Showdown der Erzrivalen

Von am 4. Mai 2012 – 9.39 Uhr 28 Kommentare

Der 20. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga wird am Sonntag einen ersten Fingerzeig im Kampf um den Meistertitel und die Startplätze in der Champions League liefern. Denn im Duell zwischen den Erzrivalen 1. FFC Turbine Potsdam und 1. FFC Frankfurt (live ab 14 Uhr auf DFB-TV) werden wichtige Weichen gestellt.

Für die Frankfurterinnen zählt am Sonntag nur ein Sieg, will man im Kampf um die ersten beiden Plätze in der Liga noch ein Wörtchen mitreden. „Wenn wir unser bestes Leistungsniveau erreichen, dann können wir auch in Potsdam gewinnen“, ist sich Frankfurts Trainer Sven Kahlert sicher. Sein Team hat sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich stabilisiert und beim 7:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg weiteres Selbstvertrauen getankt hat.

Frankfurt optimistisch nach Potsdam
„Am Anfang der Woche hatte sich die Mannschaft zwei Tage der Erholung redlich verdient, aber jetzt ist der Akku wieder aufgefüllt und wir reisen optimistisch nach Potsdam.“ Gespannt sein darf man, wie das Publikum im Karl-Liebknecht-Stadion die früheren Potsdamer Spielerinnen Desirée Schumann und allen voran Fatmire Bajramaj begrüßen wird. Im Hinspiel setzten sich die Potsdamerinnen in Frankfurt mit 2:0 durch, im DFB-Pokal setzte es für die Turbinen allerdings an gleicher Stelle eine herbe 1:5-Niederlage.

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Potsdam ohne Glanz, aber effektiv
Die Potsdamerinnen haben ihre Leistung in den vergangenen Spielen ebenfalls stabilisiert und dreimal in Folge zu Null gespielt, ohne jedoch großen spielerischen Glanz zu versprühen, wie etwa beim 2:0-Arbeitssieg unter der Woche gegen den SC 07 Bad Neuenahr. Doch die Gastgeberinnen sind in der komfortablen Position als einziger der vier Titelkandidaten die Meisterschaft aus eigener Kraft perfekt machen zu können, sollten die verbleibenden drei Saisonspiele gewonnen werden. Turbine-Trainer Bernd Schröder ist sich sicher: „Wenn wir am Sonntag gegen Frankfurt gewinnen, dann kann man über den 1. oder 2. Platz sprechen. Wir wollen international spielen, denn wir werden auch in der nächsten Saison eine gute Mannschaft haben.“

Wolfsburg mit lösbarer Aufgabe
Doch auch zwei andere Teams wollen im Kampf um die ersten beiden Plätze noch ein Wörtchen mitreden. Dabei hat der VfL Wolfsburg im Heimspiel gegen den verletzungsgeplagten SC Freiburg die vermeintlich leichteste Aufgabe zu bewältigen. So fehlen bei den Gäste weiterhin die Langzeitverletzten Hasret Kayikci (Kreuzbandriss) und Lydia Miraoui (Schien- und Wadenbeinbruch) sowie Caroline Abbé (Muskelfaserriss) und Essi Sainio (krank). Darüber hinaus ist der Einsatz von Chioma Igwe und Margarita Gidion (beide Bänderverletzungen) sowie Stéphanie Wendlinger (Achillessehnenprobleme) fraglich. Wolfsburgs Verteidigerin Josephine Henning meint diplomatisch: „Wir nehmen den Gegner sehr ernst, müssen uns aber nicht verstecken.“

Frauenfußball - Frankfurt gegen Potsdam

Potsdam gegen Frankfurt - wer behält im "Karli" die Oberhand? © Nora Kruse / ff-archiv.de

