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2011 Fazit: die WM hat sich gelohnt!

Von am 9. Februar 2012 – 10.05 Uhr

Mit dem Ende des Jahres 2011 stellen sich viele Rückblicke in den Medien ein. Für die Fußball-Frauen scheint vor allem Steffi Jones die namenshafte Sprecherin zu sein, die ein eindeutiges Fazit zur Frauen-WM zieht: Es habe sich wohl auf jeden Fall – trotz des Ausscheidens der deutschen Frauen – gelohnt.

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Dabei geht es Jones in ihrer Jahresbilanz vor allem um das Roulette mit den Medien: endlich sei, dank der Frauenfußball-Weltmeisterschaft, die gewünschte mediale Aufmerksamkeit auf die weibliche Perspektive der beliebten Männerdomäne erzielt worden. Jones, die die Weltmeisterschaft in Deutschland für den DFB organisierte, zeigt sich aber auch durchaus selbstkritisch: in der Bundesliga wolle man daran arbeiten, mehr Struktur in Verwaltung und Spiel einzubringen.

Der Stellenwert des deutschen Frauenfußballs hat sich nicht zuletzt durch die Arbeit der Ex-Nationalspielerin Jones um einiges verbessert. Dieser Schritt ist insbesondere dann wichtig, wenn es um die Förderung des weiblichen Nachwuches geht, der sich anhand der Vorbildfunktionen nicht mehr für das “Männerspiel” rechtfertigen muss.

DFB-Team

Der Frauenfußball hat trotz des frühen deutschen WM-Aus Boden gut gemacht © Nora Kruse / ff-archiv.de

Die sportliche, aber auch gesellschaftliche Arbeit, die der DFB für die Frauen geleistet hat, ist – wenn auch nur im begrenzten Maße – verantwortlich dafür, dass sich weniger Mädchen für ein Interesse am Fußball rechtfertigen müssen, wie Jones sagt. Dabei wurde trotz allem Lob auch mehr erwartet: die WM hat letztlich nicht den Boom mitgebracht, den man sich in aller Planung gewünscht hat.

Für das nächste Jahr bleibt nur die realistische Wahrnehmung der Sportart und die ständige Verbesserung der PR-Arbeit. Anders als ein Spiel im Online Casino geht es hier eben nicht nur um Glück, sondern auch um viel Ausdauer, die von Frauen wie Jones an den Tag gelegt werden müssen, wenn es darum gehen soll, auch weiterhin Fußball auch für Frauen attraktiv zu gestalten und das gesellschaftliche Stigmata loszuwerden. Und es geht um mehr als nur das: auch die professionellen Möglichkeiten sollen den Frauen in Zukunft geboten werden. Fußball soll, nach Jones, “mehr sein als nur ein Nebenverdienst zum Hauptberuf”.

Diese Entwicklungen könnten auch Chancen für den Frauenfußball im Burgenlandkreis bieten; bleibt nur zu hoffen, dass die Versprechen auch wahr werden.