Gütersloh und Sindelfingen feiern vorzeitigen Aufstieg

Von am 29. April 2012 – 16.53 Uhr 20 Kommentare

Der FSV Gütersloh 2009 und der VfL Sindelfingen steigen in die Erste Bundesliga auf. Zwei Spieltage vor Schluss sind beide Clubs nicht mehr zu verdrängen – wobei die Gütersloherinnen die Meisterschaft in der Nordstaffel der zweiten Liga noch nicht gewonnen haben.

Aufgrund des besseren Torverhältnisses liegt in der Zweiten Bundesliga Nord momentan der 1. FFC Turbine Potsdam II an der Tabellenspitze. Die Brandenburgerinnen sind allerdings nicht aufstiegsberechtigt.

Gütersloh erstmals in Liga eins
Mit einem 3:1-Auswärtserfolg beim Magdeburger FFC hat auch der FSV nun 48 Punkte auf dem Konto. Kristina Gessat brachte die Ostwestfälinnen mit einem Doppelschlag (19./36.) früh auf die Siegerstraße. Lina Magull, die nach Saisonende zum VfL Wolfsburg wechseln wird, erhöhte in der 62. Minute auf 3:0, ehe Daniela Schuster für Magdeburg noch zum Ehrentreffer (86.) kam. Damit ist Gütersloh zwei Spieltage vor Saisonende vom Herforder SV nicht mehr einzuholen. Der OWL-Nachbar kam zwar zu einem 9:0-Kantersieg beim Mellendorfer TV, hat jedoch acht Punkte Rückstand. Für die Gütersloherinnen ist es der erste Aufstieg in die erste Liga. 2009 ist der Verein aus der Frauen- und Mädchenfußballabteilung des FC Gütersloh 2000 entstanden, der zuvor mehrfach knapp am Aufstieg gescheitert war.

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Gütersloh steigt erstmals in die Erste Bundesliga auf. © Holger Peterlein, girlsplay.de

Sindelfingen erneut im Oberhaus
Der VfL Sindelfingen bringt hingegen bereits Erstligaerfahrung mit. Zuletzt spielte der VfL in der Saison 2005/06 im Oberhaus. Durch einen 2:1-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist dem VfL Meisterschaft und Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Natalia Mann traf in der 18. Minute zur Führung für die Gastgeberinnen, die Christine Schneider allerdings nur zwei Minuten später für die TSG ausgleichen konnte. Die Entscheidung fiel in der 60. Minute, als Fabienne Dongus zum 2:1 für den VfL einnetzte. In der Tabellen hat Sindelfingen nun elf Punkte Vorsprung auf Hoffenheim.

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20 Kommentare »

  • sitac sagt:

    Die FF-Fans aus dem Großraum Stuttgart freuen sich, dass in der Region wieder 1. Liga gespielt wird! Herzlichen Glückwunsch an Sindelfingen!!! Ich wünsche dem Verein, dass der Umbau der Mannschaft von der Aufstiegself zu einem Team, das die 1. Liga halten kann, problemlos und mit Verstärkungen, die „einschlagen“, gelingt.

    Ich wünsche dem VfL den sofortigen NICHT-Abstieg und ein nachhaltiges Verweilen in der 1. Liga!

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  • Speedy75 sagt:

    Gratulation an den VfL Sindelfingen, dort wird klasse Arbeit geleistet die nun mit dem Aufstieg belohnt wird. Werd in der neuen Saison auch öfter mal dort vor Ort sein.

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  • Detlef sagt:

    Glückwunsch an die Sifi-Girls!!!

    Da habe ich nächste Saison mindestens ein echtes Heimspiel!!!

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  • Flankengott sagt:

    SUUUPER – Glückwunsch an Sindelfingen und besonders an die Gütersloherinnen, die sich gegen die hochgerüstetete Mannschaft aus Cloppenburg durchsetzen konnte.

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  • FFFan sagt:

    Glückwunsch an beide Aufsteiger! Sowohl Neuling FSV Gütersloh als auch Rückkehrer VfL Sindelfingen können eine Bereicherung für die Bundesliga sein.

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  • Sheldon sagt:

    In der nächsten Saison heißt es dann mal wieder in der Bundesliga: Jugend trainiert (für Olympia?) 😉

    Sehr schön, dass mit diesen beiden Mannschaften zwei Teams aufsteigen, die für Kult und nicht für Kommerz stehen. Ein gutes Jugendsystem und solide Trainingsarbeit können sich also doch immer noch gegen das blanke Geld durchsetzen!

    Mit Bad Neuenahr, Potsdam, Gütersloh, Sindelfingen, Freiburg und Leverkusen würde die Liga dann zur Hälfte aus Teams bestehen, die ihr System langfristig auf nachhaltige Jugendarbeit auslegen und damit durchaus erfolgreich sind.

    Bad Neuenahr beispielsweise kann, wenn man im Sturm von Verletzungen frei bleibt und ein bisschen nachlegt in der Breite, nächste Saison durchaus auch in die Phalanx der großen Vier vorstoßen, ebenso Freiburg, die ja schon in dieser Saison das ein oder andere Bein gestellt haben. Da kommt sehr viel Druck von unten und die Wahrscheinlichkeit, dass die Großen stolpern werden, wird garantiert zunehmen.

