Erst Nervenflattern, dann Torgala

Von am 1. April 2012 – 12.22 Uhr 30 Kommentare

25 Minuten lang musste man sich am Samstag in Mannheim um die deutsche Frauenfußball-Nationalelf gegen Spanien Sorgen machen, doch eine Célia Okoyino da Mbabi in bestechender Form zog den Spanierinnen mit vier Treffern beim 5:0-Sieg nahezu im Alleingang den Zahn.

Die Stürmerin des SC 07 Bad Neuenahr hat in den vergangenen zehn Monaten 20 von 27 Toren in ihrer inzwischen siebenjährigen Nationalmannschaftskarriere erzielt und sich aktuell das Prädikat Weltklasse verdient.

In der ersten Halbzeit erschreckend schwach
Und vor allem ihr erster Treffer gegen Spanien (24.) nach Vorarbeit von Anja Mittag und gewonnenem Kopfballduell von Viola Odebrecht wird als einer der wichtigen in Erinnerung bleiben, denn die DFB-Elf fand im ausverkauften Carl-Benz-Stadion in der Anfangsphase nicht einmal ansatzweise in die Partie und bot eine der schlechtesten Halbzeiten seit langem, nach gut 20 Minuten waren sogar erster Pfiffe im Carl-Benz-Stadion zu hören. Wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wäre den Spanierinnen die Führung gelungen. „Die erste Halbzeit war erschreckend“, konstatierte Okoyino da Mbabi. „Uns sind viele einfache Fehlpässe unterlaufen und wir haben ein Gesicht gezeigt, das wir in dieser Form nicht kannten.“

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Frauenfußball - DFB-Jubel

Viola Odebrecht (re.) bejubelt mit ihren Teamkolleginnen das 1:0 © Nora Kruse / ff-archiv.de

DFB-Elf kann Vorgaben nicht umsetzen
Mit aggressivem Pressing und gepflegtem Kurzpassspiel unterbanden die Spanierinnen geschickt das deutsche Aufbauspiel, darüber hinaus war der DFB-Elf eine gehörige Portion Nervosität anzumerken. Etwa bei Torhüterin Almuth Schult, die in ihrem ersten Länderspiel auf heimischem Boden nicht den allersichersten Eindruck hinterließ. Doch auch andere Akteurinnen liefen an diesem Tag nicht zur Topform auf, Kapitänin Melanie Behringer musste gar bereits nach 25 Minuten den Platz für ihre Frankfurter Teamkollegin Fatmire Bajramaj räumen, Babett Peter übernahm die Kapitänsbinde.

Führungstreffer sorgt nicht für Beruhigung
Und auch der Führungstreffer zeigte nicht die gewünschte Wirkung. „Das Tor hat nicht zur Beruhigung beigetragen“, so Okoyino da Mbabi. Und Mittelfeldspielerin Viola Odebrecht ging nach der Partie hart mit ihrer Elf ins Gericht: „Das Spiel war im Großen und Ganzen nicht dem der deutschen Mannschaft würdig.“

Worte, die dem Gegner aus Spanien allerdings wie Hohn vorkommen müssen. „Wir waren in den ersten 30, 40 Minuten nicht wach und nicht die Mannschaft, die wir sein wollten. Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind zu spät in die Zweikämpfe gekommen und hätten enger stehen müssen. Wir wollten außerdem zehn Meter weiter vorne agieren und haben uns zu sehr in die eigene Hälfte drängen lassen.“

Alexandra Popp, Celia Okoyino da Mbabi

Alexandra Popp (li.) und Celia Okoyino da Mbabi bejubeln das 2:0. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Leistungssteigerung in Halbzeit zwei
Doch in den zweiten 45 Minuten drehte die DFB-Elf auf, vor allem die Einwechslung von Alexandra Popp erwies sich als geschickter Schachzug. Die Duisburgerin erzielte einen Treffer selbst und bereitete einen weiteren Treffer von Okoyino da Mbabi zusammen mit Bajramaj mustergültig vor. Und die Torschützin des Tages spielte mit ihren spanischen Gegenspielerinnen zunehmend Katz und Maus, in puncto Schnelligkeit und Athletik konnte keine Gegnerin Okoyino da Mbabi das Wasser reichen.

