Frankfurt lässt Landström nicht ziehen

Von am 4. April 2012 – 16.05 Uhr 28 Kommentare

Frauenfußball Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat bestätigt, dass Stürmerin Jessica Landström den Verein nach Saisonende verlassen wird, einer vorzeitigen Vertragsauflösung aber eine Absage erteilt.

„Wir haben keinen neuen Vertrag mit ihr abgeschlossen“, bestätigte Frankfurts Manager Siegfried Dietrich auf Anfrage gegenüber Womensoccer, dass die Schwedin über den 30. Juni 2012 hinaus nicht mehr für die Frankfurterinnen spielen wird.

Keine vorzeitige Freigabe
Doch einem vorzeitigen Wechsel zu Djurgårdens IF in die schwedische Damallsvenskan, deren neue Saison am 9. April beginnt, erteilt Dietrich eine Absage. „Es gab eine Anfrage, ob sie früher wechseln kann, doch da wir kein Überangebot an Stürmerinnen haben, kommt ein sofortiger Wechsel nicht in Frage.“ Der schwedische Verein hatte heute den Wechsel auf seiner Website als vollzogen vermeldet, ohne allerdings den Beginn der Vertragslaufzeit zu nennen.

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Frauenfußball - Jessica Landström

Jessica Landström wird den 1. FFC Frankfurt verlassen © Nora Kruse / ff-archiv.de

Knotzen geplatzt?
Im Abschiedsspiel für Birgit Prinz zeigte die 27-Jährige zuletzt eine starke Leistung. Dietrich hofft, dass bei Landström für die verbleibenden wichtigen Saisonspiele und dem Tanz auf drei Hochzeiten in Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA Women’s Champions League der „Knotzen geplatzt“ ist.

Highlights im Wochen-Rhythmus
Am Ostersonntag trifft der 1. FFC Frankfurt im Halbfinale des DFB-Pokals auf den FCR 2001 Duisburg. Am 15. und 21. April stehen dann bereits die beiden Halbfinalspiele der UEFA Women’s Champions League gegen Arsenal LFC auf dem Programm.

In der Bundesliga hat Frankfurt als Tabellendritter mit nur vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter 1. FFC Turbine Potsdam ebenfalls noch alle Chancen auf den Meistertitel und die Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League 2012/13.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Zonk sagt:

    Also darf sie,anstatt dass sie auf Torejagd in Schweden geht, den Rest der Saison wieder von der Bank aus zusehen.super gemacht,FFC! 🙁

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  • Ina sagt:

    Tja, hoffentlich bekommt sie auch tatsächlich öfter Einsätze beim FFC F. in denen sie sich v.a. für die Nationalmannschaft beweisen kann, da sie ja wohl so wie ich es verstanden habe aufgrund der seltenen Einsätze mehr oder weniger aus dem Natio-Team raus war.

    Bevor ich jetzt meine Kritik äußere sage ich lieber offen und ehrlich, dass ich gegenüber Frankfurt sowieso nicht positiv gestimmt bin, daher sind folgende Meinungsäußerungen vielleicht voreingenommen, aber das sind nunmal meine Eindrücke:

    Ich finde es sehr bedauerlich für Landström, dass ihr hier Steine in den Weg gelegt werden, denn würde sie jetzt schon wechseln können hätte sie m.E. nach einem „Neuanfang“ u. neuer Umgebung mehr und v.a. schnellere Chancen sich für Schweden wieder zu beweisen als nun eventuell (oder wahrscheinlich, so wie man Frankfurt kennt?) doch wieder auf der Bank zu versauern.

    Meiner Meinung nach interessiert sich Frankfurt nicht für sie als Spielerin und ihre Zukunft, sondern ausschließlich für den Vorteil, den sie nun durch ihre bessere Leistung aus ihr schlagen können. Vlt. muss das ja auch normal sein für einen Verein?! Wenn ja ist das erschreckend.

    Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe wirklich, dass sie möglichst viele Einsätze bekommt, denn wenn nicht ist Frankfurt gänzlich durch bei mir, insofern das noch geht.

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  • Ralf Wolfram sagt:

    Das ist keine spielerfreundliche Entscheidung.

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  • Ralf sagt:

    Das ist ja sehr fair,FFC! Lasst sie lieber auf der Bank versauern – da kann man nur den Kopf schütteln.

    Schön die Zukunft verbauen… -.-

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  • speedy75 sagt:

    Man sollte ihr auch mal eine Chance einräumen spielen zu können die restliche Saison sonst macht das ja keinen Sinn.

