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Potsdam verpflichtet Trio

Markus Juchem am 11. Mai 2012 – 12.43 Uhr82 Kommentare
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Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam wird sich zur kommenden Saison mit drei neuen Spielerinnen verstärken.

Der Verein bestätigte am Donnerstag auf Womensoccer-Anfrage einen entsprechenden Bericht des Medienpartners “Märkische Allgemeine”, eine eigene Pressemitteilung war die Verpflichtung dem Verein jedoch erst einen Tag später am Freitagnachmittag wert.

Die Abgänge kompensieren
US-Mittelfeldspielerin Keelin Winters, U20-Weltmeisterin Stefanie Mirlach sowie Johanna Elsig sollen die hochkärtigen Abgänge von Viola Odebrecht, Babett Peter und Bianca Schmidt kompensieren. Winters erhält einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014, Elsig und Mirlach unterschrieben Dreijahresverträge bis zum 30. Juni 2015.

Verpflichtung für die Zukunft
Turbine-Trainer Bernd Schröder freut sich über die Verpflichtung dreier „sehr spielintelligenter, junger und talentierter Spielerinnen, mit welcher wir unsere Mannschaft hinsichtlich der bevorstehenden Abgänge gezielt verstärkt haben. Das Schöne ist, alle drei sind junge Spielerinnen, die unser System kennen und entwicklungs- und lernfähig sind. Mit ihnen verjüngen wir unsere Mannschaft weiter, die Verpflichtung von Johanna Elsig, Stefanie Mirlach und Keelin Winters ist eine Verpflichtung für die nächsten Jahre, eine Verpflichtung für die Zukunft unserer Mannschaft.“

Elsig lange auf Wunschzettel
Nach der Bekanntgabe der Wechsel von Babett Peter und Bianca Schmidt (beide zum 1. FFC Frankfurt) und Viola Odebrecht (zum VfL Wolfsburg) hatte sich Bernd Schröder spezifisch nach Neuzugängen für die damit vakant werdenden Positionen umgeschaut, und wurde dabei fündig.„Johanna Elsig ist eine Spielerin, die ich schon über einen längeren Zeitraum beobachtet habe und die bereits seit längerem auf meinem Wunschzettel stand, unabhängig von unseren Abgängen. Sie ist sehr flexibel einsetzbar, groß und schnell sowie sehr spielintelligent. Wir bauen sehr auf sie“, so Schröder.

Glücksgriff Winters
Bei Winters hofft Schröder, einen echten Glücksgriff getätigt zu haben: „Trotz ihres jungen Alters bringt Keelin bereits Riesen-Erfahrung mit. Ich erhoffe mir mit ihrer Verpflichtung die Entstehung eines kongenialen Duos Winters-Hanebeck, da sich diese beiden Spielertypen gegenseitig ideal ergänzen.“

Neue Herausforderung für Mirlach
Die Verpflichtung von Mirlach kommt dennoch überraschend, da die 22-Jährige beim FC Bayern München in der Rückrunde zunehmend eine nur noch untergeordnete Rolle einnahm und in der laufenden Saison nur selten in der Bundesliga zum Einsatz kam. Die Planungen für die kommende Saison sind mit der Verpflichtung der drei Spielerinnen noch nicht abgeschlossen. So soll neben einer Stürmerin auch noch eine flexible Allroundkraft nach Potsdam geholt werden.

Mirlach schon lange im Blickfeld
„Ich beobachte die Entwicklung von Stefanie Mirlach bereits sehr lange“, berichtet Bernd Schröder. „Auch sie ist eine sehr spielintelligente Spielerin, die zudem auch flexibel eingesetzt werden kann. Steffi hat eine sehr gute Veranlagung und sie bringt trotz ihrer gerade einmal 22 Jahre unglaublich viel Erfahrung sowohl in der Bundesliga als auch in den verschiedenen Auswahlmannschaften mit sich. Sie hatte in der Vergangenheit, auch verletzungsbedingt, einige Probleme und erhofft sich mit ihrem Wechsel nach Potsdam neue Impulse, auch was die Weiterentwicklung in der Nationalmannschaft betrifft“.

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Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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82 Kommentare »

  • Ina sagt:

    Die Vorfreude auf die drei Neuen ist groß. Wenn die Integration mindestens so gut klappt wie sie in dieser Saison mit den neuen Spielerinnen abgelaufen ist, dann bin ich zufrieden.

    Des Weiteren möchte ich anmerken, dass die eigene Pressemitteilung von Turbine Potsdam bestimmt noch folgt. Turbine sind es solche Meldungen i.d.R. immer wert. Da der Verein sehr eng mit der MAZ zusammenarbeitet, würde ich den MAZ-Artikel schon fast als “eigene” Pressemitteilung bewerten. ;-)

  • Rainer sagt:

    Keelin Winters ist eine der talentiertesten amerikanischen Nachwuchsspielerinnen mit großem Potential.
    In Schweden lief gestern das Gerücht, dass Turbine sehr an Sofia Jakobsson interessiert ist, deren Vertrag beim FC Rossiyanka im Somemr auflaufen wird. Die ist auch eine der besten Freundinnen von Antonia Göransson und wäre sicher eine hochkarätige Verstärkung.

  • xXx sagt:

    Jo, da kann man sich echt drauf freuen. Auch, wenn ich Winters nicht so einschätzen kann, weil ich sie noch nie spielen sehen habe. Aber immerhin wurde sie ja jetzt von Sundhage für die A-Natio der USA nominiert. Also scheint sie ja was zu können.

    Elsig wird wohl Peter ziemlich gut ersetzen können. Auch wenn ihr auf diesem Topniveau noch die Erfahrung fehlen mag, aber die bekommt sie ja mit zunehmender Spielzeit.

    Mirlach hat bei Bayern München zuletzt zwar nicht immer Stamm gespielt, aber da dürfte Bernd Schröder ja genau der richtige sein, der trotzdem gut einschätzen kann, ob es für Turbine Potsdam reicht und ob sie Bianca Schmidt ersetzen kann. Für solche Griffe muss man Bernd Schröder einfach mögen, Spielerinnen zu holen, die bei Mannschaften mit niedrigerem Niveau nur auf der Bank sitzen, aber für Turbine trotzdem eine Verstärkung werden (s. auch die Verpflichtungen von Andonova oder Hanebeck). Da weiß Bernd Schröder einfach, was er will und ob diese Spielerinnen das auch leisten können. Und meistens können sie es dann auch. Da merkt man einfach, dass da bei Turbine Potsdam ein Trainer ist, der seit viele Jahrzehnten auf dem Platz steht.

    Gespannt bin ich wer denn die beiden anderen neuen Spielerinnen werden. Also die Stürmerin und die Allrounderin. Über Sofia Jakobsson würde ich mich schon ziemlich freuen. Bei der Allrounderin kommen sicherlich einige Spielerinnen in Frage.

  • gerd karl sagt:

    der verein hat schon am 10.05 darüber berichtet

  • Markus Juchem sagt:

    Der Verein hat einen Pressebericht der “Märkischen Allgemeinen” 1:1 auf die eigene Website übernommen, mehr nicht.

  • gerd karl sagt:

    das reicht doch.

  • Markus Juchem sagt:

    Das reicht mitnichten!

  • gerd karl sagt:

    natürlich reicht das, durchlesen und alles ist klar.
    wenn man so einen guten partner wie die märkische zeitung hat, dann braucht man den gut und informativen text 1 zu 1 nur zu übernehmen.
    gut gemacht turbine

  • Markus Juchem sagt:

    Amen.

  • Markus Juchem sagt:

    Ich bin froh, dass nicht alle so denken wie Sie, sonst würde ich mir echte Sorgen machen.

  • Ralf sagt:

    ähm falls es noch nicht aufgefallen ist :

    die Märkische Allgemeine ist nun mal Presse/Medien Partner.Schließlich sitzt die Pressesprecherin N.Bieneck bei eben der Zeitung.
    Es ist doch schon seit Jahren so, dass die Artikel übernommen werden. Nichts neues.

    Und “eine eigene Pressemitteilung war die Verpflichtung dem Verein jedoch nicht wert.” ist sowas von überflüssig.
    Das klingt einfach nur nach Kinderkram.

    *augenroll*

  • gerd karl sagt:

    aber vielleicht warten turbine nur noch darauf, das sie die anderen zwei neuzugänge nennen kann, dann gibt es auch einen eigenen turbinen text.
    und alle sind glücklich

  • Markus Juchem sagt:

    Es ist Kinderkram und zu viel verlangt, wenn man von einem Verein erwartet, bei einer Spielerinnenverpflichtung eine offizielle Pressemitteilung zu verfassen? Wir werden uns in Zukunft vorbehalten auf derartige Meldungen gänzlich zu verzichten, die auf Zeitungsartikeln fußen.

  • speedy75 sagt:

    Wie Ina oben schon richtig angemerkt hat arbeitet Turbine und die MAZ sehr eng zusammen, es könnte also sein dass sich die Veröffentlichung auch überschnitten hat.

    Was Sofia Jakobsson angeht darauf tippt ja auch schon der User waiiy.

    Gespannt darf man auf die flexible Allroundkraft sein mal sehen wenn Schröder da aus dem Hut zaubert.

  • waiiy sagt:

    Was die flexible Allroundkraft angeht, hatte ich vor ca. 4 Wochen mal was gehört, konnte es aber nicht bestätigen. Dieser Stand ist noch immer so, deshalb gibt es immer noch keinen Namen. Aber das Thema scheint noch nicht vom Tisch zu sein.

    Ansonsten bin ich da eher auch gespannt.

    Meiner Meinung fehlt noch eine Verteidigerin. Aber da hoffe ich, dass vom eigenen Nachwuchs hochgezogen wird, da es “nur” eine Ergänzungsspielerin sein würde. Da hat sich ja auch schon etwas im Wintertrainingslager angedeutet (Vanessa Müller) und Kristin Demann kommt ja auch zurück.

    waiiy

  • Winter sagt:

    Die Aufregung hat sich geklärt, man muss nur warten können.
    Alles ordentlich vermeldet!

  • waiiy sagt:

    Ich habe das Gefühl, Nadine Bieneck liest hier mit… ;-)

    waiiy

  • waiiy sagt:

    Interessant ist, dass erstmals aus Sicht der 1. Mannschaft von Erica Dillmann gesprochen wird, aber Sandra Starke nicht mehr erwähnt wird im Sturm. Ich gebe dazu bewusst mal keine Einschätzung ab. Aber oft muss man bei Schröder auf die Zwischentöne achten.

    waiiy

  • isi sagt:

    Ich würde mir wünschen, dass Herr Schröder noch mehr Mädchen aus dem eigenen Sportinternat oder der II. Mannschaft eine Chance gibt, sich zu beweisen. Die sind schließlich in ihren Ligen ganz weit oben.

  • Fußballmama sagt:

    Mirli zu Potsdam , mein bayrisches Herz blutet ……

    Aber für Sie persönlich freut es mich , ich hoffe Sie bleibt von Verletzungen verschont und kann zeigen was in Ihr steckt

    Corinna Paukner wäre glaube ich auch für Potsdam eine Option gewesen , meiner Meinung nach ist Sie so ein Typ wie Babett Peter

    In diesem Sinne Glückwunsch an Potsdam, und alles Gute für Mirli !!

  • Speedcell sagt:

    Mal eine frage an die bayernkenner. Was sind eigentlich die gründe dafür,dass mirlach diese saison kaum berücksichtigt wurde ?

  • jochen-or sagt:

    Da ich beim FF gelandet bin, weil mich die satten, überbezahlten Männerprofis nerven (Katastrophen-Hertha) und ich gerne sehe, wie sich junge hungrige Spieler/innen entwickeln, freue ich mich als Turbinefan sehr über die jungen Neuverpflichtungen.
    Ich denke, dass Schröder als eigenwillger und starker Typ sowieso lieber mit jungen formbaren Spielerinnen arbeitet und vielleicht auch nur arbeiten kann. Nicht umsonst wenden sich die älteren Spielerinnen anderen Vereinen zu und kommen in den seltensten Fällen (Ausnahme Viola) zurück.
    Ich fände es auch nicht schlimm, wenn man eine Saison mal mit einer jungen Truppe nicht ganz vorne mitspielt – Hauptsache, da springen wieder junge ehrgeizige und freundlich-fröhliche Frauen/Mädchen rum. Fast ist mir das mit den vielen Ausländerinnen schon zu professionell.
    Ein wenig Bedenken habe ich, dass zum Gerüst der Mannschaft gleich 3 US-Girls gehören werden/könnten, denn ich glaube kaum, dass diese über die 2 Jahre hinaus in Potsdam bleiben werden.
    Mit Viola, Babett und zuvor Anja werden/sind drei in die Welt hinaus ziehen/gezogen, die das “mentale” Gerüst der Mannschaft darstellten bzw. dazu gehör(t)en und als echte Potsdamerinnen gelten konnten.
    Heute nennt man das wohl “Führungsspielerinnen”.
    Wer soll das jetzt ausfüllen? Wohl kaum eine der Ausländerinnen !?
    Zumindest habe ich bei keiner dieses Gefühl.
    Vielleicht vom Typ her Felix, die jetzt noch ihr Kämpfchen mit Alyssa vor sich hat. Pat? Auf dem Platz wirkt sie nicht so.
    Jenny ? Sie kann das nur noch bedingt ausfüllen, weil sie leider keine Leistungsträgerin ist.
    Babett wär es gewesen! Da wird – ausgerechnet – Frankfurt wohl noch viel Freude dran haben – auch wenn ich der Auffassung bin, dass Babett (ähnlich wie man das bei Lira jetzt sieht) viel besser bei Turbine aufgehoben wäre.
    An dieser Stelle möchte ich da mal – nach Anja – eine weitere dicke Krokodilsträne verdrücken.
    Ich gehe davon aus, dass Turbine mit diesen Neuzugängen auch nächste Saison noch oben mitmischt, aber ich glaube nicht, dass es vom “Menscheln” her noch mal so schön wird wie in den vorangegangenen Jahren.
    Hoffentlich werde ich enttäuscht und überrascht eine der neuen jungen Spielerinnen aus diesem Lande oder hat man bei einer Ausländerinnen das Gefühl, dass sie eine Mrs. Turbine geworden ist.

