Silvia Neid in der Türkei gesperrt

Von am 13. Februar 2012 – 13.53 Uhr 18 Kommentare

Bundestrainerin Silvia Neid wird beim EM-Qualifikationsspiel der DFB-Elf am Mittwoch in der Türkei (ab 16 Uhr live in der ARD) nicht auf der Trainerbank sitzen dürfen.

Die UEFA-Kontroll- und Disziplinarkammer sprach gegen Neid eine Funktionssperre von einem Wettbewerbsspiel aus. Zudem darf die Bundestrainerin ab der Ankunft im Stadion nicht mehr mit der Mannschaft kommunizieren.

Sperre wegen Spanien-Spiel
Neid wurde gesperrt, weil sie beim 2:2 im EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien am 24. November in Motril von der ukrainischen Schiedsrichterin Kateryna Monzul wegen wiederholten Reklamierens auf die Tribüne verbannt worden war.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Mir sind die gezeigten Emotionen mehr wert gewesen, als die danach ausgesprochene Sperre. 🙂

    waiiy

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  • karl sagt:

    Die Sperre ist mir nicht ganz verstaendlich. Neid hatte zurecht reklamiert. Die spanische Schiedsrichterin war total unfaehig.

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  • waiiy sagt:

    @karl: Zu Recht oder zu Unrecht ist gar nicht die Frage. Das Wort „Reklamieren“ ist ausschlaggebend… 😉

    waiiy

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  • Detlef sagt:

    Auch mir sind TrainerInnen viel lieber, die während des Spiels mit wilden Gesten, lautstarken Protesten usw am Spiel emotional teilnehmen!!!
    Klar, daß man dabei auch mal übers Ziel hinausschießen kann, und einen Verweiß auf die Tribühne riskiert!!!
    Ist mir aber allemal symphatischer, als wenn die/der TrainerIn nur teilnahmslos auf seinem Stühlchen hockt, als ob es sie/ihn gar nicht interessiert, was da auf dem Platz passiert!!!
    Negativbeispiel Nummer eins ist für mich der frühere russische Männertrainer Lobanowski!!!

    Dagegen fand ich den emotionalen Ausbruch von Frau Bundesgöttin regelrecht erfrischend!!! 😉

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  • Krissi sagt:

    Also dafür eine Sperre – neee, das geht mir nicht in den Schädel – habe das Spiel auch gesehen und so schlimm fand ich die Reaktion von Neid nicht – mir schien eher die Aktion der Schiedsrichterin, Neid auf die Tribüne zu schicken, sehr übertrieben. Zumal ich eh glaube, dass die gute „Frau Unparteiische“ das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr unter Kontrolle hatte (Spanien durfte fleißig holzen…) 🙁

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  • FFFan sagt:

    @ karl:
    „Die Sperre ist mir nicht ganz verstaendlich. Neid hatte zurecht reklamiert. Die spanische Schiedsrichterin war total unfaehig.“

    Also zunächst mal war es natürlich eine ukrainische (und keine spanische) Schiedsrichterin.

    Ob zu Recht oder zu Unrecht spielt keine Rolle. Die Heftigkeit des Reklamierens ist das Kriterium. In diesem Fall bin ich in der Tat auch der Meinung, dass der Verweis auf die Tribüne Strafe genug gewesen sein sollte, aber vielleicht kam der Wutausbruch von Silvia Neid im Fernsehen auch nicht so ganz rüber.

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  • karl sagt:

    @FFFan : Ich dachte fuer den Verweis auf die Tribuene waere die vierte offizielle ursaechlich verantwortlich gewesen , und die heisst Maria Luisa Villa Gutierrez und ist aus Spanien.

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  • Frieda sagt:

    Mit der Sperre hat allerdings weniger die Schiedsrichterin noch die vierte Offizielle etwas zu tun. Da Neid gesperrt wurde, hat sie gewiss mehr getan als „nur reklamiert“. Ich habe sie zumindest bis in mein Wohnzimmer gehört.
    Und anstatt sich über der Leistung der Schiedsrichterin zu beschweren, hätte sich Neid vielleicht eher mal über die Leistung ihrer Mannschaft und ihres Trainerstabs inklusive der eigenen Person ärgern sollen, nur ist das unangenehmer.

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  • karl sagt:

    Stimmt schon, 2 fehler hat sie wohl gemacht. Linda Bresonok nicht mitgenommen , und dann auch noch saskia bartusiak zur halbzeit rausgenommen. kann ja jedem mal passieren.

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  • FFFan sagt:

    @ Frieda:
    „Da Neid gesperrt wurde, hat sie gewiss mehr getan als “nur reklamiert”.“

    Ja, sie hat auch noch ihre Coaching-Zone verlassen. Ganz schlimm!

