1. FFC Frankfurt holt Sieg in London

Von am 15. April 2012 – 18.51 Uhr 16 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat sich im Halbfinalhinspiel der Champions League beim englischen Meister Arsenal LFC eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Die Frankfurterinnen gewannen mit 2:1 – der Siegtreffer fiel allerdings erst in der Nachspielzeit.

Ana-Maria Crnogorcevic und Kerstin Garefrekes schossen die Tore im engen Spiel gegen die Londonerinnen, die zu Beginn der Partie die besseren Möglichkeiten hatten.

Torlose erste Halbzeit
Schon in der zweiten Minute hatte Alex Scott die erste Chance für die Gastgeberinnen, die druckvoll begannen. Die Nationalspielerin scheiterte jedoch, wie auch in der 31. Minute, an FFC-Torfrau Desiree Schumann, die auch gegen Spielführerin Jayne Ludlow (9.) die Oberhand behielt. Frankfurt kam mit andauernder Spielzeit besser in die Partie, Arsenal versteckte sich allerdings nicht und kam in der ersten Halbzeit zu vier Eckbällen – der erste der Frankfurterinnen ließ dagegen bis zur 45. Minute auf sich warten. Erfolg brachte er keinen; mit dem 0:0 ging es in die Halbzeit.

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Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes traf in der Nachspielzeit. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Crnogorcevic erlöst Frankfurt
Nach dem Seitenwechsel kam Frankfurt druckvoller aus der Kabine. Melanie Behringer hatte schon in der 48. Minute das 1:0 auf dem Fuß. Irlands Nationaltorhüterin Emma Byrne war jedoch zur Stelle. Besser machte es Crnogorcevic in der 64. Minute, als sie nach schönem Pass aus dem Mittelfeld von Dzsenifer Marozsán gegen die herausstürmende Byrne die Nerven behielt und zum 1:0 einschob.

Kulig-Comeback und Last-Minute-Siegtreffer
Die Führung hielt jedoch nur fünf Minuten, dann traf Ciara Grant nach Ecke von Abwehrkollegin Steph Houghton per Kopf am langen Pfosten zum Ausgleich. Als bereits alles nach einem Unentschieden aussah, stellte Garefrekes in der Nachspielzeit den 2:1-Erfolg sicher, eine Hereingabe von Svenja Huth leitete die eingewechselte Kim Kulig weiter, Garefrekes reagierte am schnellsten.

Rückspiel am Samstag
Das Rückspiel im Frankfurter Stadion am Brentanobad findet am Samstag um 14 Uhr statt. Die Partie wird live im ZDF übertragen.

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16 Kommentare »

  • Michael sagt:

    Bravo! Kämpferisch und spielerisch gut gegen ein manchmal ziemlich rüdes Arsenal. Sehr schwache Schiedsrichterleistung, leider. Eine Freude wieder einmal, Maroszan spielen zu sehen – die beste auf dem Platz – und: Kim Kulig ist wieder da!! Crnogorcevic klasse beim 1:0, Landstroem mit großem Einsatz, Weber eine ganz wichtige unermüdliche Kämpferin. Frankfurt kriegt die Kurve!!!

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  • Michele sagt:

    Toll gekämpft, Mädels! Wenn der FFC am Samstag genauso konzentriert und engagiert zu Werke geht, sieht es gut aus fürs Finale.

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  • Michael sagt:

    849 Zuschauer bei einem Championsleague-Halbfinale – das ist kläglich! Schon allein deshalb wünsch ich dem FFC die Finalteilnahme.

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  • Krissi sagt:

    @Michael & Michele: Volle Zustimmung!!! Es gibt noch wenigstens einen deutschen Hoffnungsschimmer 😉 @Michael: ich bin der Meinung, dass Arsenal sogar (mindestens?) eine rote Karte hätte kriegen müssen – wegen des Nachtretens von Ludlow gegen Weber! Aber wie du schon richtigerweise feststelltest war das heute eine ziemlich schwache – um nicht zu sagen: schlechte – Schiedsrichterleistung!

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  • Guido sagt:

    Dass Sven Kahlert sich traute, Kim Kulig ausgerechnet in der Schlussphase eines auf der Kippe stehenden CL-Halbfinals erstmals nach ihrer Verletzung zu bringen, zeigt, dass sie sich im Training schon wieder hohes Vertrauen beim Trainer erarbeiten konnte. Sie scheint auf einem guten Weg zu sein. Sehr erfreulich, genau wie Dzsenifer Marozsans klasse Leistung trotz ihrer letzte Woche erlittenen Verletzung.