Duisburg in München ohne Oster
Der FCR 2001 Duisburg steht beim FC Bayern München vor einer nicht einfachen Aufgabe, denn für die Gastgeberinnen ist das Spiel die Generalprobe für das DFB-Pokalfinale in Köln gegen den 1. FFC Frankfurt sechs Tage später. Bei den Duisburgerinnen sind die Begehrlichkeiten im Saisonverlauf gewachsen. „Ich bin ein optimistischer Mensch und fest davon überzeugt, dass wir noch etwas reißen in dieser Saison“, sagt etwa Stürmerin Alexandra Popp. Und Trainer Marco Ketelaer meint: „Es ist sehr bemerkenswert und verdient hohe Anerkennung, wie sich diese quantitativ so kleine Truppe immer wieder aufrappelt, alle personellen Rückschläge wegsteckt und immer wieder absoluten Siegeswillen zeigt.“ In München wird Ketelaer erneut nicht seine stärkste Formation aufbieten können, denn Jennifer Oster wird wegen einer Muskelverletzung fehlen.

Wer punktet im Abstiegskampf?
Auch im Abstiegskampf werden am Sonntag erste Vorentscheidungen fallen. Bayer 04 Leverkusen wird beim Gastspiel bei der SG Essen-Schönebeck genauso Zählbares mitnehmen müssen, wie der 1. FC Lokomotive Leipzig beim SC 07 Bad Neuenahr, will man einen der letzten Strohhalme im Kampf um den Klassenerhalt ergreifen. Auch der FF USV Jena braucht nach der überraschenden Niederlage in Leipzig gegen den Hamburger SV jeden Punkt, um den Abstieg zu verhindern.

Der 20. Spieltag im Überblick

Sonntag, 6. Mai

11 Uhr:

FF USV Jena – Hamburger SV

14 Uhr:

1.FFC Turbine Potsdam – 1. FFC Frankfurt (live auf DFB-TV)
VfL Wolfsburg – SC Freiburg
SG Essen-Schönebeck – Bayer 04 Leverkusen
SC 07 Bad Neuenahr – 1. FC Lok Leipzig
FC Bayern München – FCR 2001 Duisburg

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Also auf jeden Fall werden wir „Desi“ Schumann gebührend verabschieden, wenn sie 3 bis 4 Tore reinlässt und Turbine gewinnt!
    Dann werden wir sie feiern!

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  • xXx sagt:

    Wird sicher extrem spannend das Topspiel zwischen Turbine und Frankfurt. Leichte Vorteile würde ich da bei Turbine sehen, da Frankfurt den sehr viel höheren Druck, da alles andere als ein Frankfurter-Sieg schon das Aus im Meisterschaftskampf bedeuten wird. Wahrscheinlich ist selbst bei nem Unentschieden (WOB und Duisburg werden ihre Spiele sicherlich gewinnen) schon die CL-Qualifikation über die Liga nicht mehr zu erreichen.

    Frankfurt MUSS auf jeden Fall alles dafür tun um zu gewinnen. Das dürfte Turbine in die Karten spielen, da Turbine sicher auch mit einem Unentschieden leben könnte, da man so trotzdem einen Rivalen auf 4 Punkte Abstand halten könnte.

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  • ruhri sagt:

    Damit hier nicht nur die TP- und FFM-Anhänger zu Wort kommen:
    Ich freue mich auf das Nachbarschaftsduell der SGS gegen Bayer und bin besonders gespannt auf das Auftreten der aktuell besten Spielerin Australiens. Mein Tipp: 2:1 für die SGS!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Es könnte sowas wie die letzte Chance werden, die Mainhattener zu schlagen und auf Distanz zu halten! Immerhin sind die diesjährige Besetzung und deren Schwachpunkte bekannt, was man für die kommende Saison noch nicht sagen kann.
    Turbine ist gut beraten, den leichten Aufwärtstrend seit dem CL-Aus weiter fortzusetzen und die immer noch kritische Chancenverwertung abzubauen. Einen Konterfussball im eigenen Stadion möchte ich dagegen nicht erleben, sondern genau die Tugenden, die auf der eigenen Fahne geschrieben stehen und lauten: Kampfgeist a la den 4 Musketieren (Einer für alle, alle für einen!), schnelles Kombinations- und Flügelspiel.
    Das Erreichen der internationalen Spielberechtigung ist das A und O, dem alles unterzuordnen ist. Da ist nunmal das Bündeln aller Kräfte auf der BL-Zielgeraden unablässige Notwendigkeit, und das schaffen meinen Turbinen – davon bin ich überzeugt!