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  • xyz sagt:

    Gratulation zum Aufstieg von Gütersloh und Sindelfingen.
    Ich hoffe nur,dass beide Mannschaften sich noch mit einigen erfahrenen 1. Liga-Tauglichen Spielerinnen verstärken. Der Unteschied zwischen der 1. und 2. Bundesliga ist sehr hoch.
    Ich denke da gerade an Gütersloh, die finaziell nicht gerade auf Rosen gebettet sind und jetzt auch noch Jäger und Magull verlieren.
    Es wird nicht einfach,trotzdem hoffe ich,dass beide es schaffen!

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  • DFB-Talent sagt:

    @ Sheldon:
    (Zitat) „Mit Bad Neuenahr, Potsdam, Gütersloh, Sindelfingen, Freiburg und Leverkusen würde die Liga dann zur Hälfte aus Teams bestehen, die ihr System langfristig auf nachhaltige Jugendarbeit auslegen und damit durchaus erfolgreich sind.“

    1. Was ist mit dem FF USV Jena? Meinst du (ernsthaft) die steigen ab und hast du die deshalb hier nicht aufgezählt?
    2. Folgefrage: Glaubst du (ernsthaft) Leverkusen spielt 12/13 noch 1. Liga, weil die in deiner Auflistung vorkommen?

    Ich möchte (als Fan der versch. deutschen Juniorinnen-Teams) doch eine Lanze für Jena brechen. Jena hat konstant einen sehr jungen Altersdurchschnitt auf dem Feld und sich damit in der BuLi etabliert (Freiburg ist Aufsteiger, Leverkusen jetzt im erst 2. Jahr dabei). Mit DFB-Juniorinnen wie Beil und Löser sogar regelmäßig 16-/17-Jährige in der BuLi-Startelf! Dazu noch eine junge Zweite in der 2. BuLi und junge, neue Spielerinnen in der Sportschule. Auch haben in Jena besonders junge Spielerinnen (bestes Bsp. Anonma) „BuLi-Weihen“ erhalten und erfreuen jetzt als schon erfahrene Transfer-Schnäppchen, aber trotzdem noch junge Spielerinnen die Fans der Topclubs (Bsp. Anonma – Turbine).
    Das musste als Ehrenrettung Jenas, die fast überall in den DFB-Teams ihre Nachwuchstalente dabei haben, einmal gesagt werden.

    Unabhängig davon natürlich eine gute Entwicklung! Jugend forscht und hoffentlich Jugend forsch in der BuLi.
    Glückwünsche nach Gütersloh (wieder Bundesliga-Luft in dieser Fußballsport bezogen so arg gebeutelten Stadt) und Gratulation nach Sindelfingen (wieder BuLi im Schwabenland)!!!!

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  • Sheldon sagt:

    @DFB-Fan: Auch wenn ich als Ostdeutscher ein Fan davon bin, dass möglichst viele Ostclubs in der Bundesliga spielen und damit Frauenfußball so ziemlich überall in der Republik gut vertreten ist, muss ich dennoch sagen, dass ich genau das denke.

    Ich sehe die Jugendarbeit in Jena sehr positiv, was sich dort entwickelt, doch leider bin ich auch Realist genug, um zu sehen, dass Jena diese Saison (und auch letzte Saison) ein enormes Problem hat, dass sie am Ende höchstwahrscheinlich den Klassenerhalt kosten wird, nämlich, dass man nicht in der Lage ist, Tore zu schießen. In der letzten Saison hat das halt Anonma mit ihrem Ausnahmetalent rausgeschlagen und Jena den Kopf gerettet.

    Hinten stehen sie ja oft gut, aber was den Aufbau nach vorne angeht, da klappt diese Saison einfach absolut nix. 11 Tore sprechen eine deutliche Sprache.

    Daher sehe ich gerade die Prognose im direkten Aufeinandertreffen eher zugunsten der erstarkten Leverkusener und dann ist es nur noch ein Punkt, den Leverkusen gegen die in der Rückrunde sehr enttäuschenden Essener oder der zuletzt wieder schwächeren Mädels aus Neuenahr immer mal gewinnen kann, während Jena erst einmal ein Tor gegen Freiburg und Hamburg bräuchte.

    So, wie sie zur Zeit spielen, ist Leverkusen zur Zeit für mich ein würdigerer Bundesligist als Jena, nicht vom Potential her, sondern von der gezeigten Leistung!

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  • DFB-Talent sagt:

    @ Sheldon: Ich habe deine Auflistung mehr als grundsätzliche Liste guter Jugend fördernder Clubs gelesen (und da hat m.M.n. Jena gefehlt!), und nicht als konkrete Vereinsliste der BuLi 12/13 und ob jetzt Bayer oder Jena besser ist, wer absteigt und wieso. Das sind ganz andere Diskussionen, off topic.