  • Detlef sagt:

    Also nun ist es endlich raus!!!
    Die Verpflichtung von Johanna Elsig finde ich SUPER!!!
    Sie war auch schon sehr lange meine Favoritin für TURBINES Abwehr!!!
    Sie hat natürlich jetzt noch nicht die Klasse von BABBS, aber ungefähr das Leistungsniveau, das die Oschatzerin damals aus Leipzig mitbrachte!!!
    Also da ist uns ein großer Wurf gelungen!!!

    Bei Steffi Mirlach bin ich noch etwas skeptisch!!!
    In der Vergangenheit (liegt schon etwas weiter zurück) fand ich sie durchaus talentiert und interessant!!!
    Aber sie war wohl zuletzt nicht nur bei den Bayern-Ladies nur noch zweite- oder gar dritte Wahl!!!
    Aber ich erinnere da an eine gewisse LIRA BAJRAMAJ, die damals beim FCR auch meistens nur noch Bankdrückerin war, und dann in Potsdam eingeschlagen hat wie eine Bombe!!!
    Also Schröder wird sich schon etwas gedacht haben, als er Steffi Mirlach verpflichtete!!! ;)

    Über Keelin Winters kann ich natürlich noch nichts sagen, da mir hierzu das Wissen fehlt!!!
    Aber wenn Pia Sundhage sie bereits in den A-Kader der US-Girls geholt hat, muß sie schon einiges drauf haben!!! ;)

    Über das Interesse an Sofia Jakobsen bin ich nicht überrascht, denn sie hat gerade in Potsdam unsere Abwehr einige Male ziemlich alt aussehen lassen!!!
    Hier ist nur fraglich, ob ihre Gehaltsvorstellungen mit dem Potsdamer Budget harmonieren können!!!
    Schließlich fehlen nächste Saison die Gelder aus dem DFB-Pokal-, und CL-Finale!!!
    Außerdem muß ein neuer Hauptsponsor gefunden werden müssen, da sich ZAL wohl zurückziehen wird!!!

    Aber zusammen mit den (dann hoffentlich wieder genesenen) verletzten Spielerinnen, kann sich TURBINES Kader durchaus sehen lassen!!!

  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Mach dir mal nicht so viele Sorgen, die Skandinavier sind bzgl. Gehaltsforderungen eigentlich immer sehr human, die brauchen nicht so wirklich viel zum Leben, wie ich sie kennengelernt habe!

    Wer die kommende Führungsspielerin bei Turbine werden wird? Nun, ich denke, Johanna Elsig ist wie prädestiniert dazu! Auch Felix wird durch den Konkurrenzkampf mit Alyssa mental eher noch stärker werden, als abbauen!
    Und schließlich sind da ja noch Spielerinnen wie Tabea Kemme, Inka Wesely oder Antonia Göransson, die sich alle für diese Führungsposition eignen würden, letztere gerade dann, wenn Sofia Jakobsson noch verpflichtet wird!
    Da wird sich auf jeden Fall – gerade wieder in der Abwehr – ein mental starkes Gerüst aufbauen! Hut ab, Schröder ;)

  • SGS sagt:

    waiiy sagt:
    “Ich habe das Gefühl, Nadine Bieneck liest hier mit…”

    Wenn mich nicht alles täuscht, hat sie sich hier sogar schon mal zu Wort gemeldet. Das war vor ca. 1 Jahr, als einige Frankfurter Fans nach dem Pokalfinale das Gerücht gestreut hatten, dass zwei Potsdamer Spielerinnen ihre Medaillen nicht entgegengenommen hätten…

  • Kritisch denkender Fan sagt:

    Dann will ich hier mal eine Frage in die Runde werfen: Wie war das? Potsdam setzt auf die eigene Jugend? Wo ist die denn im Falle dieser 3 Spielerinnen. Hier werden 3 junge Frauen verpflichtet, die bereits über Nationalmannschaftserfahrungen verfügen – auch wenn es “nur” die Jugendnatios sind.

    Die Potsdam Fans pochen immer vehement darauf, dass in Potsdam immer so viele Spielerinnen aus der eigenen Jugend kommen. Mhh wenn man hier 3 potenzielle neue Stammspielerinnen verpflichtet, wo bleibt denn dann Platz für die Talente aus dem Sportinternat. Wo ist denn der Platz für die guten Offensiv- aber auch Defensivkräfte aus der super erfolgreichen 2. Mannschaft?

    Ich finde es toll und immens wichtig, das Potsdam sich verstärkt, aber mich stört schlicht die Doppel Moral einiger Fans.

    Hier wird so oft auf den FFC und Wolfsburg verbal eingeschlagen, weil sie sich ja den Erfolg zusammen kaufen wollen. Aber macht es Potsdam denn anders (Hanebeck vs. Demann, Anonma / Vidarsdottir vs. Dillmann/ Kulis/ Starke; Naeher vs. Berger (ja keine eigene Jugend aber auch als Perspekivspielerin geholt und auf der Bank versauert))? Und wenn jetzt wieder jemand argumentiert: OH die werden ja in Potsdam fertig ausgebildet, dann ist das einfach nur pure Verklärtheit und Ignoranz gegenüber der Arbeit anderer Vereine. Eine Johanna Elsig ist eine für ihre 19 Jahre schon recht erfahrene Bundesligaspielerin, mit unglaublich viel Potenzial. Stefanie Mirlach zählt mit 23 Jahren zwar zu den jungen Spielerinnen, hat aber mit den Bayern schon die ein oder andere Saison gespielt. Und die neu verpflichtete Amerikanerin ist ja wohl auch nicht mehr ganz grün hinter den Ohren.

    Versteht mich nicht falsch. Ich finde das endlich mal richtig sinnvolle Neuverpflichtungen, denn endlich mal wird nicht nur die Offensive verstärkt. Aber ich will halt aufzeigen, dass man sinnvoll “investieren” muss, wenn man oben mitspielen will (unter den ersten 5). Und ich finde es schlicht anstrengend, jedesmal zu hören, dass Potsdam immer alles richtig macht und Wolfsburg und Frankfurt alles falsch machen. Der Rest ist eh fast nicht erwähnenswert – zumindest liest sich das hier in einigen Kommentaren immer mal wieder für mich so.

    Vielleicht ist das einfach mal ein Denkanstoß. Ich jedenfalls wünsche den 3 alles erdenklich Gute in der neuen Saison.

    Ach so: Ich bin übrigens Potsdam Fan. Das soll noch gesagt sein.

  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Skandinavier sind nicht wirklich die besseren Menschen!!!
    Ich liebe ihre Mentalität auch, und fahre lieber dorthin in den Urlaub, als in den Süden!!! ;)

    Auch Sofia wird klar sein, daß ihre Fußballkarriere nicht ewig dauern wird!!!
    Da wäre sie schön dumm, wenn sie sich diese kurze Zeit nicht optimal versüßen ließe!!! ;)
    Außerdem ist Sverige nicht gerade ein billiges Pflaster, und da muß man seine Kronen schon beisammenhalten!!!

    Ob ihr allerdings ein anderer Klub wieder so ein (wie man gehört hat) fürstliches Honorar zahlt wie Rossiyanka, steht natürlich auf einem anderen Blatt!!!
    Und da könnte es durchaus sein, daß sie zu ihrer guten/besten Freundin nach Potsdam zieht, wo sie ganz nebenbei auch ein paar Titel “abstauben” könnte!!! ;)

  • Detlef sagt:

    Mal nachgefragt!!!
    In diesem Beitrag ;
    “Für jeweils zwei Jahre verlängerten U20-Weltmeisterin Stefanie Mrlach…….”

    Der womensoccer-Beitrag ist vom 19. April 2011!!!
    Würde also bedeuten, daß Steffi noch ein Jahr Vertrag in München hätte!!!

    Hat TURBINE sie etwa herausgekauft, oder hatte Steffi in ihrem Vertrag eine Wechsel-Klausel drin???

    Wer kann dazu etwas sagen???

  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Die Skandinavier, die ich kenne, sind äußerst spartanisch, jedenfalls unter der Woche! Kleine Zwei-Zimmer-Wohnung, ein Kühlschrank, ein Bett, ein Arbeitstisch, ein Esstisch und eine Couch! Fertig!
    Wenn sie irgendwo investieren, dann in ihr Ferienhaus, aber auch das ist nicht so üppig für deutsche Verhältnisse!

    Außerdem kenne ich die Preise in den Regionen, wo auch klar ist, woher die Spartanität kommt!

    @KdF: Hier hat schon lange niemand mehr behauptet, dass Potsdam derartig viele Spieler selbst ausbildet, obwohl es immer noch genug sind! Nimm eine Lidija Kulis, die Bosnien mit 19 Jahren durch die EM-Qualifikation führt, nimm eine Natasa Andonova, die im selben Alter der Star in Mazedonien ist. Es gibt sogar noch einige Stammspielerinnen, die schon immer Turbinen waren: Zietz, Kemme, Felix, auch Cramer. Klar ist das nicht mehr das Potsdam von früher. Und das will ich hier auch gar nicht bestreiten.

    Natürlich würde ich mich immens freuen, wenn wieder mehr Talenten wie Sandra Wiegand, Sandra Starke, Lidija Kulis die Chancen gegeben werden, sich zu beweisen. Doch das ist zur Zeit einfach nicht möglich, wenn man sich die Entwicklung anschaut.

    Dennoch bleibe ich aber dabei, dass Turbine mir deutlich positiver in ihrer Transferbilanz auffällt als Frankfurt oder Wolfsburg. Und das liegt an dem WIE der Verpflichtungen.
    Frankfurt und Wolfsburg haben in den letzten Jahren sehr oberflächlich gescharbt, hat man das Gefühl. Sie haben gesehen: Nationalspielerin, hübsch, werbewirksam, nehmen wir! Dabei ist gerade Frankfurt oft nicht aufgefallen, dass man Nationalspielerinnen nicht so einfach verpflichten kann und sie irgendwo ins System quetschen. Beispielsweise findest du in einem 4-2-3-1 oder 4-4-2 einfach keinen Platz für Bajramaj. Dasselbe Problem gab es auch schon in Duisburg damals. Denn Bajramaj ist weder eine Stoßstürmerin noch eine klassische “10″ noch eine Außenspielerin. Bajramaj ist alles zusammen. Bajramaj braucht den Freiraum, den sie nunmal nicht hat, wenn sie auf einer Seite eingepfercht zwischen Rechtsverteidigerin, defensivem Mittelfeld, “10″ und Spitze ist. Oder wenn vor ihr noch zwei Spitzen rumrennen. Oder wenn das Mittelfeld von hinten drückt.
    Sie brauch ein System mit drei rotierenden Spitzen, in dem sie viel laufen kann und so ihre Schnelligkeit und Dribbelstärke ausspielen kann.
    Außerdem ist sie eine Konterstürmerin. Problem bei Frankfurt ist nur, dass ihnen die Leute fehlen, um Konter einzuleiten. Die hatte Bajramaj bei Potsdam. Da gab es mit Odebrecht und Wesely zwei Spielerinnen, die auch mal einen 50, 60 Meterpass in den Fuß spielen konnten. Das war ideal für Bajramaj, die dann von hinten heraus starten konnte und meist ihren Gegenspielerinnen schon 5 bis 10 Meter abgenommen hatte, eh sie am Ball war.
    Diese Stärken kann sie in Frankfurt gar nicht ausspielen.
    Und so kann man weitermachen mit den ganzen anderen Neuverpflichtungen.

    Bei Potsdam ist es anders, Potsdam gräbt tiefer. Eine Johanna Elsig wäre, wenn sie in die 2. Liga abgestiegen wäre, mit Sicherheit untergegangen. So lange war sie verletzt, dass sich kaum noch einer an ihr sagenhaftes Talent erinnert hätte! Doch in Potsdam vergisst man solche Talente nicht.
    Ebenso wie Steffi Mirlach, die auch mal ein Riesentalent war, mittlerweile allerdings selbst bei Bayern ins zweite Glied gerutscht ist.
    An einer Patty Hanebeck sieht man das noch deutlicher. Sie hatte auch schon einige große Bundesligastationen durch, bevor sie in der zweiten Liga in die Vergessenheit geraten ist.

