

    Und bei Dzennifer „Maro“ kann ich nur sagen … Einfach ein Genuss ihr zuzusehen – auch wenn nicht jeder Pass klappt – sie versucht immer das schnelle direkte Spiel und ist „technisch“ hervorragend (wenn jetzt noch ein wenig „Fitness“ dazukommt … dann ist sie für mich eine der besten Spielerinnen … 🙂

    Dafür dass die meisten Spielerinnen doch nach der langen Bundesliga-Saison ziemlich müde sind, war es doch teilweise ein sehr „ansprechendes Spiel“ … Ich war nur ein wenig traurig, dass Martina Müller nicht noch eine Chance bekommen hat …

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  • berggruen1 sagt:

    Relativieren wir dieses Spiel doch einmal so: Unabhängig davon, ob die Spielerinnen bereits müde waren von der Saison oder nicht, sie haben in einer anständigen Höhe ohne größere Verletzungen gegen einen Mannschaft gewonnen, die ihnen nie auch nur im Ansatz gefährlich werden konnte. Solche Spiele haben eigentlich immer das Potential dazu, sehr lange Zeiten im Leerlauf zu bleiben. Nach der sehr frühen Führung war vielleicht einfach nur der notwendige Druck raus. In einem wichtigen und gleichwertigen Spiel sollte ein frühes Tor Sicherheit und Ruhe geben, in einem Spiel gegen einen „einfacheren“ Gegner wirkt ein frühes Tor oftmals einschläfernd. Natürlich wäre es großartig, wenn auch gegen die vermeintlich kleinen Gegner schneller, offensiver Kombinationsfußball vom Feinsten zelebriert würde, aber das findet doch nirgendwo statt.
    Manchmal frage ich mich, was die Mädels eigentlich noch alles machen sollen, damit manche Pessimisten zufrieden sind? 5:0 mit einem ach so schlechten Spiel mit gaaaanz vielen Fehlern ist ja nun auch nicht so schlecht, wo wären die Rumäninnen geblieben, wenn bei den Deutschen alles so geklappt hätte, wie Ihr es Euch so wünscht? 50:0???

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  • waiiy sagt:

    Wenn man Maro jeweils 2m Platz lässt zu jeder Richtung, dann kann sie natürlich zaubern. Aber welche Mannschaft von Format lässt das zu? Und eigentlich hätte bei dieser Spielanlage von Rumänien von ihr ein Feuerwerk kommen müssen, dass man von 50 versuchten Angriffen zumindest 10 zu Ende führt und dann am Ende ca. 15:0 gewinnt. Ihr genialster Pass war der, wo sie kaum noch rankommt und ihn einfach nach vorn tritt und dieser durch Zufall genau die richtige Länge hatte, dass Popp mit voller Kraft laufen kann und das Tor macht. Ansonsten hat sie die Schnelligkeit von Popp nicht richtig einschätzen können.

    Viel besser hat mir da der Pass in der 1. Minute nach außen von Viola auf Alex gefallen. Der war gewollt und hatte genaues Timing. Da darf man einiges erwarten, wenn sie dann 7 Tage die Woche zusammen trainieren.

    Generell könnte ich mir in Zukunft gut eine Wolfsburger Achse mit Celia verstärkt vorstellen, wo doch alles von einer Frankfurter Nationalelf spricht…

    waiiy

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon, Sheldon, Sheldon ;-):

    Korrekt: Zwischen 1:0 und 2:0 gab es lange Phasen, in denen die Deutschen durch Fehlpässe und unnötige Ballverluste „glänzten“, aber ein Spiel hat ja 90 Minuten. Deswegen ist deine 35-Minuten-Aufarbeitung irreführend für das Gesamtwerk. Pech für dich, dass du nur die 35 Minuten gesehen hast.
    Ich gehe davon aus, dass du Popps schöne Vorlage auf Bresonik zum 1:0 als einen Eckpunkt siehst und Maros butterweiche Vorlage auf Popp zum 2:0 als den zweiten Eckpunkt.
    Ich hoffe, dass die Partien gegen Frankreich respektive Schweden, so sie bei der EM IN EINEM JAHR zustandekommen, länger als 35 Minuten dauern. Gestern spielte ja Deutschland gegen gut stehende, laufintensiv und auch mal glücklich sich wehrende Rumäninnen, bei denen die 17jährige Torhütern zum Schluss sicherlich nicht zu den schlechtesten Spielerinnen gehörte. Das war sicherlich beeindruckend angesichts der genannten 800 Aktiven dort. Aber selbst wenn der Vatikan 11 derartig spielende Nonnen schickt, spricht das nicht gegen die deutsche Mannschaft, sondern für die Nonnen – es sei denn, sie hätten in Ordentracht gespielt.

