Champions League: Heimsiege zum Auftakt

Von am 14. März 2012 – 22.47 Uhr 7 Kommentare

Drei von vier Viertelfinalhinspielen in der Champions League sind abgeschlossen – immer behielten die Heimmannschaften die Oberhand. Den höchsten Sieg verbuchte Titelverteidiger Olympique Lyonnais, Arsenal beeindruckte den Gästetrainer.

Die „Gunners“ machten am Nachmittag den Auftakt gegen Kopparbergs/Göteborg. In einer Partie, in der man die Chancen vorher gut als 50:50 hätte einschätzen können, gewannen sie im heimischen Borhamwood mit 3:1.

Arsenal siegt trotz Rückstand
Dabei begann die Begegnung für die Gastgeberinnen alles andere als optimal. Schon in der zehnten Minute gelang Göteborgs Lisa Ek die Führung für den schwedischen Vize-Meister. Eine Viertelstunde später wurde die allerdings durch Jordan Nobbs zunichte gemacht. Belebt durch die Rückkehr von Alex Scott, die auf dem Flügel eingesetzt wurde, und Gemma Davison legte der Titelträger von 2007 in der Endphase nach. Zunächst traf Kim Little (75.) per Foulelfmeter, keine zehn Minuten erzielte Ellen White den 3:1-Endstand. „Arsenal ist eine der besten Mannschaften, gegen die wir je gespielt haben seit ich Trainer in Göteborg bin“, zeigte sich Gästetrainer Torbjörn Nilsson vom Spiel der Londonerinnen beeindruckt. „Wir haben eine gute Chance weiterzukommen„, war sich Torhüterin Emma Byrne schon vor der Begegnung sicher. Klar ist aber auch, vor allem durch das Auswärtstor von Göteborg, dass dieses Viertelfinale für die „Gunners“ noch nicht gewonnen ist. Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch, 21. März, um 19 Uhr in Göteborg statt.

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Potsdam spielt „zu Null“
In der zweiten Partie des Tages gelang Vorjahresfinalist 1. FFC Turbine Potsdam ein 2:0-Erfolg gegen die Russinnen von WFC Rossiyanka. Die Tore erzielten Patricia Hanebeck (24.) und Babett Peter mit einem verwandelten Handelfmeter kurz vor dem Pausenpfiff.

Sonia Bompastor und Camille Abily

Sonia Bompastor (li.) und Camille Abily trafen für Lyon. © Marion Kehren / girlsplay.de

Lyon lässt keine Zweifel aufkommen
Der deutlichste Sieg des Tages gelang Olympique Lyonnais. Der Titelverteidiger gewann gegen Brøndby IF souverän mit 4:0. Die Partie im Stade de Gerland stand unter der Leitung der deutschen Unparteiischen Christine Baitinger. Schon in der achten Minute brachte Camille Abily die Gastgeberinnen auf die Siegerstraße. In der 34. Minute erhöhte Sonia Bompastor auf 2:0. Auch nach dem Seitenwechsel fielen weitere zwei Treffer. Zunächst traf Lara Dickenmann (64.) zum 3:0, nur sieben Minuten später gelang Louisa Nécib der 4:0-Endstand. „Wir hätten das Ergebnis mit ein bisschen mehr Effizienz sogar noch noch höher gestalten können“, so Lyons Trainer Patrice Lair nach der Partie. Doch bei diesem Polster sollte auf französischer Seite beim Rückspiel am 21. März um 18.30 Uhr nichts mehr anbrennen.

Frankfurt am Donnerstag in Malmö
Die vierte und letzte Hinspielbegegnung im Viertelfinale findet am morgigen Donnerstag um 17 Uhr (live auf Eurosport) in Malmö statt. Dort empfängt der gastgebene schwedische Meister den 1. FFC Frankfurt.

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7 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Betrachtet man die statistischen Daten des Spiels Lyon-Bröndby, drängt sich der Eindruck auf, dass der dänische Meister mit dem Ergebnis noch gut bedient ist: 26:1 Schüsse und 13:0 Ecken lassen keinen Zweifel an der Überlegenheit des Titelverteidigers, der die Partie offenbar total dominiert hat.