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  • Herr Schulze sagt:

    Glückwunsch an die Frankfurterinnen. Jetzt nur noch einmal die Nerven behalten und das Finale ist erreicht. Dzenifer Maroszan, stand zu lesen, ist für Sandra Smisek eingewechselt worden. Und dann auch noch: beste Franfurterin, wie es oben heißt! Da muss es eine Wunderheilung gegeben haben. Toll dass auch Kim Kulig endlich spielt, das macht doch Mut. Und hoffentlich ist Sandra Smisek nicht verletzt. Vielleicht gibt es ja noch einen ausführlicheren Bericht.

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  • waiiy sagt:

    2 Stürmerinnen von Anfang an!!! Wer hätte das gedacht, dass man damit ein Spiel erfolgreich bestreiten kann??? Was Sven Kahlert nur zum Umdenken bewogen hat… 😉

    Glückwunsch nach Frankfurt! Das Daumen drücken hat sie gelohnt. Gebt alles und erfüllt Euch den Traum vom Finale in München! 🙂

    Welcome back Kim! 🙂

    waiiy

    PS: Eigentlich sollte zu diesem Thema viel mehr geschrieben werden als zur Leistung von Potsdam. Also gebt Gas! 🙂

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  • Michael sagt:

    @waiiy
    Ich weiß zwar nichts, habe aber so meine Vermutung: seit klar ist, dass Landstroem definitiv geht, darf sie wieder von Anfang an spielen…
    Auch in früheren Spielen zeigte sie ihre technischen Fähigkeiten und – insbesondere -, dass sie den Ball dadurch länger behaupten kann. In den Kurzeinsätzen, die ihr zuletzt zugestanden wurden, glänzte sie dagegen durch Lustlosigkeit. Ich habe so den Verdacht, dass hier ein Machtkampf vom Trainer geführt wurde – sie hat,glaube ich, durchaus auch ihren eigenen Kopf.

    Das ist meine private Erklärung für die zwei Stürmerinnen.

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  • Michael sagt:

    @waiiy
    Zu Deinem PS:
    Aber die Gründe für die vornehme Zurückhaltung kennst Du doch selbst!
    Den Sieg eines „Blutsaugervereins“ (fisch) kann man doch höchstens durch Nichtbeachtung würdigen…

    Ich hatte mich jetzt für ein halbes Jahr lang nicht mehr geäußert, weil ich diesen Diskussionsstil satt hatte.

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  • waiiy sagt:

    @Michael: International zählt das alles nicht. Da ist Frankfurt „unser“ Verein. Da sollte man über den Schatten springen können…

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    Glückwunsch nach Frankfurt. Das ist mindestens eine tolle Ausgangsbasis fürs Rückspiel. Durch ist man noch nicht, aber eigentlich sollte da nichts mehr anbrennen. Ein CL-Finale auf deutschem Boden ohne deutsche Beteiligung sollten wir uns nicht wünschen. Vor leeren Rängen wäre das doch eine schlechte Werbung für den Frauenfussball. Vor allem freut es mich für Kim Kulig. Endlich hat ihre lange Leidenszeit ein Ende. Hoffentlich ergeht es ihr nicht wie Julia Simic

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  • DAWIDenko sagt:

    @waiiy: „International zählt das alles nicht da. Da ist Frankfurt „unser“ Verein. Da sollte man über den Schatten springen können“
    … Danke schöner kann man es, glaube ich kaum formulieren.

    Man kann sich wirklich freuen über Frankfurts Auswärtssieg. Auch wenn man sicherlcih berechtigt vieles an ihnen kritisieren kann und einiges an personellen und taktichen Entscheidungen unverständlicherscheint. Kann man den Frankfurterinnendiese Saison ihre kämpferische Leistung nicht absprechen. Gerade in den Pokalwettbewerben haben sie dies immer wieder bestätigt. Gestern gegen Arsenal und letzte Woche gegen Duisburg im Pokal.
    Mein Glückwnsch und alles Gute für das Rückspiel.

