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1. FFC Frankfurt erreicht Champions-League-Finale

Nora Kruse am 17 Kommentare
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Nach dem 2:1-Sieg im Halbfinalhinspiel der UEFA Women’s Champions League gegen Arsenal LFC hat der 1. FFC Frankfurt auch das zweite Aufeinandertreffen gewonnen und dadurch als erste Mannschaft das Endspiel am 17. Mai in München erreicht. Beim 2:0-Sieg fielen die Tore allerdings erst in der zweiten Halbzeit.

Bis zur Halbzeit kamen die Frankfurterinnen gegen ideenlose Londonerinnen nicht über ein 0:0 hinaus. „Die letzten Pässe waren zu ungenau und sind nicht angekommen“, haderte FFC-Trainer Sven Kahlert.

White nur auf der Bank
Doch durch das Hinspielergebnis waren vor allem die „Gunners“ unter Druck, die die Partie mit zwei Toren Unterschied hätten gewinnen müssen, um sich selbst nach 2007 den erneuten Traum vom Endspiel zu erfüllen. Im Vergleich zum Hinspiel veränderte Trainerin Laura Harvey nur eine Position; für Ellen White wurde Danielle Carter in die Startformation berufen. „Ellen kämpft seit der WM immer wieder mit Verletzungen. Sie hätte spielen können, aber wir wollten das Risiko nicht eingehen“, so Harvey, die die Nationalspielerin erst in der 80. Minute aufs Feld schickte.

Druckvolle Frankfurterinnen
Gegen die Frankfurterinnen setzte Arsenal keinen Stich, denn die Gastgeberinnen unterbanden das Aufbauspiel der “Gunners” geschickt. „Im Vergleich zum Hinspiel hat Frankfurt wesentlich mehr Druck gemacht sobald wir in Ballbesitz waren. Im Hinspiel waren wir am Ball viel ruhiger“, so Arsenals Spielführerin Jayne Ludlow gegenüber Womensoccer. „Wir sind natürlich enttäuscht, denn wir hätten alle eine bessere Leistung abrufen können.“

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Dzsenifer Marozsán brachte den FFC auf die Siegerstraße. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Führung durch Marozsán
Ohne selbst zu glänzen hatte der FFC die Partie zu jeder Zeit unter Kontrolle und beschäftigte den Gegner, sodass dessen Offensivspiel kaum stattfand. Kahlert konnte wieder auf die zuletzt gelbgesperrte Saskia Bartusiak setzen, außerdem stand Dzsenifer Marozsán in der Anfangsformation. Pausieren musste Sandra Smisek, die sich im Hinspiel eine Beckenprellung zuzog. Die sehr gut aufgelegte Marozsán war es schließlich, die die Hessinnen mit einem durch Alex Scott abgefälschten Schuss in Führung brachte. Fünf Minuten nach der Führung hatte London durch Kim Little die Chance zum Ausgleich, doch Torhüterin Desirée Schumann war zur Stelle und lenkte den Schuss der Schottin über die Latte.

Physische Überlegenheit
Die Frankfurterinnen machten auch physisch den stärkeren Eindruck. „Wir müssen uns daran gewöhnen, Spiele mit solch hohem Tempo zu bestreiten“, so Ludlow. Doch im Vergleich zu Frankfurt spielen die „Gunners“ in der heimischen Liga zu selten auf hohem Niveau, wenngleich die Einführung der neuen Liga Fortschritte brachte. „Wir würden unser Spiel enorm schnell verbessern, wenn wir solche Spiele wie heute jede Woche bestreiten könnten.“

Zum fünften Mal im Finale
Fünf Minuten vor dem Abpfiff erhöhte die eingewechselte Jessica Landström auf 2:0. Nach 2008 haben die Frankfurterinnen damit zum fünften Mal das Finale der Champions League (früher UEFA Cup) erreicht, und Kahlert gibt sich kämpferisch. „Wir sind jetzt da, wo wir hin wollen. Jetzt müssen wir nur noch zuschlagen.“

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17 Kommentare »

  • Ralf Wolfram sagt:

    Der 1. FFC Frankfurt greift nach “Europa’s Thron” im Frauenfussball und die Königin möchte den 3. Titel mit dem 3. Team holen.

