Verfolgerduell in Wolfsburg, Frankfurt will Anschluss halten

Von am 23. März 2012 – 11.22 Uhr 6 Kommentare

In der vergangenen Woche traf der VfL Wolfsburg auf den 1. FFC Turbine Potsdam, nun steht für die „Wölfinnen“ das nächste Spitzenspiel an, denn sie empfangen am 16. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga den FCR 2001 Duisburg (14 Uhr, live auf DFB-TV). Gewinnt der FCR, stehen die Chancen im Titelkampf weiter gut. Sollte der VfL am Ende die Nase vorn haben, wäre er im Kampf um die Champions-League-Qualifikation im Vorteil.

Die Wolfsburgerinnen würden mit einem Sieg den Rückstand auf Duisburg auf zwei Punkte verringern und haben weiterhin ein Spiel in der Hinterhand.

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Ausfälle auf beiden Seiten
„In der Hinrunde haben wir unnötig verloren. Ohne Angst müssen wir von Beginn an zeigen, wer der Chef im Ring ist. Duisburg ist auch anfällig, wir müssen nur vom Anpfiff weg richtig Druck machen“, sagt VfL-Torjägerin Conny Pohlers, die am Sonntag ohne die gesperrte Sturmpartnerin Martina Müller auskommen muss. Sie werde dem VfL „sicher fehlen, aber Abwehr und Mittelfeld mit Spielerinnen wie Goeßling, Keßler, Henning oder Jakabfi haben hohes Niveau“, so Duisburgs Trainer Marco Ketelaer, der neben Simone Laudehr auch auf Mandy Islacker verzichten muss. „Offen ist, ob Marina Himmighofen nach ihrer Verletzung aus dem Freiburg-Spiel bis zum Sonntag fit wird.“

Conny Pohlers

Conny Pohlers will Druck machen © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Frankfurt will dran bleiben
Über ein Unentschieden in Wolfsburg würde sich der 1. FFC Frankfurt wohl freuen, denn die Hessinnen halten weiter an ihrem Ziel fest, zumindest den zweiten Platz in der Meisterschaft zu erreichen. Das ist aus eigener Kraft aber nicht mehr möglich. Am Sonntag gastiert der FFC beim SC 07 Bad Neuenahr. Der hat zwar bislang 13 Punkte weniger in der Saison gesammelt, aber „es ist uns bewusst, dass wir in Bad Neuenahr nicht im Vorbeigehen die Punkte mitnehmen können“, so FFC –Trainer Sven Kahlert. „Die Mannschaft hat sich nach Startschwierigkeiten im Verlauf der Saison prima entwickelt, und Colin Bell hat eine gute Mischung aus erfahrenen und entwicklungsfähigen Spielerinnen in seinen Reihen.“ Dabei hat der FFC vor allem Respekt vor Nationalstürmerin Célia Okoyino da Mbabi, „die sich in den letzten Wochen in einer tollen Form präsentiert und auf die wir aufpassen müssen.“

Duell der Aufsteiger
Der SC Freiburg empfängt den 1. FC Lok Leipzig. Das Duell der beiden Aufsteiger ist für SC-Trainer Milorad Pilipovic „fast wie ein Matchball zum Klassenerhalt für uns.“ Der Vorsprung auf die Leipzigerinnen, die momentan auf dem vorletzten Rang stehen, würde im Falle eines Sieges auf 13 Punkte wachsen. „Um einen Sieg gegen Leipzig zu erreichen, müssen wir auf jeden Fall einiges leisten. Es ist kein Geheimnis, dass die Partie am Sonntag ein ganz anderes Spiel wird als die Spiele gegen die Spitzenmannschaften Potsdam und Duisburg. Wir sind der Favorit und müssen schauen, dass wir unsere Art Fußball zu spielen, durchsetzen“, sagt Pilipovic. Die Leipzigerinnen reisen mit einer bitteren 1:4-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen im Rücken in den Breisgau. Die Gastgeberinnen müssen auf Hasret Kayikci, Lydia Miraoui (verletzt) und Caroline Abbé (gesperrt) verzichten.