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  • Rainer sagt:

    Vertraglich ist sie natürlich gebunden. Damit allerdings dürfte Jessica leider keine Chance mehr haben, sich für den Kader für Olympia zu empfehlen. Nach London darf man nur 18 Spielerinnen mitnehmen und da Nationaltrainer Dennerby jetzt auf das System 4-2-3-1 setzt, werden wohl Lotta Schelin und Madelaine Edlund den Vorzug bekommen.
    Er hat das damit begründet, dass Jessica zu wenig spielt. Das wird wohl auch so bleiben.Leider.

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  • Ramona Lippoldt sagt:

    Da hat doch frankfurt wieder seinen charakter gezeigt 😉

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  • FFFan sagt:

    Man sieht ja gerade bei Bayern München, wie schnell es passieren kann, dass auf einmal mehrere Spielerinnen verletzt ausfallen. Der Kader des 1.FFC Frankfurt ist nicht gerade überdimensioniert und man ist noch in drei Wettbewerben vertreten. Es kann also gut sein, dass jede Spielerin noch gebraucht wird. Von daher habe ich Verständnis für die Haltung des Vereins.

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  • WalesGER sagt:

    Die Begründung vom FFC ist unter aller Kanone… und da wundert man sich dort, das die Fans ( die jahrelngen Fans) langsam keinen Bock mehr auf den verein und den Vorstand etc haben..
    für Landis eine BITTERE Entscheidung und ein totaler Widerspruch zu dem wie man sie in den letzten Wochen ja Monaten behandelt hat…
    Kahlert setzt die wenigen Stürmerinnen nicht ein und wenn dann nur sehr spät…besonderes Landström muss teilweise volle 90 oder aber 80 Minuten auf der Bank versauern und dann von einer Notwendigkeit des „bleibens“ zu sprechen, weil man sie ja als Stürmerin braucht ist lächerlich.

    Natürlich hat sie wenig von ihrer tatsächlich möglichen Leistung gezeigt sowohl bei der WM als auch danach…aber da war beim FFC das „Kind sowieso schon in den Brunnen gefallen“
    Kahlert scheint sie nicht sehr hoch ähm to rate her… also bei ihm ist sie wohl nicht so hoch angesehen und darum lässt er sie auf der Bank versauern..
    dass dadurch das Selbstvertrauen und die Spielpraxis leidet ist jedem klar..und ich stimme meinem Vorredner zu…damit dürfte die letzte Chance für Olympia vermutlich bei Landis so gut wie dahingeschwunden sein…
    jedenfalls ist es ja gut und schön auf Vertragserfüllung quasi zu pochen ( was anderes macht der FFC nicht) aber dann sollte man die SPIELERIN auch SPIELEN lassen …

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  • herrs schulze sagt:

    Es ist nur verständlich, wenn Jessica Landström gehen will. Und es ist ein Hohn, dass die Vereinsführung plötzlich davon spricht, dass nach Eindruck ihres Auftritts beim Birgit-Prinz-Abschied „der Knoten“ geplatzt sein könne.
    Es war ihr erster und einziger Einsatz seit Langem, der länger als ein paar Alibiminuten dauerte. Und wäre es ein normales Spiel gewesen, dann hätte sie unter dem tollen Trainer wohl kaum gespielt.
    Der Knoten sitzt beim FFC bei denen, die mit dem besten Kader der Liga nichts anzufangen wissen und Spielerinnen vergraulen.

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  • Jennifer sagt:

    Die Fans des Frauenfussballs sind bestimmt nicht auf den Kopf gefallen – es tut mir sehr leid um Jessica Landström. Hoffentlich schmeisst Frankfurt den Kahlert bald mal raus!

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Eher läuft Frankfurt mit allen verbleibenden Abwehrspielerinnen auf als das Landström spielt. Oder mit zwei Torhüterinnen.
    Machen wir uns nichts vor, Landström steht in der Hierarchie in Frankfurt auf Listenplatz 19, noch hinter Chojnowski. Das bedeutet, sollten nicht 8 Spielerinnen (7 Feldspielerinnen) ausfallen, sitzt Landström auf der Bank. Und daran wird sich unter Kahlert auch nix mehr ändern.
    Man sieht es doch schon, wenn sogar eine Lewandowski wieder spielt, eine Landström aber auf der Bank sitzt, dann sollte man nichts Derartiges heucheln.
    Landström dient in Frankfurt doch lediglich noch als Notnagel, damit man überhaupt jemanden aufs Feld schicken kann. Oder fürs Papier, damit es wenigstens den Anschein hat, dass Frankfurt offensiv existent ist!