    DAS ist der Unterschied. Potsdam geht nicht den einfachen Weg des locker sitzenden Geldes. Potsdam sucht die Spielerinnen gezielt aus, gerade die vergessen Geglaubten. Potsdam ist mittlerweile nicht mehr die Talentschmiede, sondern die Talentauffangbasis.
    Wer zu Potsdam kommt, hat fast immer schon mal die Erfahrung des Schattendaseins gemacht. Selbst Bajramaj hat die erlebt, als sie in Duisburg nur auf der Bank saß.
    Diese Spielerinnen zeichnet eine enorme mentale Stärke aus, je mehr sie den Geschmack des “Abseits” kennen.

    Das haben die allermeisten Spielerinnen in Frankfurt nicht. Eine Nadine Angerer kennt diese Phase noch, eine Lira Bajramaj ansatzweise. Und sogar Dzsenifer Marozsan, als sie letztes Jahr verletzt war. Aber Spielerinnen wie Huth, Behringer, Crnogorcevic, Kulig, Percival, Kumagai oder Kleiner, die kennen solche Phasen nicht. Die kennen nur die rosarote “Wirklichkeit” und gerade für Kulig und Behringer war die WM 2011 der erste Rückschlag ihrer Karriere. Ansonsten hatten sie nur den rasanten Aufstieg kennengelernt. Peter und Schmidt gehören übrigens auch zu der Kategorie.
    Die kommen alle zu Frankfurt und sind dann komplett überfordert, wenn es dann mal nicht klappt, weil Krisen zu ihrem Karriereplan einfach nicht dazugehören.

    Schlimmer, viel schlimmer ist die Situation bei Wolfsburg. Da hat man mit Goeßling, Faißt, Popp, Wensing, Smith, Jakabfi und anderen sehr, sehr viele Spielerinnen, die nur diese eine extreme Richtung kennen. In der ersten Saison wird das noch gut gehen, möglicherweise auch in der zweiten, aber irgendwann wird auch hier einmal der Punkt kommen, wo die Krise kommt und dann ist keiner darauf vorbereitet.

    Wolfsburg und Frankfurt erinnern mich ein bisschen an das Bayern München von vor 3 Jahren. Wer hätte gedacht, dass die sich drei Jahre später in allergrößster Abstiegsnot befinden? Keiner! Warten wir ab, wie es bei den beiden Klubs in 4-5 Jahren aussieht!

  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Ist es nicht möglich, dass sie sie einfach haben ziehen lassen? Ich meine, das ist ja auch ein Gehalt, was bezahlt werden muss und bei der Spielpraxis, die Mirlach in Bayern bekommen hat diese Saison, ist das für den FC mit Sicherheit ein Verlustgeschäft, sie weiter zu beschäftigen!

  • Speedcell sagt:

    Ich würde frankfurt und wolfsburg nicht in einen topf werfen. Wolfsburg verstärkt sich auf positionen, wo verstärkung gebraucht wird. Frankfurt hingegen holt einfach nur alles,was in der nationalmannschaft spielt. Egal ob man auf der position jemanden braucht oder nicht. Man hat eigentlich genug mittelfeldspielerinnen, aber kauft trotzdem laudehr und schmidt, anstatt eine stürmerin zu verpflichten. Wolfsburg gibt natürlich auch geld aus,aber m.M.n sinnvoll. Bzw sinnvoller als frankfurt. Und mit magull und jäger hat man junge spielerinnen verpflichtet. Genauso macht es turbine, man holt junge spielerinnen,die bereits eine gute ausbildung haben und herr schröder macht sie zu diamanten. Man muss sehen,ob dies auch in wolfsburg der fall sein wird,aber wolfsburg ist wohl ein mix von frankfurt und potsdam. Wollen wir hoffen,dass sie das beste daraus machen. Mir ist dieser weg jedenfalls sehr sympathisch.

  • Fußballmama sagt:

    In Bayern wird gemunkelt dass auch Nicole Banecki nach Potsdam geht, Sie wäre eine flexible Allrounderin .

  • MatzeM sagt:

    @Detlef

    Lt. soccerdonna.de hat sie nur Vertrag bis 30.06.2012, und da ich nicht glaube, dass Turbine Ablöse zahlt, wird wohl die Meldung hier nicht ganz gestimmt haben. Kommt in den besten Familien vor ;)

    Matze

  • Markus Juchem sagt:

    @MatzeM: Und weil es Soccerdona schreibt ist es richtig oder wie? Der FC Bayern MÜnchen hat im April 2011 per Pressemitteilung informiert, dass Stefanie Mirlach ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. Es kann ja auch sein, dass man eine Spielerin trotz bestehenden Vertrags ziehen lässt – kommt in den besten Vereinen vor. ;)

  • Sheldon sagt:

    @Speedcell: Wolfsburg hat nunmal den Imageschaden und den wird man nunmal nicht so schnell los, wenn man genau den gleichen finanziellen Weg einschlägt wie die Männer…

    Wenn man sich beispielsweise den Kader der nächsten Saison anschaut, dann muss man schon sagen, dass da eiige zu kurz kommen werden.

    So wird man wohl wie folgt nächste Saison spielen:

    Vetterlein – Wensing, Henning, Goeßling, Faißt – Keßler, Odebrecht – Jakabfi, Popp – Müller, Pohlers

    Vetterlein – Tetzlaff, Henning, Wensing, Faißt – Odebrecht, Goeßling – Jakabfi, Keßler, Popp – Pohlers

    Auf der Auswechselbank hätten wir folgende Spielerinnen:
    Smith, Chandraratne, L. Vetterlein, Blässe, Wagner, Hartmann, Bunte, Magull, Jäger, Fiebig

    Ich muss gestehen, dass diese Aufstellung durchaus attraktiv ist. Das hat allerdings auch die Männermannschaft 2008/2009 auch gewirkt.
    Ich sehe nur ein ganz zentrales Problem: Faißt, Wensing, Goeßling, Jakabfi, Popp, Fiebig, Magull, Jäger, Smith, Keßler, Henning u.a. sind noch überhaupt nicht krisenerprobt. Sie kennen nur die steile Karriereleiter. Die Schwierigkeit wird sein, das Team auch durch Krisen hindurch zu führen.
    Wenn man es bei Potsdam sieht, da sind eine Vielzahl an kampferprobten, krisenfesten Spielerinnen, die alle schon persönliche Krisen durchlebt haben, und nicht nur kleine, sondern handfeste!
    Dadurch schafft es Potsdam immer wieder, doch die Kurve zu kriegen, wobei es in Wolfsburg sehr geradlinig aussieht. Der Motor darf nicht ins Stottern kommen, sonst wird es dort sehr, sehr schwierig, meines Erachtens!

  • MOPessen sagt:

    @Sheldon nimm das bitte nicht persönlich aber du hast gerade alles bestätigt was “Kritisch denkender Fan” geschrieben hat.

    Ich meine du hast ja schon des Öfteren Turbine als ausbildungsverein gepriesen (in meinen Augen zu Recht). Es kommt halt sehr Hypokritisch rüber wenn man sagt das die Verpflichtung von Añonma Talentauffangen ist, aber wenn dann WOB Alex Popp holt ist das wieder alles nur wegen des Geldes und ohne Konzept bla bla bla. Wenn ich das Mannschaftsfotos von TP aus der Saison 09/10 mit dem jetzigen Kader vergleiche kann ich da wenig Positives an der Vertrags/ Transferpolitik erkennen. Und das kann auch nicht IMMER nur an den Bösen andern liegen. WOB hat sich da im Gegensatz gezielter verstärkt. Nebenbei finde ich das der VFL neben meiner SGE die einzigen waren wo man wirklich das Gefühl hat das es ein TEAM ist und die Chemie stimmt. Was man dieses Jahr nun wirklich nicht von TP behaupten kann ;-) .

    Und was soll das von wegen Wolfsburg und Frankfurt kennen im Gegensatz zu Potsdam nur die schöne Seite des Lebens???? Mir geht das hier schon seit langen sowas auf die Nerven das Potsdam hier von so vielen zum Underdog verkannt wird. Ich meine TP wird aller Voraussicht nach diese Saison zum vierten Mal IN FOLGE MEISTER. Vergleicht doch mal bitte die titelausbeute der letzten vier Jahre. Da war der FCR erfolgreicher als Frankfurt.

    Ich persönlich habe nichts dagegen wenn ein Verein seinen Sponsor voll ausschöpft (WOB). Schlimmer finde ich es wenn ein Verein mit einem Jugendinternat gesegnet ist und dann trotzdem fast nur Spieler von extern holt.

    Noch mal was an die Allgemeinheit. Was ist jetzt wirklich schlechter?

    Mit VW ein Sponsor der sich für den Sport (nicht nur den Fußball) einsetzt.

    Oder ein HSV? Ein Verein in dem der gesamte Sportbereich, selbst der der Handball, einbüße oder komplette Auflösung hinnehmen muss. Und das nur damit man überbezahlte Spieler mit Söldnermentalität bezahlen kann.

    Oder vielleicht doch lieber die Bayern? Die es nicht mal nötig halten auch nur EINE Pressemitteilung rauszugeben das ihre Mädels es ins Pokalfinale geschafft haben. Und das obwohl der FCB die einmalige Chance hat an einem Tag beide DFB –Pokale zu gewinnen.

  • jochen-or sagt:

    @MoPessen
    Das ist wirklich interessant, was Du schreibst!
    Es ist auch mein Eindruck, dass Wolfsburg kluge Einkaufspolitik betreibt und die Mannschaft in sich geschlossen und selbstbewußt ist. Selten habe ich eine Mannschaft erlebt, die hier in Potsdam bereits beim Warmmachen ein so großes Selbstbewußtsein, aber auch eine gute Harmonie ausstrahlte.
    Da scheint es auch zwischen Trainer und Mannschaft zu stimmen.
    Bei Turbine ist es da tatsächlich dieses Jahr mit den Neuzugängen etwas anders. Göransson wirkt stets “muffig”. Pat und auch Alyssa, aber jetzt auch Singer sind irgendwie menschlich nicht greifbar wie etwa Viola, Anja oder auch Babett. Bildlich gesprochen: Lediglich bei Genoveva würde man mal gerne mitknuddeln, wenn sie ein Tor geschossen hat. Dies macht auch den Verlust der 3 (Alt-)Spielerinnen so schwer.
    Die Mannschaft wirkt menschlich einfach anders als in den Vorjahren.
    Im Gegensatz zu Sheldon meine ich, dass Wolfsburg auch mit Krise die gemeinte Mannschaft für die kommenden Jahre ist. Eine Krise wird diese Mannschaft nicht umbringen und finanziell kann selbst Frankfurt nicht gegenhalten – so VW es will.
    Was Sheldon über Frankfurt sagt, halte ich für richtig. Ich meine auch, dass Siggi Frankfurts Freude und Frankfurts Leid ist.
    Mit diesem Kader und den finanziellen Möglichkeiten hätte Frankfurt in den vergangenen 4 Jahren viel mehr erreichen müssen.
    Aber offensichtlich geschieht dort einiges im Geld- und Machtinteresse von Siggi, was nicht im Interesse des Vereins sein dürfte.
    Spielerinnen werden offensichtlich nach Werbewirksamkeit eingekauft und nicht – wie bei Wolfsburg und auch Turbine – nach Bedarf für eine optimale Teambesetzung und – für spätere Zeiten – mit Talenten mit Entwicklungsfähigkeit ( bei denen dann jegliche Werbewirksamkeit fehlt). Seine Agentur lebt ja bekanntermaßen von den Werbeeinnahmen. Dies ist ja kaum eine gesunde Basis für eine optimale Vereinspolitik.
    Mit Kahlert hält sich Siggi zudem einen Trainer, der ihm – gerade wegen der Mißerfolge – völlig ausgeliefert ist. Ich wage zu behaupten, dass Frankfurt mit einem anderen Trainer jetzt und in den vergangenen Jahren mindestens einen, wenn nicht gar zwei Meistertitel errungen hätte. Aber so wie Schröder in Potsdam niemanden neben sich dulden könnte, kann Siggi offensichtlich keine/n starken Trainer/in neben sich dulden, die/der ihm vorschreibt, wen er einkaufen soll.
    Die Zusammenkauferei für die nächste Saison empfinde ich als chaotisch, auch wenn sich sicherlich dann aus der Vielzahl der Topspielerinnen ( 2/3 der deutschen NM) etwas formen lässt.
    Immer wieder tauchen hier auf Womensoccer – auch an ungeeigneten Stellen und neben dem Thema des Threads – von einigen wie auch von MoPessen oben Vorwürfe gegen die Turbinefans auf.
    Übersehen wird leider, dass der Talenteschuppen von Turbine momentan keine Grosstalente hergibt.
    Mit den gewachsenen Ansprüchen aus den großen Erfolgen und dem gewachsenen Etat kann und muss man also einkaufen – wie alle anderen auch, wobei es gut ist, dass da noch auf Talente gebaut wird bzw. werden muss, weil eben Frankfurt und VW finanziell stärker sind.
    Wir Turbinefans sind nicht blind – wir sehen, dass sich bei Turbine einiges geändert hat.
    Unser Problem scheint eher zu sein, dass wir so eine Vielzahl – zumindest auf dieser Seite – sind und dass darunter welche – wie auch ich – sind, die eben Frankfurt wegen seiner Politik “Kaufe den Gegnern die Besten weg” und Wolfsburg als “Produkt aus der Konzernretorte” als ungeliebte Rivalen empfinden.
    Dieses Recht sei uns zugebilligt wie auch euch, Turbine nicht zu mögen. Dazu muss man sich aber nicht einfallen lassen, dass die Turbinefans wider die Wirklichkeit glauben/behaupten würden, dass weiterhin nur mit selbst ausgebildeten Talenten gearbeitet und nicht fertige Spieler eingekauft würden.