    PS: Mein Traum: FF-Länderspiel Vatikan gegen Saudi-Arabien.

    PPS: Ich muss Schmidt noch erwähnen, die mir besonders in der ersten Hälfte positiv auffiel.

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  • laasee sagt:

    The score is relatively unimportant. Be it 5:0, 1:0, or 20:0 – Germany were certain to get 3 points. Even before the Group started, Germany were certain to qualify automatically.

    I was concerned yesterday with the one-dimensional tactics. Everything was either on the left wing or the right wing. There was very little variation. I think that at EM Sweden the lack of tactical intelligence will be Germany’s biggest problem. Also, against a limited team as Romania why play a rigid 4 defence?

    I have seen Patti Hanebeck play several times this season and she looks a very talented player. But not for N11?

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  • Doc sagt:

    Na ja, ich kann mich den Lobhudeleien nicht anschließen. Die Aussagekraft des Spiels ist fast Null.

    An die EM im nächsten Jahr denkend macht mir vor allem EINS Sorgen. Die dann dort spielende 11 wird zu sehr massiven Anteilen aus Frankfurt gespeist werden.
    Das gibt dem dortigen „Trainer“ noch ’ne Menge Monate Zeit, das spielerische Niveau erwartungsgemäß (auch bei den Neuzugängen) zu schmälern.
    Ehrlich, ich erwarte nicht mehr als das Halbfinale. Ich mag mich nicht mehr blenden lassen von all den so hoch gehandelten Namen, die, wenn man doch mal dezidiert und ganz ernsthaft die letzten 12 Monate überblickt, nur sehr selten ihre ihnen zugesprochene Leistung erbringen konnten.
    Was definitiv in den letzten Jahren zu beobachten ist: Der Fußballverein Frankfurt bietet Ausnahmetalenten anscheinend keine angemessene Möglichkeiten, sich immer weiter zu verbessern. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht möglich, wenn man eine derart große Anzahl Ausnahmespielerinnen in EINEM Verein kombiniert. Ob da überhaupt die Logistik und die Infrastruktur vorhanden ist, wage ich mal zu bezweifeln. Das bedeutet doch in der Summe eine enorme Anzahl von Trainern, Geräten, Spezialisten und individuell zugeschnittenen Trainingsplänen. Wie soll sowas zeitlich und ressourcenmäßig umgesetzt werden? Na ja, vielleicht irre ich mich ja völlig…oder?
    Wäre dann eine einleuchtende Erklärung, warum die dorthin Gewechselten sich nicht angemessen weiter entwickeln.
    Frau Behringer ist für mich fußballtechnisch kaum wiederzuerkennen. Und die hier so hochgelobte „Maro“ läuft meiner Meinung nach Gefahr ein „ewiges Talent“ zu bleiben. Mir völlig unverständlich, warum ihr Verein sich als unfähig zeigt, ihr mal die „bremsenden“ 5 Kilo Körpergewicht zu nehmen.
    Bei Bianca S. und Babett P. nehme ich an, die werden ebenso wie die vorher an den Main gewechselten, die nächsten Jahre von ihrer Form leben, die sie jetzt gerade haben. Besser werden die DORT auf keinen Fall. Für die 1. FFC Nationalmannschaft bedeutet dies nix‘ gutes, denn das Ausland entwickelt sich weiter.

    Somit wird der FFC sukzessive zur Nemesis für die Erfolgsaussichten der Natio.

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  • Sheldon sagt:

    @berggruen: Wann verstehen Leute wie du, dass den Fußball nicht das Ergebnis, sondern die Spielweise ausmacht???

    Ich war am Montag mit dem Potsdamspiel zufrieden, weil dort über fast das gesamte Spiel anständiger, schneller und offensiver Fußball geboten wurde.
    Das 8:0 hätte noch sehr viel höher ausfallen können, wenn man die Chancen reingemacht hätte, wäre ein Ergebnis zwischen 10:0 und 15:0 drin gewesen. Aber Chancenverwertung ist ziemlich das Einzige, was man nach einer solchen Saison entschuldigen kann.

    Ein Spiel gegen Rumänien kann man ruhig auch mal 15:0 oder 20:0 gewinnen. Man sollte bedenken, dass der Frauenfußball in Rumänien erst in den Kinderschuhen steckt, da spielt so ziemlich jede fußballspielende Frau in der 1. Liga!