Übergewicht im Mittelfeld
Im Mittelfeld eroberte sich die DFB-Elf nun immer schneller die Bälle, den schnellen Kontern hatten die Spanierinnen immer weniger entgegenzusetzen. „In der zweiten Halbzeit lief das wirklich wesentlich besser“, meinte auch Lena Goeßling, die zusammen mit Odebrecht das Spiel auf der Doppel-Sechs nun in den Griff bekam. Und vorne kann sich die Elf derzeit auf die Knipserqualitäten von Okoyino da Mbabi verlassen.

Okoyino da Mbabi als Torgarant
„Bei mir läuft es einfach derzeit rund. Ich fühle mich fit und habe längere Zeit keine größere Verletzung gehabt, dann kann man sich auch weiterentwickeln“, so die 23-Jährige, die auch in der kommenden Saison für den SC 07 Bad Neuenahr spielen wird und somit weiterhin als eine der wenigen Nationalspielerinnen nicht bei einem der vier Großen der Bundesliga unter Vertrag stehen wird. Am Donnerstag geht es für die DFB-Elf in Aarau nun gegen die von Martina Voss-Tecklenburg trainierte Schweiz. „Da wollen wir natürlich definitiv die nächsten drei Punkte holen“, so Okoyino da Mbabi.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • pinkpanther sagt:

    Offtopic: So, jetzt habe ich doch nen live-stream vom kirin challenge cup Japan-USA gefunden 🙂
    Hz Jap-USA 1:0

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  • mas sagt:

    Nach den ersten 25 min. hätte man Behringer und Bresonik auswechseln können. Die Anderen haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber die beiden…

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  • FFFan sagt:

    Celia Okoyino da Mbabi hat derzeit wirklich einen unheimlichen ‚Lauf‘!

    20 Länderspieltore in weniger als 12 Monaten dürften in der knapp 30-jährigen Geschichte der deutschen Frauen-Nationalmannschaft einmalig sein. Celia ist seit Samstag auch die erste deutsche Nationalspielerin, die in drei aufeinanderfolgenden Länderspielen jeweils drei (oder mehr) Tore erzielen konnte.

    Aber von mir aus dürfen diese Bestmarken am Donnerstag gern weiter ausgebaut werden! 🙂

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  • waiiy sagt:

    Ich schließe mich in den meisten Dingen den anderen (auch in dem anderen Thread) an.

    Ich kann nicht verstehen, wie man Melanie Behringer verletzt aufstellen kann. Wenn sie angeschlagen ist, darf sie nicht auflaufen. Sie hat zuletzt selbst verletzungsfrei nicht die Leistung gebracht, die man sich von ihr wünsche würde. Da darf man sie verletzt nicht bringen. Sie hat dann auf dem Feld auch gar nichts gebracht. Die Ecken kamen von ihr wie gewohnt… Da schlägt jede andere Außenspielerin aus vollem Lauf mit verbundenen Augen bessere Flanken, als es Behringer mit ruhendem Ball von der Eckfahne aus schafft…

    Demzufolge konnte Lia Bajramaj auch richtig gut glänzen in dem Spiel. Glückwunsch an sie, dass sie Chance so gut genutzt hat. Das hat ihr auch gegenüber Marozsan geholfen, die für mich unverständlich auch zuschauen musste zu Anfang.

    Die Doppel-6 ist für mich zur Zeit fest besetzt mit Odebrecht und Goeßling. Das passt bei den Beiden. Zur Zeit ist es sicher so, dass Viola eher nach vorn Druck macht und Lena hinten ist. Aber auch das passt sich immer mehr an, je öfter sie zusammen spielen. Glückwunsch nach Wolfsburg, dass man sich das Duo zusammengestellt hat. Ich finde die Laufwege der Beiden auch bei weitem besser als die, die letztes Jahr Simone Laudehr gezeigt hat, die doch oft die Flügel ausgewichen ist, sodass die Mitte verwaist war bzw. dass sie dadurch ihre originäre Aufgabe nicht erfüllt hat.

    Vorn kann man zu Celia einfach nichts sagen. Das ist schon unheimlich. Ich kann mir (trotz laufendem Vertrag) weiterhin nicht vorstellen, dass sie nächste Saison in Bad Neuenahr spielen wird. Wer weiß, wann sie für sich noch einmal die Chance hat, so zu wechseln, wie sie es jetzt mit diesen Leistungen könnte. Und Bad Neuenahr könnte wohl jetzt als erster Verein mal richtig kassieren. Ich bin gespannt, auch wenn jetzt hier sicher wieder viel Kontra kommen wird.

