Champions League: Auftakt zum Viertelfinale

Von am 13. März 2012 – 18.46 Uhr 19 Kommentare

Mit drei Spielen wird am Mittwoch das Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League eröffnet, die vierte Partie wird erst am Donnerstag ausgetragen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die beiden deutschen Teams 1. FFC Turbine Potsdam und 1. FFC Frankfurt.

Für den Deutschen Meister 1. FFC Turbine Potsdam steht am Mittwochabend ab 18 Uhr (live auf Eurosport) ein echter Härtetest auf dem Programm.

„Rossiyanka stärker als Lyon“
Denn den russischen Meister WFC Rossiyanka schätzt Turbine-Trainer Bernd Schröder „noch stärker als Lyon“ ein. Und die sind bekanntermaßen der Titelverteidiger in der Königsklasse. Nach den mauen Vorstellungen in den vergangenen Bundesligaspielen wird es für die Potsdamerinnen darum gehen, auf europäischer Bühne den Schalter rechtzeitig wieder umzulegen, sonst droht gegen das Team um die frühere Potsdamerin Cristiane ein frühes Aus im Wettbewerb.

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Arsenal ohne Kelly Smith
Bereits um 15.30 Uhr empfängt Arsenal LFC im heimischen Borehamwood Kopparbergs/Göteborg FC. Dabei müssen die Gastgeberinnen sowohl im Hin- als auch im Rückspiel auf die erst am vergangenen Freitag verpflichtete Kelly Smith verzichten, die sich bereits am 4. März bei der 0:3-Niederlage Englands gegen Frankreich beim Cyprus Cup eine Verletzung am linken Knöchel zugezogen hat. Beim schwedischen Vizemeister hat man versucht die Abgänge von Lisa Dahlkvist, Linda Sembrant und Ingvild Stensland zu kompensieren, indem man die Engländerin Anisa Asante, bis 2008 in Diensten von Arsenal, und das amerikanische Duo Ingrid Wells und Christen Press verpflichtet hat.

Lotta Schelin

Die Schwedin Lotta Schelin soll für Lyon die Tore schießen © Marion Kehren / girlsplay.de

Lyon Favorit gegen Brøndby
Zum Abschluss des Tages empfängt Olympique Lyonnais ab 19 Uhr den dänischen Meister Brøndby. „Das ist aufregend, gegen das beste Team in Europa zu spielen“, freut sich Brøndby-Stürmerin Lise Munk, deren Team als Außenseiter in das Duell geht. Die Französinnen schossen sich für die Partie mit einem 7:0-Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen A.S. La Sanne Saint Romain de Surie warm, einige Schlüsselspielerinnen, wie Torhüterin Sara Bouhaddi, Sonia Bompastor, Camille Abily, Corine Franco und Eugénie Le Sommer wurden für die Champions League geschont.

Frankfurt will sich gute Ausgangsposition schaffen
Am Donnerstag beschließt dann die Partie zwischen LdB Malmö und dem 1. FFC Frankfurt (ab 17 Uhr live auf Eurosport) die Serie der Viertelfinalhinspiele. Bei den Frankfurterinnen reist man guter Dinge in den Süden Schwedens. Malmö wird uns sicher alles abverlangen, aber mit einer geschlossenen und hochkonzentrierten Mannschaftsleistung haben wir dort beste Chancen, eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in der kommenden Woche vor heimischem Publikum zu schaffen!”, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert.

Champions League, Viertelfinale, Hinspiele im Überblick

Mittwoch, 14. März

15.30 Uhr: Arsenal LFC – Kopparbergs/Göteborg FC
18.00 Uhr: 1. FFC Turbine Potsdam – WFC Rossiyanka (live auf Eurosport)
19.00 Uhr: Olympique Lyonnais – Brøndby

Donnerstag, 15. März

17.00 Uhr: LdB Malmö – 1. FFC Frankfurt (live auf Eurosport)

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Krissi sagt:

    Ich wünsche den beiden deutschen Vertretern, Potsdam und Frankfurt, für ihre Spiele viel Erfolg! Auf das sich beide Mannschaften eine gute Ausgangsposition verschaffen mögen. 😉

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  • Sylvijaaa sagt:

    Rossiyanka hat sich unglaublich verstärkt. Wenn ich mich recht erinnere: 3 Brasilianerinnen, 3 Amerikanerinnen und Sofia Jakobsson. Dürfen die eigentlich alle spielen?
    Gerade mit Potsdams Leistungen seit dem Auswärtssieg in Frankfurt, muss man wohl Rossiyanka zum Favoriten erklären. Es sei denn Potsdam findet seine Form rechtzeitig. Aber woher nehmen..?

    Frankfurt sollte allerdings doch ins Halbfinale einziehen.

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  • Frank W. sagt:

    Im Europokal dürfen nur 3 Nicht-Europäer(innen) gleichzeitig spielen.

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  • Frieda sagt:

    @ Frank W.
    In den UEFA Regeln finde ich das nicht. Und ich bin mir recht sicher, dass Rossiyanka auch schon mit mehr als 3 nicht Europäern gespielt hat.

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  • waiiy sagt:

    Das Thema hatten wir schon einmal. Da geht es um Staaten, die bestimmte Abkommen mit der EU haben. Wenn Spielerinnen aus diesen Staaten kommen, dürfen sie auch über die 3 Spielerinnen hinaus spielen. Da das bei den USA der Fall und Schweden unkritisch ist, sollte es auch möglich sein, 3 von wohl mittlerweile 4 Brasilianerinnen einzusetzen.

    waiiy

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  • Krissi sagt:

    So weit ich mich erinnere, haben heute bei Rossiyanka maximal 2-3 Russinnen von Anfang an gespielt, dann 4-5 Brasilianerinnen (/hab den Überblich verloren), 1 Amerikanerin, 1 Schwedin, 1 Südafrikanerin. Glückwunsch Potsdam, gute Ausgangsposition – aber mehr auch nicht (immer diese Chancenverwertung, vor allem in HZ 1…) 😉

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  • xXx sagt:

    @Krissi

    Bei Rossiyanka stand heute nur eine einzige Russin in der Anfangself. Und das obwohl Rossiyanka einen Großteil der russischen Nationalspielerinnen stellt und der Trainer von Rossiyanka auch gleichzeitig Trainer der russischen Nationalmannschaft ist.

