Endgültiges Aus für die WPS

Von am 18. Mai 2012 – 18.05 Uhr 26 Kommentare

Nach dem Zusammenbruch der früheren Profiliga WUSA im Jahr 2003 stellt nun auch die Nachfolgeliga WPS nach nur dreijährigem Bestehen ihren Betrieb endgültig ein.

Nachdem bereits die Saison 2012 unter anderem wegen Rechtsstreitigkeiten mit dem früheren magicJack-Besitzer Dan Borislow Ende Januar abgesagt worden war, vermeldete die WPS heute via Facebook die Einstellung der Liga.

Großes Bedauern
T. Fitz Johnson, Vorsitzender der WPS-Geschäftsführung, erklärt: „Wir bedauern diesen Schritt zutiefst.“ Die Einstellung und Abwicklung der Liga tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. In einer weiteren Pressemitteilung gab man bekannt, dass man die Rechtsstreitigkeiten mit Borislow außergerichtlich beiseite gelegt hat.

Unsichere Zukunft
Es bleibt abzuwarten, ob andere Ligen wie die W-League oder die WPSL Elite League in die Fußstapfen der WPS treten können in einem Moment, indem die Beliebtheit des Frauenfußballs in den USA am Wachsen ist.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • hanah sagt:

    Die USA ist auch nicht mehr was sie mal war!!:(

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  • slartie sagt:

    Ist es nicht komisch, das so eine sportverückte Nation es nicht hinbekommt, eine ordentliche Profiliga zustande zu bringen?
    Wenn die USA es nicht schaffen, wie will es denn die BRD schaffen?

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  • waiiy sagt:

    Ein Eisbär überlebt nicht in der Sahara. Ein Löwe überlebt nicht in der Antarktis. Und Fußball überlebt nicht in den USA. Es gibt halt Dinge, die beständig sind…

    waiiy

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  • gerd karl sagt:

    slartie, ganz einfach, in dem man so wie die bundesliga und der dfb die liga langsam und stabil aufbaut.
    das amerikanische system mit dem francaise model, ist der fehler der usa.
    warum, ganz einfach, wenn man als investor und sponsor ein team aufbauen und in der wps starten lassen wollte, so muste man, ich glaube 7 millionen dollar zahlen.
    wie sollte man aber wenn man in der wps war diese summe wieder einspielen, dazu kammen noch die spielergehälter, die trainer gehälter, betreuer, miete fürs station, reisekosten, und kosten für den aufbau einer medienpräzenz, internet, radio, tv, dies erhöhte die kosten ungemein.
    nach nur drei jahren waren 4 teams pleite und nur noch 5 vereine im spielbetrieb.
    in deutschland geht es langsam voran und stabi. was ist oder heisst BRD?

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  • karl sagt:

    @gerd karl: BRD ist die Abkuerzung fuer Bundesrepublik Deutschland. Das ist die amtliche Bezeichnung fuer Deutschland. Im Englischen Sprachraum auch gerne FRG abgekuerzt fuer Federal Republik of Germany.

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  • bneidror sagt:

    Wirklich rentabel sind die meisten Teams der männlichen US-Profiligen auch nicht. Vor der letzten Tarifrunde waren 6 von 30 NBA-Franchises nicht in den roten Zahlen. Die NHL-Vereine haben auch zu knabbern bzw. ist es für Einige schon zu spät. Aber immerhin halten sich diese Ligen mit horrenden TV-Verträgen, Zuschauerinteresse und Tradition über Wasser.
    Das mit Frauenfussball primär kein Geld zu verdienen ist, sollte inzwischen hinreichend bekannt sein. Frauenfussball auf einem hohen Niveau ist scheinbar nur mit viel Geduld oder Mäzenen möglich.

    P.S. Die BRD-Frage ist schon bedenklich.

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  • mas sagt:

    @was ist oder heisst BRD?
    Über 70 und in der DDR lebend… da kann man sowas natürlich nicht wissen! lol

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  • Marcel sagt:

    @mas
    lol dann sollte man sowas erst recht wissen gegen wenn hat den Sparwasser sein berühmtes Tor geschossen?