    Positiv aufgefallen ist auch Anja Mittag. Ich habe sie oft sehr kritisch gesehen. Aber nun gefällt sie mir sehr. Sie speilt gelöst, wie zuvor 2 Jahre nicht mehr. Der Wechsel hat ihr sichtlich gut getan. Klar, kann man ihr in Potsdam nachweinen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sie brauchte offensichtlich diesen neuen Kick. Glückwunsch dazu!

    Almuth Schult sagte im Interview, dass sie nicht nervös gewesen sei. Woran lagen die Unsicherheiten dann? Ich denke, dass ein Pflchtspiel dann doch was anderes ist als die Spiele gegen den WM-Dritten und den Weltmeister im Algarve Cup. Aber sie hat sich dann gefangen. Das gefiel mir.

    Für das Spiel gegen die Schweiz hoffe ich nun, dass neben Bartusiak die gegen Spanien Sicherheit gebende Henning spielen wird und nicht die, Löcher in die Wolken schießende, Krahn. Krahn schafft es auch unbedrängt, das Feld zu verfehlen und die Tribünen zu treffen. Insgesamt sieht man aber schon, dass die Potsdamer Verteidigung 2009/2010 und 2010/2011 der Hintermannschaft der N11 Sicherheit gibt. Da kennt man sich halt (auch mit Viola Odebrecht), auch wenn Josi jetzt in Wolfsburg spielt…

    wally

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Ich denke, dass Inka Grings im letzten Jahr sicher 40 Tore und in den letzten 3 Spielen 15 getroffen hätte oder laasee??? 😉

    waiiy

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  • Sokrates sagt:

    @ waiiy: Vielleicht wäre Simon als offensive Mittelfeldspielerin auf dem rechtem Flügel besser aufgehoben als im zentralen Mittelfeld. Rechts scheint Linda auf der falschen Position zu spielen und sich dort auch nicht wohl zu fühlen. Lena Goeßling sehe ich nach wie vor als einen Schwachpunkt im zentralen Mittelfeld. Sie ist zu zweikampfschwach, leistet sich zu viele Ballverluste und ist zu bieder und auch mental nicht stark genug. Lira habe ich nicht so stark gesehen. Sie zeigt immer wieder gute Ansätze, aber viele Aktionen führt sie nicht gut zu Ende, so dass der relativ große Aufwand, den sie betreibt, häufig wirkungslos verpufft. Maro hätte ich auch mehr Spielzeit (auf der 10 vor der Doppel-Sechs?) gewünscht. Ihre großartige Technik und Pässe hätten der deutschen Mannschaft gut getan. Denn bei aller Freude über den unerwartet hohen deutschen Sieg sollte man nicht verkennen, dass die deutsche Natio ihren spielerischen Faden noch nicht wiedergefunden hat. Es ist zur Zeit vor allem Célia zu verdanken, dass die Mannschaft wieder mehr Tore schießt gegen starke oder sehr starke Gegner (10 der letzten 13 Tore hat Célia geschossen) und wichtige Spiele oder Turniere gewinnt. „Good quality soccer” (Hope Solo) konnte man am Wochenende beim Spiel Japan gegen USA vor einem begeisterten Publikum sehen. Im Vergleich zu diesen beiden Weltklasse-Mannschaften hinkt die deutsche Spielkultur hinterher. Allerdings muss die deutsche Mannschaft auch einen größeren Umbruch verkraften als die beiden Erstplatzierten der letzten WM.

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  • Fuxi sagt:

    Seh ich das eigentlich zu sehr durch die HSV-Brille, wenn ich mich frage, wann Frau Neid denn wohl mal auf den Gedanken kommt, unser kleines rothosiges Allzweckkampfschwein Aferdita Kameraj (jetzt neu mit Prädikat „Frankfurt-Killer“ :D) versuchsweise einzuladen?
    Britta Carlson war ja auch nicht mehr die Jüngste bei ihrem Nationalelf-Debüt, ungefähr im gleichen Alter.