    Wenn jede 40. Frau eines Landes in der N11 spielt, dann sollte man das vernünftig runterspielen können!
    Mir hätte dann auch ein 5:0 gereicht, wenn die Tore qualitativ hochwertig mit Spielwitz herausgespielt worden wären!
    Das WIEVIEL macht die Quantität aus, das WIE die Qualität!

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  • waiiy sagt:

    @laasee: Patti wird definitiv die nächste Zeit wohl nicht N11 spielen. Da gab es mal „Schwierigkeiten“ zwischen ihr und Maren Meinert. O-Ton vor wenigen Tagen von ihr (nach dem Duisburg-Spiel): „Man kann an meiner Leistung auch mal gut vorbeigucken…“

    @wrack: Wenn man sich von hoher Laufbereitschaft und „gut stehen“ schon beeindrucken lässt, lässt das tief blicken. Solche Dinge sollte man erwarten, sonst kann man nicht darauf vorbereitet sein. Und die Reaktion auf unvorhergesehene Dinge ist schwierig, besonders für Spielerinnen, die das die ganze Saison in ihrem Verein schon nicht hingekriegt haben.

    waiiy

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  • frosti sagt:

    @doc
    Sehe ich genau so wie Du!
    Ist echt schade, dass Schröder jetzt so viele Ausländerinnen unter seinen Fittichen hat, sonst könnte man auf Nachwuchs von dort hoffen. Hanebeck in der jetzigen Form gehört zumindest in der Kaderin der N11 – eher als Viola. Aber da gibt es wohl auch wiederum eine Geschichte zu.
    Der Trainer von Wolfsburg erscheint mir aber auch ganz ordentlich zu sein. Vielleicht entwickeln sich ja Popp, Wensing und Gößling weiter.
    Für die EM 2013 sehe ich Frankreich und – wegen des Heimvorteils – Schweden vor uns. Also Halbfinale ist richtig getippt.

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  • gerd karl sagt:

    an alle die jetzt wieder meckern, deutschland wird frankreich und schweden in der em schlagen, und warum, ich darf mich wiederholen, wer 8 verletzte stammspieler ersetzen kann und immer noch alle spiele gewinnt, der ist weltklasse und wird europameister.
    man sollte auch nicht vergessen was passiert wenn bei den amis, schweden oder franzosen 8 spielerinnen ausfallen würden, sie hätten alle spiele verloren.

    ja, das können nur wir deutsche, man sind wir gut.

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    „Da gab es mal “Schwierigkeiten” zwischen ihr und Maren Meinert.“

    Deja vou, as with another talented player and the N11 coach.

    I rate Patti very highly. A natural number 10. Germany has lots of good functional players but very few genuine natural talents. Bresonik is a very good player but is not a natural 10. That reflects the judgement of the N11 coach.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Zunächst einmal, Kompliment, der erste Beitrag seit Jahren ohne Grings^^ Ist mal was anderes, man könnte meinen, da publiziert jemand unter falschem Namen 😉

    Bei allem anderen stimme ich dir 100%-ig zu. Bei Hanebeck denke ich, wird derselbe Fehler wie bei Odebrecht vor dem WM gemacht werden. Sie wird nächste Saison höchstwahrscheinlich nochmal enorm zulegen und zur EM in Topform sein. Erst danach wird man erkennen, dass man sie gebraucht hätte und vielleicht bekommt sie dann eine Chance.

    @Doc: Eigentlich ist es doch die perfekte Ausgangslage, um sich weiterzuentwickeln, in einer Mannschaft mit so vielen Ausnahmekönnern zu sein. Und dazu braucht man nicht unbedingt sehr viele Trainer, sondern lediglich EINEN, der sein Handwerk versteht. Trainer wie Guardiola, Aragones, Rehhagel, Schröder, Hitzfeld, van Gaal, Heynckes, sie konnten alle immer viele Ausnahmespieler in ihrem Spiel vereinen.
    […]

    Außerdem ist es in Frankfurt, wie laasee schon angesprochen hat, ja nicht die Fitness, die fehlt, die Spielerinnen sind beinahe alle die Fittesten und Robustesten der Liga.
    Was fehlt, ist die Kreativität und Variabilität, wie in der N11. Taktisch flexibel zu sein, das fehlt dem deutschen Team komplett. Eingepfercht in das starre 4-2-3-1-System wird ein auf Ballbesitz, Ballkontrolle ausgerichtetes, defensives Spiel aufgezogen, ohne Dynamik nach vorne. Gerade mit der Besetzung Behringer und Bresonik auf den Außen spielt man eher ein 4-4-1-1, wodurch nach vorne natürlich kaum ein Durchkommen ist. Wenn überhaupt wird es mit langen Diagonalbällen probiert und dann hoch in den Strafraum.

