Lyons Siegeszug geht weiter

Von am 18. Mai 2012 – 12.10 Uhr 1 Kommentar

Der 1. FFC Frankfurt hat die Titelverteidigung von Olympique Lyonnais in der Champions League nicht verhindern können. „Wir haben alles versucht, aber es hat heute nicht geklappt“, resümiert eine enttäuschte Kerstin Garefrekes nach der 0:2-Niederlage. Dabei sei Lyon „auf keinen Fall“ unschlagbar gewesen, denkt die Mittelfeldspielerin.

„Die beiden Tore sind für uns sehr unglücklich gefallen“, so Garefrekes, deren Team forsch begann und schon innerhalb der ersten sechs Minuten zu vier Eckbällen kam.

Lyon mit Strafstoß in Führung
Doch in der 15. Minute war es Lyon, die durch einen von Eugénie Le Sommer verwandelten Strafstoß zum 1:0 kamen. Zuvor hatte Melanie Behringer Shirley Cruz Traña gefoult. Nur 13 Minuten später legte Camille Abily, die wie im vergangenen Jahr zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde, das 2:0 nach. Mit einem Abwehrversuch knapp außerhalb des Strafraums köpfte FFC-Torfrau Desirée Schumann Abily einen Ball vor die Füße. Die Mittelfeldspielerin reagierte schnell und traf aus der Distanz.

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Lyon siegt zum zweiten Mal in Folge. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Große Chance für Behringer
Kurz vor der Halbzeit hatte Behringer den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als sie etwa acht Meter vor dem Kasten von Sarah Bouhaddi frei zum Schuss kam. Die Französin bewahrte mit einer Fußabwehr allerdings den Zwei-Tore-Vorsprung. Die Frankfurterinnen waren bemüht und zeigten sich im Vergleich zum DFB-Pokalendspiel verbessert, fanden jedoch keine Mittel gegen den Titelverteidiger, der souverän und abgeklärt agierte und kaum Schwächen offenbarte.

Kaum noch Chancen auf die Champions League
In der Liga ist für Frankfurt die direkte Qualifikation für die Champions League nur noch theoretisch möglich, das Endspiel war daher der letzte Strohhalm.  „Wir hatten eine letzte Chance. Wenn man es jetzt so nicht schafft, ist das dreifach bitter.“

Für Lyon ist hingegen das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League weiterhin machbar. Zwei Titel haben sie schon, und am 2. Juni steigt das Spitzenspiel der Liga gegen Juvisy FCF, mit dem „OL“ auch die Meisterschaft perfekt machen könnte.

Stimmen zum Spiel

Patrice Lair, Trainer Olympique Lyonnais
Es war ein sehr schweres Spiel zu Beginn, und nach der Führung hat Frankfurt versucht zurückzukommen. Wir konnten allerdings schnell mit dem 2:0 nachlegen. Vor der Halbzeit hatte Frankfurt eine große Chance zum Anschlusstreffer. Hätten sie getroffen, wäre es noch mal schwierig geworden, aber so war die 2:0-Führung natürlich eine gute Ausgangsposition für die zweite Halbzeit. Das Publikum war auf Frankfurts Seite, was für uns gerade am Anfang des Spiels schwierig war. Es ist für französische Vereine immer etwas Besonderes, in Deutschland zu gewinnen – das im Frauenfußball stärkste Land Europas.

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Tragische Figur trotz guter Leistung: Melanie Behringer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Melanie Behringer, 1. FFC Frankfurt
Ich denke, ich habe die Niederlage mit dem Elfmeter eingeleitet. Dabei waren wir am Anfang gut im Spiel und aggressiv, deswegen war der Elfmeter natürlich sehr unglücklich. Wir hatten auch vorne gute Aktionen, aber wir kommen nicht weiter als bis zum Strafraum, das fehlt uns im Moment einfach.

Camille Abily, Olympique Lyonnais
Am Anfang war es ein schwieriges Spiel für uns – gerade auch wegen der Unterstützung der Zuschauer für Frankfurt. Aber die beiden Tore haben uns Selbstvertrauen gebracht, und wir kamen immer besser ins Spiel.

Sven Kahlert, Trainer 1. FFC Frankfurt
Gratulation an Lyon, sie haben verdient das Spiel gewonnen und den Titel verteidigt. Wir sind enttäuscht, viele Spielerinnen haben geweint, weil das zweite Finale innerhalb von fünf Tagen verloren gegangen ist. […] Das ist eine Frage für die Zukunft, ob Lyon dominieren wird. Sie waren dreimal in Folge im Finale, das nicht ohne Grund, das ist eine Topmannschaft. Dazu kommt, dass sie eingespielt sind, das hat man heute ganz klar gesehen, dass sie seit zwei, drei Jahren zusammenspielen.

Siegfried Dietrich, Manager 1. FFC Frankfurt
Das war Gänsehaut-Feeling bis zum Schluss. Letztendlich ist Lyon mit den Leistungen, die sie die gesamte Saison über gezeigt haben, zu Recht Champions-League-Sieger geworden. Wir haben es nicht geschafft, mit zwingenden Chancen das Spiel noch zu drehen. Am meisten schmerzt, dass wir aus der Champions League so gut wie draußen sind, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

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1 Kommentar »

  • Behringer Foul an Cruz war bedauerlich, aber es war das Symbol des Spiels. Das Problem für Frankfurt war nicht Schelin aber war, dass Mittelfeld. Cruz, Necib, Abily, kann Sommer Position jederzeit zu wechseln. Frankfurt waren hoch drücken und Cruz, die in der Regel spielt der Nähe der Mitte des Spielfelds ging nach vorne gesehen von Necib. Behringer gefoult sie oder ließ sie zum Ziel zu gehen. Der Mangel an vergleichbaren Geschwindigkeit wirklich unterlegen Frankfurt nach den ersten Minuten. Frankfurt, um ihre Kredit hatte eine anständige Idee. Holen Sie sich ein frühes Tor dann in eine Schale drehen, aber sie tat es nicht und wenn Sie nicht bekommen, dass frühes Tor und Sie planen, in eine Schale zeigt es einzuschalten.

    Behringer’s foul on Cruz was unfortunate but it was the symbol of the match. The problem for Frankfurt wasn’t Schelin but was that midfield. Cruz, Necib, Abily, Sommer can switch position at any moment. Frankfurt were high pressing and Cruz , who usually plays near the center of the pitch went forward seen by Necib. Behringer fouled her or let her go for goal. The lack of comparable speed really outmatched Frankfurt after the initial minutes. Frankfurt to their credit had a decent idea. Get an early goal then turn into a shell but they didn’t and when you don’t get that early goal and you are planning to turn into a shell it shows.

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