  • Sheldon sagt:

    @MOPessen: Leider muss ich wieder feststellen, dass du meine Gedankengänge nicht verstehen kannst oder verstehen willst, deswegen noch einmal meine Argumentation in ganz einfacher Form:

    1. Sponsoring im Frauenfußball

    Wozu eine übermäßige Ungleichverteilung des Geldes führt, kannst du meinem Beitrag in “Jena verpflichtet Ria Percival” entnehmen. Dort sind einige Beispiele angeführt, wie der übermäßige Geldbesitz eines Vereins bzw. deren Investition in Spielergehälter eine Liga entweder enorm destabilisiert oder deemotionalisiert.

    Wolfsburg überschwemmt den Markt nahezu mit Geld, ohne eine eigene Fangemeinde zu haben -> führt sowohl zu einer sportlichen sowie finanziellen Destabilisierung der Liga, da Wolfsburg durch die übermäßigen Spielertransfers die Konkurrenz schwächt, zugleich aber die Gehaltsforderungen anderer Spielerinnen in die Höhe schraubt, sodass andere Vereine nachziehen wollen, wenn sie ihre Talente halten wollen.

    HSV steckt kein Geld in die Mannschaft, weil Frauenfußball des HSV einfach überhaupt keine Fans hat. Seit Jahren gehören sie, was die Zuschauerzahlen angeht, zum letzten Drittel und schaffen es nur gerade mal über 1000 Zuschauer bei den Spitzenspielen. Von daher Entscheidung verständlich, wenn man das Geld für andere Sportarten im Verein braucht.

    Bayern steckt Geld in den Frauenfußball. Bayern lässt den Frauenfußball sich auch entwickeln. Bayern ist auch stolz auf den Frauenfußball und Rummenigge hat sich sogar dazu positiv in der Presse geäußert.
    Aber Bayern subventioniert nunmal nicht aus der Portokasse. Bayern weiß, dass Fußball so nicht geht. Bayern weiß, dass übermäßiger Einsatz von Geld einen Sport zerstören kann. Bayern geht anders vor.
    Sie bieten Talenten hier die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Sie bauen auf junge Spielerinnen aus der Umgebung (incl. Österreich und Schweiz). Sie versuchen langfristig, die Sparte Frauenfußball so schnell wie möglich unabhängig zu machen. Das funktioniert mal besser, mal schlechter. Aber man kann nicht sagen, dass Bayern den FF nicht beachtet. Schließlich war im Winter dann ja das Geld da, um Hagen und Cross zu holen! Aber diese Transfers sind nicht der ursprüngliche Weg der Bayern, weder bei den Frauen NOCH bei den Männern!

    2. Talente

    Ich habe versucht, den Unterschied herauszuarbeiten. Ich werde es noch einmal an konkreten Beispielen versuchen:
    Turbine Potsdam:

    1. Patricia Hanebeck – nach 5 Jahren beim FCR Duisburg, in denen sie u.a. U-19-Weltmeisterin wurde geriet sie aufs Abstiegsgleis und spielte nur noch zweitklassig beim HSV und dann in der 2. Liga beim 1.FC Köln. Fast in der Versenkung verschwunden, buddelte Schröder sie wieder aus und machte sie zur Spielmacherin beim Meister.

    2. Stefanie Mirlach – eine bei Bayern München als U-20-Weltmeisterin ausgemusterte Spielerin, die in dieser Saison nur Schattendasein fristete, holt Schröder nun wieder ins Rampenlicht.

    3. Johanna Elsig – die zweimalige Junioreneuropameisterin war in dieser und der letzten Saison einige Male von Verletzungen gebeutelt und spielte mit Leverkusen dauerhaft gegen den Abstieg, wodurch sie aus dem Rampenlicht in den harten Alltag des allwöchentlichen sportlichen Überlebenskampf abrutschte. Schröder befördert sie nun zu seiner Abwehrchefin.

    4. Genoveva Anonma – auch sie wurde in Jena verschwendet. Kaum einer sah ihr echtes Talent. Sie galt immer als eigensinnige Stürmerin ohne den Blick für die Mitspielerin. Schröder holte sie gegen die Meinung aller Zweifler und machte sie zum Bajramaj-Ersatz.

    5. Ann-Kathrin Berger – in Sindelfingen hängengeblieben, tat sie ihr Talent nur einmal hervor: Im Pokalspiel gegen Potsdam. Danach verschwand sie aus den Medien. Schröder erinnerte sich an sie und holte sie zunächst als Sarholz-Ersatz, machte sie dann aber zur Nummer 1, mit Erfolg.

    Halten wir nun einmal Wolfsburg dagegen:
    1. Lena Goeßling – eine Spielerin, die in Bad Neuenahr die Fäden in der Hand hielt, kurz zuvor als Nationalspielerin etabliert

    2. Alex Popp – als die Stürmerin schlechthin glorifiziert und von den Medien geliebt, wurde sie zum VfL geholt.

    3. Luisa Wensing – das Abwehrtalent in Deutschland schlechthin, kurz vor dem Transfer zum ersten Mal in die Nationalelf berufen

    4. Lina Magull und Annabel Jäger – zwei Spielerinnen, die im Fußball bisher alles nur erdenkliche erreicht haben und sowohl in ihren Teams wie auch im Nationalteam absolute Überflieger sind

    Für mich sind das keine Typen, sondern Spielerinnen, die sehr “straight” sind. Wenns gut läuft, läufts gut, wenns schlecht läuft, eben schlecht. Es fehlt mir dort die Krisenbewältigungsfähigkeit und auch die Fähigkeit, im richtigen Moment die Punkte zu machen. Bezeichnend dafür ist, dass man sich von Potsdam in deren größster Krise den Schneid abkaufen lässt. Das beschreibt so ziemlich den Charakter beider Teams und die mentale Komponente dabei.

    Und als letztes: Wenn du nur meinst, dass WOB und SGE als Team aufgetreten sind, dann will ich mal fragen, ob du die Rückserie überhaupt ansatzweise verfolgt hast.
    Die Mannschaft, die am meisten als Team in diesem Jahr aufgetreten ist, ist eindeutig der FCR. Aber auch Bayern und Bad Neuenahr haben sich richtig als Team entwickelt. Freiburg hat in der Hinrunde auch eine fantastische Teamarbeit vorgewiesen. Auch Leverkusen, die in der Rückrunde nochmal richtig aufgedreht haben.
    Potsdam hat es in der Hinrunde eindeutig bewiesen, dass sie als 1A-Team auftreten können.

    Und die SGE?! Gerade zwischen dem 10. und 15. Spieltag war da gar nix von Teamplay zu sehen! 10 Punkte aus den letzten 11 Spielen, so spielt ein Abstiegskandidat!

  • Ina sagt:

    Zwischen verschiedenen Fansgemeinschaften gibt es nunmal Dissonanzen und auch innerhalb einer Fangemeinschaft gibt es viele unterschiedliche Meinungen zu “seinem” Verein, beeinflusst durch subjektive Wahrnehmung und Clubrivalitäten. Das ist nichts besonderes.

    Daher schmeiße ich hier mal ein paar Fakten in die Runde (die sich auch teilweise auf den Kommentar von MOPessen beziehen):

    Potsdam ist/war jahrelang die beste Mannschaft Deutschlands, das spricht natürlich nicht für einen Underdog.

    Man kann auch nicht mehr wie früher behaupten, sie sind im Moment die beste Talentschmiede im FF in D, denn wäre dem so, würde womöglich die Mannschaft zu fast 100% aus jungen Potsdamerinnen (bzw. Sportschülerinnen) bestehen und dem ist nicht so. Jede Mannschaft, die die Ansprüche hat jeden Wettbewerb einer Saison zu gewinnen oder zumindest 2. zu werden muss sich Top-Spielerinnen ranholen. Man muss also wegkommen von dem Denken, dass alle anderen Vereine “fertige” Top-Spielerinnen kaufen/holen und Turbine sich davon distanziert. Deswegen darf man die Nachwuchsförderung in Potsdam natürlich nicht schmälern, denn durch die Verbindung zw. Sportinternat u. Turbine ist sie ja gegeben. Diese Saison ist es halt so (wie auch B. Schröder selbst angemerkt hat), dass momentan einfach keine Nachwuchsspielerinnen aus eigenen Reihen da sind, die den Ansprüchen der 1.Mannschaft gerecht werden würden.
    Also: Potsdam ist natürlich kein reiner Ausbildungsverein, sondern holt sich Spielerinnen, wo sie gebraucht werden.
    Man kann jedoch nicht abstreiten, dass die Verpflichtungen hier nachvollziehbarer sind als einige in Frankfurt.

    Alle Clubs der BL haben schon Krisen miterlebt. Wenn man sich die Geschichte von Frankfurt z.B. anschaut kann man erkennen, dass die Zeiten dort nicht immer rosig liefen. Natürlich schließt das nicht mit ein, dass alle aktuellen Spielerinnen diese neg. Erfahrungen haben mitmachen müssen. Wie kommende Krisen von ihnen also individuell bewältigt werden kann man wohl kaum voraussagen, weil jede Spielerin alnders ist. Dass sie diese Krisen als Team bewältigen sollte hingegen von den Fans erwartet werden (denn dazu kann sich das Team eine professionelle Mannschaft nennen).

    An WOB und den Neuverpflichtungen kann man wohl kaum jetzt schon Kritik äußern. Die nächste Saison wird zeigen, was sie daraus machen.

    Ich bin übrigens Turbine-Fan durch und durch, mag sogar Fanrivalitäten und derartige Dinge, die Emotionen bringen, finde aber auch, dass man als Fan manche Dinge versuchen sollte objektiver zu betrachten. Schließe mich daher auch jochen-or an, dass nicht alle Turbinefans Behauptugen bezüglich der Nachwuchspolitik äußern, die nicht mehr der Wahrheit entsprechen.

    @MOPessen Ich stimme dir in puncto HSV voll zu und finde auch, dass Bayern München sich extrem und fast schon demonstrativ distanziert von fast allem, was seine Frauenabteilung betrifft, aber eine Pressemitteilung hat es am 11.05.2012 auf der offiziellen Homepage gegeben.

  • Mika sagt:

    Hierzu will ich nur noch beitragen, dass es nicht fair ist den Potsdamer Nachwuchs immer so zu kritisieren. Klar hat Schröder selbst ein paar mal gesagt, dass es da momentan ein bisschen stockt, aber mit Kemme, Cramer, Andonova, Sarholz, etc. hat Turbine doch recht viele junge, die gerade erst aus dem Internat kommen. Man kann doch nicht erwarten, dass die da alle schon in der ersten Mannschaft spielen, noch bevor sie ihr Abitur gemacht haben. Außerdem ist Potsdams zweite konstant an der Tabellenspitze der 2. Liga. So schlecht können die da also auch nicht sein.

    Wer weiß, vielleicht sehen wir ja nächste Saison auch wieder ein Paar Überraschungen. (Z.B. Kulis in der Ersten…)

  • Detlef sagt:

    @jochen-or,
    ich kann Dir voll und ganz zustimmen, Daumen hoch!!!

  • Sheldon sagt:

    @Ina: Ich kritisiere sehr gerne sehr früh! Das hat verschiedene Gründe. Zunächst einmal ist es überhaupt die einzige Möglichkeit, noch regulierend einschreiten zu können, wenn man Missstände so früh wie möglich aufdeckt. Nachher immer nur noch draufzuhauen, wenn der Karren schon in den Mist gefahren wurde, das sollte man wirklich nur in bestimmten Fällen tun. Zum Beispiel bei Frankfurt ist es legitim, einfach, um immerwiederkehrende Fehler irgendwann zu unterbinden.

    Außerdem dient es auch dem Selbstschutz. Wenn man schon vorher kritisiert, bevor das Desaster eingesetzt hat, dann hat man erst eine Rechtfertigung für nachträgliche Kritik.
    Man kann nur kritisieren, wenn man zeigen kann, dass man die Fehler in dem Moment, wo sie begangen wurden, erkannt hat.

    Ein Beispiel: Wer vor der WM 2011 gesagt hat, dass das schon alles klappen wird, der kann nach der WM nicht sagen, Frau Neid hat alleine Schuld, denn er wusste es selbst nicht besser.

    Genauso auch die ganzen Zweckoptimisten-Fans bei Frankfurt, die sich allesamt darüber im Klaren waren, dass man diese Saison einfach mal den besten Fußball überhaupt spielt.

