EM-Quali: Favoriten setzen sich durch

Von am 1. April 2012 – 7.30 Uhr 1 Kommentar

Mit einem 5:0 gegen Spanien hat sich die deutsche Nationalmannschaft die alleinige Tabellenführung in der EM-Qualifikationsgruppe 2 gesichert. Auch in den anderen Gruppen wurde gespielt, und dort behielten ebenfalls die Favoriten die Oberhand. Allerdings taten sich Frankreich und Norwegen schwerer als erwartet.

Mit 2:0 setzten sich die Französinnen am späten Samstagabend gegen Schottland durch. Lange mussten sie zittern, erst ein Eigentor brachte sie auf die Siegerstraße.

Ifeoma Dieke trifft ins eigene Tor
Bis zur 64. Minute hielten die Außenseiterinnen aus Schottland im französischen Le Havre „die Null“, doch dann traf mit Ifeoma Dieke ausgerechnet eine der erfahrensten Spielerinnen, die zuletzt in der US-amerikanischen Profiliga spielte, ins eigene Netz. Nur sechs Minuten später legte Wendie Renard zum 2:0-Endstand nach, sodass Frankreich nun mit fünf Siegen aus fünf Spielen weiter mit „weißer Weste“ die Tabelle in Gruppe 4 anführt. Mit neun Punkten Rückstand (aber zwei Spielen weniger) folgt die Republik Irland, die am Donnerstag wieder ins Geschehen eingreift. Dann reist die Mannschaft von Trainerin Sue Ronan ins schottische Edinburgh, wo ein spannendes Duell mit den Gastgeberinnen um den zweiten Platz warten dürfte.

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Norwegen muss lange zittern
In Gruppe 3 setzte sich Norwegen mit 3:0 in Bulgarien durch. Was nach einem souveränen Sieg klingt, war für die Norwegerinnen allerdings eine Zitterpartie. Bis zur 70. Minute stand es 0:0, ehe Gry Tofte Ims ihre Mannschaft erlöste. Ein glückliches Händchen bewies Nationaltrainern Eli Landsem kurz darauf bei ihren Einwechselungen. In der 84. Minute brachte sie Hege Hansen aufs Feld, und die 21-jährige Stürmerin traf in der Nachspielzeit noch zweimal ins Schwarze. Kurios: Hansen wurde erst am Mittwoch aufgrund einer Verletzung von Isabell Herlovsen nachnominiert. Durch den „Dreier“ sind die Norwegerinnen auf den dritten Tabellenrang geklettert. Aus eigener Kraft ist weiterhin der zweite Rang, und damit das Erreichen der Playoffs, möglich.

Patrizia Panico

Patrizia Panico traf doppelt © Nora Kruse / ff-archiv.de

Russland fegt Mazedonien vom Feld
Der höchste Sieg des Tages gelang Russland mit einem 8:0 gegen Mazedonien. Jeweils drei Treffer gingen auf das Konto von Olesya Mashina und Elena Morozova. Trotz des Kantersiegs konnten die Russinnen in Gruppe 1 allerdings keine Punkte auf Spitzenreiter Italien gut machen, denn die bislang ungeschlagenen Italienerinnen gaben sich beim 4:0 gegen Bosnien und Herzegowina keine Blöße. Mit zwei Treffern war Routinier Patrizia Panico, mittlerweile 37 Jahre alt, einmal mehr die erfolgreichste Torschützin. In der dritten Partie des Tages kam Polen in Griechenland nicht über ein 1:1 hinaus.

Schweiz gewinnt gegen die Türkei
In der deutschen Gruppe 2 waren alle Teams am Samstag aktiv. Dabei setzten sich die Rumäninnen mit 3:0 gegen Kasachstan durch. Die Schweiz behielt mit 5:0 gegen die Türkei die Oberhand. Ein früher Doppelschlag von Sandy Maendly (3./9.) brachte die Eidgenössinnen schnell auf die Siegerstraße. Noch vor der Halbzeit traf Ramona Bachmann (30.) zum 3:0. Nach dem Seitenwechsel schraubten Ana-Maria Crnogorcevic (53.) und Lara Dickenmann (87.) das Ergebnis in die Höhe. Die Schweizerinnen liegen damit weiter auf dem vierten Rang – das Erreichen der Playoffs ist noch aus eigener Kraft möglich.

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Jess Clarke traf für England ins Schwarze. © Nora Kruse, ff-archiv.de

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England hat in Kroatien keine Mühe
Mit einem 6:0 in Kroatien gelang England der zweithöchste Sieg am Samstag. Dabei machten die „Three Lions“ bereits früh alles klar. Schon zur Halbzeit führten sie durch Tore von Rachel Williams (4.), Jess Clarke (15.), Rachel Unitt (18.), Ellen White (35.) und Steph Houghton (45.) mit 5:0. Die zweite Hälfte ließ die Mannschaft ruhiger angehen, Trainerin Hope Powell nahm Fara Williams und Karen Carney aus dem Spiel. Houghton stellte in der 68. Minute den 6:0-Endstand her. Die Engländerinnen festigten durch den Erfolg den zweiten Rang in Gruppe 6 hinter den Niederlanden, die nicht spielten. Das direkte Duell der beiden um den Gruppensieg findet am 17. Juni in England statt.

Finnland gewinnt durch Eigentor in der Nachspielzeit
In den weiteren Partien am Samstag unterlag Portugal im heimischen Tondela Tschechien überraschend klar mit 2:5 (Gruppe 7). Außerdem siegte in Gruppe 5 Finnland in der Slowakei mit 1:0. Der Siegtreffer fiel erst in der 92. Minute, und war ein Eigentor von Eva Kolenová.

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1 Kommentar »

  • Markus Juchem sagt:

    Österreich hat in Armenien nach einem 0:2-Rückstand nach zehn Minuten noch mit 4:2 gewonnen. Nina Burger (21., 35., 59.) und Cornelia Haas (27.) drehten die Partie zugunsten der Österreicherinnen.

    http://de.uefa.com/womenseuro/matches/season=2013/round=2000256/match=2007917/index.html

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