Frankfurt gewinnt DFB-Hallenpokal

Von am 21. Januar 2012 – 17.31 Uhr 10 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat den DFB-Hallenpokal 2012 in Magdeburg gewonnen. Die Frankfurterinnen setzten sich im Finale klar gegen den FCR 2001 Duisburg durch.

Die Frankfurterinnen gewannen vor 4 682 Zuschauern in der fast ausverkauften GETEC-Arena mit 4:0 und revanchierten sich damit für die Niederlage beim Nordcup in Kiel eine Woche zuvor, wo das Team von Trainer Sven Kahlert den Duisburgerinnen noch im Neunmeterschießen unterlegen war.

Alle Ergebnisse

Anzeige

Alle Tabellen

Frankfurt tankt Selbstvertrauen
„Toll wie wir uns heute hier präsentiert haben, wir haben nicht unverdient gewonnen und nehmen sehr viel Selbstvertrauen mit für die anstehenden Aufgaben in Bundesliga und Champions League“, freute sich Kahlert. Duisburgs Trainer Marco Ketelaer konnte auch dem zweiten Platz Gutes abgewinnen. „Unsere Beine sind am Schluss ein bisschen schwer geworden, aber wir haben wieder guten Hallenfußball gezeigt.“

Marozsán räumt doppelt ab
Dzsenifer Marozsán wurde mit sieben Treffern beste Torschützin des Turnier und zugleich als beste Spielerin geeehrt. „Das hat einen Riesenspaß gemacht in dieser tollen Atmosphäre zu spielen. Das Kompliment geht an die Mannschaft, es war wichtig, dass wir dieses Turnier gewonnen haben. Gegen Duisburg hatten wir noch eine Rechnung offen, die haben wir beglichen“, so die Frankfurterin.

Potsdam scheidet früh aus
Für Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam kam das Turnier-Aus überraschend bereits im Viertelfinale bei der 3:4-Niederlage nach Neunmeterschießen gegen den SC 07 Bad Neuenahr, nach den regulären zwölf Minuten hatte es 1:1 gestanden. Dabei hatte sein Team die Vorrunde mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 13:1 beherrscht. „Ich bin enttäuscht wie nie zuvor“, so ein frustrierter Turbine-Trainer Bernd Schröder.

1. FFC Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt freut sich über den Sieg beim DFB-Hallenpokal © Zetbo / Framba.de

Schult beste Torhüterin
Almuth Schult vom SC 07 Bad Neuenahr wurde als beste Torhüterin ausgezeichnet. „So eine Auszeichnung ist schon etwas Besonderes. Wir sind mit dem Halbfinaleinzug zufrieden, es war ja nicht damit zu rechnen, dass wir gegen Potsdam gewinnen.“ Im Halbfinale musste sich ihr Team aber knapp mit 1:2 den Duisburgerinnen geschlagen geben, die Frankfurterinnen setzten sich nach einem packenden Neunmeterschießen mit 9:8 gegen den Hamburger SV durch, zuvor hatte es 1:1 gestanden. Mit dem Fairplay-Preis wurde der FC Bayern München ausgezeichnet, der eine gute Visitenkarte abgab und unglücklich im Viertelfinale an den Hanseatinnen gescheitert war.

Positive Bilanz
DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg zog in der abschließenden Pressekonferenz ein positives Fazit: „Ich fand das Turnier sehr spannend. Es gab keine Mannschaft, die hier verloren hat. Was mich beeindruckt hat ist, dass wir uns in der Darstellung des Turniers verbessert haben. Wir haben bei den Zuschauerzahlen noch ein bisschen Luft nach oben, wir können uns vorstellen, noch einmal nach Magdeburg zu kommen.“

Ergebnis DFB-Hallenpokal

1. 1. FFC Frankfurt
2. FCR 2001 Duisburg
3. Hamburger SV
3. SC 07 Bad Neuenahr
5. FC Bayern München
6. 1. FFC Turbine Potsdam
7. FF USV Jena
8. Bayer 04 Leverkusen
9. VfL Wolfsburg
10. SC Freiburg
11. SG Essen-Schönebeck
12. 1. FC Lokomotive Leipzig

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Zunächst mal Gratulation an die Gewinnerinnen aus Mainhatten!!!

    Insgesamt waren es wohl gute und sehr spannende Spiele!!!
    Zu den großen Überraschungen zählte wohl das frühzeitige Ausscheiden der Wölfinnen schon in der Vorrunde!!!
    Ich hatte sie eigentlich im Halbfinale erwartet!!!