  • Michele sagt:

    Danke FFC! Ich hoffe, dass ganz Deutschland, dieser Mannschaft im Finale die Daumen drückt.

  • hapl27 sagt:

    Glückwunsch nach Frankfurt und ab jetzt Daumen drücken für Potsdam und auf das große Wunder hoffen!

  • Guido sagt:

    “Gänsehaut-Moment” des Spiels war, als Dzsenifer Marozsan gegen Kim Kulig ausgewechselt wurde und das Publikum nicht wusste, wem es mehr zujubeln sollte: Der einen U20-Weltmeisterin, die in beiden Partien gegen Arsenal einen herausragenden Anteil an den Siegen hatte, oder der anderen U20-Weltmeisterin, die ihren ersten Einsatz vor eigenem Publikum hatte. – Die Zuschauer des FFC (und der Nationalmannschaft) dürften sicherlich in den nächsten Jahren noch ausgiebig Gelegenheit haben, diesen beiden Ausnahme-Spielerinnen zuzujubeln, wenn beide gesund bleiben.

  • paulchen sagt:

    Ich konnte nur die erste Hälfte sehen, allerdings fand ich dies eine taktische Meisterleistung Frankfurts und Herrn Kahlerts. Arsenal ist normal ausgesprochen pfiffig und spielt gut, wie die Frankfurterinnen aber die Offensive mit ihren entschlossenen Spielweise effektivlos machte, was klasse anzusehen. Für mich war in einem guten Team Saki Kumagai und Svenja Huth sehr gut.

    Ich denke, das wird in jedem Fall ein schönes Endspiel und zu hoffen, dass Frankfurt in der Bundesliga keine Ruhe gibt und es noch spannend wird.

  • DAWIDenko sagt:

    Ich konnte nur die zweite Halbzeit sehen. Muss aber auch in das Lob über die Frankfurterinnen einstimmen.
    Defensiv standen sie sehr sicher und ließen gegen die, fußballerisch sehr guten Engländerinnen, wenig zu.

    Auch das Kombinationsspiel klappte im Vergleich gegen das Pokal-Spiel gegen Duisburg viel flüssiger. Vielleicht auch durch das gute Hinspiel- Ergebnis bedingt. Man weiss es natürlich nicht. Könnte es mir aber vorstellen.

    Am Ende belohnten sie sich für ihre gute Leistung mit den beiden Toren:
    Schöne Ballbehandlung von Maro beim 1-0. Die auch sonst technisch zu gefallen wusste. Gut im eins gegen eins und auch in der Spielübersicht.
    Ebenfalls viele Akzente konnte auch Svenja setzen, die sehr präsent war und sich immer wieder anbot und teils auch zu schönen Tempodribblings ansetzte.
    Melanie Behringer fand ich auch sehr solide, auffälliger als in den letzten Spielem, die ich von ihr sah.
    Auch schön das Jessica Landström kurz nach ihrer Einwechslung abstaubte. Brachte sich mit ihren Sprints sehr gut ein.
    Insgesamt eine gute Mannschaftsleistung.
    Auch schön das Kim noch eingewechselt wurde.

    Mein Glückwunsch an Frankfurt und alles gute für München.

    DAWIDenko

  • Zonk sagt:

    Glückwunsch nach Mainhattan! Frankfurt hat verdient gewonnen. Beste Spielerin der Partie war für mich Dzsenifer Marozsan, die in den kommenden Jahren noch einiges von sich hören lassen wird :)
    Auch positiv überrascht war ich von Saki Kumagai, die in den letzten Partien, als sie in der Abwehr gespielt hat, eher nicht zu den besseren Spielerinnen zählte.