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  • Sheldon sagt:

    Turbine wird nicht mit einem Unentschieden leben können, weil sie damit die Karten für eine Titelverteidigung aus der Hand geben.

    Ich für meinen Teil wäre mal wieder richtig froh, wenn Freiburg noch einmal so einen reindrückt wie bei Frankfurt in der Hinrunde 🙂

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  • Andreas sagt:

    Ich sehe eher Frankfurt leicht im Vorteil. Sie dürften aufgrund der Erfolge der letzten Wochen (Erreichen des CL- und des DFB Pokalfinales) und des hohen Sieges gegen Frankfurt auf einer kleinen Welle schwimmen, während Potsdam ja wohl schon länger kein wirklich überzeugendes Spiel mehr abgeliefert hat. Auch der Sieg gegen Neuenahr war ja etwas glücklich. Der Druck dürfte auf beiden Seiten eigentlich gleich hoch sein, denn meiner Meinung nach wird der Verlierer die CL-Qualifikation nicht erreichen.

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  • Derdummschwätzer sagt:

    Das wird ein zähes und Taktisches geringe im Mittelfeld. Mit wahrscheintlich einen Unentschieden als Endergebnis.

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  • Gast sagt:

    Ich würde genau wie Ruhri hier nicht den Turbinen und Frankfurtern ganz das Feld überlassen wollen:

    Erstmal wird die gesamte untere Tabellenhälfte vormittags nach Jena schauen!

    Ein Unentschieden am So-Vormittag zwischen Jena und Hamburg, würde keinem so recht etwas bringen. => Auf Sieg spielen ist für beide Pflicht.
    Gewinnt der FF USV Jena sein Heimspiel, ist Leverkusen noch vor 14:00 Uhr abgestiegen, Leipzig wäre mit einer Niederlage Stunden später 6 Pkte. zurück (mit schlechterer Tordifferenz + Potsdam auswärts am letzten Spieltag). => Sieg wäre Pflicht für Lok, Abstiegskampf pur!
    Gewinnt aber der HSV, haben sich die Hamburgerinnen gerettet (vorerst, siehe Debatte um die HSV-Lizenz), Lok und Bayer könnten noch einmal hoffen. => Es gibt zusätzlich ein schönes, brisantes NRW-Nachbarschaftsduell zwischen Essen und Leverkusen.

    Wer am Ende, wo im Niemandsland der Abschlusstabelle steht, hat zwar nur symbolischen Wert, setzt aber noch einmal ein versöhnendes oder Sorgen bereitendes Zeichen in Richtung neue Saison. Deshalb könnten je nachdem wie die Spiele (ohne Meisterschaftsaspiranten-Beteiligung) am So. ausgehen, die Plätze 6 – 10 noch ein letztes Mal in Richtung Abschlusstabelle durchgemischt werden. => Neben Meisterschaftskampf und Abstiegsangst ist das auch ein weiteres, drittes Schmankerl, das für den Sonntag Hochspannung verspricht!

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  • hanah sagt:

    Ich hoffe Frankfurt gewinnt:-D Ich will nicht schon wieder Potsdam Meister wird außerdem wärs für Frankfurt sch…. wenn sie nicht Champions league spielen:-\

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  • frosti sagt:

    Immerhin hat Turbine – wenn auch nicht mit Glanz und Gloria – die beiden wichtigen Spiele gegen Bayern und Bad Neuenahr ohne weiteren Punktverlust überstanden und gegen Lyon zu Hause nicht schlecht ausgesehen. Gegen ein auch in Potsdam selbstbewußtes Wolfsburg hat man zudem das beste Spiel der letzten Wochen gemacht.
    Jetzt kann man auch die Meisterschaft ohne fremde Hilfe erringen, was die Mannschaft beflügeln sollte.