    Auch andersrum funktioniert das Spiel: Wer zum Beispiel Japan vor der WM begründet als Favoriten genannt hat, hat gezeigt, dass er sich auskannte.
    Wer Duisburg vor der Saison begründet bescheinigt hat, dass sie oben mitspielen können, ebenso.

    Natürlich können nicht immer alle Prognosen stimmen, vor allen Dingen, wenn sie schon so früh gestellt werden, dass das fatale Ende noch abgewendet werden kann. Allerdings werden dadurch schon im Vorhinein bestimmte zukünftige Entscheidungen von Trainern und Trainerinnen aufgezeigt, die die Inkompetenz eines Trainers aufweisen.
    Wenn beispielsweise vor der Nominierung des Kaders 2011 schon jemand gesagt begründet gesagt hätte, dass Neid diese 26 nominieren wird und es deswegen nicht klappt, so hätte er damit beweisen können, dass Neid auf diesem Posten nicht kompetent genug ist, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Das ist ja auch immer wieder die Aufgabe der Trainer, zu zeigen, dass sie die nötige Kompetenz besitzen und begründete Kritiker widerlegen können.

    Noch ein Wort zum VfL Wolfsburg: Es ist in der Tat so, dass meine Argumente gegen diesen Klub an den Haaren herbeigezogen sind. Aber da bin ich einfach zuviel Fan, als diesem Klub zu gestatten, mit dieser Geldmasche noch einmal durchzukommen.
    Sollte Hoffenheim irgendwann aufsteigen, werdet ihr mich denen gegenüber ebenfalls so erleben!
    Da kann ich mich selbst auch gut genug einschätzen, als dass ich sagen muss: Das System kann leider klappen, aber ich will es nicht! Es ist nicht so wie in Frankfurt, wo bei diesem Personal im Trainer- und Manageramt ein Erfolg einfach von vornherein ausgeschlossen ist. Ich habe nur Angst vor den Folgen!

  • Sheldon sagt:

    @MOPessen:

    Hier die Antwort zu deiner Frage bzgl. dem FC Bayern München:

    ab 1:57 zeigt Thomas Wörle, dass er zu den kompetentesten Trainern der Frauenfußball-Bundesliga gehört! Hut ab!!!

  • emmi sagt:

    Um einmal Sheldons Argumente aus einer anderen Perspektive zu beleuc

    Turbine Potsdam:

    1. Patricia Hanebeck –
    nach 5 Jahren, in denen sie viel erreichte, wechselte sie, obwohl Duisburg sie halten wollte nach Hamburg, spielte dort in der ersten Bundesliga und beendete mit ihrem Team die Saison als 6.
    Der Liebe wegen wechselte sie dann nach Köln. Köln war zu dem Zeitpunkt vor jeder Saison DER Favorit für den Aufstieg in die Bundesliga. Es schien als wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Aufstieg gelang.
    Obwohl von Saison zu Saison andere Bundesligisten an Hanebecks Türe klopften, blieb sie bis 2011 in Köln. Erst beim Angebot von Turbine Potsdam im Jahre 2011, liess sich Patricia Hanebeck ausbuddeln und wechselte nach Potsdam.

    2. Stefanie Mirlach –

    In der Saison 2010/2011 verletzte sie sich am 13.03.11 so stark, dass die Saison für sie gelaufen war.
    Zur neuen Saison sollte alles besser werden und so stand sie nun die ersten drei Spieltage in der Startelf. Nachdem Trainer Wörle bemerkte, dass Mirlach nach ihrer Verletzung noch nicht wieder die alte war, wollte er ihr die Möglichkeit geben, über die zweite Mannschaft wieder Spielpraxis zu sammeln und ohne den hohen Leistungsdruck ( schließlich startet Bayern München diese Saison alles andere als gut) zu alten Leistungen zurückkommen.
    Doch Mirlach blieb nicht lange gesund. Bereits Anfang des Jahres der erneute Schock. Bänderriss.
    Pause bis Mitte April. Wie auch in anderen Vereinen üblich sollte Mirlach, nach der Genesung erst einmal in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden und somit durch diese Aufbaumaßnahme an die erste Mannschaft herangeführt werden.

    3. Johanna Elsig – die zweimalige Junioreneuropameisterin war in dieser und der letzten Saison einige Male von Verletzungen gebeutelt und spielte mit Leverkusen dauerhaft gegen den Abstieg.
    Mehrere Angebote zur neuen Saison, doch sie entschied sich für das aus Potsdam.

    4. Genoveva Anonma – Jenas Allzweckwaffe. Viele sagen, sie hätte Jena nahezu im Alleingang den Klassenerhalt gesichert. Auch bei der WM die Spielerin schlechthin. Stand in vielen Notizbüchern, doch entschied sich für Potsdam.

    5. Ann-Kathrin Berger – in Sindelfingen hängengeblieben, tat sie ihr Talent nur einmal hervor: Im Pokalspiel gegen Potsdam. Danach verschwand sie aus den Medien. Schröder erinnerte sich an sie und holte sie zunächst als Sarholz-Ersatz, machte sie dann aber zur Nummer 1, mit Erfolg. Um sie im Anschluss wieder zur Nummer 2 oder 3 zu machen.

    Halten wir nun einmal Wolfsburg dagegen:

    1. Lena Goeßling – eine Spielerin, die in Bad Neuenahr die Fäden in der Hand hielt, kurz zuvor als Nationalspielerin etabliert war, wollte wieder näher an ihre Heimat und glaubte den Worten bei Wolfsburg erfolgreicher zu spielen.
    Wäre sie nach Potsdam gegangen hätte Sheldon mit Sicherheit von einer jungen und formbaren Spielerin gesprochen, welche man als Rohdiamant verpflichtet hätte, der ansonsten in Bad Neuenahr versauert wäre ;-)

    4. Annabel Jäger –
    Eine Spielerin dessen Nationalmannschaftskarriere bisher nur von Niederlagen überseht ist. Bei der WM 2010 in Trinidad und Tobago im Viertelfinale gegen Nordkorea gescheitert. Mit der U19 die EM verpasst. Nicht schön für eine junge Spielerin.
    Nachdem der Wechsel des absoluten Überfliegers Jäger zu Bochum auf Grund des Nichtaufstiegs scheiterte, wechselte sie zur Saison 2012 nach Wolfsburg.
    Auch Potsdam war an dieser Spielerin dran, doch letzendlich entschied sich Jäger, die schon seit mehreren Jahren in einer WG im Sportinternat lebt für Wolfsburg.
    Zum einen wollte sie nicht so weit von zu Hause entfernt spielen und zum anderen bat Wolfsburg ihre eine Ausbildung bei VW an.
    Da auch Mutter Jäger bei VW angestellt ist, natürlich die ideale Chance für Annabel Jäger.

    Zu den anderen Spielern kann ich nichts sagen, da ich mich mit diesen nie befasst habe.

  • Sheldon sagt:

    @emmi: Welche Angebote hatte bitteschön Hanebeck? Welche Angebote hatte bitte Elsig? Wer wollte Anonma haben? Und Berger war in Potsdam nie die Nummer 3, maximal Nummer 2! Felix ist noch lange nicht soweit!

    Zu Goeßling: Ich wollte sie nie bei Potsdam haben. Ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Will auch keine Lotzen oder Celia bei Potsdam sehen. Das sind pure Unterstellungen.

    Das sind alles nur Behauptungen, gerade in Richtung Potsdam!

  • Sheldon sagt:

    Nochmal @MOPessen:

    Ich hoffe, du hast heute gut zugeschaut und zugehört.

    1. Was das Vermögen des 1.FC Bayern München angeht, so scheint diese Mannschaft technisch zumindest zur Zeit vielleicht die Einzige zu sein, die an Olympique Lyon heranreicht.

    2. Bayern hat jedes Jahr einen Etat von 1 Mio. Euro! Das ist für Frauenfußballverhältnisse recht üppig.

    3. Das scheint ja für den FCB zu reichen, denn er wird neben Turbine diese Saison wohl das einzige deutsche Team sein, dass einen Titel holen wird.

  • Wieb Ke sagt:

    Johanna Elsig – von Verletzungen gebeutelt ?????
    Das einzige Spiel, das sie verpasste, war mal wieder wegen einer Gelb-Sperre!
    Aber da der Leverkusener Weg wohl leider in die 2. Liga führen wird (die Hoffnung stirbt zuletzt)ist es verständlich, dass sie geht.
    Das werden dann wohl viele andere U-Natio-Spielerinnen auch tun.
    Ob es allerdings geschickt ist, am Vor-Abend des wichtigen Spieles gegen Essen zu unterschreiben, bleibt wohl ihr Geheimnis. Habe gehört, sie war wohl die beste “Essener Spielerin”.

  • waiiy sagt:

    Also ich denke, dass Wolfsburg sich durchaus gut und sinnvoll verstärkt. Und auch dort wird nach geschaut Spielerinnen geschaut, die woanders unzufrieden sind. Nadine Keßler zum Beispiel wollte sicher eine viel wichtigere Rolle in Potsdam übernehmen. Alexandra Popp ist sicher nicht die Glücklichste, dass sie in Duisburg immer wieder auf andere Positionen als die in der Spitze ausweichen muss. Da konnte man sicher auch gut zuschlagen.

    Ich würde Turbine Potsdam trotzdem immer noch als Ausbildungsverein bezeichnen. Das heißt aber nicht, dass man jede Saison 3 oder 4 anwandernde Spielerinnen, die Nationalmannschaftsniveau haben, aus der eigenen Jugend ersetzt. Wenn man das tun würde, würde es eine Mannschaft geben, die wohl erst ca. 5 Jahre später wieder auf Top-Niveau mitspielen kann und nicht sofort. Also kann man immer nur punktuell, aber dafür stetig neue und junge Spielerinnen einbauen. Und das wird auch gemacht. Tabea Kemme ist so ein Beispiel. Sie fehlt der Mannschaft enorm. Kristin Demann und Jennifer Cramer wurden diese Saison eingebaut und spielen regelmäßig. Dass sich Kristin Demann nun das Kreuzband gerissen hat, ist natürlich eine andere Sache. Aber sie hat schon Spielerinnen diese Saison aus dem Kader verdrängt, die dann ein wenig ernüchtert waren. Dazu kommt Andonova, die immer wieder ihre Chance erhält. Ich denke, es werden auch Anfang nächster Saison wieder 2 Spielerinnen mit im Kader stehen. Die Namen wurden auch schon genannt. Und man darf auch nicht verkennen, dass dieser Nachwuchs auch in der 2. Mannschaft auf einem sehr hohen Niveau spielt und sich beweisen kann.

    waiiy

  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Alex Popp ist für mich so ein typischer Fall, wo eine Spielerin nicht vernünftig nachdenkt. Denn sie ist vielleicht unglücklich in Duisburg gewesen, weil sie nicht ganz vorne spielen durfte, sollte aber wissen, dass das ihre einzige Möglichkeit ist, weiterhin Nummer 1 in der Nationalelf zu sein.

    Denn wenn wir uns mal anschauen, wohin sich das Ganze entwickeln, werden doch bestimmte Tendenzen sehr deutlich:

    Celia beispielsweise hat gezeigt, dass sie zur Zeit Deutschlands beste Stürmerin ist und ganz vorne noch wesentlich effektiver ist als auf der “10″. Auf dieser bieten sich in der Zukunft auch einige Kandidatinnen an, um mit Marozsan und Simic nur zwei zu nennen.
    Bajramaj spielt rechts offensiv und zwar im Stile einer echten Rechtsaußen, wie sie es bei Potsdam gelernt hat.
    Was bleibt, ist die verwaiste linke Position im System. Und genau dort hat Ketelaer Popp zuerst eingesetzt, als Linksaußen. Und wenn Popp in Zukunft nicht dort spielt, dann wird sie in der Nationalelf ins zweite Glied rutschen und lediglich der “Back-up” für Celia sein!

  • djane sagt:

    Jo Elsig hatte zumindest noch ein weiteres Angebote, sie stand beim FCR ganz oben auf der Wunschliste.

  • Sheldon sagt:

    @djane: Quelle?!

  • MOPessen sagt:

    @Sheldon:
    Du schreibst oben noch dass die Bayern “in allergrößster Abstiegsnot befinden” und jetzt sind sie auf einmal mit eine die besten Mannschaften Europas?????? NAJA!!

    Nebenbei ich war im Stadion und ich muss sagen sie waren “kämpferisch” besser. Frankfurt war ein totalausfall!!

    Und was den link von dir oben angeht. Ich habe NIE die Kompetenz des Trainers angezweifelt sondern das Verhalten des Gesamtvereins gegenüber der FF sparte.

    “Aber da bin ich einfach zuviel Fan, als diesem Klub zu gestatten, mit dieser Geldmasche noch einmal durchzukommen.” BITTE??????? Fan von was denn. Fan davon dass die Behandlung der Mädels von Bayer, HSV und dem FCB schon an Diskriminierung grenzt?

