Bayern München stürmt ins DFB-Pokalfinale

Von am 9. April 2012 – 14.48 Uhr 10 Kommentare

Der FC Bayern München hat nach dem 1. FFC Frankfurt mit einer überzeugenden Leistung das Finale des DFB-Pokals am 12. Mai in Köln erreicht. Die Münchnerinnen setzten sich im heimischen Sportpark Aschheim dank der Treffer der US-Winterimporte Nicole Cross und Sarah Hagen deutlich gegen den Hamburger SV durch.

Beim 5:2 (4:1)-Sieg erzielten Nicole Cross (2., 7.) und Sarah Hagen (27., 45.) die Münchner Treffer, für die Hanseatinnen war Marie-Louise Bagehorn (5.) und Aferdita Kameraj (90.) erfolgreich.

Highlights des Spiels anschauen

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Früher Führungstreffer
Der FC Bayern drückte von Beginn an aufs Tempo, Laura Feiersinger holte nach nicht einmal einer Minute mit einem geblockten Schuss einen Eckball heraus. Der sollte sich bezahlt machen, denn Katharina Baunach flankte maßgerecht in den Strafraum, von Sarah Hagen über Cross fand der Ball den Weg ins Netz (2.).

Cross trifft erneut
Und die 1 480 Zuschauer bekamen in einer turbulenten Anfangsphase gleich noch mehr Treffer serviert. Marie-Louise Bagehorn brachte mit einem direkt verwandelten Freistoß früh die Hoffnung zurück (5.), doch nach schöner Vorarbeit von Baunach und Carina Wenninger hatte Cross eine schnelle Antwort parat und brachte die Bayern wieder in Führung (7.). Das Team von Trainer Thomas Wörle spielte weiter druckvoll nach vorne, Hagen traf allerdings nur die Latte (13.).

Frauenfußball - FC Bayern München

Sarah Hagen (2. v. li.) freut sich mit ihrem Team über den Einzug ins DFB-Pokalfinale © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Hagen düpiert HSV-Defensive
Doch eine knappe Viertelstunde später war die US-Amerikanerin zur Stelle, als sie nach Vorarbeit von Vanessa Bürki den dritten Münchner Treffer erzielte (27.). Und für die wacklige Hamburger Defensive sollte es noch dicker kommen, denn fast mit dem Halbzeitpfiff traf Hagen mit einem Drehschuss aus dem Gedränge erneut (45.).

Zwei HSV-Wechsel
Mit zwei Wechseln versuchte HSV-Trainer Achim Feifel dem Spiel noch einmal eine andere Richtung zu geben, zur zweiten Halbzeit kamen Christine Schoknecht für Maja Schubert und Maike Timmermann für Jessica Wich. Doch die Gastgeberinnen hatten keine Mühe, das Spiel unter Kontrolle zu halten.

Hagen trifft ein drittes Mal
Bürki scheiterte nach Flanke von Feiersinger nur um Zentimeter mit ihrem Kopfball (60.). Doch Hagen krönte ihre starke Leistung nach Eckball Baunach mit ihrem dritten Treffer (72.). Auch der HSV ließ noch einmal einen Hauch Gefahr aufblitzen, Silva-Lone Saländer traf aus gut 20 Metern die Latte (75.), Aferdita Kameraj verkürzte in der Nachspielzeit (90.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Zonk sagt:

    Ob Bayern Niki Cross behalten wird? Ich hoffe darauf!

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  • JottKah sagt:

    Das freut mich für den FC Bayern! Nach den schlimmen Nachrichten der letzten Woche (Simic, Wimbersky) habe ich damit nicht unbedingt gerechnet. Zumal der HSV in den letzten Wochen im Aufwind war.

    @Zonk: Der Verein sollte unbedingt versuchen, Niki Cross zu halten. Aber definitiv auch „Apple“ Hagen!

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  • Lucy sagt:

    Glückwunsch nach München 🙂

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  • Fußballmama sagt:

    Freu,freu,freu mich !!!!!!!!!!!

    Mädels , das war der Wahnsinn !!

    So könnts auch gegen Frankfurt klappen…

    Generalprobe am 25.04. 19 Uhr …….

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  • Markus Juchem sagt:

    Hier gibt es die Highlights des Spiels:

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  • spoonman sagt:

    Müsste das erste Mal sein, dass der FCB in beiden Endspielen (Männer + Frauen) steht, oder? Wie schön wär’s jetzt, wenn beide Finals noch im selben Stadion stattfinden würden…

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  • FFFan sagt:

    Glückwunsch an den FC Bayern! Die ‚Wintereinkäufe‘ haben sich ja wirklich gelohnt.

    Ja, wenn das Finale jetzt noch in Berlin wäre, hätten die Bayern-Ladies ein ‚Heimspiel‘ vor Tausenden Bayern-Fans. So aber werden sie in Köln wohl nur von einer kleinen Anhängerschar unterstützt. Auch die geballte DFB- und FCB-Prominenz wird wohl eher in Berlin sein…

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  • waiiy sagt:

    Eigentlich sollte Frankfurt haushoher Favorit sein. Aber sie sind verwundbar und können sehr schlecht ihre Taktik ändern, wenn es von Anfang an nicht so läuft wie gedacht. Von daher könnte die bessere Trainerleistung an dem Tag den Ausschlag geben. Wenn Bayern mental und taktisch vorbereitet ist, haben sie eine Chance, die nicht zu unterschätzen ist.

    Glückwunsch nach München!

    waiiy

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  • Guido sagt:

    Der FC Bayern hat auch in NRW viele Fanclubs. Da ja viele FCB-Fans nicht die Möglichkeit haben dürften, nach Berlin zu fahren, kann ich mir schon vorstellen, dass eine größere Zahl von ihnen stattdessen nach Köln fährt, um sozusagen zum Anwärmen vor dem TV-Abend schon mal die Frauen zu supporten. Rekordmeister Frauen gegen die Frauen-Mannschaft des Rekordmeisters bei den Männern – das ist ja schon eine interessante Konstallation. Das lässt auf ein stimmungsvolles Finale hoffen.

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  • FFFan sagt:

    @ Guido:
    „Rekordmeister Frauen gegen die Frauen-Mannschaft des Rekordmeisters bei den Männern – das ist ja schon eine interessante Konstallation.“

    Der 1.FFC Frankfurt wird zwar manchmal als „FC Bayern München des Frauenfußballs“ bezeichnet, aber Rekordmeister ist er mit bislang sieben Meistertiteln nicht!

    Rekordmeister ist im deutschen Frauenfußball je nach Lesart entweder die SSG Bergisch Gladbach (9x DFB-Meister) oder Turbine Potsdam (5x DFB-Meister + 6x DFV-Bester).

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