Frankfurt feiert Arbeitssieg

Von am 25. April 2012 – 19.52 Uhr 7 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat in einer Partie vom 18. Spieltag der Frauen-Bundesliga mit einem glanzlosen Auswärtssieg beim FC Bayern München Anschluss an das Spitzentrio gehalten.

Beim 2:1 (1:0)-Sieg im Sportpark Aschheim brachte Dzsenifer Marozsán die Gäste kurz vor der Pause in Führung (41.), Svenja Huth erzielte den zweiten Frankfurter Treffer (69.), ehe der eingewechselten Isabell Bachor der Ehrentreffer gelang (72.).

Frankfurt ohne Smisek und Kulig, Hagen und Feiersinger auf der Bank
Neben den Langzeitverletzten Nadine Angerer und Ally Krieger verzichtete Frankfurts Trainer Sven Kahlert auf die an einer Beckenprellung laborierenden Sandra Smisek und kurzfristig auf Gina Lewandowski verzichten. Auch Kim Kulig stand nicht im Kader, sie bestritt am Sonntag 90 Minuten für die Zweitvertretung des 1. FFC Frankfurt bei der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Bei Bayern München mussten überraschend die Offensivkräfte Sarah Hagen und Laura Feiersinger auf der Bank Platz nehmen.

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Müder Beginn
Nach zähem Beginn fand der 1. FFC Frankfurt nach einer guten Viertelstunde langsam in die Partie, ein von Sandra de Pol abgeblockter Schuss von Melanie Behringer versprühte einen ersten Hauch von Gefahr (18.).

Frankfurt nimmt Fahrt auf
Nach einer halben Stunde hatte die Ex-Münchnerin Behringer dann auch die erste Großchance, doch Bayern-Torhüterin Kathrin Längert klärte den Schuss der Nationalspielerin per Fuß (31.). Augenblicke später prüfte Marozsán Längert von der Strafraumgrenze (32.).

Rudelic scheitert an Schumann
Bayern kam nur selten gefährlich vor das Frankfurter Gehäuse, die beste Chance hatte Ivana Rudelic nach einem Zuspiel von Vanessa Bürki, doch Frankfurts Keeperin Desirée Schumann klärte den Schrägschuss per Fußabwehr (36.).

Frauenfußball - Dzsenifer Marozsán und Saskia Bartusiak

Dzsenifer Marozsán und Saskia Bartusiak jubeln © Nora Kruse / ff-archiv.de

Marozsán sorgt für Führung
In einer an Höhepunkten armen und nur durchschnittlichen Partie war es dann Marozsán, die Längert mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze zur Frankfurter Führung überwand (41.). Und nach Behringer-Ecke wäre Svenja Huth in der Nachspielzeit per Kopf fast der zweite Treffer gelungen (45.+1).

Bayern in der Defensive
Auch in der zweiten Halbzeit gewann die Partie nicht an Qualität, ein Lattentreffer von Behringer sorgte für den ersten Aufreger (51.), Längert klärte per Fuß einen Schuss von Marozsán (56.). Die Frankfurterinnen hatten die Partie weiter sicher im Griff, ohne glänzen zu müssen. Behringer setzte einen Freistoß übers Tor (61.).

Bachor macht es nochmal spannend
Und Huth sorgte nach Behringer-Ecke für die Vorentscheidung, als sie aus kurzer Distanz den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (69.). Doch die Bayern gaben sich nicht geschlagen, die eingewechselte Isabell Bachor sorgte für den Anschlusstreffer (72.), Ria Percival hatte sich einen Patzer erlaubt. Doch zu weiteren Torchancen kamen die Gastgeberinnen nicht mehr. Frankfurt kam in der Nachspielzeit durch die eingewechselte Jessica Landström zu einer letzten Chance und brachte den Sieg am Ende sicher über die Zeit (90.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Drei Punkte fahren mit an den Main, Gratulation.

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  • Elena We sagt:

    warum war kim nicht dabei?

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  • Christina Krupp sagt:

    kp :// voll doof

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  • Guido sagt:

    Es ist wahrscheinlich gar nicht so einfach für den FFC, mit dem DFB-Pokalfinale, dem CL-Finale und den Bundesliga-Spielen gegem alle drei Spitzenteams vor Augen mit voller Motivation in solche Pflichtübungen zu gehen, insbesondere wenn dies ein Spiel unter der Woche vor einer Mini-Kulisse von gut 300 Zuschauern ist.

    Auf der anderen Seite: Die Konkurrenz aus Wolfsburg, Duisburg und Potsdam spielt nur noch um Platz 1 oder 2 in der der Liga und kann jedes einzelne Spiel mit voller Konzentration angehen. Die Wölfinnen machen ja jede Woche vor, wie man solche Aufgaben souverän erledigt und gleichzeitig noch etwas fürs Torverhältnis tut. Jeder Ausrutscher in einem solchen Spiel kann das Aus im Kampf um die CL-Qualifikation bedeuten. Darauf allein, sich über einen CL-Sieg für das internationale Geschäft zu qualifizieren, sollte man in Frankfurt nicht setzen.

    Da stehen für den FFC bis Ende Mai noch ein paar anstrengende Wochen bevor.

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  • Michele sagt:

    @Elena

    Ich denke, da Kim am Sonntag in der zweiten 90 Minuten gespielt hat, wurde sie heute wohl geschont.

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  • Elena We sagt:

    achso ok, danke 😀

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  • sunny26 sagt:

    Ich geb da Guido recht und wenn Wolfsburg es wirklich schaffen sollte in der CL zu spielen wird es so ausgehen wie bei den Männern vom BVB … aber eigentlich denk ich grad an Bayern die im Finale der CL sind *woah* wahnsinn 🙂 *sorry* das ich das hier poste

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