    Und was soll das mit der “Geldmasche“??
    Nur weil der VFL der Pohlers die Trainerlizenz bezahlt???

    http://www.waz-online.de/Wolfsburg/WAZ-Sport/Sport-allgemein/Pohlers-will-in-Wolfsburg-bleiben

    Oder einer Wagner, Faißt oder Jakabfi einen Ausbildungsplatz anbietet???

    https://www.vfl-wolfsburg.de/info/ueber-uns/fussball-gmbh/mitarbeiter/auszubildende.html

    Oder vielleicht weil sie Alex zu einer Ausbildungsstelle verholfen haben??

    http://www.waz-online.de/Wolfsburg/WAZ-Sport/Sport-allgemein/Perfekt-Alexandra-Popp-wechselt-zum-VfL

    Sowas nennt man halt Gesamtkonzept. Auch wenn das hier leider schon des Öfteren von so vielen belächelt wurde. Und meine SGE macht das genau so!! Als aktives Mitglied kann ich dir sagen das sich keiner im Verein über die Kooperation mit der BIB beschwert. Es gab auch keinen Aufschrei als bekannt war das wir uns das neu gebaute Stadion in Essen mit Rot Weiß Essen teilen werden. Vereine leben halt von Sponsoren. Alles andere ist einfach nur naiv und realitätsfremd. Wir können doch froh sein das wir mit VW, Deutsche Post und Allianz Firmen haben die in den Frauenfußball investieren. Insbesondere da im FF Ablösesummen und Fernsehgelder als Finanzfaktor nahezu gleich null sind. Auch Jugendarbeit muss bezahlt werden.

    Ich finde es ja klasse dass du mit ganzem Herzen dabei bist, aber du verteufelst da die falschen.

  • Detlef sagt:

    @MOPessen,
    Ich kann Dir eigentlich voll und ganz zustimmen!!!

    Sponsoren sind im FF wirklich rar gesät, vor allem die, die richtig viel Geld investieren!!!
    Ohne Sponsoren geht es aber nicht, nicht mal in der 4. Liga!!!

    Sheldon hat insofern recht, als das die Bayern-Ladies vom Kader her ganz nach oben gehören!!!
    Wenn ihre Spielerinnen mal eine Saison vom Verletzungspech weitestgehend verschont bleiben würden, spielen sie gleich um die Meisterschaft mit!!!
    Aber das ist in der Vergangenheit (Saison 2008/2009) nur einmal vorgekommen!!!
    Wie Kathrin Längert schon sagte, standen sie im November noch auf einem Abstiegsplatz!!!
    Jetzt sind sie aktuell Sechster!!!
    Also was wäre wohl drin gewesen, wenn sie schon zur Winterpause dort gestanden hätten???
    Was wäre gewesen, wenn sich PIWI, Simic und Mirlach nicht verletzt hätten???
    Was ist eigentlich mit den Banecki-Twins???
    Und was ist mit der Schwester des Trainers???
    Was wäre alles möglich, wenn Bachor und Bürki nicht stagnieren, sondern mal richtig durchstarten würden???

    Sicher, mit den beiden Amis haben sie einen echten Glücksgriff gelandet!!!
    Auch die Reaktivierung von Sandra de Pol war ein kluger Schachzug von Wörle!!!

    Wenn die 1 Millionen Budget wirklich stimmen, dann kann diese Mannschaft aus dem Vollen schöpfen!!!
    Dann sollte man auch den Hauptverein nicht weiter kritisieren, denn dies ist für den FF ein stolzes Sümmchen!!!

    Demnächst soll ja auch (wie man so hörte) der nächste Quantensprung für die Wörle-Truppe kommen, nämlich der Umzug vom “Dorf” an die Säbener Straße!!!
    Dies würde ganz sicher auch den Zuschauerzuspruch enorm anheben!!!

    So, jetzt bin ich aber etwas vom Thema abgekommen, aber das mußte jetzt mal gesagt werden!!! ;-)

  • Sheldon sagt:

    @MOPessen: Ich bin Fan vom “gesunden Weg des Frauenfußballs”, der mit dem Geld auskommt, was man selbst erwirtschaftet, ohne Sponsoren!

    Ich weiß, dass das ein idealistischer Weg ist, aber genau das drückt Thomas Wörle ja auch aus. Er will kein Geld vom Hauptverein, mit dem er die Liga überschwemmen kann, er will mit Talenten aus der Umgebung Stück für Stück den Anschluss nach ganz oben schaffen.

    Auch er hat ein Gesamtkonzept, dass aber nicht allein auf Unmassen von Geld basiert.

    Zum VfL Wolfsburg: VW sponsort den FF nicht. Sponsoring beruht immer auf Gegenseitigkeit. Das, was Unicef bei Barcelona macht, das ist Sponsoring. Denn dort ist Unicef darauf angewiesen, dass Barcelona gut spielt und kann nur einen Sponsorenvertrag auf der Basis des Erfolgs aufsetzen, aus dem sie sich dann auch zurückziehen, wenn der Erfolg nicht stimmt.

    Bei Wolfsburg ist das anders. VW ist hier kein Sponsor, sondern Besitzer des VfL. Hier fließen die Millionenüberschüsse des Autokonzerns in den Frauenfußball, OHNE eine Gegenleistung zu erwarten. Hier ist auch das Maß des finanziellen Aufwands in keinem Verhältnis mehr zu dem, was durch den Frauenfußball überhaupt jemals finanziell eingebracht werden kann.

    Dadurch wird der Frauenfußball zu einem riesigen Schuldengeschäft, das nur am Tropf seiner Geldgeber hängt und das in dieser Form nur der Autokonzern VW in Deutschland finanzieren kann.

    So war es schon bei den Männern und ist es immer noch. Hat sich denn keiner mal gefragt, wie denn bitteschön ein Verein, der auf dem 10.-15. Platz der Liga steht, jedes Jahr 20-30 Millionen für neue Spieler ausgeben kann?

    Ich erinnere mich an eine Diskussion gestern Abend, wo ich mit ein paar Kollegen über den Transfer von Marko Marin gesprochen habe, der für Werder einen sagenhaften Gewinn von 1,8 Millionen gebracht hat (für 8 Millionen geholt, für 9,8 Millionen abgegeben). Für einen Spieler, der vielleicht drei-, viermal diese Saison gespielt hat.
    Und da hat einer gesagt: “Werder holt sich die Spieler billig und verkauft sie teurer weiter, Wolfsburg macht es genau andersrum und kauft die Spieler für ein Heidengeld und verscherbelt sie nur ein halbes Jahr später weiter für lau”

    Das trifft den Nagel auf den Punkt. Das Geld, was in Wolfsburg zur Verfügung steht, macht jede Notwendigkeit, mit diesem Geld vernünftig umzugehen, zunichte. Es ist schlichtweg eine Subventionierung einzelner Spielerinnen, die das Glück haben, eine gute Werbefigur zu sein. Selbst die Ausbildung bei VW ist etwas, was diesen hinterhergeworfen wird, wofür andere in diesem Gebiet viel besser qualifizierte Menschen dann auf der Straße sitzen.

    Und was haben diese Spielerinnen noch für einen Anreiz, erfolgreich zu spielen? Keinen! Denn das viele Geld gaukelt ihnen vor, dass sie alles, was es im Frauenfußball zu erreichen gibt, bereits geschafft haben.
    Und so werden Spielerinnen, die in ihrem Leben noch nichts erreicht haben und die später in größste Vergessenheit geraten werden, besser bezahlt, weil ein Konzern einfach zu viel Geld hat, als Spielerinnen, die alles erreicht haben, aber nur davon leben, was der Frauenfußball wirklich einbringt und die sich dafür einsetzen, dass der Frauenfußball sich verbessert und entwickelt und das Geld durch mehr Zuschauer in den Stadien und höhere Einschaltquoten reinkommt und nicht durch die Sponsoren.

    Kranker Sport!

  • rockpommel sagt:

    Zitat djane:

    “Jo Elsig hatte zumindest noch ein weiteres Angebot, sie stand beim FCR ganz oben auf der Wunschliste.”

    Warum?

    Zitat Wieb Ke:

    “…. Habe gehört, sie war wohl die beste “Essener Spielerin”.”

    Und solche Leistungen hat sie in der laufenden Saison eigentlich meist angeboten!

  • be sagt:

    Sheldon, dein ständiges VfL-Bashing wird langsam langweilig.

    > VW sponsort den FF nicht. Sponsoring beruht immer auf Gegenseitigkeit.

    Natürlich wird auch VW etwas für das Geld erwarten.

    Wolfsburg hat seit Bestehen den Ruf, nur eine VW-Planstadt zu sein, in der es außer VW rein gar nichts gäbe und wo die nächsten 50 km nur “Wüste” drum herum sei. Dass VW den VfL stark unterstützt soll auch dazu beitragen, den Ort auch mit anderen Sachen als ausschließlich VW in Verbindung zu bringen. Indem auch mal in Bezug auf diesen Ort nicht ausschließlich über VW berichtet wird.

    VW ist nicht dazu verpflichtet, Sport zu unterstützen. Fußball ist ein in Deutschland weit verbreiteter Massensport mit einer großen Medienbasis (zumindest im Männerbereich). Daher kannst du davon ausgehen, dass die Unterstützung gerade auch des Fußballs für VW in Sachen Gegenseitigkeit durchaus einen Sinn haben soll.

    > Hier ist auch das Maß des finanziellen Aufwands in keinem Verhältnis mehr
    > zu dem, was durch den Frauenfußball überhaupt jemals finanziell
    > eingebracht werden kann.

    Butter bei die Fische: Wie hoch ist der Etat der Frauenabteilung des VfL? Wie hoch ist der Durchschnittsverdienst der Spielerinnen sowohl für den Fußballbereich als auch bei den “Nebenbeschäftigungen”? Ohne belegbare Zahlen lohnt sich keine Diskussion.

    > Das Geld, was in Wolfsburg zur Verfügung steht, macht jede Notwendigkeit,
    > mit diesem Geld vernünftig umzugehen, zunichte.

    Dafür, dass die Frauenabteilung “keinerlei Notwendigkeit für einen vernünftigen Geldumgang hätte”, steht sie erstaunlich weit oben in der Tabelle der Liga. Wo man wohl wäre, wenn man mit diesem Geld “venünftig” umgehen würde?

    > Selbst die Ausbildung bei VW ist etwas, was diesen hinterhergeworfen wird,
    > wofür andere in diesem Gebiet viel besser qualifizierte Menschen dann auf
    > der Straße sitzen.

    Das untermauere bitte einmal mit einem konkreten Beispiel. Ich halte das für eine substanzlose Behauptung. VW kann es sich leisten, auch mal die eine oder andere Person “durchzufüttern”. Da aufgrund des Wolfsburger Rufs eine gewisse Attraktivität geschaffen werden muss, um Spielerinnen an sich binden zu können, ist die Möglichkeit eines halbwegs sicheren Arbeitsplatzes evtl. auch über das Spielerdasein hinaus ein sehr großer Vorteil zur Spielerinnenverpflichtung.

    Mit deiner Argumentation müsste man ansonsten auch das ZAL dafür kritisieren, Turbine-Spielerinnen eine Ausbildung zu ermöglichen und damit andere, “in diesem Gebiet viel besser qualifizierte Menschen” eine Ausbildung zu versagen. Oder auch Bayer. Oder auch den USV. Huch?

    > was haben diese Spielerinnen noch für einen Anreiz, erfolgreich zu spielen?

    Dass sie Spaß am Fußballspielen haben und durchaus auch mal Titel gewinnen wollen? Und dass die Qualität der ersten Mannschaft inzwischen durchaus auch das Zeug zu Titeln hat? Ich behaupte nicht, dass alles Eitel Sonnenschein beim VfL ist. Dass Burmeister beispielsweise in dieser Saison fast nie auf dem Platz stand, ist ihrer Entwicklung sicher nicht sehr zuträglich. Hier wären natürlich ihre Meinung zur vergangenen Saison und ein paar Worte zur retrospektiven Betrachtung des Wechsels nicht verkehrt. Die Möglichkeit, die Potsdam, Frankfurt, Duisburg, aber auch Bayern, Bad Neuenahr und Jena haben, nämlich einen Einsatz in einer ebenfalls weit oben spielenden Zweitligamannschaft, hat mal halt nicht. Die “Niedersachsen-Oberliga Ost” hat Wolfsburgs Zweite mit Ansage dominiert (22 von 22 Spielen gewonnen), sodass man vielleicht irgendwann ähnliche Bedingungen hat. Bis dahin ist aber noch ein langer Weg. Man soll also gefälligst noch ein paar Jahre warten, bis man sich an der Spitze der ersten Liga festsetzt? Seit wann ist Wolfsburg noch gleich in der ersten Liga vertreten?

    > [...] dass der Frauenfußball sich verbessert und entwickelt und das Geld
    > durch mehr Zuschauer in den Stadien und höhere Einschaltquoten reinkommt
    > und nicht durch die Sponsoren.