    Schnelles Kurzpassspiel mit Doppelpässen ist gefragt, das wird beim DFB und bei Frankfurt komplett vernachlässigt.
    Man könnte meinen, Deutschland hätte noch nie so zusammengespielt wie gestern. Problem ist nur, wenn man das in 30 Spielen hintereinander denkt. Kein einziger Mannschaftsteil war eingespielt und aufeinander abgestimmt.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    Wenn man da nicht endlich dran arbeitet, wird sich der Trend weiter fortsetzen und spätestens im Halbfinale (wenn man Glück hat), ist Schluss!

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  • wrack sagt:

    Meine Notizen von gestern:

    Deutschland – RUMÄNIEN (nicht Frankreich)

    1. Minute: Schöner Pass von Popp auf Bresonik – Flugkopfball 1:0
    3. Gefährliche Laudehr-Flanke längs der Latte – knapp am 2:0 vorbei.
    10. Einzige rumänische Halbchance für Rus, die aus großer Distanz einen Lob über Schult versucht.
    17. Gefährlicher Flachschuss Laudehr in die rechte Ecke, zur Ecke gelenkt.
    26. Behringer Flanke auf den linken Pfosten, Schmidt an den Pfosten.
    34. Maro mit butterweichem Pass durch die Mitte auf Popp – 2:0
    38. Behringer-Flanke punktgenau auf Popp, die 5 Meter vor dem Tor aber den Ball nur streift.
    40. Behringer adressiert Maro, die aus halbrechts wuchtig abzieht, Torhütern kann den nassen Ball nicht halten – 3:0
    50. Bresonik-Flanke abgefälscht auf Popp – 4:0
    65. Wieder Bresonik auf Popp, die um einen Meterverzieht
    66. Laudehr exakt und gefährlich auf Popp, die den Ball etwas zu weit prallen läßt, abgeblockt
    70. Peter auf Popp, wuchtiger Kopfball in die Ecke, Glanzparade der Torhütern
    74. Gefährlicher Maro-Freistoß gegen 2-Frauen-Mauer ans Außennetz.
    80. Aussichtsreicher Huth Kopfball knapp vorbei
    81. Popp setzt sich im Laudduell durch, der Schuß wird von Paraluta über die Latte gelenkt
    88. Bresoniks Lattenschuss
    90. Peter Freistoß, Popp-Kopfball 5:0

    In meiner Fehlpass-Strichliste führt mit Abstand Odebrecht vor Peter und Goeßling. Auch bei den verlorenen Zweikämpfen ist leider Viola vorn, Simon hat auch ziemlich viele verloren, Maro dagegen ist noch deutlich über 60%.
    Bresonik ist in beiden Statistiken im positiven Bereich an der Spitze.

    Rumänien ist übrigens mit 4 Siegen und 4 Niederlagen sowie 16:18 Toren zur Zeit auf Platz 3 der Tabelle.

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  • hanah sagt:

    Ich war dabei 🙂 Popp war eiskalt und Rumänien zu leicht zu schlagen:) Schade dass Bajramaj nicht gespielt hat:(

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    Inka? One of the very few naturally talented top class German players (you love her really).

    The problem for Patti Hanebeck is that the style of football with the N11 is very much based on the Frankfurt culture.
    It is also a big problem for the development of German football.

    The traditional strengths of German football have been power and organisation. Most of the N11 success was based on that. Other countries were inferior in their development.
    The success of the USA has also been based on the same concepts and they have been as successful (if not more so) than Germany.
    As other countries develop stamina training and get more organised, so the gap with Germany narrows.
    It then becomes apparent that Germany does not evolve playing style, tactics, etc in order to maintain superiority.

    EM 2009 was the highpoint for Germany. The 6-2 defeat of England was the most comprehensive performance of all the WM and EM titles.
    The catalyst for 2009 was one uber player supported by a cast of very good players.
    WM 2011 was the polar opposite and for that the coach and DFB must take 100% responsibility. Regrettably, nobody did and now Neid is ‚damaged goods‘.

    Yesterday, the tactics were basically to attack down the wings. The variation was very limited. In the main it was very predictable.
    At WM Japan gave Germany a lesson in how to pass the ball in addition to being tactically superior.

    Should Germany play at EM 2013 without an uber player, then I do not think that Germany can win the tournament just with organisation and power. Next season the N11 will probably be dominated with Frankfurt players but that club will not be playing in CL. Those players will not be performing for their club at the highest level and that is not ideal leading into the tournament in Sweden.