    Der 1. FFC hat eine Serie von schwierigen Spielen vor sich und muss wohl mindestens 7 Punkte aus den 3 Bundesligaspielen holen, will er noch einen CL-Platz erringen. Bei diesen Gegnern dürfte er auch nicht mehr das womöglich entscheidende Torverhältnis spürbar verbessern wie Wolfsburg ggf. gegen Freiburg und vielleicht auch Essen und Potsdam ggf. gegen Leipzig.
    Also bleibt Wolfsburg auch bei einer Niederlage vor ihnen und müsste Turbine mutmaßlich gegen den 1.FFC und Duisburg verlieren. Das CL-Finale mit der physischen und psychischen Belastung für die Spielerinnen wird die Ausgangsposition für den 1. FFC im Kampf um Patz 1 oder 2 in der Bundesliga eh noch verschlechtern.

    Das entscheidende Spiel für die Zukunft dürfte daher für den 1. FFC das CL-Finale sein.

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  • Sheldon sagt:

    @Gast: Hamburg wäre mit einem Unentschieden faktisch durch, da Leverkusen und Jena noch gegeneinander spielen.

    @Andreas: Selbst bei einem Frankfurter Sieg ist es wahrscheinlicher, dass Potsdam die Quali erreicht, als Frankfurt.
    Dennoch hat auch Frankfurt kein überragendes Spiel in letzter Zeit mehr abgeliefert, der Sieg gegen Freiburg war der Tatsache geschuldet, dass bei Freiburg einfach mal die halbe Mannschaft (allesamt Schlüsselspielerinnen) fehlten. Wenn bei Neuenahr Celia, Kuznik und Schult gefehlt hätten, wäre das Spiel auch 5:0, 6:0 ausgegangen.

    Ein Sieg von Potsdam wäre in jedem Fall für den deutschen Frauenfußball wichtig, da Wolfsburg ansonsten so gut wie designierter Meister wäre und gesichert in der CL wäre. Und dass dieser Retortenclub soweit kommt, das will glaube ich keiner von uns!

    Deswegen: Siege für Potsdam und Duisburg, Niederlage für Wolfsburg und die Welt ist wieder in Ordnung!

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  • Michele sagt:

    Ich hoffe am Sonntag auf ein faires und spannendes Duell zweier Spitzenmannschaften. Natürlich drücke ich dem FFC Frankfurt die Daumen. Sollte aber Potsdam besser sein, würde ich auch den Turbinen zum Sieg gratulieren. Bei Frankfurt könnte Bajramaj wieder zum Kader gehören, wenn sie rechtzeitig fit wird.
    Hoffentlich denken auch alle Fans daran, sich anständig zu verhalten. Jeder will natürlich das sein Team gewinnt: Aber es ist „nur“ ein Fussballspiel!

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  • Gast sagt:

    Hast recht, Sheldon. Dass Hamburg mit einem Unentschieden durch wäre, ist wahrscheinlich, aber nicht definitiv! Außerdem ist dem HSV nicht mit einem Unentschieden geholfen (und das wissen sie auch), weil …

    Gedankenspielerei: Jena – HSV also Unentschieden, Leipzig gewinnt 2 x, Hamburg verliert am 21. und Jena gewinnt zeitgleich gegen Leverkusen. Dann stünde es vor dem letzten Spieltag HSV 20 Pkte. – Jena 19 Pkte. – Leipzig 18 Pkte. – Leverkusen.
    Bis hier hin, gar nicht sooo unwahrscheinlich. Jena und Leipzig müssten obendrein beide noch am letzten Spieltag (Leipzig bei Turbine) punkten, um den HSV noch abzufangen, ja, schon eher unwahrscheinlich.
    ABER: das ALLERLETZTE, was sich die HSV-Frauen in der aktuellen Situation aus Imagegründen in den anstehenden Verhandlungen (Lizenz) vereinsintern und in der Hamburger Presse erlauben können, ist, ein rechnerischer Klassenerhalt am letzten Spieltag. Ein bspw. solider Platz 6 oder 7 in der Saisonabschlusstabelle ist (vielleicht) zusätzlich ein besseres Argument für die Zukunft des Frauenfußball beim HSV als ein knapper 9. oder 10. Platz.