    Betreffend des Themas Jugend forscht / Jugend trainiert für Olympia in der BuLi wollte ich deshalb nur die Thüringerinnen nicht unkommentiert lassen, deine Auflistung ändern, um Jena ergänzen.

    Und niemand geringeres als eine gewisse Trainer-Handwerkskundige Voss-Tecklenburg !!!! hat z.B. bei Jena die angesprochenen DFB-Juniorinnen Beil und Löser aufs Feld gestellt. Ob es auf Dauer sinnvoll ist, unter 18-Jährige gegen z.B. Garefrekes einzusetzen, sei dahingestellt. Wer ins kalte Wasser wirft, kalkuliert eher etwas zurückhaltender und das ist auch ein Grund, wieso dann ein Club mit Jugend forscht auch eher für untere Tabellenregionen anfällig ist (siehe Jena und Bayer, es gibt aber auch noch viele andere Gründe!) … wenn es relativ gut geht, hat man dann aber vielleicht Anfang 20 Spielerinnen mit schon mehrjähriger „Profi“-Erfahrung. Auf BuLi-Ebene sehr fragil das Erfolgs(??)-Konzept Jugend forscht / Jugend trainiert für Olympia.

    Und man muss schauen, dass die Aufsteiger dann mit solchen Konzepten in der BuLi nicht unter die Räder kommen und nach einem Jahr wieder von der Bildfläche verschwinden. Und vor allem, dass sich jetzt ganz aktuell die beiden, betreffenden neuen Gütersloh & Sindelfingen (back to topic!) nicht davon allzu sehr abschrecken lassen.

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  • intersoccer sagt:

    interessanter Artikel zu Gütersloh, speziell zum neuen Stadion:

    http://www.bild.de/sport/fussball/clemens-toennies/steigt-als-sponsor-bei-frauen-team-ein-23967860.bild.html

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  • Sheldon sagt:

    @DFB-Talent: Wenn man gerade sieht, wen Sindelfingen schon alles rausgebracht hat, werden die sich garantiert nicht davon abschrecken lassen. Ein Verein, der die Möglichkeiten hat, Spielerinnen wie Kim Kulig und Ann-Kathrin Berger auszubilden, der muss nun wirklich keine Angst haben, unter die Räder zu kommen.
    Auch die Gütersloher Spielerinnen sind ja äußerst gut nachgefragt zur Zeit, sodass auch da garantiert viel von zu erwarten ist.

    Freiburg hat es vorgemacht, wie man mit einem guten Ausbildungssystem weit kommt. Und bei denen kam das ja auch nicht überraschend und unvorhersehbar, sondern doch mit Ansage, denn die haben ja auch schon mit Martina Moser, Verena Faißt, Valeria Kleiner und Melanie Behringer zur Genüge bewiesen, dass sie Nationalspielerinnen ausbilden können!

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  • xyz sagt:

    Dann hoffe ich mal,dass man nun auch erfahrene 1. Ligataugliche Spielerinnen nach Gütersloh holt,damit man sich auch in dieser Liga halten kann.
    Das Vertrauen,auf Klassenerhalt in der nächsten Saison, scheint nicht ganz so groß zu sein,oder warum verläßt Anabell Jäger jetzt den Verein,obwohl sich ihr Vater schon länger sehr in diesem Verein angagiert?

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  • Ulf sagt:

    Anne van Bonn unterschrieb für 2 Jahre in Gütersloh. Ob sie einen Rettungsring mitbringt ?

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  • waiiy sagt:

    @Ulf: So ähnlich habe ich auch gedacht. Es gibt auch im Männerfußball so Spieler, die in ihrer Vereinswahl nicht glücklich waren und so ihr Potential nicht wirklich so zeigen konnten. Im Nachhinein muss man sagen, dass sie mit dem Weggang von Duisburg wohl den entscheidenden Fehler ihrer jungen Karriere begangen hat. Aber es gibt ja noch ein paar „Schröders“, die sie auch in nicht so erfolgreichen Vereinen finden werden, wenn sie sportlich ihre Leistung bringt bzw. das Potential dazu hat (siehe Hanebeck). Aber der Weg ist natürlich steinig.

    waiiy

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  • Detlef sagt:

    Nun kommt auch noch Marie Pollmann aus Cloppenburg zum Aufsteiger!!!
    Falls sie dort nicht alles verlernt hat, dürfte sie ein dickes Ausrufezeichen sein!!!

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  • speedy75 sagt:

    Mal sehen mit wem sich der Aufsteiger Sindelfingen alles verstärkt, dort werden zwar auch einige Namen gehandelt aber fix scheint noch nichts zu sein.

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  • xyz sagt:

    Bis jetzt sehe ich bei Gütersloh keine Verstärkung,die den Klassenerhalt sichern könnte in der nächsten Saison.

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  • Flankengott sagt:

    Soweit ich informiert bin haben auch Mirte Roelvink und Tessa Rinkes in Gütersloh unterschrieben. Wenn dann noch die Talente aus der eigenen Jugend was bewegen können, ist da schon Musik drin.

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  • tps sagt:

    Jasmin Eder vom BV Cloppenburg wechselt zum Vfl Sindelfingen

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