    I worry that failure at EM will mean that the two years since WM Wolfsburg have in fact been two dead years for German football.

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  • gerd karl sagt:

    laasee, darf ihr über den tot des deutschen frauenfussballs herziehen und wird nicht gestoppt mit diesen beleidigungen.
    wenn man aber was gegen die amis sagt, dann bekommt man gleich was reingewürgt.
    das kann und darf nicht sein.

    jetzt noch mal für laasee, die usa werden nur bronze bei olympia holen und deutschland wird europameister.

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  • wrack sagt:

    Lustig, lustig, tralalala, die Untergangspropheten sind wieder da !

    @ laasee: „At WM Japan gave Germany a lesson in how to pass the ball in addition to being tactically superior.“

    Biased as usual !
    Japan gave Germany a lesson in how to win a game with two goal-chances, one of which was the goal in the extra-time. Germany lose because they lacked to make the goal. The strategic approach of SN was simple but justified: The Germans are much taller than the Japanese women should win by header shots. If SN would have succeeded everyone would have said: Of course, an obvious strategy !
    By the way, relating German Teams of the past: Did you remember the goal of Nia Künzer. And did you remember how the germans played in this match before (Brrr) ?
    And by the way: Did Inka Grings ever shot three goals against a world champion ? Celia did… and Celia is a member of the new team.
    I appreciate the great merits of Inka Grings. I’m afraid your bias relating her sometimes rather is damaging Inka’s merits in this blog.

    Nun zu Unseren apokalyptischen Weisen:
    Der Algarve Cup ist erst einige Wochen her. Die deutsche Mannschaft hat dort Schweden deklassiert und den Weltmeister geschlagen. Danach wurde Spanien 5 : 0 und die Schweiz 6 : 0 geschlagen. Nicht, dass ich hier deswegen den EM-Titel prophezeihe oder dem Team eine bessere Zukunft als den WM-Teams zuvor. Nein, ich sage nur, es ist noch EIN JAHR bis zur EM.

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  • karl sagt:

    @gerd karl: Laasee sagt nicht den Untergang des deutschen Frauenfussballs voraus und wenn laasee ueber jemanden herzieht dann sowohl ueber den deutschen als auch ueber den amerikanischen Frauenfussball, insbesondere deswegen weil in keiner der beiden Mannschaften Inka Grings zur Zeit mitspielt. Lassee findet nur dass beide mannschaften in den letzten 2 Jahrzehnten fuehrend waren weil sie frueher begonnen hatten und das machte ihren Vorsprung aus und das jetzt andere Mannschaften aufholen, womit er zum Teil recht hat, aber das ist unvermeidbar. Sowohl die deutsche als auch die amerikanische Manschaft sind absolut Konkurenzfaehig und mehr kann man nicht erwarten.

    Ich sehe das eher so wie Berggruen1 und Wrack , der auch die Ereignisse vom Viertelfinale in Wolfsburg ausgezeichnet analysiert hat. Von wegen „superior tactics“ wohl eher „lucky strike“ .

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  • laasee sagt:

    @wrack

    German players are taller than Japan players and so the tactic is to go for headed goals.
    It does not work and there is no Plan B.
    The coach keeps her job.
    Some people are happy with that. Those people are easily satisfied.

    2009 was the highpoint for German football 6-2 for N11 against England, 6-0 for FCR in UEFA Cup and 7-0 for FCR in DFB Pokal.
    Two years later it goes downhill. Abject failure at WM and Lyon are top club in Europe.

    Look at the reasons for the success in 2009 and then look at the reasons for the failure in 2011.
    It more difficult to maintain success but it is easy for failure to lead to even more failure.

    In 2012 there was more failure with German teams in CL. Potsdam got embarrassed in Lyon and Frankfurt lost 4 games.

    What happens in 2013? Lyon most likely will achieve the Treble in CL and either France or Sweden will win EM.
    German football is now on a downward momentum.
    I am sorry that this is the case. I only write the truth based on what actually is happening.

    The problems in German football are basic. N11 fail at WM. Zwanzigger says Neiod is best coach available so she stays. No discussiuon.
    HSV dump on the girls. No discussion. Business as usual.

    FF does not have a voice for itself. That is the fundamental problem. Everything follows from that. Nobody is allowed to think for themselves, let alone speak out (Connie Pohlers is an example). Everyone does as they are told. Tactics for headed goals in WM do not work but the players keep on following instructions because that is the regime in FF.

    Change is needed.