    Armer russischer Frauenfußball.

    Da haben die russischen Nationalspielerinnen 0 Spielpraxis im Jahr, weil Rossiyanka soviele Ausländerinnen geholt hat. Rossiyanka mag damit der Topclub in Russland sein, stellt damit dem russischen Frauenfußball aber auch gleichzeitig ein ziemliches Armutszeugniss aus.

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  • FFFan sagt:

    @ Krissi:

    Es waren genau zwei Russinnen (Todua und Pertseva) und mit Jakobsson lediglich eine weitere Europäerin in der Anfangsformation. Entgegen der Behauptung von Frank W. gibt es da anscheinend keine Beschränkungen.

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  • Speedy75 sagt:

    In der Anfangself stand glaub nur 2 Russinnen. Mit den später vollzogenen Wechseln kamen dann noch 2 hinzu.
    Zum Glück gibt es in Deutschland keinen solchen Verein der so viele internationale Spielerinnen vereinigt.

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  • waiiy sagt:

    Bemerkenswert war, dass man im Stadion das Gefühl hatte, dass Rossyanka immer stärker wurde, je mehr Russinnen auf dem Platz standen.

    waiiy

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  • Krissi sagt:

    @waiiy: Das stimmt, den Eindruck hatte ich auch, mit den Einwechselungen ist Rossiyanka stärker geworden – das mag allerdings auch daran liegen, dass Potsdam in der 2. Hälfte wesentlich weniger Druck gemacht hat…@xXx: Danke. Das mit der halben russischen Nationalmannchaft habe ich auch gehört…umso trauriger ist es eigentlich, dass der Trainer von Rossiyanka (und gleichzeitig Nationaltrainer Russlands!) seinen „eigenen russischen“ Mädels (fast) kene Chance gibt…@FFFan: Danke schön 😉

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  • Krissi sagt:

    @Speedy75: Doch den gibt es: den FFC Frankfurt. Deutsche, Schweizer, Neuseeländer, Amerikaner – habe ich noch jemand vergessen? 🙂 Wobei: Potsdam ist auch nicht ohne: Deutsche, Amerikaner, Niederländer, Äquatorial-Guinearer (heißt das so???) – habe ich hier vielleicht jemanden vergessen? 🙂

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  • Dirk sagt:

    oh ja Krissi, Potsdam hätte noch Island, Schweden, Mazedonien und Japan im Angebot (und einige wenige Deutsche :D)

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  • Lakshmi sagt:

    Bei den Turbinen standen 7 Deutsche(Schmidt, Peter, Zietz, Kemme, Draws, Odebrecht, Hanebeck) in der Startformation.

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  • Krissi sagt:

    @Dirk: Das stimmt, da hast du recht – da habe ich ja wirklich Schlüsselspielerinnen von Potsdam außen vor gelassen – SAchande über mein Haupt 🙁

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  • Sheldon sagt:

    Bei Potsdam fehlt noch Bosnien-Herzegowina und Namibia (halb) 😉
    Frankfurt hätte noch Schweden, Japan und Ungarn (halb)

    Interessant zu beobachten ist es, wie die sich verteilen: Während es in Potsdam kaum noch eine deutsche Stürmerin gibt, gibt es in Frankfurt kaum noch eine deutsche Verteidigerin, während alle anderen Mannschaftsteile überwiegend deutsch geprägt sind.
    Andererseits denke ich auch, dass gerade eine Alyssa Naeher oder eine Yuki Nagasato in Potsdam ebensowenig wie eine Ally Krieger oder eine Sara Thunebro als Ausländerinnen wahrgenommen werden, weil sie sich einfach sehr, sehr gut in den Verein integriert haben.

    Soviel nur am Rande.

    @xXx: Dennoch ist es erstaunlich, dass Russland, obwohl die Nationalspielerinnen relativ wenig Spielpraxis bekommen, so gut in der EM-Quali mithalten kann!

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  • FFFan sagt:

    @ Krissi:

    Bei Frankfurt sind außerdem noch Schweden und Japan vertreten!

    Aber das ist alles nicht vergleichbar mit Rossiyanka. Bei allen anderen Viertelfinalisten, die heute gespielt haben, stammt die Mehrzahl der Spielerinnen der Startelf aus dem gleichen Land wie der Verein: so spielte Potsdam heute mit sieben Deutschen, Arsenal mit sechs Engländerinnen (und zwei weiteren Britinnen), Göteborg mit neun Schwedinnen, Lyon mit neun Französinnen und Bröndby gar mit zehn Däninnen.

    Allein die vier Brasilianerinnen beim russischen Meister – so viele in einem Team gibt’s sonst außerhalb Brasiliens höchstens noch in der Nationalmannschaft von Äquatorialguinea! 😀

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: In der Halbzeitpause sah man, warum die russische Nationalmannschaft so gut in der Quali mithalten. Da standen die russischen Nationalspielerinnen und haben sich gemeinsam erwärmt und man konnte den Teamgeist, der in der Startelf gefehlt hat, deutlich sehen.

    waiiy

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  • speedy75 sagt:

    @FFFan
    genau das hatte ich eigentlich auch gemeint mich aber wohl
    undeutlich ausgedrückt.

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