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  • wfm sagt:

    Ja Frankfurt ist schon ein böser Verein. Was macht es denn schon, wenn die noch in 3 Wettbewerben sind und gerade erst wieder auf die 2 frisch genesenen langzeitverletzten Crnogorcevic und Chojnowski – eine 17 jährige Schülerin – setzen können. Da kann man doch eine – wie es scheint sich gerade aus einem langen Formtief herhausarbeitende – Stürmerin gut verzichten. Die haben ja auch in letzter Zeit ohne ihre Stürmerinnen nur so Tore am Fließban geschossen. Unglaublich dieser Laden.

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  • speedcell sagt:

    sehr unverständlich. vielleicht will man nur nicht die zuschauer verlieren,die nur wegen ihr zu spielen des FFC kommen ? anders kann ich mir dieses verhalten nicht erklären.
    wenn ich jessica wäre, würde ich mich gemütlich auf die bank setzen und meinen kontoauszug bewundern.

    aber mal im ernst…wenn man sowieso ohne stürmerin spielt,warum lässt man dann eine topspielerin nicht ziehen,die noch chancen auf olympia hat und bei jedem anderen verein spielen würde ? willkommen beim FFC.

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  • Winter sagt:

    Wie es anders geht, hat das Beispiel von Anja Mittag gezeigt. Aber bekanntlich gehören dazu zwei verlässliche Partner.

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  • Ramona Lippoldt sagt:

    sie könnte ja woanders besser sein.. und 2tens bestimmt immer noch net kahlert das geschehen sondern der sigi und der hat anscheinend nen psychologen nötig.. der denkt auch er ist wer

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  • Ramona Lippoldt sagt:

    wenn frankfurt ach so toll ist wie sie immer sagen also mit frankfurt meine ich den sigi… wieso schaffen sie es dann nicht nen abschiedsspiel von birgit beim hessen laufen zu lassen. oder ard und zdf? sie sind doch alle so toll im verhandeln, wieso muss sich eurosport erbarmen? weil eurosport der einzige sender ist der hinterm frauenfußball steht

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  • wfm sagt:

    @Jennifer
    „es tut mir sehr leid um Jessica Landström. Hoffentlich schmeisst Frankfurt den Kahlert bald mal raus!“

    Ja der Kahlert ist schon ein schlimmer Sadist, der mit Vorliebe Stürmerinnen quält und wenn es ihn den eigenen Job kostet. Da steht er in einer Linie mit etlichen Bundesligatrainern bei den Männern, die sich auch ein Vergnügen daraus gemacht haben, z.B. Klose, Gomez, Handke oder Helmes monatelang auf der Bank schmoren zu lassen.

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Man sieht es doch schon, wenn sogar eine Lewandowski wieder spielt, eine Landström aber auf der Bank sitzt…“

    Was willst du damit sagen? Dass eine formstarke Abwehrspielerin nicht einer (bislang) formschwachen Angreiferin vorgezogen werden darf? Die beiden konkurrieren doch wohl kaum um dieselbe Position!

    Es ist offensichtlich, dass ‚Landis‘ bei Kahlert nicht sehr hoch im Kurs steht, aber im Dezember war man sehr froh, sie zu haben, als Bajramaj UND Crnogorcevic verletzt waren. Eine solche Situation kann jederzeit wieder eintreten.

    @ Winter:
    „Wie es anders geht, hat das Beispiel von Anja Mittag gezeigt.“

    Ja, genau! Aber die (durch eine Ablösesumme ‚versüßte‘!) Entscheidung, sie schon in der Winterpause aus ihrem Vertrag zu entlassen, ist nicht bei allen Turbine-Fans auf Gegenliebe gestoßen. Nicht wenige (auch hier im Kommentarbereich von Womensoccer!) haben das kritisiert und hätten sich vermutlich eine ‚harte‘ Haltung gewünscht, um den sportlichen Erfolg nicht zu gefährden.

