Champions-League-Finale im Münchner Olympiastadion

Von am 30. Januar 2012 – 11.09 Uhr 6 Kommentare

Das Finale der diesjährigen UEFA Women’s Champions League wird am Donnerstag, 17. Mai, im altehrwürdigen Münchner Olympiastadion ausgetragen.

Anpfiff der Partie wird anders als in den beiden Jahren zuvor bereits um 18.00 Uhr sein. „Wir sind überzeugt, dass der Anstoß um 18.00 Uhr mehr Familien und Kinder in das Stadion locken wird“, begründet Giorgio Marchetti, Direktor der UEFA-Division Wettbewerbe, die vorgezogene, familienfreundlichere Anstoßzeit.

Traditionelle Austragungsstätte
Das Münchner Olympiastadion, in dem seit einigen Jahren keine Fußballspiele mehr ausgetragen wurden, wurde für die Olympischen Sommerspiele 1972 gebaut. Mit einer ursprünglichen Kapazität von 80 000 Plätzen war das Stadion Schauplatz zahlreicher großer Fußballspiele, darunter das Endspiel der WM 1974 zwischen Deutschland und den Niederlanden, das Endspiel der EM 1988 zwischen den Niederlanden und der UdSSR oder die beiden UEFA-Champions-League-Endspiele 1993 und 1997.

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Steffi Jones als Botschafterin des Finales
Steffi Jones, Direktorin für Frauen- und Mädchenfußball beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und UEFA-Botschafterin für Frauenfußballentwicklung, wird einen wichtigen Beitrag zur Promotion des Events leisten. So sind rund um München zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter der Beginn des Ticketverkaufs, die Übergabe des Pokals der UEFA Women’s Champions League sowie eine Trophy Tour.

Logo der UEFA Women's Champions League

Offizielles Logo der UEFA Women's Champions League © UEFA


Höhepunkt im europäischen Frauenfußball-Kalender

Jones erklärt: „Ich bin stolz, Botschafterin des Spiels zu sein, das den Höhepunkt im europäischen Frauenfußballkalender darstellt. Wir brauchen Klubwettbewerbe auf höchstem Niveau wie die UEFA Women’s Champions League, damit sich der Frauenfußball in ganz Europa weiterentwickeln kann. Ich bin sicher, dass das Endspiel ein großer Erfolg sein wird, und Deutschland freut sich darauf, die Finalisten im Mai in München willkommen zu heißen.“

Champions-League-Viertelfinale im März

Die Viertelfinal-Hinspiele finden dieses Jahr am 14./15. März statt, dabei kommt es zu folgenden Partien: LdB Malmö (SWE) – 1. FFC Frankfurt (GER), Olympique Lyonnais (FRA) – Brøndby IF (DEN), 1. FFC Turbine Potsdam (GER) – WFC Rossiyanka (RUS) und FC Arsenal Ladies (ENG) – Kopparbergs/Göteborg FC (SWE).

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • Speedcell sagt:

    Das olympiastadion finde ich etwas zu gross. Ich denke nicht,dass mehr als 30.000 kommen werden. Stimmungstechnisch wird das wohl nicht sehr berauschend sein. Aber man soll ja immer positiv an eine sache ran gehen 😉

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  • intersoccer sagt:

    Bin auch gespannt. Aber München hat eben leider (außer der schon belegten Allianz-Arena) kein anderes taugliches Stadion zu bieten.
    Werds mir jedenfalls live anschauen 🙂

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  • mrx sagt:

    Dann hätte sie lieber nach Augsburg ausweichen sollen. So wird es schwer werden, auch nur die Hälfte der Plätze zu füllen. Stimmungstechnisch ist ein Laufbahn-Stadion eh schwieriger, dazu jetzt wieder mehr auf Familie machen ist auch ein heikles Thema. Schlussendlich ist auch die Vorverlegung eher kritisch zu sehen, so schlecht waren die Vorjahres-TV-Quoten doch wirklich nicht. So nimmt man sich wieder ein Stück aus der Öffentlichkeit. Frauenfußball, ach ja, war doch mal was… schade drum!

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  • Detlef sagt:

    @mrx,
    sehe ich genauso!!!

    Wenn man sich das letzte DFB-Pokalfinale noch einmal vor Augen hält, so waren gerade einmal 20.000 Leute bereit, sich das beste vom Besten anzusehen, was der deutsche FF zu bieten hat!!!

    Selbst wenn man also (zuschauertechnisch) die optimalste Final-Paarung bekäme, werden es wohl in München eher ein paar tausend Zuschauer weniger sein als in Köln!!!
    FF ist halt in der bayrischen Landeshauptstadt nur am aller äußersten Stadtrand geduldet!!!

    Wie groß wäre dann wohl erst das Interesse, wenn gar kein deutsches Team das Finale erreicht???

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  • FFFan sagt:

    Ich kann mir kaum ein Stadion denken, das für diesen Zweck ungeeigneter wäre. Erstens viel zu groß und zweitens auch noch ein Leichtathletikstadion, bei dem die 400m-Bahn zusätzlich Distanz schafft und kaum ‚Stadionatmosphäre‘ aufkommen lässt.

    Sollte auch noch der ‚Worst Case‘ eintreten und kein deutscher Verein ins Finale einziehen, könnte das in einem Fiasko enden!

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass die „ideale“ Paarung wieder Lyon gegen Potsdam wäre, weil man es dann als „Fight“ ausgeben könnte, der die Brisanz aus den vergangenen 2 Endspielen ziehen würde. Leider ist das nun durch die Auslosung nicht mehr möglich.

    So ist natürlich ein rein deutsches Duell reizvoll, aber auch Frankfurt vs. Lyon wäre gut, weil man die Starspielerinnen aus Lyon sieht.

    Auf jeden Fall sollte man die negativen Stimmen über den Ort so schnell wie möglich beiseite drücken und alles mobilisieren, dass das Stadion so voll wie möglich wird. Dass Deutschland das Zeug dazu hat, hat die WM gezeigt.

    Da sollte man auch über möglichst attraktive Varianten bei den Eintrittskarten nachdenken. Wenn man den Preisunterschied vom letzten Endspiel zu dem WM-Begegnungen ansieht, dann kann das mehr Triebfeder für die Fußball spielenden Mädchen werden als die WM. Als muss eine Regelung her, dass Kinder ihre Eltern überzeugen können, dass man unbedingt nach München muss (Familienreglungen wie 2 Erw. + 1 Kind gratis) und man muss darüber nachdenken, dass man etwas schafft, dass ganze Fußballmädchenmannschaften mit dem Zug dorthin reisen (Gruppenkarten mit attraktiven Angeboten der Deutschen Bahn).

    Der Zeitpunkt ist doch einfach ideal, weil in den meisten Bundesländern der Tag nach Himmelfahrt schulfrei ist und viele Erwachsene auch nicht arbeiten. Von daher darf man sich die Chance nicht entgehen lassen.

    waiiy

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