Frankfurt will Grundstein fürs Halbfinale legen

Von am 15. März 2012 – 12.40 Uhr 13 Kommentare

Heute um 17 Uhr (live auf Eurosport) tritt der 1. FFC Frankfurt im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League beim schwedischen Meister LdB Malmö an, der womöglich auf eine seiner Topstürmerinnen verzichten muss.

Frankfurts Trainer Sven Kahlert hofft, dass sein Team nach den zwei Siegen in der Bundesliga nun auch in der Champions League bestehen und sich im Süden Schwedens eine gute Ausgangsposition erarbeiten für das Rückspiel in sechs Tagen erarbeiten kann.

Gute Defensivarbeit als Grundlage
„Es war wichtig, beide Spiele zu gewinnen und dabei ohne Gegentor zu bleiben.“ Für die Frankfurterinnen sollen die Spiele gegen Malmö nur Zwischenstation sein auf dem Weg zum großen Ziel, ins Finale von München einzuziehen.

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Bajramaj will zu Null spielen
Fatmire Bajramaj erklärt: „Das ist eine sehr starke Mannschaft, die nicht aus Jux und Dollerei auf dem ersten oder zweiten Platz steht. Von daher wird es schon sehr schwierig. Ich hoffe, dass wir Tore schießen, zu Null spielen, ins Halbfinale kommen und dann auch einen Gegner kriegen, den wir schlagen können.“ Dann würde der Einzug ins Finale am 15. Mai im Münchner Olympiastadion winken. „Frankfurt gegen Lyon – das wäre mein Wunschfinale.“

Frauenfußball - Sven Kahlert

Frankfurts Trainer Sven Kahlert hofft auf ein gutes Ergebnis in Malmö © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Einsatz von Bachmann fraglich
Die Schwedinnen plagen vor dem Duell mit dem deutschen Vizemeister einige Personalsorgen. Denn die Schweizerin Ramona Bachmann, die wegen einer Fußverletzung für ihr neues Team noch kein Spiel bestritten hat, musste am Dienstag das Abschlusstraining nach 30 Minuten vorzeitig beenden. Malmö-Trainer Peter Moberg wiegelt jedoch ab: „Das ist nichts Dramatisches, sie hat nur ein Ziehen im Oberschenkel gespürt.“

Mittag nicht spielberechtigt
Neuverpflichtung Anja Mittag wird das Spiel nur von der Tribüne aus verfolgen können, da sie in der Champions League in dieser Saison wegen ihrer vorherigen Einsätze für den 1. FFC Turbine Potsdam nicht mehr spielberechtigt ist. Dennoch glaubt die 181-fache schwedische Nationalspielerin Therese Sjögran, dass ihr Team in der Lage sein wird, Frankfurt zu fordern: „Wir können gefährlich werden“, so Sjögran gegenüber Womensoccer.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Ich hoffe, dass sich die Mädels eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel schaffen. Im Tor wird laut FFC-Homepage Desi Schumann stehen. Lira wird wohl spielen können.

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  • waiiy sagt:

    Ich wünsche allen alles Gute!

    Schade, dass Lira nicht ein Finale gegen Potsdam als Wunschfinale sehen würde. Dann würde der Pokal nämlich in jedem Fall in Deutschland bleiben…

    waiiy

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich denke schon, dass die Frankfurterinnen (auch mit Desi im Tor) stark genug sind, um Malmö in Schach halten und selbst ausreichend Akzente setzen zu können! Desi versteht ihr Handwerk und wegen ihr hätte ich absolut keinen Bammel.
    Ich bin jedenfalls vor diesem Spiel optimistischer als noch vor 24 Stunden, und das ging ja auch positiv aus! 😉

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  • mix sagt:

    keine Ahung unter welchen Artikel das als Kommentar am besten passt. Aber in Norwegen hat Lise Klaveness ihr Karriereende bekannt gegeben:
    (für all diejenigen die etwas norwegisch verstehen)

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  • Sheldon sagt:

    Frankfurt liegt zurück! Übrigens finde ich es schade, dass zwar alle aus „Solidarität“ zu Frankfurt halten, dabei aber viel zu kurz kommt, dass auf der anderen Seite auch eine Deutsche mit Katrin Schmitt steht, der man auch mal die Daumen drücken darf!