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  • Ulf sagt:

    Und dann wäre da noch Karl mit der Frage:
    „Hat irgendjemand eine Erklärung dafür was uns Ulf sagen will?
    Was hat Kahlert mit der Viererkette der Nationalelf zu tun ?
    Was haben Schwäne damit zu tun ?
    und was Kichererbsen ?“

    Da ich meine Kommentare hier nicht primär für Simple Minds und Virginia Plain schreibe, meine Tastatur keine Smilies-Funktion hat und auch keine drei Ausrufezeichen am Satzende zur Unterstreichung der Wichtigkeit meiner Worte akzeptiert, ist es so, daß hier einige, die sich fragen: „hä?“, sich mit dem roten Daumen artikulieren. Gelebte Demokratie. Opium für Volk und Facebookisten.

    Der Versuch eine Erklärung zu den Fragen:
    zu Do,20.16h:
    Kahlert gilt ja bekanntlich als Synonym des Großmeisters der taktischen Aufstellung. Meine Kritik richtet sich gegen die nominelle Aufstellung von 4 deutschen Verteidigerinnen, bei nur einer rumänischen Spielerin, die auch mal aus der deutschen Hälfte gegrüßt hat. Dieses Erscheinungsbild war ja auch schon vom Hinspiel bekannt. Nur kein Neid.

    Detlef schreibt Do,21.31h:
    „Da schwant mir wieder furchtbares, wenn ich an die EM denke (drei Ausrufezeichen)“
    Ulf dazu am Do,22.11h:
    „Es wäre furchtbar, wenn bei der EM der Schwan wieder den Bach runtergeht wie 2009, furchtbar für andere(da habe ICH nun drei Ausrufezeichen vergessen)“
    Es ist auch mir bekannt, daß die deutsche Frauennationalelf 7 der 10 bisherigen (darunter die letzten 5 in Folge) Europameisterschaften gewonnen haben, also furchtbar für andere, siehe auch Kommentar von:
    Gerd Karl schreibt Do,22.37h:
    „Ulf, Deutschland ist 2009 Europameister geworden“

    Ulf Do,23.36h:
    „Ja, im Kichererbsen zählen“
    „Erbsenzähler“ ist klar, kann sonst bei u.a. Wikipedia nachgelesen werden. „Kicher“ ist auch eine Art von Lachen. Kichererbsen git es wirklich. Da Kicher auch Erbse heißt, kann es auch Erbsenerbse heißen, also ein Pleonasmus (Tautologie: das gleiche, das selbe?), im Zweifel auch hier unter Wikipedia.

    Go figure! (englisches Idiom)

    auf geht´s:
    Grüner Daumen: Rhetorik
    Roter Daumen: Arroganz
    Zweifarbenclick ist auch gut, rot und grün ergibt (weiß mans wirklich ?)

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  • Guido sagt:

    Habe auf Twitter gestern von Usern gelesen, die an dem Abend das Testspiel der Männer sehen wollten, den Einschaltknopf schon etwas früher gefunden hatten und zu ihrer Überraschung in ein anderes Länderspiel gerieten, in dem eine deutsche Frauenmannschaft bei Sau-Wetter in einem wichtigen Qualifikationsspiel 4:0 führte, den Gegner komplett im Griff hatte und bis zum Schluss torhungrig blieb, Chancen herausspielte (ok, bei Svenja Huths vergebener 100%igen twitterte jemand bissig, ob Svenja die kleine Schwester von Robert sei …) und am Ende noch einen drauf legte. Das war mal interessant, die durchweg überrascht anerkennenden Kommentare dieser Zufallszuschauer zu lesen. Und dann kamen die Männer, die sich gegen die Schweiz (wo die DFB-Frauen neulich noch 6:0 gewonnen hatten) blamiert hatten und gegen Israel auch nur Magerkost abgeliefert haben – trotzdem glaubt jeder, dass die demnächst Europameister werden. Sind FF-Fans da grundsätzlich kritischer oder pessimitischer? Um ehrlich zu sein, wäre ich optimistischer, wenn es jetzt eine Frauen-EM gäbe.
    Halten wir einfach mal fest: Die N11 hat die Quali in der Tasche (Timmy hat ja völlig richtig ausgeführt, dass selbst bei zwei äußerst unwahrscheinlichen Niederlagen in den letzten Spielen der Platz des besten Zweiten quasi sicher ist – verstehe die negativen Daumen bei ihm nicht). Dazu hat sich die N11 seit der WM verjüngt und gesteigert (die Rückspiele gegen Rumänien, die Schweiz und Spanien waren alle deutlich besser als die Hinspiele), hat zweimal den in Europa neben Frankreich größten Konkurrenten Schweden besiegt und hat meines Wissens als einzige Mannschaft Weltmeister Japan schlagen können. Dazu hat die N11 zurzeit mit Celia und Alexandra zwei junge Spielerinnen vorne, die ständige Torgefahr produzieren und auch treffen (wer weiß, wie die WM gelaufen wäre, wenn wenigstens eine von beiden in dieser Form und auf dieser Position gespielt hätte). Und es gibt noch ganz viel Luft nach oben, wenn die Mannschaft besser eingespielt ist und die eine oder andere zurückkehrt (Kim Kulig) oder die Form wiederfindet (Lira Bajramaj, …). Nur weil jetzt drei Nationalspielerinnen nach Frankfurt wechseln, geht die N11 nicht unter. Die letzten Titel wurden alle gewonnen, nicht obwohl, sondern weil Spielerinnen des FFC dabei waren …