    Unentschieden wäre ausreichend (Konjunktiv), ist aber aus diesem Grund nicht gut, dem HSV wäre damit nicht geholfen. Genau deshalb ist für Hamburg am So. auf Sieg spielen Pflicht (für Jena sowieso)!

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  • Detlef sagt:

    Ich sehe im Prestigeduell keine Mannschaft im Vorteil!!!

    TURBINE kann nur noch einen Titel holen, und dafür müssen wir unbedingt gewinnen!!!
    Glanz ist für die Meisterschaft unwichtig, was zählt ist die Effektivität!!!
    Die könnte beim deutschen Meister sicher wesentlich besser sein, aber wie schon geschrieben, Potsdam rappelt sich so langsam auf!!!

    Frankfurt hat noch drei Titelchancen, davon einen (Pokal) so gut wie in der Tasche!!!
    Aber man wird sich nicht auf den CL-Sieg verlassen können in Mainhatten, um nächste Saison international dabei zu sein!!!
    Deshalb werden sie auf alle Fälle noch an WOB und DU vorbei wollen, und dafür brauchen sie unbedingt drei Punkte aus Potsdam!!!

    Außerdem geht es zwischen den beiden besten Klubs der jüngeren Vergangenheit immer ums Prestige, und da steht es in dieser Saison unentschieden 1:1!!!

    Die interessierte Fachwelt wird sicherlich nicht nur auf die Ex-TURBINEN LIRA und DESI besonders achten, sondern auch auf die „Neufrankfurterinnen“ BABBS und SCHMIDTI!!!
    Beide werden sich sicher voll ins Spiel reinhauen, um jegliches Gschmäckle zu vermeiden!!!
    Vor allem BIANCA muß dafür noch einige Kohlen drauflegen, um sich auch vor dem Natio-Tribun zu beweisen!!!

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  • Sokrates sagt:

    Für den FFC geht es morgen um alles und für Turbine um sehr viel in der Buli. Ich bin sicher, dass der FFC voll auf Sieg spielen und auf dem Platz sehr aggressiv sein wird. Angesichts der überragenden Klasse von Lyon kann man auf keinen Fall auf einen CL-Sieg spekulieren, mit dem man sich für die nächste CL-Saison qualifizieren würde.

    Die Frankfurterinnen haben zuletzt geschlossene Mannschaftsleistungen auf hohem Niveau gezeigt. Sie haben die bessere Technik, sind variabler in ihrem Offensivspiel und können das Tempo besser variieren als Turbine. Wenn sie morgen den Ball schnell abspielen und in die Rotation bringen, wird Turbine sehr viel laufen und gegen den Ball arbeiten müssen. Das würde sich mit zunehmender Spielzeit in nachlassenden Kräften der Turbinen bemerkbar machen, die zudem unter der Woche ein intensives, umkämpftes Auswärtsspiel in Bad Neuenahr auf nassem Geläuf hatten.
    Turbine sehe ich nicht so kritisch wie manche Turbine-Fans. Die Leistungen in den letzten Spielen waren vielleicht nicht glanzvoll, aber auch nicht schlecht und vor allem erfolgreich mit der Null hinten dreimal in Folge. Mit Isy haben sie jetzt eine sehr scnelle und dynamische Spielerin auf dem rechten Flügel, die viele sehr gute Flanken schlägt. Ihre Laufwege müssen die Frankfurterinnen gut zustellen.