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  • waiiy sagt:

    @Sokrates: Gute Idee mit Laudehr, wenn sie wieder fit ist, zumal sie ihre Wege meist sowieso in die Richtung der rechten Eckfahne führen.

    Bei Bresonik bin ich ein wenig überfragt. Sie wird immer wieder als sehr wichtige Spielerin bezeichnet und dass sie jetzt ihre Form wiedergefunden hat. Aber auf der anderen Seite werden ihre Auftritte im sowohl im defensiven Mittelfeld als auch auf der rechten Seite (Verteidigung wie Mittelfeld) als nicht so stark angesehen. In der Innenverteidigung scheint sie verschenkt zu sein. Wo ist sie denn nun wirklich effektiv? Wo ist sie stark? Wo kann sie die Mannschaft mitreißen? Oder kann sie das nur in Duisburg, aber es reicht nicht für die N11?

    Lira und Maro haben quasi beide das gleiche Problem. Sie bräuchten mehr Zeit, um die Akzente, die sie von ihrem Vermögen her setzen können, dauerhaft und konstant zu zeigen. Diese Einsatzzeit kriegen sie aber nicht, auch weil Silvia Neid beide immer mal wieder bringen will und sie sich so gegenseitig die Zeit „rauben“. Maro sehe ich auch eher offensiv als defensiv, was aber gemeinhin anders gesehen wird (siehe anderer Thread). Lira kann offensiv fast auf allen Positionen spielen, verliert aber ihre Wirkung, weil sie auch auf allen Positionen eingesetzt wird. Und die „10“ gibt es im deutschen Spiel nicht, wenn wir 4-4-2 spielen. Da „hängt“ zur Zeit Celia als 2. Spitze und an ihr kann wohl derzeit keine rütteln, da Tore die wichtigsten Argumente sind.

    Also bleibt Maro Backup für die 6 (wo hinter Celia die Akzente fehlen werden) bzw. als hängende Spitze (wo aber Celia spielt, bis das Spiel entschieden ist).

    Und für Lira bleibt wohl das Backup für Behringer (den Begriff „heilige K…“ spare ich mir fast) auf links, für die Spitze, als hängende Spitze oder auf rechts. Bei ihr sieht man dann auch die Übermotivation, die ihr die Lockerheit nimmt, um ihr Können wirksam werden zu lassen.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @Fuxi: Manchmal fehlt ein wenig Lobby, um auf bestimmten Positionen eine Chance zu erhalten.

    waiiy

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  • Lusankya sagt:

    @Sokrates: „„Good quality soccer” (Hope Solo) konnte man am Wochenende beim Spiel Japan gegen USA vor einem begeisterten Publikum sehen. Im Vergleich zu diesen beiden Weltklasse-Mannschaften hinkt die deutsche Spielkultur hinterher.“

    Das sehe ich anders, Deutschland hängt den beiden kein Stück hinterher und „Good quality soccer“ habe ich von den Amis auch schon lange nicht mehr gesehen, außer du meinst, dass lange, höhe Bälle auf Morgan „good quality“ sind.
    Kannst ja mal die US-Fans fragen, was die aktuell von ihrer Mannschaft halten. Im Vergleich dazu klingen die ganzen negativen Beiträge über die DFB.Elf in den Womensoccer.de Kommentaren wie die reinsten Lobeshymnen. 😉

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  • karl sagt:

    Ich stimme Lusankya zu. Das US team steht zuhause auch in der Kritik. Da wird halt auch bei jeder Niederlage vom Untergang des Amerikanischen Frauenfussballs philosophiert. Und besser als die deutsche Mannschaft sind die USA und Japan auch nicht.Die anderen Teams kochen auch nur mit Wasser und die Unterschiede in der Spielweise sind wahrscheinlich Mentalitaetsspezifisch und nicht ab- oder antrainierbar und wer da zum Schluss gewinnt haengt mehr von Glueck und Tagesform ab als von sonst was. Zum Beispiel werden Deutschland, Brasilien oder Frankreich nie so spielen wie Japan oder die USA und die waeren damit auch nicht erfolgreich wenn sie es versuchten. Da muss jedes Team seinen eigenen Stil finden, pflegen und verbessern.
    waiiy und Sokrates: Linda Bresonik ist deshalb eine wertvolle Spielerin weil sie technisch gut ist, schnell ist und auf jeder Position einsetzbar. Ich wuerde sie am ehesten in der Abwehr einsetzten , da fehlt immer noch ein adaequater Ersatz fuer Hingst und Stegemann , besonders was die Spieleroeffnung betrifft.

