Europa: Lyon glückt Generalprobe

Von am 16. Mai 2012 – 8.36 Uhr 13 Kommentare

Während dem 1. FFC Frankfurt seine Generalprobe vor dem morgigen Champions-League-Finale gründlich misslungen ist, machte Gegner Olympique Lyonnais es besser. Lyon reist mit dem Pokalsieg nach München. Den hatte der FC Zürich schon in der vergangenen Woche feiern können – nun kommt der vorzeitige Meistertitel hinzu.

Noch drei Spiele muss der FCZ in den Playoffs der Meisterschaft absolvieren, doch der Vorsprung auf Verfolger SC Kriens beträgt bereits nicht mehr einholbare elf Punkte.

Schweiz: 16. Meistertitel für Zürich
Zürich kam am Wochenende zu einem 2:1-Auswärtserfolg gegen BSC Young Boys. Vor 130 Zuschauern trafen Fabienne Humm (16.) und Manuela Zürcher (47.), ehe Simone Zahno in der Nachspielzeit der Anschlusstreffer für Bern gelang – das erste Meisterschaftsgegentor für Zürich seit sechs Monaten. Durch die drei Punkte in der Hauptstadt ist der FCZ zum 16. Mal in der Vereinsgeschichte Meister. Dass der Titel so frühzeitig unter Dach und Fach gebracht wurde, lag auch an der zeitgleichen 2:3-Niederlage des SC Kriens beim FC Staad. Außerdem gewann der FC Basel gegen den Grasshopper Club Zürich mit 3:0. Der FC St. Gallen siegte beim FC Yverdon mit 2:1.

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Lotta Schelin schoss Lyon zum Pokalsieg. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Frankreich: Lyon holt Pokalsieg
In der französischen Liga wurde am Wochenende nicht gespielt, in Bourges stand das Pokalendspiel zwischen Olympique Lyonnais und Montpellier HSC an. Vor 7200 Zuschauern war es einmal mehr Lotta Schelin, auf die sich Lyon verlassen konnte. Mit zwei frühen Toren (2./13.) brachte sie ihr Team auf die Siegerstraße. Montpellier machte das Spiel durch den Anschlusstreffer von Stéphanie de Revière (76.) noch einmal spannend, doch es blieb beim knappen 2:1-Erfolg für Lyon. Es ist der vierte Pokalsieg für die Mannschaft von Trainer Patrice Lair.

England: Nächste Pokalniederlage für Arsenal
Nach der Niederlage im FA Women’s Cup setzte es im Continental Cup nun die nächste Pleite für Arsenal. Sie unterlagen in Lincoln trotz zweimaliger Führung mit 3:4. Der sehenswerte Siegtreffer gelang Megan Harris in der Nachspielzeit. Es war der erste Sieg der „Imps“ gegen die Hauptstädterinnen. Der Continental Cup wird in zwei Gruppen mit je vier Mannschaften ausgetragen. Ausgeschieden sind die „Gunners“ daher noch nicht. In den anderen Partien siegte Chelsea gegen Liverpool mit 2:1, die Doncaster Rover Belles unterlagen bei Everton mit 0:1. Bristol und Birmingham trennten sich 1:1.

Schweden: Anja Mittag trifft vierfach
Nach dem sechsten Spieltag der schwedischen Liga gibt es weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen LdB FC Malmö und Tyresö FF. Beide Teams liegen punktgleich an der Tabellenspitze und haben das gleiche Torverhältnis. Tyresö gelang im Derby allerdings nur ein knapper 1:0-Erfolg gegen AIK – und der einzige Treffer der Partie war ein Eigentor. Besser machte es Malmö beim 4:1-Sieg gegen Vittsjö GIK. Vor 931 Zuschauern gingen alle vier Tore auf das Konto von Nationalspielerin Anja Mittag. Außerdem trennten sich Jitex BK und Piteå 2:2, Djurgården gewann gegen Umeå mit 1:0, Kristianstad gelang ein 4:1 gegen Göteborg und Linköping kam gegen Örebro nicht über ein 1:1 hinaus.

Ingrid Moe Wold

Nationalspielerin Ingrid Moe Wold stellte Lillestrøms Sieg sicher. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Norwegen: Stabæk weiter oben
Den Ein-Punkte-Vorsprung an der norwegischen Tabellenspitze hat  Stabæk mit einem 8:2-Kantersieg gegen das Tabellenschlusslicht FL Fart verteidigt. Allein fünf Tore gingen auf das Konto von Ada Stolsmo Hegerberg. Für Fart war es die sechste Niederlage im sechsten Spiel. Stabæk ist hingegen die einzige Mannschaft, die bislang ungeschlagen ist. Ärgster Verfolger ist Lillestrøm SK, die zu einem 2:0-Auswärtserfolg gegen Amazon Grimstad kamen. LSK führte seit der 32. Minute knapp mit 1:0, ehe Ingrid Moe Wold den Sieg in der 77. Minute unter Dach und Fach brachte. Ein deutlicher 6:1-Erfolg gelang Arna-Bjørnar bei Kattem IL, Klepp IL siegte mit 5:1 gegen Trondheims-Ørn. Røa IL unterlag knapp mit 2:3 bei IL Sandviken, und Kolbotn musste eine 1:3-Heimniederlage gegen Vålerenga FB hinnehmen.

