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Stimmen zum DFB-Pokal-Finale

Markus Juchem am 1. Kommentar schreiben
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Nach dem überraschenden Erfolg des FC Bayern München im DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FFC Frankfurt ging Womensoccer auf Stimmenfang und traf auf strahlende Bayern-Gesichter und nachdenkliche Frankfurter Spielerinnen und Verantwortliche.

Für Bayern Münchens Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner ging an diesem 12. Mai 2012 im RheinEnergieStadion von Köln ein Lebenstraum in Erfüllung. Ab 1977 schnürte sie im Verein ihre Fußballschuhe, ehe sie 1995 die Leitung der Frauenfußball-Abteilung übernahm.

Danner erfüllt sich Lebenstraum
Stolz präsentierte sie den schweren Pokal, den sie gar nicht mehr aus der Hand geben wollte. „Ich bin schon über 30 Jahre im Verein, als Spielerin bin ich nicht in den Genuss gekommen, als Verantwortliche auch noch nicht und heute ist das der erste Titel mit der Mannschaft. Hut ab vor der Leistung, wir sind gut drauf gewesen in den letzten Wochen und haben fest daran geglaubt. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, der Trainerstab hat top Arbeit geleistet.“ Danner bestätigte zudem die Verpflichtung von Abwehrspielerin Gina Lewandowski vom 1. FFC Frankfurt und kündigte weitere Verstärkungen für die neue Saison an. „Wir sind ganz gut gerüstet, wenn wir ohne große Verletzungen auskommen, können wir nächste Saison ein bisschen anders starten.“

Interview mit Karin Danner anschauen

Saskia Bartusiak, Sarah Hagen, Gina Lewandowski

Sarah Hagen brachte Bayern mit ihrem 1:0 auf die Siegerstraße © Nora Kruse / ff-archiv.de

Eine der Schlüsselfiguren beim DFB-Pokal-Sieg war die in der Winterpause verpflichtete US-Stürmerin Sarah Hagen, die mit ihrem Kopfballtreffer zum 1:0 den Grundstein für den Erfolg legte.

„Es war ein toller Teamerfolg“, freute sich Hagen über das „surreale Gefühl“ auf dem Platz. „Wir wussten, dass wir bei Eckbällen gefährlich sind, Katharina Baunach hat den Ball wie im Training herein geschlagen und ich musste einfach nur noch den Kopf hinhalten.“

Sie erklärte, dass ihr Team „von Beginn an den Ton gesetzt hat.“ Und sie freut sich auf zwei weitere Jahre in München. „Das Team hat mich sofort herzlich aufgenommen und mir alles leicht gemacht.“

Ivana Rudelic kam erst in den Schlussminuten in die Partie, doch mit ihrem Treffer zum 2:0 machte sie bei einem Konter den Erfolg der Münchnerinnen perfekt. “Ich dachte mir, die drei Minuten, die ich kriege, die werde ich genießen, Gas geben und so spielen, als ob es mein letztes Spiel gewesen wäre. Wir wussten es von Beginn an, wenn wir unsere Leistung bringen, jeder für jeden rennt, dann kann man jeden Gegner schlagen. Der Sieg gegen Duisburg war wichtig, das hat uns Selbstvertrauen gegeben, dass wir auch große Gegner schlagen können. Vor meinem Tor hatte ich Herzrasen, aber dann dachte ich mir, den mache ich jetzt, dann ist alles gesichert. Das war eine hundertprozentige, die man machen muss.”

Interview mit Ivana Rudelic anschauen

Bayern Münchens Trainer Thomas Wörle meinte: „Ich hatte schon gehofft, dass wir eine tolle Leistung bringen können, aber das war noch ein bisschen mehr als toll. Wir haben von der ersten Minute an mutig Fußball gespielt, standen kompakt in der Defensive, waren aggressiv und über weite Strecken des Spiels gut organisiert. Wir haben Frankfurt wenig Raum gegeben, ihre Kombinationen aufzuziehen. Wir haben das einfach gut gemacht, ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir freuen uns jetzt schon auf die neue Saison, denn wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, aber man muss auch sagen, dass wir so ein Spiel wie heute nicht jedes Wochenende machen können.“

Interview mit Thomas Wörle anschauen

Die Schweizer Nationalspielerin Vanessa Bürki meinte: „Wir wollten heute vielleicht einen Tick mehr als Frankfurt. Wir haben sie nicht ins Spiel kommen lassen, das war ausschlaggebend. In der Bundesliga haben wir in der Vorrunde eine Klatsche bekommen und auch beim 1:2 nicht gut gespielt. Aber man hat in der Rückrunde gesehen, dass es für jede Mannschaft schwer wird, wenn wir kompakt stehen.“

Interview mit Vanessa Bürki anschauen

Feiersinger träumt von der Champions League
Bei Österreichs Nationalspielerin Laura Feiersinger hat der unverhoffte DFB-Pokal-Sieg den Appetit auf mehr geweckt. „Wir wollen uns nächstes Jahr für die Champions League qualifizieren, dafür müssen wir aber in der Meisterschaft ganz vorne mitspielen, aber ich denke, das geht, wenn wir so auftreten wie heute.“