    Wichtig wird morgen nicht nur das Geschehen auf dem Rasen, sondern auch auf der Tribüne sein. Ich hoffe, dass die verbalen Entgleisungen und körperlichen Übergriffe gegenüber den angereisten FFC-Fans sich in Grenzen halten werden und der gastgebende Verein die Gäste-Fans gut schützen wird. Turbine sollte sich auch in dieser Hinsicht von seiner besten Seite zeigen. Die Frankfurter Spielerinnen und ihr Trainer werden im von Turbine angekündigten Hexenkessel kühl bleiben und sich nicht einschüchtern oder provozieren lassen. Sie haben aus ihren Fehlern beim letzten Spiel in Potsdam – dem Skandalspiel – gelernt. Hoffen wir, dass morgen nur der Sport im Vordergrund stehen wird.

    PS: Welche Schiri wird morgen das Spiel leiten?

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  • Gast sagt:

    Christine Baitinger, Angelika Söder, Susann Kunkel pfeifen bei Turbine – Frankfurt. Die übrigen Ansetzungen gibt es hier:

    Hoffentlich ist es der richtige Link, notfalls bei Google „DFB Schiedsrichteransetzungen“ suchen und dann auf der DFB-Seite die Frauen-BuLi auswählen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sokrates

    Liest sich wie aus Grimms Märchen abgeschrieben und hat eine ziemliche Überdosis Hoffnung, die da mitschwingt.
    Spätestens zum CL-Finale wird das aber alles wieder relativierter und nüchterner klingen.
    Gut macht sich auch vorallem, wenn man den Gegner starkschreibt, da hat man es hinterher leichter, wenn das Wunschergebnis doch nicht erzielt wurde.
    Bedenke das Turbine ein Heimspiel hat, da wird wohl kaum die von Dir gewünschte Taktik und das Auftreten der Frankfurterinnen so zu erwarten sein. Und das Publikum spielt auch keine marginale Rolle…

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  • Sheldon sagt:

    Hamburg bleibt vorerst in Liga 1!!!!!

    Mit dem 1:0 gegen Jena haben die Mädels von der Elbe den Klassenerhalt gesichert. Matchwinnerin Carolin Simon.

    Jena muss dagegen weiterhin um den Verbleib zittern. Eine Vorentscheidung wird bereits am nächsten Spieltag fallen, wenn Jena nach Leverkusen muss!

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  • mas sagt:

    Was für ein bescheidener Kommentator!
    Und ich dachte, es gäbe keine Steigerung vom „…und immer diese Nicole Behringer“-Spiel.

    Wer von euch weiß, wie dieser Job vergeben wird?
    Unfassbare Frechheit vom DFB!

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  • mas sagt:

    2. Halbzeit war wesentlich besser!

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  • Lucy sagt:

    Glückwunsch nach Potsdam !

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  • Wieb Ke sagt:

    Schade, schade, Leverkusen – das war’s wohl. Eine junge Truppe, die eigentlich viel Potential hat, aber es nicht umsetzen konnte. In der Hinrunde massenhaft Langzeitverletzte, in der Rückrunde gut präsentiert. Neuer Trainer in Sicht ….. Jetzt beginnt wohl der „Ausverkauf“, denn die vielen U-Nationalspielerinnen werden wohl kaum in der 2. Liga spielen – das wird auch der DFB nicht mit machen. Was wird nur aus den Langzeitverletzten (z.B. Hegering, Moik, Steinbach, Thompson) die sich ja nicht mehr zeigen konnten. Ob sie auch eine Chance bekommen? Oder kommt jetzt der Karriereknick?

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  • Michele sagt:

    Geil auch, dass Melanie Behringer im Tor steht! Bekommt der für diesen Mist auch noch Geld?

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  • Sheldon sagt:

    @Wiebke: Wenn sie gegen Jena gewinnen, ist es plötzlich nur noch ein Punkt. Und den kann man gegen Bad Neuenahr holen. Das bessere Torverhältnis hätte man!