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  • Pauline sagt:

    Karl, ich stimme dir mit wertvolle Spielerin zu, aber ihre Körpersprache lässt zur Zeit zu wünschen übrig.
    Es sieht manchmal recht Lustlos aus oder sie steht sich selbst im Weg. Bei ihrer Erfahrung dürfte die Position keine Rolle spiele

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  • Jan sagt:

    Hätten die Spanierinnen – statt die Gegend um den Mittelkreis mit gefälligem Kombinationsspiel okkupieren zu wollen – sich 20-30m weiter zurückgezogen u. in ihrer Hälfte so engagiert u. ballsicher verteidigt, wäre es wohl schwer geworden, Tore gegen sie zu erzielen (zumal die dt. Standards mal wieder zu wünschen übrig ließen).

    Aber WIE! Alex (3), Anja (2), Celia (4), Lira /2) u. Viola (2) (+Silvia) – halb Instinktfußballerinnen, halb einstudiert – dann vorne so oft das gängige Erfolgsrezept gegen diese Taktik des Gegners anstrebten u. lehrbuchmäßig umsetzten; also: gedankenschnell die Situation erkannten, genaue ‚tödliche‘ Pässe schlugen, ihre Schnelligkeitsvorteile nutzten, u. dann die Torchancen auch eiskalt verwerteten – war à la bonne heure!! 🙂
    [Ziffern in Klammern: waren an so vielen Toren beteiligt]

    Schade, dass Spanien u. die Schweiz nicht in eine andre Quali-Gruppe gelost wurden, wo BEIDE, in Zukunft vielversprechende Teams eine EM-Chance gehabt hätten… Wenn vllt. bald 16 Länder an der EM teilnehmen werden, sind bestimmt Beide mit dabei. 🙂

    Und wurde Alex Morgans Doch-nicht-Abseits-Tor gegen Japan etwa per Videobeweis während des Spiels anerkannt?!

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  • karl sagt:

    @Jan : Nein, das Tor wurde von der Schiedsrichterin direct anerkannt (ohne videobeweis) obwohl der Linienrichter die Fahne hochhatte. Schiedsrichter ueberstimmt linienrichter soweit ich weis.

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  • Lusankya sagt:

    Richtig, außerdem kam der „Pass“ auch von einer Japanerin. 😉

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  • pinkpanther sagt:

    Jepp, das war der Knackpunkt!
    Von ihrer Position aus konnte die Schiedsrichterin kaum erkennen, ob Abseits oder nicht. Aber dass eine Japanerin Morgan (unfreiwillig) bediente, das hat sie sehen können und auch gesehen … Respekt!

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  • karl sagt:

    Ist euch eigentlich auch aufgefallen dass am Samstag nur eine einzige Frankfurter Spielerin in der Startelf stand? Wann hat es das zuletzt wohl mal gegeben? Da muessten doch alle die sich immer so negativ ueber den ffc frankfurt auslassen jubeln.

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  • Pappnase sagt:

    Der Deutschen Elf fiel leider erst spät auf, dass sie mit langen Pässen über die Außen zum Erfolg kommen. Allerdings gab es auch verdammt viele Fehlpässe, die zum Teil echt peinlich waren. Abwehr und Mittelfeld hatten Kreisklasse-Niveau. Lediglich Bajramaj brachte mit ihrer Einwechslung ein wenig Schwung in das Offensivspiel, auch wenn der Abschluss nicht unbedingt ihre Stärke war. Okoyino da Mbabi war dagegen eiskalt und setzte sich auch gut durch. Und auch Popp fügte sich offensiv gut ein. Die Defensive kann dagegen froh sein, dass die Spanierinnen doch recht harmlos waren. Im Klein-klein waren sie beweglicher, konnten sich aber keine großen Chancen erarbeiten.
    Es war mein erstes und wohl auch letztes Frauenspiel, das ich mir angeschaut habe. Es gibt zwei drei gute Spielerinnen, der Rest ist technisch zum Großteil unterirdisch. Sorry, wenn ich das so hart sage, aber ich hatte von Spielerinnen einer Nationalmannschaft mehr erwartet. Selbst beim Aufwärmen konnte man bei vielen die technischen Defizite deutlich erkennen. Flanken, die meilenweit das Ziel verfehlen und Ballannahmen, bei denen der Ball fünf Meter verspringt. Ich habe nichts gegen Frauenfußball, aber man sollte bei der Beurteilung einfach mal realistisch bleiben. Ein Vergleich mit den Männern ist zwar nicht fair, aber dann braucht man auch nicht groß tönen, dass die Frauen den schöneren Fußball spielen. Denn das ist definitiv nicht der Fall.

