Algarve Cup: DFB-Elf schlägt China, auch Japan siegt

Von am 2. März 2012 – 17.53 Uhr 5 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationaelf hat auch das zweite Spiel beim Algarve Cup in Portugal gewonnen, gegen einen Gegner, der mehr als eine Stunde in Unterzahl spielte. Deutschlands nächster Gegner Schweden kam hingegen zu einem überzeugenden Sieg, und auch Japan bleibt weiter siegreich.

In Vila Real de Santo Antonio gewann das Team von Bundestrainerin Silvia Neid knapp mit 1:0 (1:0), den Treffer erzielte Melanie Behringer per Elfmeter nach Foul an Linda Bresonik (32.). Das Team ließ in der Folge weitere gute Chancen aus.

Highlights des Spiels anschauen

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China schwächt sich selbst

Die Chinesinnen mussten bereits ab der 27. Minute mit einer Spielerin weniger auskommem, nachdem Han Peng die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, in der Schlussminute sah auch noch Zhang Rui die Gelb-Rote Karte. Luisa Wensing feierte ab der 67. Minute ihr Debüt in der Nationalmannschaft.

„Wir machen viele Sachen richtig, Ideen sind da, die Kombinationen sind gut. Es fehlt nur die letzte Konsequenz vor dem Tor“, so Bundestrainerin Silvia Neid, die vor allem das taktische Spiel der DFB-Elf lobte.

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Japan bejubelt den Führungstreffer gegen Dänemark. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Systemumstellung tut Schweden gut
Im zweiten Spiel der Gruppe A kam Schweden mit dem neuen 4-2-3-1-System zu einem überzeugenden 4:1 (4:1)-Sieg gegen Island, alle Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit. Lotta Schelin eröffnete auf Pass von Sara Thunebro bereits früh den Torreigen (1.), Antonia Göransson (12.) mit ihrem zweiten Turniertreffer erhöhte schnell, ehe Island durch einen Elfmeter von Dóra María Lárusdóttir verkürzte. Doch Jessica Landström (32.) und noch einmal Göransson (37.) machten den Erfolg perfekt. „Ich bin hochzufrieden mit unserem Spiel in der ersten Halbzeit“, so Schwedens Trainer Thomas Dennerby.

Japan setzt Siegeszug fort
In Gruppe B kam Weltmeister Japan, ohne vollends zu überzeugen, zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Dänemark. Yuika Sukusawa aus sechs Metern (52.) sowie Shinobu Ohno in der Nachspielzeit (90.+2) erzielten die Treffer. Dänemarks Trainer Kenneth Heiner-Møller war dennoch nicht unzufrieden: „Das war schon ok heute und wir haben uns verbessert gegenüber dem USA-Spiel. Wir hatten phasenweise eine gute Ballkontrolle und haben Selbstvertrauen aufgebaut.“

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Sydney Leroux (li.) stellte den Sieg gegen Norwegen sicher. © Nora Kruse, ff-archiv.de

USA kontrolliert zum Sieg
Im zweiten Spiel des Tages kamen die USA zu einem 2:1 (0:0)-Sieg gegen Norwegen. Abby Wambach erzielte mit einem Schuss, der vom Innenpfosten ins Tor ging, die Führung gegen die kompakt agierenden Norwegerinnen (51.), die eingewechselte Sydney Leroux sorgte für die Vorentscheidung (81.), auch wenn Elise Thorsnes in der Nachspielzeit noch verkürzen konnte (90.+3).

Sieg für den Gastgeber
In der Gruppe C kam Gastgeber Portugal zu einem 4:0 (1:0)-Sieg gegen Ungarn. Andrea Rodriguez (13.), Carolina Mendes (57.), Ana Borges (63.) und Carla Couto (86.) sorgten für strahlende Gesichter im Lager der Portugiesinnen.

Remis im Nachbarschaftsduell
Wales und die Republik Irland trennten sich im Abendspiel in Ferreiras zwar nur mit einem torlosen 0:0, boten aber im Nachbarschaftsduell die leidenschaftlichste Auseinandersetzung des Tages, bei der die Waliserinnen optische Vorteile, aber Pech bei einem Lattentreffer Mitte der zweiten Halbzeit hatten.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • ballander sagt:

    ich sach doch: die schweden kommen. super toni. landis und thunis würden bestimmt gern im karli spielen 🙂

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  • intersoccer sagt:

    hier eine Zusammenfassung vom China-Spiel, kommentiert von einem nahezu euphorischen Sprecher 😉

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  • Lusankya sagt:

    Tjoa, also die Chancen sind da, nur die Tore fehlen. Da Mbabi und Mittag sind schon üble Chancentode, aber stehen sich vermutlich eh die meiste Zeit nur im Weg, wenn Neid mit einem 4-5-1 spielt.

    Aber hey, 2011 wurde noch auf den Abwerhspielerinnen herumgehackt, jetzt sind es die Stürmerinnen. Von wegen es hat sich nichts geändert. 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    So unterschiedlich ist das eben mitunter. Der Eine kommentiert nahezu euphorisch das mit Ach und Krach gewonnene China-Länderspiel und ein Anderer stuft Da Mbabi und Mittag als üble Chancentode ein!
    Beide Extreme liegen abseits der Realität, der man eigentlich ungeschönt selbstkritisch ins Auge blicken sollte.

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  • FFFan sagt:

    @ intersoccer:

    „…kommentiert von einem nahezu euphorischen Sprecher ;-)“

    Hey, was hast du gegen Niels „The Voice“ Barnhofer? 😀

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