    Zur WPS: vielleicht ja gut für unsere Liga da sind vielleicht ein paar gute Spielerinnen von dort nächste Saison hier zu sehen.

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  • Fee sagt:

    „BRD ist die Abkuerzung fuer Bundesrepublik Deutschland. Das ist die amtliche Bezeichnung fuer Deutschland.“

    Das ist natürlich Unsinn.

    „BRD ist eine nichtoffizielle Abkürzung für die Bundesrepublik Deutschland, verwendet im wissenschaftlichen und insbesondere politischen Kontext analog zum Kürzel „DDR“ während der Phase zwischen 1949 und 1990. In amtlichen Verlautbarungen der Bundesrepublik wird die Abkürzung seit Anfang der 1970er-Jahre nicht mehr gebraucht.“

    Quelle: Wikipedia

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  • be sagt:

    Beim Lesen von slarties Beitrag habe ich gleich befürchtet, dass es wieder mal irgendjemanden geben wird, der geprägt von RIAS und westlicher Schul“bildung“ der 70er Jahre die in der DDR gebräuchliche und damit einst strikt abzulehnende Abkürzung BRD statt BR Schland nicht klarkommt bzw. klarkommen will – auch wenn es schon lange keine 6 mehr dafür in den Schulen des Landes gibt (und diese Aktionen auch damals sehr umstritten waren). Die jahrzehntelangen, gegenseitigen Schikanen scheinen die Allgemeinheit jedenfalls prächtig unterhalten zu haben. 🙁

    Aber zurück zum Thema: Auf die finale Auflösung der WPS hat man ja eigentlich schon länger gewartet. Ob wirklich nur der Rechtsstreit mit Borislow daran Schuld ist oder das nicht einfach nur ein vorgeschobener Grund bzw. Inszenierung (passte dann ja auch zur „außergerichtlichen Einigung“) zur Ablenkung von den bereits bestehenden Liquiditätsproblemen, sei dahingestellt. Wir werden es sicher eh nie erfahren.

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die WPSL Elite so schlagen wird in den kommenden Monaten/Jahren, und ob sie regional tatsächlich ausgeweitet werden oder aufgrund der Reisekosten doch den Einzugsbereich beibehalten wird.

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  • gerd karl sagt:

    nein nein, ich bin 35, aber schon lange aus der schule raus und weg von den linken lehrern.die immer gerne brd anstatt deutschland gesagt haben, deshalb mein nachfragen.
    aufgewachsen bin ich in hannover, deutschland

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  • karl sagt:

    OK Fee, danke fuer die Belehrung. Ich wusste nicht dass der Begriff so negativ besetzt ist. Ich war in diesen Jahren meist in den USA und sofern ich mich in Deutschland aufhielt dann meist in den zumindest damals etwas liberaleren Laendern wie Hessen oder NRW. Ich habe nie gehoert dass es fuer die Verwendung des Begriffes in der Schule eine 6 gegeben haette, aber wenn das so war dann hat man sich zumindest in diesen Bundeslaendern sehr fragwuerdig verhalten.

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  • Detlef sagt:

    Es war eigentlich zu erwarten, und die Konsequenz aus den vielen Pleiten der letzten Monate!!!

    Jetzt bleibt nur die Frage, wie sich die vielen US-Stars in Zukunft ohne Liga auf ihre internationalen Aufgaben vorbereiten werden!!!

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  • Jennifer sagt:

    Livestream USA-China (Vorbereitungsspiel Olympics) hier:

    kick off ca. 1.00 Uhr CET (7 p.m. ET)

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  • Jennifer sagt:

    USA – China 4:1. Für die, die das Spiel im Livestream nicht sehen konnten gibt es ausführliche Berichte auf ussoccer.com

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  • Jennifer sagt:

    Hier ist der genaue Link für das Spiel USA – China:

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  • Jennifer sagt:

    Hier ist der genaue Link (Spielbericht) für das Spiel USA – China

    (obiger Link 3.37 ist leider ein Versehen. Ich bitte um Entschuldigung)

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  • Therese sagt:

    Livestream Kanada-China (Vorbereitungsspiel Olympics) hier:
    http://www.youtube.com/CanadaSoccerTV

    kick off 01.00 Uhr MESZ (20:00 OZ)

    link: http://www.canadasoccer.com/canada-wnt-readies-for-china-pr-in-moncton-p150684

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  • Jennifer sagt:

    Spiel USA-Kanada in voller Länge als Aufzeichnung (vom 30.6.) gibt es hier:

    1st half: http://tinyurl.com/7fd3qhd

    2nd half: http://tinyurl.com/7w55ops

    Road to London: Vorbereitungsspiel (send off match) für Olympia 2012

    Dank an NBC

    (Poste die Links unter WPS, da ich nichts aktuelles zu Olympia finden konnte).

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  • enthusio sagt:

    Bei „FanSoccer“ am 11.8. sowie „soccerdonna“ am 19.9. wurde veröffentlicht, dass für Herbst 2013 die Neugründung einer amerikanischen (dritten) Profiliga geplant sei.
    Meine Frage: weiß jemand, wo sich die US-Nationalspielerinnen wie Abby Wambach, Alex Morgan, Hope Solo, Christie Rampone usw. nach dem Aus der WPS fithalten ? Sind sie zu anderen Vereinen gewechselt oder haben sie andere Möglichkeiten gefunden, als Profis ihre Brötchen zu verdienen ? Gibt es dazu vielleicht eine Übersicht (abgesehen von Wikipedia, die irgendwo veröffentlicht wurde ? Die Tatsache, daß die US-Girls bei Olympia die Goldmedaille gewonnen haben, belegt doch eigentlich, dass sie irgendwo spielen müssen, um ihre Form zu halten. Oder trainieren sie ausschließlich in der Nationalmannschaft und testen ihre Form bei Freundschaftsspielen ? Was ist dann aber aus den anderen WPS-Spielerinnen geworden, die nicht zum Kreis der Nationalmannschaft gehören ?

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  • be sagt:

    Vereinslose Nationalspielerinnen werden, wie bereits in den Jahren zwischen WUSA und WPS, vom Verband direkt betreut. Wobei das Aus der WPS ja nicht bedeutet, dass es gar keine Fußballligen in den USA mehr geben würde. Einige Vereine der WPS sind daher die vergangene Saison beispielsweise in der WPSL Elite angetreten.

    Eine Übersicht, welche Nationalspielering bei welchem Verein spielt, gibt es direkt beim Verband unter – wobei beispielsweise Harris bekanntlich inzwischen wieder bei einem Verein untergekommen ist.

    Die ganzen Meldungen der letzten Wochen bezüglich eines neuen Profiligaanlaufs lasen sich für mich nicht so, als ob das diesmal wirklich eine langanhaltend funktionierende Liga werden wird.

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  • enthusio sagt:

    @be: danke, Du hast meine Fragen sehr gut beantwortet und ich sehe jetzt klarer.

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  • enthusio sagt:

    Übrigens ist bei „Soccerdonna“(http://www.soccerdonna.de/de/us-profiliga-die-zeit-ist-knapp/news/anzeigen_1735.htmlber) gestern abend wieder ein interessanter aktueller Bericht über die geplante neue US-Profiliga veröffentlicht worden.

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  • enthusio sagt:

    Zur US-Profi-Liga gibt es wieder Neuigkeiten:
    Mal sehen, welche Amerikanerinnen es vorziehen, wieder in der Heimat zu spielen. Hoffentlich kommen nicht Naeher, Winters, Harris und andere auf diese für uns üble Idee …

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Lächerliche 8 Teams für so einen großen Kontinent mit soviel FF-Tradition – kaum zu fassen, dass das ein Anreiz für „unsere“ Amis sein soll!

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  • waiiy sagt:

    Es ist sicher eine „nachhaltige“ Idee, dass man die „teuren ausländischen“ Stars durch deren Nationalverbände bezahlen lassen will. Ich finde die Idee eher witzig. Vielleicht sollten wir den DFB gleich mal fragen, welche unserer Top-Spielerinnen wir in die neue Liga einkaufen wollen… 😉

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