Hamburg kämpft gegen das Bayer-Syndrom
Der Hamburger SV hat die letzten drei Partien gegen Bayer 04 Leverkusen allesamt verloren. „Das darf uns nicht nochmal passieren. Wir müssen mit der gleichen Motivation zu Werke gehen wie in Frankfurt“, forderte Trainer Achim Feifel vor dem Auswärtsspiel gegen das Tabellenschlusslicht, dessen Chancen auf den Klassenverbleib gering sind. Für den HSV, so Feifel, sei ein Sieg gegen die Werkself der wohl entscheidende Schritt Richtung Klassenverbleib. „Dann könnten wir wahrscheinlich sogar noch in Richtung Platz fünf schielen.“

„Torbienen“ reisen in den Ruhrpott
Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Turbine Potsdam ist am Sonntag bei der SG Essen-Schönebeck zu Gast. Nach dem deutlichen Erfolg in der Champions League gegen WFC Rossiyanka heißt es für die Elf von Bernd Schröder gegen die zuletzt etwas schwächelnden Essenerinnen, die Tabellenführung zu verteidigen. Außerdem empfängt der FF USV Jena den FC Bayern München, der nach schwacher Hinrunde zuletzt besser in Fahrt kam.

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6 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Aus Potsdamer Sicht ist das ein so schöner Spieltag, dass man sich fast eine Konferenz aus Wolfsburg und Bad Neuenahr wünscht. Dabei wäre das langweiligste aller Resultate auf beiden Plätzen erstrebenswert. 😉

    Ich halte mich mal mit Prognosen zu beiden Spielen zurück und hoffe, dass die Turbinen nicht einen Gang zurückschalten nach den 3 wichtigen, guten und konzentrierten Spielen. Immerhin geht es hier ja auch in Essen um den wichtigsten Titel – die Meisterschaft.

    Aber Turbinen laufen ja eigentlich immer unter Volllast… 😉

    waiiy

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  • hanah sagt:

    Frankfurt 😀

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  • mas sagt:

    Ich würde mich über einen Sieg des FCR freuen und sehe Duisburg auch leicht favorisiert. Good luck

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  • Herr Schulze sagt:

    Wie schön: Die Bundesliga spielt verrückt. Ein kleine (?) Sensation in Essen macht alles für alle möglich. Jetzt bin ich gespannt auf die Berichte…

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  • pinkpanther sagt:

    Erstmal herzlichen Glückwunsch an Wolfsburg. Vor allem auf Grund der zweiten Halbzeit ein hochverdienter Sieg!
    Und was ist denn da in Potsdam los??? In der CL top, in der Liga flop!?
    Wenn die so weiter machen, dann kriegt das HF gegen Lyon nochmal ne ganz andere Bedeutung *grübel*
    Der Liga tut es jedenfalls gut. Gewinnt Wolfsburg noch das Nachholspiel gegen BN, was ihnen gemessen am heutigen Spiel durchaus zuzutrauen ist, wird nicht nur der Kampf um die CL-Plätze sondern auch noch der Kampf um die Meisterschaft nochmal so richtig spannend 🙂
    Spannung bis zum letzten Spieltag, (Frauen-)Fußballherz was willst du mehr …
    @EDIT: Natürlich auch Glückwunsch an Essen und Frankfurt – die Spiele kann ich mangels Live-Eindrücken jedoch nicht beurteilen.

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  • wfm sagt:

    @pinkpanther
    „Und was ist denn da in Potsdam los??? In der CL top, in der Liga flop!?“
    Diese Einschätzung fand ich schon vorher problematisch. Die Spiele gegen Rossiyanka wurden zurecht und verdient gewonnen – aber trotz der tollen Stürmerinnen war keines der 5 Tore wirklich herausgespielt worden. Das 1. war eher eine verunglückte Flanke und die restlichen 4 samt und sonders Geschenke des zusammengewürfelten Haufens „Rossiyanka“. Gegen eine wirkliche Mannschaft wie Esssen, die auch im Dezember gegen Frankfurt viel besser war als es die scheinbar klare Niederlage vermuten ließ, kann das dann schon zu Problemen führen – wie jetzt gesehen. Gegen OL in der CL wird sich Potsdam jedenfalls gewaltige steigern müssen.

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