    PS: Ich war im Stadion und es gab keine Pfiffe.

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  • hanah sagt:

    Für mich waren die besten des Spiels: Lira und Celia !!!!! 😉 Und Glückwunsch für den Sieg;)

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  • Markus Juchem sagt:

    @Pappnase: Doch, es gab Pfiffe im Stadion, darauf ging auch der ZDF-Kommentar kurz ein, ein paar Minuten bevor das 1:0 fiel, ca. ab 21.30 auch zu sehen und hören:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1609616/Deutschland—Spanien-in-voller-L%C3%A4nge

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  • Pappnase sagt:

    Ok, ich dachte es wäre der Wind gewesen, der durch’s Stadion gepfiffen hat.

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  • Pappnase sagt:

    PS: Die Leistung der Schiedsrichterin war unterirdisch. Es hätte zwei rote Karten für die Spanierinnen geben müssen. Einmal in der ersten Halbzeit, als Okoyino da Mbabi alleine aufs Tor zulief und gefoult wurde. Und dann noch in der zweiten Halbzeit, als die Torfrau außerhalb des Strafraums die deutsche Stürmerin hart foulte. Laut Regelwerk zwei klare rote Karten.

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  • karl sagt:

    @Pappnase : Von den Pfiffen hab ich auch nichts mitbekommen , irgendwie muessen die nur in der tv Uebertragung zu hoeren gewesen sein. Im Gegensatz zu dir bin ich schon der Meinung dass die Frauen den schoeneren Fussball spielen , aber Geschmaecker sind halt verschieden. Wenn man das mal im Preis-Leistungsverhaeltnis betrachtet spielen die Frauen um Welten besser. Und die Leistung der Schiedsrichterin fand ich sehr gut,besonders im Vergleich zu der Schiedsrichterin die das Hinspiel in Spanien geleitet hat. Die roten Karten die du ansprichst wurden zwar lautstark vom Publikum gefordert aber ich haette sie auch fuer unangemessen hart gehalten.

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  • Ina sagt:

    Hätte hätte Fahrradkette…

    Schade, dass Pappnase nicht mehr zum FF gehen möchte. Das Spiel war leider eines der schlechtesten unabhängig von der Torausbeute (und da befolge ich Pappnases Rat realistisch zu sein). Ich würde ihm/ihr den Rat geben einfach dranzubleiben.

    Trotz der richtigen Feststellung, dass ein Vergleich zwischen Männern u. Frauen nicht fair ist, hat er/sie den Vergleich (ich kann’s nicht mehr hören/sehen) ausgepackt, was widerum keine realistische Beurteilung ist. Um derartige Vergleiche unwirksam zu machen könnte ich jetzt genauso anfangen und schreiben, dass ich schon extrem unansehnliche Männer-Natio-Spiele gesehen habe, die so grottig waren, dass ich mit den Augen rollen musste, aber das tue ich (zumal ein Formtief zum Sport dazugehört) natürlich nicht 😉

    Ich habe keine Ahnung wer mit diesem hartnäckigen Vergleich in der jetzt schon langen Geschichte des Fußballs angefangen hat, ich kann nur sagen, dass derjenige sich schämen sollte, weil er heute noch nervt.

    Zum Spiel: Ich halte nichts davon einzelne Spielerinnen zu kritisieren (v.a. negativ), denn das können qualifizierte Leute im Teamumfeld und sie selber machen. Glückwunsch an die deutsche Mannschaft, hoffentlich gehen sie gegen die Schweiz von Anfang an sicher ins Spiel und sind etwas konzentrierter. Ansonsten weitermachen so!

