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Stadt Malmö hilft angeschlagenem Meister

Von am 21. Februar 2012 – 14.18 Uhr 6 Kommentare

Der finanziell angeschlagene schwedische Meister LdB FC Malmö kann auf die Unterstützung der Stadt zählen. Umgerechnet etwa 160.000 Euro steuert sie in der schwierigen Situation bei – nicht ohne Gegenleistungen.

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Der Gegner des 1. FFC Frankfurt im Viertelfinale der Champions League hatte kürzlich erst mit den Verpflichtungen von Anja Mittag und Ramona Bachmann für Schlagzeilen gesorgt, doch im Anschluss kam die Nachricht von den Finanzsorgen, auch eine Insolvenz stand kurzzeitig im Raum. Nun springt die Stadt bei.

Freier Eintritt für Schulkinder
Die rund 160.000 Euro (1,4 Millionen Schwedische Kronen), die zugesagt wurden, verteilen sich auf bestimmte ausgehandelte Gegenleistungen. Zunächst sollen alle Schulkinder freien Eintritt zu den Heimspielen des schwedischen Meisters erhalten. Dafür zahlt die Stadt etwa 74.000 Euro. Für weitere gut 86.000 Euro werden die Verkaufsstände, die der Club im Stadion hatte errichten lassen, gekauft. „Kein Verein besitzt solche Stände in einem Stadion, das ihm nicht gehört“, sagt der Direktor der Freizeitverwaltung Bo Sjöström. „Kurzfristig wird das dem Verein helfen, seine Liquidität zu erhöhen, langfristig wird es zu einer Mieterhöhung führen. Wie hoch die ausfällt, werden wir verhandeln.“

Um die Miete geht es auch im dritten Teil der Unterstützungspakets. Denn Sjöström ist bereit, die fällige Miete für die Stadionnutzung in Höhe von etwa 11.500 Euro (100.000 Kronen) zu stunden.

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6 Kommentare »

  • JFritzK sagt:

    Merkwürdig! Da werden einerseits zwei Nationalspielerinnen verpflichtet, andererseits scheint der Vereinerhebliche finanzielle Probleme zu haben. Das die Stadt Malmö jetzt einen „Rettungsschirm“ zur Verfügung stellt hat nach meiner Ansicht mindestens ein „G´schmäckle“. Manch einer könnte auch geneigt sein, von Wettbewerbsverzerrung zu sprechen.

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  • waiiy sagt:

    Dass eine Stadt ihrem Verein hilft, gab es aber auch schon des öfteren bei anderen Sportarten bzw. bei den Männern im Fußball.

    Ich finde die Idee interessant, dass man quasi den freien Eintritt der Kinder „erkauft“ hat. Das könnte dem Verein im Endeffekt auch sehr helfen, wenn wirklich mehr Nachwuchs generiert werden kann.

    waiiy

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  • timmy sagt:

    Da kann sich Peter Zwegat schonmal den Weg nach Malmö im Navi angucken. Was für eine Fehlplanung.

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  • berggruen1 sagt:

    @timmy: Die Stadt Dresden hat „ihrem“ Verein vor nicht allzu langer Zeit gegen keine solcher Auflagen zu einem günstigen Darlehen über 1,2 Mio. € verholfen. Der Verein hat letzte Woche die letzten 500 000 € davon zurückgezahlt. Es ist eine gängige Praxis, wie waiiy schon anmerkte. Keine Wettbewerbsverzerrung und nicht notwendigerweise der erste Schritt Richtung Schuldnerberater. Letzten Endes sind bei uns (fast) alle (Sport-)Vereine direkt oder indirekt unterstützt von Kommune oder Land. Sollte Malmö dadurch wieder auf die Beine kommen, haben sie alles richtig gemacht; sollten sie es nicht schaffen, müssen sie und auch ihre Stadt sich keine diesbezüglichen Vorwürfe mangelnder Rettungsbereitschaft gefallen lassen…

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  • be sagt:

    Anscheinend ist die Unterstützung seitens der Stadt Malmö auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da man insgesamt eine halbe Million Euro braucht: http://ffschweden.wordpress.com/2012/02/22/malmo-ist-immer-noch-in-der-klemme/

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  • franre ingnovsky sagt:

    ob es das im gesamtpacket bringt über die jahre ist sehr fraglich….
    finde die stadt will letztenenddes selbst nur geld haben was nicht nett ist!!!!!!!!

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