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  • gerd karl sagt:

    laasee, frankreich ist gut weil sie eine vereinsmannschaft hat, nämlich lyon die eingespielt ist und lyon ist so gut weil 8 millionen euro jährlich reingebuttert werden.

    andererseits haben sie ein problem, es kommen keine jungen spielerinnen nach, anders als bei der deutschen nationalmannschaft, wo neid das problem hat, wenn sie aufstellen soll.
    neid könnte mit dem potenzial was deutschland hat 4 nationalmannschaften aufstellen.

    amerika, frankreich und schweden haben diesen luxus nicht, dort wird zulange an den älteren spielerinnen festgehalten.

    japan hat den gleichen luxus wie deutschland so viele talente, deshalb wird japan olympiasieger und deutschland europameister.

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  • jochen-or sagt:

    Da ich in Wolfsburg vor Ort und in (Gegen-)Torhöhe saß, kann ich nur bestätigen, dass es ein lucky strike – eigentlich ein luckylucky strike – war, der die verkrampfte deutsche Mannschaft bei der WM erledigt hat. Da gab es keine Überlegenheit der Japanerinnen, vielmehr verteidigten diese geschickt gegen eine einfallslose deutsche Mannschaft. Beide Mannschaften hätten mutmaßlich noch 2 Stunden spielen können, ohne dass ein Tor gefallen wäre.
    Auf Ballhöhe sitzend war ich völlig perplex, als Angerer plötzlich wegtauchte und quasi den Weg ins Tor frei machte, anstatt – wie es bei Frauen mit der doch vergleichsweise geringen Schusskraft üblich sein sollte – den Schuss abzuwarten.
    Auch im Finale waren die Amis mit der auch für die Deutschen eher typischen Kampfkraft und besseren Athletik besser als die Japanerinnen – zu denen ich im Übrigen wegen Yuki und mit Japanfahne gehalten habe :-).
    Richtig ist aber, dass die anderen Nationen insbesondere im durch Training beeinflußbaren Bereich Physis/Athletik aufgeholt haben und wie auch bei den Männern alles dichter zusammen rückt.
    Das aktuelle Problem der deutschen N11 besteht darin, dass wir zwar eine Vielzahl von Talenten, aber aktuell (noch) keine Weltklassespielerinnen, insbesondere keine Spielmacherin, vom Kaliber Prinz, Meinert, Wiegmann und Co. besitzen.
    Ob da eine von den jungen hinkommt, bleibt abzuwarten. Aktuell sehe ich insbesondere bei Marozsan da eher Stagnation.
    Als Ossi hätte man wohl früher gesagt, dass das „Kollektiv“ dies ausgleicht. Heute sagt man ja dazu „Die Mannschaft ist der Star“ :-).
    So gewinnt Turbine die Meisterschaften und dies könnte die N11 in dieser Situation weiterhin zu Titeln führen.
    Für 2013 sehe ich die Elf – wie einige hier – allenfalls auf gleicher Höhe mit einigen anderen Mannschaften wie Frankreich, Schweden, vielleicht auch England. Auch hoffe ich auch noch auf ein erholtes Norwegen mit seine Talenten Graham Hansen, Hegerberg etc..
    (Leider bringt es da wohl die Trainerin nicht.)
    Also wäre bei der EM das Semifinale o.k. und normal, Endspiel besser und der Titel ein nicht zwingend zu erwartender Erfolg.

