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Algarve Cup: Die besten Teams am Start

Von am 29. Februar 2012 – 9.33 Uhr

Die Top-Drei-Mannschaften der Welt, sowie Schweden als Bronzemedaillen-Gewinner der vergangenen Weltmeisterschaft, sind beim heute beginnenden Algarve Cup. Deutschland startet gegen Island ins Turnier, das allen Mannschaften vor allem als Vorbereitung dient. Seit dem WM-Titel ist in Japan allerdings auch die Vorbereitung wichtig, die Asiatinnen haben einen Pressetross dabei, der bislang völlig untypisch für den Algarve Cup war.

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Als am Dienstagnachmittag die Eröffnungs-Pressekonferenz des Algarve Cups mit Vertretern aller zwölf Teilnehmerländer stattfand, war der Saal voll – mit Japanern. „Seit dem WM-Sieg ist die Nationalmannschaft bei uns wirklich groß in den Medien“, erzählt eine der japanischen Journalistinnen.

Spielplan Algarve Cup
Algarve Cup: DFB-Elf doch live im TV

Norwegens Trainerin beeindruckt
So geschah es, dass Norwegens Trainerin Eli Landsem sich nach dem offiziellen Ende der Pressekonferenz von japanischen Journalisten umzingelt sah, die ihre Einschätzung zur heutigen Partie zwischen ihrem Team und dem Weltmeister hören wollten. Als alle zufrieden waren, blieb im Anschluss nur noch ein norwegischer Journalist übrig. „Ich glaube nicht, dass ein Land schon jemals so viele Journalisten beim Algarve Cup dabei hatte,“ so Landsem kurz darauf staunend gegenüber Womensoccer.

Gruppe B: Weltmeisterduell
Landsems Elf startet um 13.40 Uhr (MEZ) gegen den amtierenden Weltmeister ins Turnier, verzichtet werden muss dabei erneut auf Ingvild Stensland, die an einer Oberschenkelverletzung leidet. „Ich denke aber nicht, dass sie das ganze Turnier verpassen wird.“ Dass den Weltmeister von 1995 ein schweres Duell erwartet, hatte die Trainerin schon während der Pressekonferenz auf gewohnt humorvolle Art deutlich gemacht. Auf den Fehler in der Anmoderation, dass die USA doch ein harter Auftaktgegner seien, antwortete die Norwegerin: „Ich denke, es wird sogar noch schwerer – es ist nämlich Japan.“

USA setzen auf Morgan und Wambach
In der zweiten Partie in Gruppe B treffen die USA auf Dänemark. US-Nationaltrainerin Pia Sundhage will viel ausprobieren. „Ich habe nach der Weltmeisterschaft viele E-Mails bekommen, in denen gefragt wurde, warum ich Alex Morgan nicht in die Startaufstellung berufe – hier ist sie jetzt.“ Es soll getestet werden, sie sie sich von Beginn an an der Seite von Abby Wambach schlägt, hinzu kommt nach der Verletzung von Alexandra Krieger eine Neuordnung der Abwehrkette.

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Doris Fitschen bei der Auftaktpressekonferenz. © Nora Kruse

Gruppe A: Deutschland gegen Island
Die deutsche Mannschaft trifft ab 15 Uhr (MEZ) auf Island, zuletzt stand man sich bei der Europameisterschaft 2009 in Finnland gegenüber. „Wir sind immer gerne hier“, so Nationalmannschaftsmanagerin Doris Fitschen in Vertretung von Cheftrainerin Silvia Neid, die gestern zeitgleich das Training leitete. „Es stehen wichtige Spiele in der EM-Qualifikation vor der Tür.“ Die DFB-Elf konnte sich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren, die volle Aufmerksamkeit gilt vor allem der Begegnung mit Spanien am 31. März.

Die Isländerinnen wollen vor allem auf neue Gesichter setzen, so Fitschens Kollegin Klara Bjartmarz. „Ich könnte mir keinen besseren Start für die jungen Spielerinnen vorstellen als gleich gegen Deutschland.“

Schweden gegen China
„Gerade zu dieser Zeit im Jahr ist es wichtig, die Mannschaft vorzubereiten“, sagt Schwedens Trainer Thomas Dennerby. Seine Elf trifft ab 16 Uhr auf China, die Liga im eigenen Land hat noch nicht begonnen.

Gruppe C: Kein Turniersieg möglich
In Gruppe C treffen Gastgeber Portugal, die Republik Irland, Wales und Ungarn aufeinander. „Wir sind von der Weltranglistenposition das schwächste Team, es geht nur gegen bessere Mannschaften“, so Wales‘ Trainer Jarmo Matikainen. Und so ist das Turnier auch für die Mannschaften in Gruppe C ein wichtiger Termin im Jahr, selbst wenn sie am Ende nicht um den Gruppensieg spielen können.

Modus der Platzierungsspiele
Im Finale werden sich am 7. März die Sieger der Gruppe A und B gegenüberstehen. Die jeweils zweitplatzierten Teams spielen um den dritten Platz, die drittplatzierten und den fünften. Der Sieger der Gruppe C kann daher maximal Siebter im Endklassement werden, er spielt um diesen Platz gegen den besseren Vierten der Gruppen A und B. Der andere Gruppenvierte trifft im Spiel um Platz neun auf den Zweiten der Gruppe C. Die beiden Schlusslichter in Gruppe C stehen sich im Spiel um Platz elf gegenüber.

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