  • Guido sagt:

    Erfreulich für den FFC:
    – Die Formkurve von Svenja Huth und Melanie Behringer zeigt nach oben.
    – In beiden Spielen haben auch die Stürmerinnen ihre Fähigkeit gezeigt, die “big points” zu verwerten.
    – Saki Kumagai hat in ihrer veränderten Rolle im defensiven Mittelfeld eine brilliante Leistung abgeliefert und ist sicherlich auch in Zukunft für diese Position immer eine Option.
    – Die Defensivarbeit überzeugt. Die Mannschaft kann richtig fighten.
    – Auf Dszenifer Maroszan lag nach den Ausfällen (Smisek, Bajramaj) eine besondere Verantwortung dafür, das Offensivspiel anzukurbeln und vorne für Gefahr zu sorgen. Und das hat sie in erstaunlicher Art und Weise gemacht (auch wenn ihr nicht alles gelungen ist und es im Zusammenspiel mit den Kolleginnen auch mal Missverständnisse gab).

    All das führt dazu, dass der FFC im Falle eines Finals gegen die Turbinen derzeit wohl als leichter Favorit gelten würde und im Falle eines Finals gegen Lyon zumindest nicht als klarer Außenseiter gelten muss.

  • waiiy sagt:

    Glückwunsch nach Frankfurt! Das war für mich bei weitem die besten Leistung, die in der CL geboten wurde und gibt natürlich berechtigterweise Anlass dazu, das CL-Finale gewinnen zu wollen. Da drücke ich ganz fest die Daumen.

    Maro habe ich auch sehr gut gesehen. Ich hoffe, dass sie sich gegen die robuste Gegenwehr, die aus dem Lyoner Mittelfeld kommen wird, körperlich durchsetzen kann.

    Links hat das Spiel wieder eindeutig bewiesen, dass Huth dort besser aufgehoben ist als Behringer. Und dass Behringer so positiv gesehen wurde, zeigt auch, dass sie auf der 6-er Position besser aufgehoben ist als links. Aber hat sie dort in der nächsten Saison überhaupt eine Chance, wenn Kulig wieder fit und Laudehr und Maro ja auch bevorzugt dort eingesetzt wird? Das sind wieder Fragen, die ich gern von den Frankfurter Kennern erläutert wissen. Das ist interessiert mich sehr.

    Saki Kumagai fand ich besonders körperlich sehr präsent. Das ist man von einer Japanerin gar nicht so gewohnt. Ich hoffe, sie kann das irgendwann auch in der Abwehr umsetzen. Ansonsten wird es nächste Saison auch eng für sie. Aber für das Finale ist das natürlich sehr gut.

    Insgesamt ist es natürlich richtig gut, dass Elodie Thomis fürs Finales passen muss. Sie ist schon irre schnell und kann viele Lücken reißen, auch wenn die Torgefahr, die sie ausstrahlt, marginal ist. Aber ohne sie wird der Raum für Schelin enger werden in der Spitze. Das ist gut für Frankfurt.

    waiiy

  • Michele sagt:

    @waiiy

    Jede Spielerin wird in der neuen Saison ihre Chance erhalten, auch Behringer. Im Angriff wird es aber sehr eng werden. Dort hat man soviele Spielerinnen, dass ich mich frage: Wohin mit allen? (Crno, Maro, KG, LIra, Smi, Sveni, Silvana, Mel und vielleicht nocht Schmidt?)

  • waiiy sagt:

    @Michele:

    Zum Einen glaube ich nicht, dass jede Spielerin ihre Chance erhalten wird. Ich glaube sogar, dass es vorher (promintente) “Flüchtlinge” geben wird.