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  • wrack sagt:

    En passant: Bitte berücksichtigen, dass Maro seit April erst 20 Jahre jung ist. Bitte, laßt sie doch 21 werden…

    Zur Diskussion ein netter (Pseudo-)Vergleich am 4. Juli 2012: Frankreich – Rumänien (Wenn schon nicht zweitstellig, dann möchte ich doch bitte 20 Torchancen sehen 😉 )

    Zur Erinnerung WM , 5. Juli 2011: Deutschland – Frankreich 4 : 2 ( http://teresa6114.tripod.com/natio2011.html#frankreich ). Das deutsche Team damals:
    Nadine Angerer, Bianca Schmidt, Annike Krahn (Alexandra Popp 78), Saskia Bartusiak, Babett Peter, Lena Goeßling, Simone Laudehr (Ariane Hingst 46.), Kerstin Garefrekes, Celia Okoyino da Mbabi, Lira Bajramaj, Inka Grings

    Und zu Olympia: Ich drücke Frankreich die Daumen, weil…

    – ich bei der EM gern den Olympiasieger dabei hätte
    – Frankreich unser Nachbar ist

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  • wfm sagt:

    @wrack
    „En passant: Bitte berücksichtigen, dass Maro seit April erst 20 Jahre jung ist. Bitte, laßt sie doch 21 werden…“
    Richtig! Und nicht nur das, sie hat aufgrund eines Innenbandriss unmittelbar vor der WM und einer Außenmeniskus-Operation im September 2011 in der BL-Hinrunde nur 2 Spiele komplett durchgespielt und sich dann auch noch im April 2012 beim DFB-Pokal-Halbfinalspiel eine schwere Verstauchung zugezogen.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Nur Mannschaften gewinnen Titel, keine Einzelspieler! […]

    Dabei bin ich auch schon beim Thema: Was Japan auszeichnend, nennt man im Volksmund „mentale Stärke“. Die können halt nicht nur gewinnen, wenn sie zur Pause bereits 3:0 führen, sondern machen das Ding dann auch mal in der 117. noch zum 2:2 ganz cool und lässig mit der Hacke rein!

    DAS hat Deutschland nicht und die USA auch nur bedingt. Das könnte Deutschland aber durchaus haben.
    Celia, Mittag und Bajramaj in der Offensive als rotierendes Trio, dahinter Hanebeck, Kulig und vielleicht Odebrecht oder Keßler, hinten die Viererkette mit Bartusiak, Goeßling, dazu eine Baunach und auf rechts eine Peter (wie gegen Kasachstan).
    Im Tor dazu Almuth Schult.

    Als 10 Ersatzspielerinnen Schumann, Längert/Sarholz, Tetzlaff (wenn wieder fit), Kemme, Odebrecht/Keßler, Bresonik, Laudehr, Chojnowski Lotzen, Islacker

    Das wäre ein Versuch wert, einmal mit so einer Mannschaft ein Turnier zu bestreiten!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • wrack sagt:

    Kleine Neubewertung für einige bzgl. des Spiels Deutschland – Rumänien 5:0 Anfang des Monats:
    Rumänien – Schweiz 4:2…

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  • FFFan sagt:

    @ wrack:

    Das ist ein ‚zweischneidiges‘ Argument: einerseits wird unser 5-0 gegen Rumänien aufgewertet, andererseits relativiert sich das 6-0 gegen die Schweiz.

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  • wrack sagt:

    @ FFFan: Ist korrekt. Ich bezog mich damit speziell auf die Leute, die damals gegen Rumänien implizit ein zweistelliges Ergebnis forderten und damit das Team um Dusa und Rus schwer unterschätzten.

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  • Sheldon sagt:

    Ich habe die Rumänen nie unterschätzt. Ich habe sogar gewarnt vor den Rumäninnen.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass ein 6:0 gegen die Schweiz bei der (nicht vorhandenen) Hintermannschaft noch sehr schmeichelhaft ist. DIE hätte man zweistellig nach Hause schicken müssen!

    Wer mich bei der Schweiz enorm verwirrt, ist Caroline Abbe. Sie ist das genaue Gegenteil von Podolski: Im Verein stark, in der N11 eine absolute Katastrophe. Ich habe noch nie eine derart schwache Spielerin in der Innenverteidigung gesehen und das, wo sie doch immer respektable Leistungen im Verein abliefert. Stellt MVT das Problem nicht ab, dann kann sie gleich einpacken, denn dann verliert man demnächst noch gegen Kasachstan, wenn Abbe am laufenden Band Strafstöße verursacht und immer hart an der Grenze zur Roten Karte (Notbremse) ist.

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  • wrack sagt:

    Hatte ich fast vergessen:
    Freundschaftsspiel Frankreich – Rumänien 6:0 (4.Juli).
    Haben die Französinnen doch glatt ein Tor mehr geschossen als „wir“ !

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