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  • SGS sagt:

    Da ich nicht derzeit daheim bin, konnte ich leider nicht den klaren SGS-Sieg gegen Leverkusen bewundern, sondern musste mit der DFB-TV Übertragung aus Potsdam vorlieb nehmen. Das unterhaltsame Spiel war aber dann eine gute Entschädigung. Glückwunsch an den insgesamt doch verdienten Sieger aus Potsdam! Frankfurt hatte durchaus immer wieder seine Gelegenheiten, aber Respekt, wie abgezockt Turbine das Spiel nach Hause gebracht hat. Sehr beeindruckt war ich u.a. auch von der Leistung der Potsdamer Torhüterin, die ja viele gute Frankfurter Gelegenheiten vereitelt hat. Konnte kaum glauben, dass das die selbe Alyssa Naeher war, die sich vor ein paar Wochen in Essen den Ball mehrfach fast selbst reingeworfen hat. Frankfurt dürfte jetzt fast dazu verdammt sein, die CL zu gewinnen, denn mit dem für die kommende Spielzeit zu erwartenden Kader nicht international zu spielen, wäre wohl schon eine Offenbarung. Bin sehr gespannt, wie es da weiter geht.

    Der bereits angesprochene Reporter war aber wirklich eine Katastrophe. Außer dass er – wie bereits weiter oben erwähnt – Melanie Behringer zur deutschen Nr.1 gemacht hat, nannte er Smisek eine Halbzeit lang konsequent Bartusiak, die echte Bartusiak aber auch beim richtigen Namen. Als Krönung wurden dann Babett Peter und Bianca Schmidt im Interview gefragt, ob denn das Spiel gegen ihren Ex-Verein etwas Besonderes war…

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  • Postel sagt:

    @Wiebke, wie es Sheldon schon andeutete. Auch ich kann dich aus 3 Gründen etwas trösten.Es ist noch nicht aller Tage Abend.
    1. Gegen Jena kann derzeit jede Mannschaft gewinnen die sich traut vor dem 16ener einfach mal zu schießen. Hat sich ja sogar bis nach Hamburg rumgesprochen.
    2. Leipzigs Strohfeuer ist schon wieder erloschen. Sie können halt nur gegen Jena gewinnen. s.o.
    3. Jena hat seeit dem BULI-Aufstieg ein fettes Band mit Fortuna gehabt. Und Fortuna hat es bekanntlich nicht so gerne wenn sie so lange und oft in anspruch genommen wird. Oder eben, sie hatten eine Anonma im Sturm und eine Burmeister im Tor die bei hohen Bällen auch mal vom Boden abgehoben ist.
    Und jetzt halte ich es mit Sheldon. Leverkusen braucht aus 2 Spielen, mit besseren Torverhältniss, 4 Punkte. Und dann steigt der „Ostblock“ ab.

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  • sitac sagt:

    @Sheldon und Postel: Was ihr in eurer Antwort auf Wiebke stillschweigend vorausgesetzt habt, dass nämlich Jena gegen Freiburg verliert, könnte realistisch sein. Denn – wie Sheldon auch schon in einem anderen Beitrag richtig vermerkt hat- vermeidet Jena in dieser Saison rekordverdächtig das Toreschießen. Und noch ein anderer Grund, der für eine Niederlage im letzten Spiel spricht, ist die absolute Konsequenz, mit der Jena sich an das Prinzip hält „Never change a losing team“.
    Im Gästebuch von Jena haben die treuesten der Fans dazu in ihrer Verzweiflung gescheite und kompetente Analysen und Betrachtungen eingestellt. Das Gästebuch ist nun gelöscht und unter Spezialaufsicht gestellt. Das nur zum letzten Satz von Postel: „Und dann steigt der „Ostblock“ ab. 🙂

    Vielleicht rettet Jena aber wieder einmal, dass es im Club der Trostlosen erneut zwei noch Trostlosere gibt.

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  • Wieb Ke sagt:

    steht auf der Bayer-website und beim DFB:

    Thomas Obliers wird neuer Trainer der Frauen
    Thomas Obliers tritt als Coach der Bayer 04-Frauen die Nachfolge von Doreen Meier an, die zum Saisonende nach vier Jahren ausscheidet…

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