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  • Frieda sagt:

    @ FFFan
    Warum musste sie denn unbedingt die Coaching-Zone verlassen? Das Stadion war überschaubar genug, die Zuschauer nicht wie im ausverkauften Olympiastadion so laut, dass sie es brauchte, um mit der Mannschaft zu kommunizieren.
    Sie ist Bundestrainerin, sie sollte die Regeln kennen und die Konsequenzen auch. Hier trägt niemand Schuld außer Neid selber.

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Das ist wirklich böse von ihr gewesen. Aber warum musste sich die 4 Offizielle auch wegbewegen… 😉

    Für mich ist das alles Quatscht mit den Coaching-Zonen. Wenn es nach mir ginge, wäre die Mittellinie und die Seitenauslinie das Maß, was von Leuten auf der Bank nicht überschritten werden darf. Und sollte es zu einer Berührung einer gegnerischen Spielerin, von jemanden auf der gegnerische Bank bzw. der 4 Offiziellen kommen, sollte man die Betreffende / den Betreffenden sofort auf die Tribüne verbannen und dann darf man auch über Strafen nachdenken. Aber das Verlassen der Coaching-Zone ist für mich Blödsinn. Da kann man ja gleich einen Käfig bauen…

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Find ich super, dann haben wir bald bei jeder Ecke und jedem Freistoß hinter dem Tor rumhüpfende Trainer und Trainerinnen, die den Job ihres Keepers übernehmen…
    Coaching-Zonen sind insofern sinnvoll, als dass sie den Einfluss des Trainers auf das Spiel zügeln. Und das ist auch gut so.
    Beispielsweise brauchst du für einen Trainer wie Thomas Schaaf nicht mal ne 5m² große Coaching-Zone, da der sowieso äußerst selten mal aus dem Normalpulsbereich wegbewegt werden kann!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Wieso sollte man den Einfluss des Trainers auf der Spiel zügeln wollen? Wie gesagt, Behinderungen und Berührungen sollten tabu sein. Alles andere können entsprechende Strafen regeln. Die Zonen wurden doch auch nur wegen weniger Ausnahmen angeschafft, vor denen man leider kapituliert hat. Es ist doch grotesk, dass man die Zäune vor den Fans abbauen konnte, dafür aber ein virtuelles Gefängnis für die Trainer eingeführt hat…

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Was durch das Abbauen der Zäune passiert, sieht man ja heute. Rostock, Bremen, Frankfurt, das sind nur wenige Beispiele, was dadurch passieren kann.
    Und ich denke, die Trainer dürften mit den Coachingzonen gut zurechtkommen, bis jetzt tun sie es jedenfalls alle.
    Und meines Erachtens ist das auch ein guter Selbstschutz für die Trainer, die ihre Emotionen oft nicht im Griff haben.
    Man sieht ja, dass selbst heute trotz der Coachingzonen noch Trainer auf den Rasen laufen wie in Frankfurt Armin Veh zuletzt.

    Wenn die Trainer gar keine Möglichkeiten haben, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen, ist das denke ich das Beste, was uns im Fußball passieren kann.

    Ich frage mich, wieso wir über das Thema überhaupt diskutieren, 97-99% aller Trainer kommen mit dieser Coachingzone blendend zurecht! Das Ganze nur wegen ein paar Ausnahmen umzustoßen, halte ich für kontraproduktiv!

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  • waiiy sagt:

    „Wenn Erziehung versagt, macht man es halt mit Gewalt (oder in dem Fall Einschränkungen)…“

    Leute, die das beschließen, scheinen das auch aus anderen Lebensbereichen zu kennen.

    „Wenn die Trainer gar keine Möglichkeiten haben, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen, ist das denke ich das Beste, was uns im Fußball passieren kann.“ –> Nein.

    waiiy

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Beispielsweise brauchst du für einen Trainer wie Thomas Schaaf nicht mal ne 5m² große Coaching-Zone, da der sowieso äußerst selten mal aus dem Normalpulsbereich wegbewegt werden kann!“

    Den hab ich aber auch schon ganz anders erlebt…!

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  • Uwe sagt:

    Ich finde die Coaching-Zone in Ordnung, ansonsten hätte man ständig Rudelbildung, weil die ganze Bank-Besetzung am Spielfeldrand rumhüpfen würde. Trainer können ihre Emotionen auch in der Zone ausleben, wenn sie das brauchen. Trainer, die ständig am Spielfeldrand auf und ab laufen müssen um Anweisungen reinbzurüllen, haben eins nicht getan: ihre Mannschaft so vorzubereiten, das sie das Spiel nach den taktischen Vorgaben durchziehen kann. Das bedeutet nicht, das gezielte Korrekturen von außen nicht nötig sind.

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