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  • Pappnase sagt:

    @karl: Eine Betrachtung des „Preis-Leistungsverhältnisses“ macht es auch nicht besser, dass 80% der Damen auf dem Platz keinen Ball fehlerfrei annehmen oder einen genauen Pass spielen können.
    Ach ja, und was die Schiedsrichterleistung anbelangt, so wird meines Wissen im Frauenfußball nach den selben Regeln gepfiffen, oder? Und demnach sind beide Aktion absolut rotwürdig. Laut aktuellem Regelwerk gilt nämlich folgendes: „Ein Spieler…erhält die Rote Karte und wird des Feldes verwiesen, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht: …Vereiteln einer offensichtlichen Torchance für einen auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler durch ein Vergehen, das mit Freistoß oder Strafstoß zu ahnden ist…“

    @Ina: Nicht ich packe den Vergleich aus, sondern die Verfechter des Frauenfußballs. Schlimm, wie kurz vor bzw. bei der WM der Frauenfußball hochgelobt und gepuscht wurde. Und zwar fernab von der Realität. Daher war wohl auch der Druck und die Erwartungshaltung zu hoch. Leider darf man(n) zu diesem Thema nicht seine Meinung äußern. Aber ich stimme Dir zu, dass bei den Männern es auch so manche Spiele gibt, die nicht gerade ein Genuss sind, aber zumindest ist die technische Basis vorhanden. Es mag zwar für einige überheblich klingen, aber ich bin mir sicher, dass ich Bälle besser annehmen, Pässe exakter spielen und Flanken genauer schlagen kann, als viele von den Spielerinnen. Und ich habe nur Landesliga gespielt. Bis zu dem Spiel habe ich mich mit solchen Äußerungen zurückgehalten, weil man sich da leicht täuschen kann. Aber nun habe ich das live vor Ort gesehen und war entsetzt, wie niedrig das Niveau doch von vielen (nicht allen) ist.

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  • waiiy sagt:

    @Pappnase: Du hast geschrieben: “ hochgelobt und gepuscht wurde. Und zwar fernab von der Realität.“ Das gilt für alle Werbemaßnahmen. Da könnte sich auch jede andere Sportart an die Nase fassen. Von daher muss man das nicht hervorheben. Wenn man das nicht machen würde, würde heute wohl kein Mensch mehr das Bayern-Spiel gegen Marseille sehen wollen, weil eh alles klar ist…

    waiiy

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  • Ina sagt:

    Mag sein, dass ich dich missverstanden habe oder es nur undeutlich beschrieben wurde von dir, aber für mich sind deine Worte „Denn das ist definitiv nicht der Fall“ bezogen auf das vermeintlich „schönere“ Fußballspielen der Frauen ein Vergleich, der von dir kam.

    Die hohe Fehlpassquote der Deutschen in diesem Spiel ist unumstritten, aber gemessen an der Gegenleistung der Spanierinnen, zumindest was das Pressing und doch recht gute Passpiel angeht, m.E. kein Weltuntergang oder ein Grund, die N11 nun unverhältnismäßig schlecht zu machen. Ich denke sie dürfen sich einfach von derart „aggressiven“ Gegnern nicht so beeindrucken lassen, weil das nur die Nervosität steigert. Irgendwie hat mich dieses Spiel streckenweise an das WM-Spiel gegen Nigeria 2011 erinnert, wo D auch sehr unsicher war und vereinzelt nichts so richtig gelingen wollte.

    Also vielleicht wächst mit der zunehmenden Erfahrung des ja doch fast neu zusammengewürfelten Teams die Sicherheit.
    Ich bin jetzt erstmal gespannt, was Frau Voss-Tecklenburg so alles aus den Schweizerinnen an Leistung rausholen kann oder ob es keine Steigerung gab/gibt.

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  • Pappnase sagt:

    @waiiy: „..weil eh alles klar ist..“? Bayern verliert heute Abend 1:3.

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  • waiiy sagt:

    ROTFL 🙂

    waiiy

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  • karl sagt:

    @Pappnase : Wie auch immer , sei froh dass du dort gewesen bist. Das war bestimmt die einzige Gelegenheit in diesem Jahrhundert einen 5:0 Sieg einer deutschen Nationalmannschaft gegen eine spanische zu erleben. 🙂 🙂

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