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  • Sheldon sagt:

    Natürlich darfst du von Bröndby nix erwarten. Ich konnte das Spiel zum Teil sehen und habe es nicht derart schlecht gesehen. Man muss dabei bedenken, Bröndby musste in Lyon gegen eine der besten Vereinsmannschaften der Welt antreten.
    Da geht es vor allem darum, die Niederlage möglichst klein zu halten und sich hinten schön reinzustellen. Das hat heute nicht immer so geklappt, dennoch ist das 4:0 nichts anderes als was man erwarten konnte. Frankfurt oder Göteborg wären sicherlich ähnlich untergegangen in Lyon.
    Im Rückspiel wird man sicherlich sehr viel offensiver zu Werke gehen und die Chance auf einen Achtungserfolg wittern!

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon: aber hast du nicht vor allzu langer Zeit Bröndby über den grünen Klee gelobt? (meine, mich an einen Beitrag von dir in einem anderem Threat zu erinnern) Sehr weit ist es also damit nicht…

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  • Sheldon sagt:

    Frag dich mal, wie Frankfurt bei nem Spiel IN Lyon abgeschnitten hätte?!?! Sehr viel besser jedenfalls nicht!

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon: Und woher willst du das wissen? Vielleicht wächst ja Frankfurt in der Champions League an den Gegnern (siehe die 3 Heimspiele bisher) – Bröndby jedenfalls ist, meines Erachtens, weg. Frankfurt hat dagegen noch sehr gute Chancen aufs Weiterkommen – und das würde ich mir sehr wünschen, da ich es gerne sähe, wenn beide deutschen Teams ins Halbfinale kämen 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Krissi: Zunächst einmal hat Frankfurt erst 2 Heimspiele diese Saison, das dritte kommt noch.
    Zum anderen bleibt festzuhalten, dass Frankfurt bisher kein Auswärtsspiel in dieser CL-Saison gewonnen hat.

    Demzufolge wäre es für mich sehr erstaunlich, wenn diese Mannschaft, die darüber hinaus auch schon in dieser Saison in Duisburg einen Punkt hat liegen lassen und in Freiburg verloren hat, ausgerechnet gegen Lyon ihren ersten Auswärtssieg gegen ein Topteam gefeiert hätte.
    Auch sollte man bei der Kritik an Bröndby bedenken, dass es das erste Pflichtspiel nach einer 4-monatigen Winterpause war, denn die Liga hat noch nicht wieder angefangen.

    Die Devise wird einfach gewesen sein, sich nicht vollständig in Lyon auseinandernehmen zu lassen, die darüber hinaus in dieser Saison erst ein Gegentor zuhause hinnehmen mussten beim 1:1 gegen Juvisy. Das hat man denke ich gemacht.
    Natürlich musste man Abstriche machen, gerade im Spielaufbau. Gegen Necib, Dickenmann, Le Sommer, Schelin, Abily und co. zu bestehen und das noch im eigenen Stadion, das geht nur übers Mauern, gerade wenn man im Sturm nicht derart stark besetzt ist.

    Was man aber sehen kann, dass man relativ gut dagegen gehalten hat und man bei dem Spielverlauf NUR vier Tore bekommen hat. Da muss man Stina Lykke-Pedersen ein ganz großes Lob aussprechen, die wirklich über sich hinausgewachsen ist!

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon: Deine Argumentation, dass Frankfurt in Duisburg und Freiburg Punkte hat liegen lassen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen – Potsdam hat auch gegen HSV und Leverkusen Punkte liegen lassen – auch Rossiyanka war nicht eingespielt…und hat sich trotzem nicht „abschlachten“ lassen (auch wenn dies bei optimaler Chancenauswertung von Potsdam in der 1. HZ durchaus drin gewesen wäre). Und ich denke auch, dass Frankfurt gegen Lyon eine Chance hätte…aber abwarten: wenn, dann müssen sich ja eh zuerst unsere Potsdamer Damen mit den Lyonerinnen messen… 😉

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