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  • Andreas sagt:

    Das ist ja mal wieder eine Diskussion, geprägt von der Hassbrille, die hier viele gegenüber dem FFC aufhaben. Da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln. Die Spielerin hat nun mal einen Vertrag bis zum Saisonende und der muss erfüllt werden und angesichts der Belastung aus den 3 Wettbewerben, in denen man noch vertreten ist, ist es sehr gut nachvollziehbar, dass der Verein die zusätzlich Option nicht aus der Hand geben will. Der Vergleich mit Anja Mittag ist unangebracht. Sie ist eine langjährige verdiente Spielerin. Da sind solche Entscheidungen normal, aber doch nicht bei einer Spielerin, die noch nicht lange im Verein spielt. Trainer und Manager müssen in erster Linie das Wohl des Vereins im Blick haben und da ist diese Entscheidung absolut legitim, auch wenn die Spielerin gerne vorher gegangen wäre. Im übrigen hat diese Entscheidung auch nichts mit der vielleicht kritikwürdigen Leistung von Kahlert als Trainer zu tun.

    Was wird denn im Männerfussball immer die Legionärsmentalität der Spieler kritisiert, die ihre Vereine mit mangelnder Arbeitseinstellung erpressen, sie aus ihren gültigen Verträgen herauszulassen und jetzt wird hier dieser Mentalität das Wort geredet. Kann ich echt nicht nachvollziehen.

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  • mrx sagt:

    Wie immer gilt: „Wenn dich deine Feinde loben, hast du etwas falsch gemacht. Tadeln sie dich, dann bist du auf dem richtigen Wege.“

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  • waiiy sagt:

    Also erstmal muss man es auch Vereinssicht sehen. Wenn man sich da das Gehalt bis Juli leisten kann, kann man sie auch da behalten. Man weiß nie, was passiert.

    Aber natürlich hat Sheldon, wenn auch in seiner gewohnt unbarmherzigen Sicht, recht. Es muss schon viel passieren, dass Landis noch richtige Einsätze kriegen wird. Das zeigt allein schon der Umstand, dass sie unbedingt jetzt weg will, wo sie doch noch 3 Titel holen könnte…

    Was ich nicht verstehe, ist das Frankfurter Publikum. Wenn es alle (so wie ich auch) als so ungerecht empfinden, dann sollte man das im Stadion doch mal lautstark und sichtbar zeigen. Ich wäre gespannt, was passieren würde, wenn 90 Minuten „Landis“-Rufe im Stadion ertönen würden. Vielleicht bleibt ja dann das unvermeidliche „Ecke-Ecke-Ecke-Tor-Tor-Tor“ (was schon sehr witzig ist bei den Behringer-Ecken…) weg.

    waiiy

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  • Lakshmi sagt:

    „Wie es anders geht, hat das Beispiel von Anja Mittag gezeigt“

    Ich kann mir vorstellen, daß es Turbine Potsdam mittlerweile bedauert.

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  • waiiy sagt:

    @Lakshmi: Ich würde es eher „Wehmut“ nennen, nicht bedauern. Ich denke schon, dass es in erster Linie eine faire, denn eine monetäre Geste war. Aber ich gehe nicht davon aus, dass sie ihre mentale Befreiung und die damit einhergehende Lockerheit, die sie jetzt zeigt, erlangt hätte, wenn sie in Potsdam geblieben wäre. Von daher war und ist alles richtig gelaufen.

    Und ehrlicherweise sind wohl alle Potsdamer Fans auch ein wenig stolz, wenn sie jetzt groß aufspielt. 🙂

    waiiy

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  • dadida sagt:

    was wollt ihr? soll der frauenfussball langsam aber sicher professionell werden, dann muss man auch mit verträgen professionell umgehen. wenn eine spielerin für einen fixen zeitraum einen vertrag abschließt und dafür geld vom verein bekommt, warum soll der verein dann einer vorzeitigen vertragsauflösung zustimmen? wenn der neue verein so interessiert ist, dann wird er halt ein dementsprechendes ablöseangebot machen müssen, damit der abgebende verein einer vorzeitigen ablöse zustimmt. sehe da nix böses von frankfurt…

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  • speedcell sagt:

    aber wenn der verein ihr zu verstehen gegeben hat,dass sie gehen muss,dann kann sie das doch jetzt machen, vor allem weil sie einen verein gefunden hat.
    das verhalten von frankfurt ist in dem fall schon sehr widersprüchlich.

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  • Jennifer sagt:

    Facebook group „Free Jessica Landström,“ please!

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  • Mel sagt:

    @waiiy
    Landis hat selber nie gesagt dass sie gehen möchte, die Stockholmer haben nach gefragt.. Denn ich glaube ihr fällt der Abschied auf gar keinen Fall leicht.
    und zu deinen 90 Minuten rufe.. die sind schon da..zwar nicht 90 Minuten am stück, aber aller 10 – 20 Minute kannst du sie durch ein Megafon hören. 😀

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