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13 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Anja kann es echt nicht lassen… 🙂 Da kommt manchmal ein wehmütiger Gedanke auf. Auf der anderen Seite denke ich, dass sie in Potsdam wohl nie mehr so stark geworden wäre, wie sie es jetzt ist. Das ist eine Initialzündung gewesen, die wohl nur durch so einen drastischen Wechsel kommen konnte. Aber schön für unsere N11, wenn es dort auch weiter so zeigen kann.

    Glückwunsch an Inka für das Double. Leider sieht es kaum jemand…

    Tja, Lotta Schelin ist wie ein Uhrwerk. Mal sehen, wie sie es gegen Frankfurt zeigen kann. Man darf gespannt sein.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, in Dänemark hat Ballerup für eine Überraschung gesorgt.
    Der Klub siegte gegen Skovbakken 2:0 und hat damit den verheißungsvollen Emporkömmling aus dem Meisterschaftsrennen gekegelt.

    Dabei ist noch anzumerken, dass Torschützenkönigin Sanne Troelsgaard zu Bröndby wechseln wird, wodurch die Mannschaft im nächsten Jahr noch stärker werden wird!

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  • gerd karl sagt:

    7200 zuschauer beim französischen pokal, nicht sehr viele zuschauer bei den hochgelobten.
    da war die zuschauerzahl und die vor den fernsehern beim deutschen pokal doch erhäblich grösser.
    da fragt man sich doch wie lyon seine gigantischen etat von 8 millionen euro finanziert.
    darüber sollten sich auch mal die frankfurt und wolfsburg hasser gedanken machen. diese zwei klubs, die gute und solide arbeitleisten, und lyon die das geld in vollen händen rausschmeisst.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd karl: Hat hier irgendjemand Lyon verherrlicht? Nein! Und glaub mir, in Frankreich werden FF-Fans genauso eher Juvisy die Daumen in der Meisterschaft drücken, dass sie zuhause gewinnen.

    Nur, Lyon ist für den französischen Frauenfußball von enormer Bedeutung. Lyon bringt den Erfolg, der von ihm erwartet wird und Lyon hat auch als einziger Verein Frankreichs zur Zeit die Möglichkeit, Nationalspielerinnen auf Weltklasseniveau auszubilden.
    Deswegen hat dieser Verein und das System, das dahinter steht, (noch) seine Existenzberechtigung.
    Es ist ähnlich wie mit Frankfurt um das Jahr 2003, damals war Frankfurt immens wichtig für den deutschen FF. Doch seit Vereine wie Duisburg oder Potsdam dort oben mitmischen, hat das System, wie es Frankfurt und Wolfsburg praktizieren, seine Existenzberechtigung verloren, weil Duisburg und Potsdam mit einem „gesünderen“ System ohne großes Geld ebenso erfolgreich oder sogar erfolgreicher spielen als Frankfurt und Wolfsburg.
    Das System, was dort praktiziert wird, weist einen eher destruktiven Charakter aus, weil unter den zur Zeit gegebenen Umständen in Frankfurt und Wolfsburg viele Spielerinnen dahin aus finanziellen Gründen abwandern, sich dort aber spielerisch nicht weiter, sondern eher zurückentwickeln und damit die Nationalmannschaft erheblich geschwächt wird.

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  • gerd karl sagt:

    so wie in frankreich die besten nach lyon gehen, das geht solange gut bis es den zuschauern in frankreich zu langweilig wird.
    den lyon protzt mit geld, kann aber keine grossen zuschauerzahlen, nur 7000 im pokal, vorweisen.
    wenn man die etats in der bundesliga vergleicht , dann haben wir einen unterschied von etwa 1 million euro, vom finanz schwächsten zum stärksten.
    das ist noch zu vertreten, nehmen wir aber im vergleich dazu lyon, die einen etat von 8 millionen euro pro saison haben, dann sieht man das in frankreich die andrern vereine niemals aufschliessen koennen.