    Ich hoffe, das „Maro“ nicht zu früh zurückkam und medizinisch keine Bednken wegen ihres Einsatzes im Raum standen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenigstens mal eine Stunde ansehnlichen erfolgreichen dt. FF am Sonntagabend bei EUROSPORT. Bin zwar fern jeglicher Behauptung, dass damit die schmerzende Wunde, verursacht von dem zuvor Gesehenem, überdeckt wurde, aber ich freue mich, dass es doch anscheinend wenigstens einen dt. CL-Finalteilnehmer geben wird.
    Prima fand ich in dem Zusammenschnitt das Spiel der eingewechselten und eigentlich verletzten Maroszan, wo man bei dem phasenweise recht britisch-ruppigen Spiel der Arsenal-Ladies absolut mitlitt. In der einen Szene, wo sie recht brutal angegangen und auch auf dem Platz behandelt wurde, spürte man nahezu identischen Schmerz und war sichtlich erleichtert als es bei Maro weiterging. 😉

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  • Lucy sagt:

    Glückwunsch nach Frankfurt, toll gekämpft und am Ende auch verdient gewonnen 🙂

    Ich hoffe, sie können am Samstag wieder einen Sieg draus machen, dann freue ich mich richtig auf München. Bin so oder so da, egal was kommt, aber sollte wenigstens Frankfurt im Finale stehen, noch viel lieber… 😉

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  • Sokrates sagt:

    Bemerkenswert war das hohe Tempo, das aggressive Zweikampfverhalten und die offensive Spielweise beider Mannschaften von der ersten bis zur letzten Minute. Insbesondere Sven Kahlert ist über seinen Schatten gesprungen und hat endlich eine offensivere Aufstellung mit zwei Stürmerinnen gewählt wie schon vier Tage vorher im Buli-Spiel gegen Leverkusen. Er hat diesmal keinen übermäßigen Respekt vor dem Gegner gezeigt und übermäßige Vorsicht walten lassen wie sonst meistens in dieser Saison. Dafür ist er belohnt worden mit einem Auswärtssieg und einem relativ guten Leistung seiner Mannschaft. Besonders stark fand ich die Abwehrarbeit der Viererkette gegen den relativ guten Sturm von Arsenal. Bezeichnenderweise hat Laura Harvey alle drei namhaften Stürmerinnen der Arsenal Ladies während der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Weiterhin hatte der FFC gewisse Vorteile im Mittelfeld – vor allem nach der Einwechselung von Maro. Von Arsenal kamen zu wenig spielerische Impulse nach vorn aus dem Mittelfeld; insbesondere Katie Chapman enttäuschte. Kim hat mir mit ihrer Ruhe am Ball und ihrem fehlerlosen und sauberen Kurz- und Flachpassspiel und ihrer körperlichen Präsenz gut gefallen, auch wenn man ihr verständlicherweise noch eine gewisse Vorsicht anmerkte. Sveni war verbessert und hat sich rassige Zweikämpfe mit Alex Scott geliefert. Der FFC hat jetzt mit Crno, Sveni, KG und Lira relativ viel Speed im im Offensivbereich. Die Geschwindigkeit muss man ausspielen. Vor allem Ana hat ihre besten Szenen, wenn sie aus der Bewegung kommt.

    Hervorheben möchte ich, dass das Frankfurter Spiel ohne Lira einmal mehr schneller war als mit ihr. Der Ball wurde schneller weitergepasst und es gab kein Schaulaufen mit Ball. Es ist sehr bedauerlich, dass Liras Spielweise immer noch nicht umgestellt wurde auf One-Touch. Sie würde sich und ihrer Mannschaft einen Gefallen tun, wenn sie viel öfter den Ball direkt weiterspielen würde. Das Ballgefühl und die Technik hat sie dafür.

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  • wfm sagt:

    @Sokrates
    Endlich mal ein Philosoph unter den FFFans!! Und dann auch noch eine schöne fachkundige Einschätzung!

    Zu Lira muss man sagen, dass die Ehe zwischen ihr und dem 1.FFC Frankfurt noch nicht wirlich harmonisch verläuft und dass die Zeit des Zusammenraufens noch nicht vorbei ist. Aber – sie ist trotzdem sehr wertvoll für die Mannschaft, denn sie ist dort die aktuelle Topscorerin. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle gehen neben dern 6 Toren 10 Assits auf ihr Konto.

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