    Der VfL hat dieses Jahr die 10000er Marke an Zuschauern bereits geknackt, im Schnitt sind also über 1000 Besucher zu den Heimspielen gekommen. Man wird auch kommendes Wochenende nicht vor nur 200 Zuschauern oder spielen. Die Aussage, dass man so absolut gar keine Fangemeinde hätte,

    VW ist außerdem nicht der einzige Sponsor der VfL-Mädels. Wer ist noch gleich Brustsponsor? Ist das eine VW-Tochter? Was hat der Brustsponsor ansonsten mit Wolfsburg zu tun? Wie hoch ist dessen Anteil am Gesamtetat? Weswegen unterstützt dieser Sponsor gerade diesen Verein?

    Bitte untermauere deine…”Thesen” mit ein paar Fakten. Danke!

    > Kranker Sport!

    Und was sind dann die Leute, die sich damit ohne beruflichen “Zwang” beschäftigen?

  • Sheldon sagt:

    @be:

    Du hast vollkommen recht, es ist reines Bashing. Und dazu stehe ich auch. Denn ich bin von Wolfsburg schon einmal herbe enttäuscht worden. Ich habe wirklich gedacht, dass man bei den Männern was wirklich Nachhaltiges auf die Beine stellt, dass Magath ein grandioser Trainer ist, dass aus Wolfsburg wirklich was werden kann…
    Seitdem hatten sie schätzungsweise 80 verschiedene Spieler im Kader und haben damit unter anderem Plätze im unteren Mittelfeld belegt und in Europa auf ganzer Linie versagt.

    Und jetzt taucht derselbe Klub auch bei den Frauen auf, verpflichtet innerhalb eines Jahres die auf dem Markt begehrtesten Spielerinnen (die beste Torjägerin, das größste Sturmtalent, das größste Abwehrtalent, drei Champions League-Siegerinnen, zwei weitere Spielerinnen aus dem erweiterten Kreis der Nationalmannschaft). Dazu noch zwei Spielerinnen (L. Vetterlein und Jana Burmeister), die überhaupt nicht zum Einsatz kamen.

    Und da soll ich allen Ernstes nicht misstrauisch werden, dass es nach den ersten Erfolgen und den darauffolgenden ersten Rückschlägen genauso wird wie bei den Männern?

    In der Männerbundesliga verschwindet so ein Verein nach zwei, drei Jahren wieder in der Versenkung, weil es genug Vereine gibt, die Ähnliches bieten können und dazu sportlich das kompetentere Personal. Da ist das schnell ein Auslaufmodell. Aber sollte das genauso bei den Frauen ablaufen, dann könnte das in der noch recht labilen Bundesliga schwerwiegende Folgen abrufen!

  • Postel sagt:

    @ Sheldon Ich habe ebenfalls das Interview von Thomas Wörle gegenüber dem ZDF nach dem Spiel gesehen. Ich glaube aber gehört zu haben, das er kein “zusätzliches” Geld vom Verein haben will, weil der Verein die FF-Abteilung schon genügend unterstützt. Das ist etwas ganz anderes als du hier behauptest. Kann ja mal vorkommen,das man sich verhört. Ausserdem glaube ich von Frau Danner gehört zu haben, das der FF bei den Bayern ausschließlich vom Verein finanziert wird. Die Verantwortlichen bleiben auch nach dem gestrigen Spektakel einfach nur auf dem Boden. Danke. Würde ich mir von dir auch manchmal wünschen. Ich kann die Aufregung daher von be gut nachvollziehen und stehe 100% hinter seinem Beitrag.

  • Sheldon sagt:

    @Postel: In dieser Diskussion geht es schon lange um das Thema “Wolfsburg”.

    Und wenn du mich nicht richtig verstanden haben solltest, zu dem Interview wollte ich genau das aussagen.
    Bayern bekommt vom Hauptverein ein gewisses, aber klar beschränktes Budget. Thomas Wörle hat immer wieder betont, dass das vollkommen ausreicht und man den gesunden Weg gehen will, keine großen Stars zu holen, sondern, soweit es geht, alles aus der eigenen Jugend hervorzubringen.
    Diesen Weg unterstütze ich aus vollem Herzen.

    Mein Beitrag in Bezug auf dieses Video richtete sich gegen MOPessen’s Kritik, dass Bayern nichts in den FF investiert.

    Das Problem ist, dass Wolfsburg einer der einzigen Vereine ist, der keine klaren Budgetzahlen hat. Bei allen anderen FF-Vereinen ist es so, dass man vor der Saison weiß, wieviel Geld der Verein zur Verfügung hat, und dass er damit haushalten muss. Bei Wolfsburg liegen diese Zahlen nach meinem Wissen nicht vor. Das bedeutet, es ist für den Zuschauer nicht klar, wieviel Wolfsburg ausgeben kann und darf.

    Bei Bayern ist das klar und 1 Million Euro sind im deutschen Vergleich nicht wirklich eine berauschende Größe!

    Ich sage es noch einmal: Ich würde mich freuen, wenn Wolfsburg mich überzeugt, aber das tun sie erst dann, wenn sie zeigen, dass sie auch in einer Rückschlagsphase weiter den ruhigen Kopf bewahren können und nicht nur Geld in den Markt pumpen werden.

    Aber, und entschuldigt das bitte, für mich besitzt der Wolfsburger Frauenfußball einen Mix aus dem Gesicht von Dietrich und Magath! Und das muss Wolfsburg erstmal widerlegen!

  • Turbine Fan 87 sagt:

    Margret Lara Vidarsdóttir scheint den Kredit ebenfalls verspielt zu haben.

    “Berichten zufolge ist der Verein enttäuscht und jagt stattdessen die schwedische Nationalstürmerin Sofia Jakobsson. “Es ist kein Geheimnis, dass wir uns nach einem neuen Stürmer umsehen und Sofia Jakobsson ist auf der Liste”, sagt Mathias Morack Manager in Potsdam.”

    http://www.kristianstadsbladet.se/sport/fotboll/article1626550/Vidarsdottir-pa-vag-till-KDFF.html

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Margret Lara Vidarsdóttir scheint den Kredit ebenfalls verspielt zu haben. (Wer soll diesen Artikel überhaupt lesen und beurteilen können?)

    Was heißt hier Kredit verspielt? Zu allererst: Hat sie den überhaupt groß gespielt? Und dann sollten sich die Veranwortlichen für dieses absolute No go mal an die eigene Nase fassen, denn eine derart langzeitverletzte Spielerin (und das war sie schon bei ihrer Verpflichtung!) sollte einen Medizincheck keinesfalls bestehen. Und ich schreib´s erneut: Dafür läßt man eine Anja nach Malmö ziehen!
    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass auch eine Mirlach, ähnlich wie Vesely, keine elementare Bedeutung wird spielen.
    Wenn ich dagegen Sarah Hagen spielen sehe, hoffe ich inständig, dass Winters, die offiziell von Turbineseite als “Goldstaub” bezeichnet wird, dieser das Wasser wird reichen können.
    Schröder weiß um seine Verpflichtung, die er dem Team gegenüber hat, die Abgänge im Minimum 1:1 zu ersetzen, um die Konkurrenzfähigkeit, insbesondere auch für die erhofften internationalen Spiele beizubehalten! Bei der Umsetzung will mir scheinen, klemmt allerdings ab und an die Säge, denn die Scouts beweisen nicht das glückliche Auge und Händchen wie anderenorts.

  • waiiy sagt:

    @Turbine Fan 87: Das sind ungewohnt offene Worte von Mathias Morack. Hinter vorgehaltener Hand wurde schon länger diskutiert, dass Maggie nur verletzt sei und sie nie richtig einsatzfähig ist. Sie war bisher auch nicht wirklich eine Hilfe. Sie scheint eine richtig Nette zu sein. Aber das hilft natürlich nicht weiter, wenn sie nicht aufs Feld kommt. Schade, aber da scheint sich zu bestätigen, was einige schon bei der Verpflichtung gesagt haben, dass man sich dadurch einen Pflegefall ins Haus geholt hat, die sich vor allem wohl “auf die medizinische Abteilung in Potsdam” gefreut hat, wie Maggie ja schon damals auch angeführt hat.

    waiiy

  • Lakshmi sagt:

    Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen warum Maggie ihren Kredit schon verspielt haben soll. Sie hat gerade mal 170 Minuten gespielt (lt. TP HP). Das sie verletzt war kann man ihr doch nicht vorwerfen.
    Das sie verletzungsanfällig ist war bekannt – vielleicht hat man die med. Abteilung etwas überschätzt ? Das sie trotzdem Torschützenkönigin in Schweden wurde zeigt doch ihre Qualität.
    Außerdem braucht man wohl noch eine zusätzlich Stürmerin weil Chantal de Ridder zum Rückrundenstart wahrscheinlich nicht fit sein wird.

  • Lakshmi sagt:

    Bei Google gibt es einen Übersetzungsdienst, zwar etwas holprig, aber doch verständlich.

    http://translate.google.de/#sv|de|

  • Marcel sagt:

    Mit Maggie muss man wohl ein wenig Geduld haben sie wird wohl erst nächste Saison richtig angreifen (obwohl gegen Duisburg könnte sie ja schon mal anfangen).
    Allerdings muss ich Futbolista recht geben das man Anja gehen lässt und sich dafür als “Ersatz” eine nicht grad fite Stürmerin holt spricht nicht grad fürnen guten Schachzug.Hat man ja leider in der Rückrunde gesehen was Anja mit ihren Vorlagen für das Team wert war.
    Noch dazu führt sie jetzt souverän die Torschützenliste in Schweden an mit 10 Toren mit grad mal glaub ich 6 Spielen und Marta hat grad mal 3 das sagt glaub ich alles.

  • Ina sagt:

    Also zu dem Artikel: Abwarten und Tee trinken.
    Die zitierten Statements von Morack sind: “Wir haben alles versucht, um ihre Verletzungen in den Griff zu bekommen. Es hat nicht geholfen.” und “Ja, wir schen eine neue Stürmerin. Auf Sofie Jakobsson wurde zugegangen, aber es wurden keinerlei Verhandlungen gemacht.” Das alleine sagt natürlich nichts darüber aus, dass Potsdam sie “loswerden” will.
    Klar ist wohl, dass Turbine (die ja eine gute med. Abteilung haben) sicher waren die Verletzungen in den Griff zu bekommen. Leider kann jeder Genesungsprozess anders verlaufen u. Verletzungen sind somit unberechenbar. Dass man sich als Top-Verein mit hohen Zielen auf sowas vorbereiten MUSS, ist ja wohl klar. Aber auch eine Neuverpflichtung einer Stürmerin spricht ja wohl noch nicht dafür, dass Maggie gehen soll.
    Die Aussagen von Forsberg ist nur eine Wunschäußerung und gibt daher auch keine nährer Information.
    Es kann natürlich auch anders kommen und Turbine lässt sie nach beiderseitigem Übereinstimmen ziehen, aber solange nichts bestätigt ist, sind mir Spekulationen zu wenig und solche Artikel tauchen ständig auf. Trotzdem danke für den Tipp.

  • Detlef sagt:

    Nach Informationen die Bernd Schröder in der TURBINE-Fanlounge äußerte, hat man erst nach vielen unendlichen Untersuchungen herausgefunden, daß MAGGIES Verletzungsanfälligkeit chronisch und genetisch veranlagt ist!!!
    So etwas konnte man unmöglich bei einem medizinischen Check herausfinden!!!
    Auch MAGGIE hoffte wohl, daß es mit mehr Training besser werden würde, aber genau das Gegenteil war leider der Fall!!!

    Mit dem Wissen von heute, hätte man ihr ganz sicher keinen Vertrag gegeben, und ANJA erst nach Vertragsende gehen lassen!!!
    Es wird wohl so kommen, daß man sich im gegenseitigen Einvernehmen trennen wird!!!

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenn dem so ist, verstehe ich aber trotzdem nicht die Bereitschaft von Kristanstad Maggie wieder unter Vertrag zu nehmen! Damit gehen die doch Risiko und das Problem ist keineswegs beseitigt, sondern nur von Potsdam nach da zurückdelegiert.
    Ausserdem sind für mich die Schrödersche und Moracksche Aussage in dem Zusammenhang im Grundtenor nicht sonderlich synchron.

  • Trojanerin sagt:

    Na herzlichen Glückwunsch zu den außerordentlich wohl geratenen Eigengewächsen.

    Zitat aus einem Interview mit Herrn Schröder vor ziemlich genau einem Jahr im Tagblatt [wobei er diese These, an die er wohl selber glaubt, überall zum Besten gibt]:

    “Wir stecken das Geld weiter in den Nachwuchs, machen unser System von Hochleistungssport und Ausbildung unter einem Dach nicht kaputt, in dem wir Star-Spielerinnen kaufen.”

    Alles klar?!

    Genauso wie seine Statements immer klingen, als hätte Turbine kein Geld und bräuchte auch keins. Und die Fans glauben das – läuft ausschließlich mit Herz das Ganze und die Fans der anderen Vereine sind gekauft oder ferngesteuert und keine echten Fans oder was auch immer da zusammenfantasiert wird.

    Ich halte die Verstärkung von Turbine von außen für legitim und gut für die weitere Entwicklung im Frauenfußball.
    Nur möchte ich, bei Zukäufen anderer Vereine, nicht mehr diese Kommerz-Tiraden hören, von Offiziellen oder Fans eines Vereins mit überdurchschnittlichem Etat in der Liga.