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  • xXx sagt:

    Nichts draus geworden aus der frankfurtschen Grundsteinlegung …

    Malmö gewinnt das Hinspiel mit 1:0 …

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  • Lusankya sagt:

    Schade, 1:0 verloren, obwohl man das bessere Team war.
    Aber gut, dass kan man zu Hause noch richten.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, Malmö hat ordentlich gepresst und sich so Chancen erzwungen! Das war schon nich unverdient!

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  • xXx sagt:

    Geht in Ordnung der Sieg von Malmö. Frankfurt zwar mit dem deutlichen Chancenplus auf seiner Seite, aber zum erfolgreichen Spitzenfussball (und dazu gehört ein CL-Viertelfinale) gehört halt auch in erster Linie, dass man seine Chancen nutzt. Denn normalerweise gibts davon nicht allzu viele. Und DAS hat Malmö halt deutlich besser gemacht.

    Genau deshalb ist Frankfurt für mich auf dem Platz auch derzeit kein europäisches Spitzenteam (wie es Turbine und Lyon sind).

    Frankfurt hat jetzt 5 CL-Spiele hinter sich und dabei eine sehr magere Bilanz von bisher 8:5 Toren und 3 Niederlagen.

    Zum Vergleich dazu hat Turbine Potsdam in diesen 5 Spielen 5 Siege eingefahren (4 davon zu NULL) mit 33:2 Toren. Und Lyon hat ebenfalls bisher 5 Siege (alle zu NULL) in den 5 Spielen errungen mit 28:0 Toren.

    Bei Frankfurt stimmt da zu selten das Verhältnis von Einsatz zu Ertrag. Frankfurt spielt gut, ist aber nicht abgezockt genug. Die Gegner werden in der CL von Runde zu Runde stärker. Da wird es irgendwann schief gehen, wenn der FFC immer seine Hinspiele verliert.

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  • Sheldon sagt:

    @xXx: Erstaunlich ist, dass alle Niederlagen auswärts waren und man bisher nur zuhause gewinnen konnte!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Auch eine besondere Form von Konsequenz, die die Frakfurterinnen da zelebrieren – Auswärtsspiele verlieren und im folgenden Heimspiel nochmal die Kurve kriegen und das Ergebnis umbiegen. Muss man halt auch können!
    Auch wenn man gegen einen Gegner spielt, der erst 5 Trainingseinheiten in den Beinen und noch kein einziges Saisonspiel bestritten hat, sollte man meinen, dass man den in die Knie zwingt, allerdings ist der Untergrund Kunstrasen kein so geeignetes Pflaster dafür. Trotzallem kann ich den Eindruck bestätigen, man hätte heute in geschätzten 3 Spielen hintereinander kein Tor erzielt – solche Tage gibt´s eben!

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  • Lusankya sagt:

    @Sheldon: Sicher hat Malmö sich den Sieg schon verdient, aber sie hätten sich auch nicht beschweren dürfen, wenn es nicht geklappt hätte.
    Wird zwar nicht leicht im Rückspiel für den FFC, aber wenn sie es so wie die Bayern oder Schalke nach ihren Hinspielniederlagen machen, kann es mir nur recht sein. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Lusankya: Das Problem dabei ist, dass Frankfurt – im Gegenteil zu Bayern (Gomez) und Schalke (Hunter) – keinen Knipser vorne drin hat. Huntelaar hat mehr als die Hälfte aller Tore in der Europaleague für Schalke geschossen, Gomez knapp die Hälfte für Bayern.
    Und den brauchst du heute nunmal, wenn du Weltspitze sein willst!

    Außerdem war das bei Bayern zumindest lediglich ein Betriebsunfall gegen Basel, Frankfurt kann sich vor Betriebsunfällen diese Saison gar nicht mehr retten: Freiburg, Potsdam, Wolfsburg, Stabaek, PSG, …
    So spielt weder ein deutscher Meister noch ein Champions League-Sieger!
    Frankfurt will die Nummer 1 in Europa sein, jetzt müssen sie erstmal beweisen, ob sie noch zur Top 4 gehört. 2 Jahre international nicht mehr dabei gewesen – das ist eine lange Zeit!

    Und jetzt Achtung, 5 Euro in Phrasenschwein ;): Die Konkurrenz schläft nicht, Rossiyanka, Lyon, Malmö, Potsdam, Arsenal, sie haben ALLE aufgeholt!

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