    Zum Anderen: Wer von den von Dir aufgezählten Spielerinnen ist jetzt wirklich “Stürmerin”? Crno… (und früher Smi)… und dann? Kann es noch Lira spielen, wenn sie nicht im Mittelfeld ran mag und wenn man in Frankfurt irgendwann den Schlüssel findet, aus ihr die Leistung rauszukitzeln, zu der sie in der Lage ist. Das wahre Gedrängel ist auf der 6…

    waiiy

  • Sokrates sagt:

    Der FFC hat in zwei relativ engen Spielen das CL-Finale erreicht. Psychologisch vorentscheidend war wohl der Last-Minute-Treffer von KG in London, welcher die Londonerinnen zwang, im Rückspiel mindestens zwei Tore gegen den heim- und abwehrstarken FFC schießen zu müssen. Sportlich gaben die starke Abwehrleistung, gewisse Vorteile im Mittelfeld und die überlegene Ausdauer der Frankfurterinnen den Ausschlag gegen Arsenal, das zu wenig Torgefahr ausstrahlte und auch trotz gelegentlich gefälligem, auf Ballbesitz ausgerichtetem Passspiel Probleme hatte, den Ball über das Mittelfeld nach vorn zu bringen. Im Rückspiel gefielen mir auf Frankfurter Seite die sehr agile und zweikampfstarke Sveni, Saki in ihrem Defensivverhalten und Mel in der ersten Halbzeit besonders gut. Vor allem zeigte die Mannschaft allerdings eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich hätte mir eine noch etwas offensivere Aufstellung mit zwei echten Stürmerinnen und Maro auf der 10 gewünscht; aber Landis hatte gerüchteweise leichte gesundheitliche Probleme und hat vielleicht deshalb nicht in der Startelf gestanden. Auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff geht beim FFC noch nicht so schnell wie bei Turbine oder gar bei Lyon. Aber trotzdem muss man eine gute Mannschaft wie Arsenal erst einmal mit insgesamt 4:1 in zwei Spielen besiegen. Das ist wirklich ein gutes Ergebnis und keine Selbstverständlichkeit.

    Bei Arsenal war Ellen White nach eigener Auskunft nicht verletzt. Rachel Yankee hat mir erzählt, dass Ellen zur Zeit formschwach sei und deswegen nicht von Anfang an gespielt hätte. Ihre Vertretung, die junge Danielle Carter, war allerdings ein Totalausfall. (Sie hatte bereits im Hinspiel beim letzten Angriff in ihrem Rücken KG weglaufen lassen, die dann im Stil einer Strafraumstürmerin das 2:1 erzielte). Ein weiterer Totalausfall war erneut Katie Chapman, die kaum Ballkontakte hatte, nicht einen guten Pass spielte und mit zunehmender Spieldauer größere Konditionsprobleme hatte.

    Es haben wohl die beiden besten Mannschaften des laufenden CL-Wettbewerbs das Finale erreicht, wobei Lyon bisher mehr beeindruckt hat als der FFC und als Favorit ins Endspiel geht. Allerdings können die Frankfurterinnen aus den Fehlern der Turbinen gegen Lyon lernen. Außerdem haben sie mehr spielerische, technische und taktische Mittel als Potsdam, um OL so gut wie möglich Paroli bieten zu können .

  • berggruen1 sagt:

    :-) wie klasse ist das denn :-)?
    Selbst wenn derjenige geglaubt hat, es sei das Männerfinale und selbst wenn es zu einem Aufeinandertreffen von Barca und Real gekommen wäre – 1300 €? Nicht zu fassen! Aber vielleicht übernachtet er ja auch in einer Abstellkammer für 2500 € ;-)?

  • waiiy sagt:

    Ich denke, er ist einfach ein unheimlicher Gönner des FF… ;-)

    waiiy

  • intersoccer sagt:

    Das Finale leitet übrigens Jenny Palmqvist ->

  • Sheldon sagt:

    Das mit den Karten ist mE nur ein Fake. Da hat jemand nen Doppelaccount und auf seine eigenen Sachen gesetzt, nur um sich wichtig zu machen. Ziemlich öde…

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