    Auf eine erfolgreiche Saison der Turbinen im spannenden Wettbewerb mit vielen konkurrenzfähigen Vereinen – da würd’ ich mich ehrlich freuen.

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Trojanerin
    Schonmal was von der Verhältnismässigkeit der Mittel gehört?
    Wenn zu Recht darüber diskutiert wird, dann doch wegen den Generellität und Häufigkeit bzw. Dichte, wo in aller Regelmäßigkeit und Penetranz die Rosinen aus dem BL-Kuchen gepickt werden!
    Oder ist Turbine etwa der Verein der mittlerweile nahezu identisch mit der A-Natio ist?

  • speedy75 sagt:

    Welche von den Nachwuchspielerinnen rücken denn nun definitiv auf? Von einigen war ja neulich schon die Rede u.a. Demann, Wiegand. Ich hoff mal es schafft wieder die ein oder andere den Sprung nach oben.

  • Sheldon sagt:

    Beenden wir diese leidige Diskussion doch einfach mal mit diesem elenden Turbinen-Bashing, was die Jugendarbeit angeht.

    Zunächst sollte man nie vergessen, dass nicht alle Talente wirklich bis zuletzt bei Turbine bleiben. Ich erinnere mich zum Beispiel an die damals 16-jährige Stürmerin Lyn Meyer, die aus persönlichen Gründen nach Leipzig gegangen ist. Sie war nunmal bis dahin eines der größsten Talente der Turbinenfabrik und hätte mit Sicherheit in gar nicht so ferner Zeit den Sprung ins A-Team geschafft.

    Außerdem hat man in der zweiten Mannschaft mit Dillmann, Seifert, El-Kassem, Wiegand, S. Andonova einige Talente “zwischengeparkt”, die dort stark spielen und in diesem Jahr immer noch Chancen auf die 2. Liga-Meisterschaft haben.

    Schröder selbst wird wohl selbst nicht so idealistisch sein, zu sagen, dass man immer alles aus der eigenen Jugend holen kann, das sind auch die Fans nicht mehr.
    Auch er holt Talente von verschiedenen Orten.

    Weshalb wir Fans von Potsdam sind, ist Folgendes: Potsdam und einige andere Clubs wie z.B. Bayern oder Duisburg schaffen es, den richtigen Schliff anzulegen. Bei Potsdam haben ganz ganz viele Spielerinnen ihre beste Zeit der Karriere und spielen auf dem höchsten Niveau. 80% aller Spielerinnen haben hier noch einmal einen Quantensprung hingelegt, was die Leistung betrifft.

    Das beste Beispiel ist Viola Odebrecht. Sie war das große Talent Deutschlands, war die jüngste Weltmeisterin 2003 und hatte eine großartige Karriere vor sich. Dann ging sie nach Amerika und später nach Duisburg und Bad Neuenahr.
    Nach eigener Aussage hat sie dort die Zügel schleifen lassen und hat nicht mehr an sich gearbeitet. Obwohl sie in der Leistung ziemlich eingebrochen ist, holte sie Schröder dennoch zurück, weil er wusste, was man aus ihr machen kann.
    Und jetzt ist sie zurück in der Nationalmannschaft und eine der besten zentralen Mittelfeldspielerinnen Deutschlands.

    Genauso ist es jetzt auch mit Elsig oder Mirlach. Schröder sieht nicht ihre derzeitige Leistung als Indikator an, sondern dass, was er aus ihnen rausholen kann. Elsig hat in Leverkusen nicht wirklich gute Spiele abgeliefert, zum Teil wirklich grauenhaft. Aber sie hat bereits gezeigt, dass sie großes Potential hat.

    Für mich als Werder-Fan ist das das Ausschlaggebende. Auch hier wird nach diesem Prinzip vorgegangen.
    Das allerbeste Beispiel dafür ist Ailton. Bei dem war enorme Arbeit nötig, damit er für die Mannschaft überhaupt einen Nutzen hatte. Doch Schaaf und Allofs kannten sein Potential und haben diese Arbeit auf sich genommen, weil sie wussten, was er abrufen konnte.
    Damit haben sie ihn zu dem Ailton gemacht, der er in der Saison 2003/04 war. Kein anderer hat Ailton jemals auch nur annähernd wieder so hinbekommen wie Schaaf und Allofs.
    Und das liebe ich an Schröder, dass er dann Spielerinnen wie Hanebeck, Elsig, Mirlach aus dem Hut zaubert, bei denen der Arbeitsaufwand offensichtlich ist, aber diese Arbeit dann wirklich angeht und solche Spielerinnen zur Weltklasse fördert.

    Wenn man sich dagegen Frankfurt ansieht, da wird so etwas gar nicht gefördert. Man holt Spielerinnen, die als “pflegeleicht” gelten, und schafft es nicht mal bei diesen, die volle Leistung herauszuholen.
    Auch Wolfsburg macht das so: Pohlers, Goeßling, Popp, Wensing, alles pflegeleichte Spielerinnen, an und mit denen du nicht viel arbeiten musst.
    Das ist mir zu einfach, um davon Fan zu sein!

  • waiiy sagt:

    @speedy75: Das ist genau solch eine Frage, wie man sie aus Potsdamer Sicht erwartet. Also diese Saison sind aus dem Nachwuchs Jennifer Cramer und Kristin Demann in der 1. Mannschaft integriert worden. Sie sind in der 1. Mannschaft (immerhin einer Mannschaft, die den Anspruch hat, dauerhaft in Deutschland und Europa vorn mitzuspielen) eine feste Größe. Kristin Demann wurde jetzt leider durch Verletzung (Kreuzbandriss) gebremst.

    Wer für die nächste Saison in Frage kommt, steht in der Verlautbarung von Schröder drin. Dass da evtl noch ein anderer Name auftaucht, kann man nicht voraussagen.

    Dass es Spielerinnen nicht gleich oder vielleicht auch nie packen in der 1. Mannschaft, kann man nicht verhindern. Deshalb hat Sport ja einen Leistungsgedanken. Derzeit ist mit Sicherheit Sandra Starke solch eine Spielerin, die diese Saison im Sturm durch die Ausfälle sicher Chancen gehabt hätte, wenn sie sich im Training aufgedrängt hätte.

    waiiy

  • waiiy sagt:

    Ich denke, generell gibt es viel mehr Ausbildungsvereine in Deutschland als Potsdam und vor allem auch welche, die den Titel auch mehr verdient haben, weil sie einfach auch davon leben müssen, aber auch nicht diesen Anspruch haben wie halt Potsdam.

    Ausbildungsverein ist für mich einer, der regelmäßig jede Saison Spielerinnen aus dem Nachwuchs einbaut. Die Kontinuität ist dabei wichtig. Dass das unter Umständen in einem Verein, der um die Meisterschaft und die CL mitkämpft, weniger Spielerinnen sind, die sich hochkämpfen, ist normal, weil man mit 5 Spielerinnen jedes Jahr aus dem Nachwuchsbereich nicht oben mitspielen kann, wenn man das über mehrere Jahre praktiziert.

    Bei Potsdam kann man in den letzten Jahren jedes Jahr beobachten, wie junge Spielerinnen aus dem Nachwuchs ins Training integriert werden und sich auch hochkämpfen in die 1. Mannschaft oder eben gute Arbeit in der 2. Mannschaft (die ja immerhin unter den besten 15 Mannschaften Deutschlands ist) leisten.

    Aber das gibt es eben bei anderen Vereinen auch und viel mehr. Das ist unbenommen. Aber auf dem Niveau, auf dem Potsdam spielt (also Wolfsburg, Frankfurt, Duisburg), ist das halt nicht selbstverständlich. Das ist das, worauf der Anhang in Potsdam pocht. Und das stimmt auch, wenngleich ich glaube, dass in Duisburg der Umschwung schon erfolgt ist und dass er in Wolfsburg erfolgen wird, wenn jetzt zum Anfang der nächsten Saison das Korsett von außen geschaffen wurde und auch länger zusammenspielen wird.

    Sicher ist aber auch, dass alle Vereine, die in der Tabelle dahinter agieren, viel mehr auf die eigene Nachuwchsarbeit angewiesen sind. Dies sollte man bei dieser Diskussion nicht vernachlässigen. Aber der Preis bei diesen Vereinen ist halt, dass sie dauerhaft nicht in der Spitze mitspielen.

    waiiy

  • Detlef sagt:

    @Trojanerin,
    Ich muß Dir (gerade als TURBINE-Fan) absolut zustimmen!!!
    Bernd Schröder ist da oft etwas zwiespältig in seinen Aussagen, heute so und morgen wieder andersrum!!!

    Es kann ja keiner bestreiten, daß Potsdam riesige Summen in den Nachwuchs investiert!!!
    Und nicht jede Investition zahlt sich am Ende dann auch für den Verein wieder aus!!!
    Und Schröder gab ja zuletzt auch unumwunden zu, daß er mit dem Ertrag aus unserer Jugendförderung sehr unzufrieden ist, und kündigte auch entsprechende Änderungen an!!!

    Schröder sagt auch selber, daß man auch erfahrene Spielerinnen braucht, um die hochkarätigen Ziele erreichen zu können, die ein Team wie TURBINE nun mal hat!!!
    Und dann müsse man inzwischen auch im Ausland suchen, da der deutsche “Markt” zu eng geworden ist!!!

    Letzten Endes profitiert der FF ganz allgemein von der sehr guten Nachwuchsarbeit die in Potsdam gemacht wird!!!
    Die Talente die es nicht in TURBINES Erste schaffen, verstärken dann halt andere BuLi-Mannschaften wie Wolfsburg, Jena, Leipzig, Hamburg und Bad Neuenahr!!!

    Aber andere Teams tun dies eben auch!!!
    Zu den bereits genannten Talentschmieden muß man unbedingt noch Essen, Saarbrücken, Sindelfingen, Freiburg und (bis zur totalen Kastration durch den Hauptverein) auch Hamburg nennen!!!

    @Sheldon,
    wie oft warst Du in dieser Saison im Haberland-Stadion, daß Du so eine Aussage treffen kannst???

    “Elsig hat in Leverkusen nicht wirklich gute Spiele abgeliefert, zum Teil wirklich grauenhaft”

    Also ich habe da von Insidern ganz andere Sachen gehört, und in beiden Begegnungen gegen TURBINE war Johanna Elsig mit-, wenn nicht die Beste ihres Teams!!!

    Sheldon schrieb;
    “Wenn man sich dagegen Frankfurt ansieht, da wird so etwas gar nicht gefördert. Man holt Spielerinnen, die als “pflegeleicht” gelten, und schafft es nicht mal bei diesen, die volle Leistung herauszuholen.
    Auch Wolfsburg macht das so: Pohlers, Goeßling, Popp, Wensing, alles pflegeleichte Spielerinnen, an und mit denen du nicht viel arbeiten musst.”

    Wenn ich so etwas lese, dann dreht sich mir der Magen um!!!
    Also wenn ich mir die vielen Stars in Mainhatten ansehe (egal ob Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft), dann ist der Begriff “pflegeleicht” wohl völlig daneben!!!
    Gerade das ist eben die Herausforderung der Kahlert nicht gewachsen zu sein scheint, nämlich das “dirigieren” von voll entwickelten Persönlichkeiten zu einem geordneten “gut klingenden Orchester”!!!

    Ich kenne CONNY POHLERS persönlich sehr gut, und habe ihre Entwicklung seit 2004 sehr aufmerksam verfolgt!!!
    Und Du kannst mir wirklich glauben, daß CONNY eins ganz gewiß nicht ist, nämlich “pflegeleicht”!!!
    An ihr hat sich damals schon Bernd Schröder so manchen Zahn ausgebissen!!! ;-)

  • Soccermum sagt:

    Gestern wurden Erica Dillmann und Wibke Meister in den Kader der 1. Mannschaft berufen !!! Gratulation an den Nachwuchs !!!

  • Sheldon sagt:

    Hätt man wissen können. Beide haben schon lange gedrängt. Damit füllt man auch ein paar Lücken, gerade mit Wibke!

  • Detlef sagt:

    Soccermum schrieb;
    “Gestern wurden Erica Dillmann und Wibke Meister in den Kader der 1. Mannschaft berufen !!! Gratulation an den Nachwuchs !!!”

    Na da schließe ich mich doch sehr gerne an!!!
    Willkommen ERICA und WIBKE im Erstligakader!!!

  • waiiy sagt:

    Mein Wunsch wäre, dass man gegen Duisburg gewinnt und nach der 1. Halbzeit gegen Leipzig 3:0 führt. Dann dürfen Beide gleich ihr erstes Spiel machen und danach die Fäuste in den Himmel recken mit den anderen. :-)

    Glückwunsch an Beide!

    waiiy

  • Detlef sagt:

    Gute Idee Waiiy, aber für diese Saison sind beide wohl noch nicht in Liga Eins spielberechtigt!!!
    Diese Berufung ist wohl eher schon für die neue Spielzeit 2012/2013!!!

    Aber auch die aktuellen Reservistinnen würden sich über einen längeren Einsatz sicher freuen!!!
    Man könnte das in ihrem letzten Spiel für TURBINE mit einer effektvollen Auswechslung unserer drei Abgänge kombinieren!!!

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