Frauenfußball - Ivana Rudelic

Ivana Rudelic bejubelt ihren Treffer zum 2:0 für den FC Bayern München © Nora Kruse / ff-archiv.de

De Pol krönt Bayern-Karriere
Und die 37-Jährige Sandra Pol ließ ihren Tränen und Emotionen nach dem ersten Titelgewinn in 12 Jahren Bayern-Zugehörigkeit freien Lauf: „Ich hatte eigentlich schon aufgehört und in der zweiten Mannschaft gespielt. Ich bin dem Trainer und der Mannschaft natürlich sehr dankbar für die Reaktivierung und dieses tollen Highlight. Ist das nicht der Wahnsinn? Das ist einfach eine nette Mannschaft, für mich als Fußball-Oma ist das einfach toll, wie die mich aufnehmen und für einen da sind, das hält mich jung und setzt Kräfte frei. Ich freue mich einfach für die ganze Mannschaft, die so viel arbeitet und investiert.“

Frankfurt bitter enttäuscht
Beim 1. FFC Frankfurt konnte man die Niederlage gegen den Außenseiter aus München kaum fassen und fand auch keine echte Erklärung dafür, warum man ausgerechnet im DFB-Pokalfinale eine dermaßen desolate Vorstellung ablieferte. Für Frankfurts Manager Siegfried Dietrich und seine Elf war es ein rabenschwarzer Tag.

Dietrich: „Das ist ein harter Tag für uns“
„Die Enttäuschung ist sehr groß, wenn die Mannschaft nicht das abruft, was sie eigentlich kann. Wir müssen nach vorne schauen, uns bleibt nicht viel Zeit. In München können wir für uns das wichtigste Spiel des Jahres entscheiden und wenn das gut läuft, dann habe ich das Spiel heute schnell vergessen, aber es tut trotzdem weh. Wir haben uns gut vorbereitet und alles getan, aber ich habe die Mannschaft heute nicht so richtig wiedererkannt, das ist ein harter Tag für uns. Sicherlich reisen wir jetzt als Underdog nach München, aber die Mannschaft hat nach schlechten Spielen oft wieder auch sehr gute gezeigt, insofern gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.“

Die Ex-Münchnerin Melanie Behringer meinte: „Heute hat jeder gesehen, dass München immer den Schritt schneller war, sie hatten Laufbereitschaft und waren zweikampfstärker, ich denke, sie haben verdient gewonnen. Wir hatten eine gute Trainingswoche und sehr viel Spaß, leider haben wir es heute nicht gezeigt. Wir können heute noch traurig sein, ab morgen muss es vergessen sein. Gegen Lyon wird es noch schwieriger wie heute, wir sind zwar nicht Favorit, aber trotzdem denke ich, dass wir eine Chance haben.“

Interview mit Melanie Behringer anschauen

Bajramaj bangt um Champions-League-Finale
Fatmire Bajramaj, die in der 40. Minute wegen einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden musste, erklärte: „Wir hatten heute einen schlechten Tag, haben keinen Fußball gespielt und verdient verloren. Wir haben heute einfach nicht die Leistung abgerufen, die wir drauf haben, deswegen haben wir es ihnen auch noch leicht gemacht. Wir sind einfach glaube mich mit der falschen Einstellung ins Spiel gegangen, wir haben nicht alles gegeben und von der ersten Minute an hat Bayern das Spiel dominiert und wir hingen immer hinten dran und haben versucht, es besser zu machen. Dann hatten wir hier und da Fehlpässe, Zweikämpfe nicht gewonnen und das ist natürlich sehr schade.“ Zur ihrer Verletzung erklärte sie: „Ich habe mir beim Abschlusstraining meinen Fuß verdreht und es hat beim Aufwärmen schon ein bisschen geschmerzt, im Spiel und bei jedem Sprint wurde es dann immer schlimmer. Ich werde am Montag ein MRT machen lassen, mal schauen was rauskommt. Ich weiß noch nicht, wie es für Donnerstag aussieht.“

Bartusiak: „Bayern wir in allen Belangen überlegen“
Abwehrspielerin Saskia Bartusiak erklärte: „Bayern war uns in allen Belangen überlegen, und wir haben es nie geschafft, das Spiel an uns zu reißen und uns Chancen zu erarbeiten. Um zu gewinnen muss man Tore machen, davon waren wir heute sehr weit weg.  Wir müssen das schnell aus den Köpfen rauskriegen, denn gegen Lyon wird es das wichtigste Spiel der Saison und da müssen wir ganz anders auftreten.“

Angerer: Leidenschaftslos und emotionslos gespielt
Die verletzte Kapitänin Nadine Angerer meinte: „Das war eine absolut verdiente Niederlage heute. Von außen hat es gewirkt, dass wir sehr leidenschaftslos und emotionslos gespielt haben. Das darf uns so nicht passieren in einem Endspiel. Vielleicht haben wir uns schon zu sicher gefühlt, ich muss das auch erst mal analysieren. Für uns war das Ziel noch zwei Titel zu holen, damit wir sagen können, wir haben eine einigermaßen erfolgreiche Saison gespielt, von daher kann man nicht sagen, wir waren mit den Gedanken schon in der Champions League, weil der Titel heute genauso wichtig war.“

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Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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