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  • gerd karl sagt:

    warum sitzt dann in lyon eine necib auf der bank, entwickelt sie sich da weiter, nein.
    frankfurt und wolfsburg sind für euch ein rotes tuch, jeder hat seine meinung, aber lyon besser zu finden die das gleiche machen wie frankfurt und wolfsburg wieleicht sogar noch schlimmer, das verstehe wer will.
    vergleicht mal die etats von frankfurt 2000000 euro, wolfsburg 2000000 euro und lyon 8000000 euro, dann kann man doch sehen wer ihr mit geld um sich schmeisst.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd karl: Nochmal, wir finden Lyon nicht besser, es stellt nur das kleinere Übel da, da der deutsche FF nur auf internationaler Ebene davon betroffen ist.

    Außerdem schließen die anderen Vereine in Frankreich doch schon auf (Juvisy, Montpellier, Paris St. Germain), da kommt einiges nach.

    Wäre ich Franzose, würde ich heute Abend Frankfurt die Daumen drücken, weil mein Land von der Finanzpolitik Frankfurts nicht betroffen wäre.

    Zu Wolfsburg ist nur soviel zu sagen, dass sie offiziell einen Etat von 2 Millionen haben, wenn man dann aber dazu rechnet, was alles an Ausbildungskosten etc. von VW, also aus derselben Quelle übernommen wird, dann geht das mit Sicherheit in Richtung 4-5 Millionen.
    Und da ist noch kein Hochleistungszentrum drin, der Rasen im Stadion eine Maulwurffarm, das Stadion selbst auf einem für CL-Verhältnisse untüchtigen Stand.
    Wenn man bedenken würde, dass das auch alles von den 8 Millionen bezahlt wird, dann käme Wolfsburg doch in ähnliche Bereiche.
    Außerdem sind die Spitzengehälter in Frankfurt nicht sehr unterschiedlich zu Lyon. Eine Lotta Schelin hat als Spitzenverdienerin ein Jahresgehalt von 150.000 Euro, eine Lira Bajramaj in Frankfurt etwa 130.000 Euro.

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  • gerd karl sagt:

    wolfsburg kann , wenn es die cl erreicht, auch im herren stadion spielen.
    das reicht dann locker für die cl.
    aber wolfsburg gibt seinen spielerinnen noch die möglichkeit eine ausbildung zu machen und das ist tausendmal besser als geld.
    vorteil wolfsburg

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  • Sheldon sagt:

    @gerd karl: Mag sein, dass Wolfsburg besser ist als Lyon. Habe ich auch nirgendwo bestritten. Dennoch kann ich beide Philosophien absolut nicht ausstehen und wünsche lieber dem französischen Fußball, dass sich dieses Konzept durchsetzt als dem deutschen!

    Und nicht Wolfsburg gibt den Spielerinnen die Möglichkeit, sondern VW. Ohne VW wäre der VfL ein nichts, das in der Landesliga irgendwo herumgurken würde, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Kein anderer Sponsor würde in diesen Verein derartig viel Kohle investieren!

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  • gerd karl sagt:

    kein anderer würde so viel kohle, 8 millionen in lyon investieren als die besitzerin von lyon, ohne sie würde lyon in der 4 liga spielen.
    da investiert auch kein anderer sponsor geld ausser die besitzerin.
    das ich dich richtig verstanden habe, lyon soll so weitermachen wie bisher und jede saison 8 millionen euro etat raushauen um den anderen glubs in frankreich und europa die besten spielerinnen wegzukaufen.
    hat jemand die handynummer von sigi dietrich, der wird sich freuen und noch mehr geld ausgeben und natürlich auch wolfsburg, denn was lyon darf, sollten auch die deutschen glubs dürfen.
    danke sheldon

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  • gerd karl sagt:

    glückwunsch lyon, gut gespielt, aber die aufstellung von kahlert, was war das den.
    keine stürmerin aufzustellen, ein witz.
    dann seine wechsel, persival für weber, dann viel zu spät cherno rein.
    und dann der dickste klopfer, smisek die du im spiel nicht gesehen hast erst in der 83 minute raus und ebenfalls viel zu spät landström rein.
    was für ein trainer, gruselig.
    und sigi dietrich will weiter mit ihm arbeiten, drei jahre ist kahlert da und nur ein titel, mensch sigi das muss einem doch einleuchten, das kahlert nicht der richtige mann ist.

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  • gerd karl sagt:

    an siggi dietrich, sofort kontakt aufnehmen mit caroline morace, die wird das besser hinkriegen und die mannschaft so aufstellen, ja herr kahlert man darf und kann auch stürmeinnen aufstellen und spielen lassen, das frankfurt wieder titel holt.

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  • Timmy sagt:

    WPS vermeldet auf ihrer FB-Seite: Man kommt nicht zurück nächstes Jahr. Die Liga ist aufgelöst.

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