EM-Quali: Matchball für DFB-Elf

Von am 5. April 2012 – 10.23 Uhr 5 Kommentare

Für Deutschland ist das heutige EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz in Aarau (ab 18.00 Uhr live im ZDF) wohl die letzte Hürde beim Unterfangen, sich einen direkten Startplatz für die UEFA Women’s EURO 2013 in Schweden zu sichern.

Denn die DFB-Elf würde mit einem Erfolg bei den Schweizerinnen nicht nur die Tabellenführung festigen, sondern stünde danach mit noch zwei ausstehenden Heimspielen gegen Rumänien und die Türkei und einem Auswärtsspiel in Kasachstan vor mehr als lösbaren Aufgaben.

Sehr gute Ausgangslage
„Wir haben uns eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet, um uns als Tabellenerster direkt für die EURO 2013 in Schweden zu qualifizieren“, freut sich Bundestrainerin Silvia Neid, dass der 5:0-Erfolg gegen Spanien in Mannheim den Weg nach Schweden geebnet hat, auch wenn es trotz des klaren Erfolgs sowohl im Offensivspiel als auch im Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft noch Luft nach oben gab.

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Kein Selbstläufer
Doch Neid warnt davor, die Partie in der Schweiz als Selbstläufer zu betrachten. „Das Team besitzt insgesamt eine hohe Qualität. Das haben wir schon in der ersten Begegnung gesehen. Schon damals hat uns die Schweiz das Leben schwer gemacht hat“, so Neid in Erinnerung an den 4:1-Sieg im vergangenen September in Augsburg. Die derzeit noch verletzte Stürmerin Inka Grings hat bei den Schweizerinnen allerdings Defizite in puncto Athletik und Spieltempo ausgemacht.

Frauenfußball - Freude bei Alexandra Popp (re.) und Lira Bajramaj

Alexandra Popp (re.) und Lira Bajramaj wollen auch in der Schweiz jubeln © Nora Kruse / ff-archiv.de

Individuelle Klasse soll den Unterschied machen
Inzwischen hat bei der Schweiz Martina Voss-Tecklenburg das Traineramt übernommen, was die Aufgabe für die deutsche Elf nicht leichter machen dürfte. „Wir sind uns bewusst, dass Martina unsere Spielphilosophie und vor allem auch unsere Spielerinnen sehr genau kennt. Uns ist klar, dass sie deren Stärken und Schwächen genau einzuordnen weiß“, so Neid. Dennoch sei sie aufgrund der individuellen Fähigkeiten ihrer Spielerinnen vom Erfolg der DFB-Auswahl überzeugt.

Bartusiak-Einsatz fraglich
Nach ihrer Sperre im Spiel gegen Spanien steht Innenverteidigerin Saskia Bartusiak wieder zur Verfügung. Ob sie zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich, da sie zuletzt mit Problemen in der Wade zu kämpfen hatte. „Wir wollen definitiv die drei Punkte haben“, verspricht Célia Okoyino da Mbabi, dass sie auch gegen die Schweizerinnen topmotiviert sein wird, ihre herausragende Torbilanz von zehn Treffern in den vergangenen drei Spielen weiter auszubauen.

Schweiz will Nadelstiche setzen
Doch die Schweizerinnen wollen der DFB-Elf die Punkte nicht kampflos überlassen. „Das Ziel ist kompakt zu stehen, Nadelstiche zu setzen und Deutschland das Leben so schwer wie möglich zu machen“, so Voss-Tecklenburg, nachdem ihr Team am vergangenen Samstag mit 5:0 gegen die Türkei gewann.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • karl sagt:

    Markus: Der Satz : „Die derzeit noch verletzte Stürmerin Inka Grings hat bei den Schweizerinnen allerdings Defizite in puncto Defizite und Spieltempo ausgemacht“. Wahrscheinlich sollte das 2te
    Defizite Athletic oder sowas heissen, denn wenn sie Defizite in Puncto Defizite haetten waeren sie ja fast perfekt.
    Wie auch immer, ich bin mal gespannt wie es laufen wird, denn die Schweizer Mannschaft steht ja praktisch schon mit dem Ruecken zur Wand. Wenn die heute nicht Punkten ist die Euro fuer die gelaufen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @karl. Oh, danke, ist korrigiert. Defizite in puncto Defizite wäre schön. 😉

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  • waiiy sagt:

    Spielt ein Großteil der Startformation der Schweizer nicht im Ausland (Moser, Bachmann, Dieckenmann, Crno, Bürki)? Das sind schon sehr „profunde“ Kenntnisse, die Inka Grings da einsetzen kann. Oder war sie heimlich beim Training der Schweizer N11 dabei?

    Die deutsche Elf sollte sich quasi von selbst aufstellen. So, wie sie in der 2. Halbzeit gegen Spanien begonnen hat. Schön wäre es, wenn Silvia Neid gleich von Beginn Popp für Bresonik bringen würde (Mittag dann auf rechts).

    Btw: Im anderen Spiel wird es „knapp“: nach 76 Minuten führt Spanien „nur“ mit 11:0 gegen Kasachstan.

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    @waiiy: Das wäre genau meine Aufstellung. Falls sie fit ist würde ich mir nur Bartusiak für Krahn wünschen.

    Spanien hat 13:0 gewonnen, ist aber mit einem schlechteren Torverhältnis immer noch hinter Deutschland.

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  • Markus Juchem sagt:

    Startaufstellung: Schult – Bresonik, Krahn, Bartusiak, Peter – Odebrecht, Goeßling – Bajramaj, Mittag, Behringer – Okoyino da Mbabi

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