    Auch das frühe Aus meiner TURBINEN im VF, hat wohl kaum jemand erwartet!!!
    Zumal sie die Vorrunde mit Bravur absolvierten, was in der Vergangenheit oft ganz anders aussah!!!
    Aber es bleibt leider dabei, daß der deutsche Meister keine Entscheidungsspiele mehr gewinnen kann!!!
    Über die gesamte Saison gesehen ist ihre Konstanz immer noch beispielhaft, und damit stehen auch diese Saison ihre Chancen auf den Meistertitel mehr als nur gut!!!
    Aber sie haben wohl die Fähigkeit verloren, ihre volle Konzentration auf den Punkt hin zu fokusieren!!!

    Als durchaus positive Überraschung erwiesen sich die drei Abstiegskandidaten aus Leverkusen, Jena und Hamburg!!!
    Vor allem der Bayer-Elf und dem USV Jena hatte ich das Überstehen der Vorrunde nicht zugetraut!!!
    Das die Feifel-Truppe fast das Finale erreicht hätte, und nur im Neunmeterschießen am späteren Turniersieger scheiterte, nötigt mir besonderen Respekt ab!!!

    (0)
  • Mika sagt:

    Gut, man sollte diese Hallenspiele aber auch nicht überbewerten und daraus Schlüsse auf die Meisterschaft ziehen. Das Spiel über 90 Minuten auf dem großen Feld ist was ganz anderes und lässt sich nur schwer mit der Halle vergleichen.

    Trotzdem Glückwunsch an die Siegerinnen.

    (0)
  • Postel sagt:

    Es war richtig Geil zu sehen wie fast alle ihren Spass hatten. Die Spielerinnen, wir als Zuschauer sowieso. Eine wirklich gelungene Veranstaltung bei der man wieder ganz ungezwungen Kontakte pflegen und knüpfen konnte. Großes Kompliment an die Magdeburger Veranstalter. Nur einer schien gestern keinen Spass gehabt zu haben. Es tat mir schon fast weh mit ansehen zu müsssen, wie Bernd Schröder nach der unglücklichen Niederlage gegen Hamburg wieder mal das „Rumpelstielchen“ machte. Der hat aber auch noch einen Ehrgeiz. Da möchte ich glauben der Mann kann nie Spass haben. Halt eine Persönlichkeit. Für mich eine der größten Überraschungen war mit der HSV, der mit den 2 Neunmeterschießen für richtig viel Spannung sorgte. Auch ich habe einen Preis an diesem Tag verteilt oder besser gesagt zwei. Wohl gemerkt Ideel. Meinen Fairnispreiß hat das Publikum erhalten. Und den Ehrenpreis die Turbine Fans als lauteste Fangruppierung. Erwartet aber nun keinen Pokal von mir!

    (0)
  • claudi sagt:

    Na ja über Fairnis lässt sich streiten. Ich fand es einfach irgendwann nur noch nervig und peinlich, dass man den 1. FFC Frankfurt ständig ausbuht oder auspfeift. Man muss ja nicht jeden Verein mögen aber bei einer Veranstaltung die Spaß machen soll finde ich so etwas fehl am Platz. Und das auspfeifen gegen über Meike Weber beim Neunmeterschießen, fand ich total daneben!

    (0)
  • Fee sagt:

    „Es tat mir schon fast weh mit ansehen zu müsssen, wie Bernd Schröder nach der unglücklichen Niederlage gegen Hamburg“

    Hamburg?

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > das “Rumpelstielchen” machte…

    Lt. Grimms Märchen -> Rumpelstilzchen!
    (s.

    Und der Vollständigkeit halber:Die unglückliche Niederlage war wohl eher die im 9m-Schiessen gegen den SC 07 BN!

    (0)
  • minimize sagt:

    die stimmung ist immer mittelmäßig…vor allem wenn ma nich turbine spielt..isses einfach nur still in der halle…
    von daher war das frühe ausscheiden auch ein stimmungskiller…von da an wars einfach nur noch ruhig während den spielen…

    da sollten sich ma die fans der anderen vereine ma nen bissl mehr anstrengen…

    (0)
  • Postel sagt:

    Erst mal Entschuldigung für meinen gedanklichen Fehler. Selbstverständlich Bad Neuenahr.

    (0)
  • Ute sagt:

    @Hallo Detlef,

    kompetentes Statement – wie immer, stimme Dir uneingeschränkt zu – hab nach Turbines schmerzlichem Ausscheiden meinen Hamburgerinnen die Daumen gedrückt, was ja immerhin fürs HF reichte.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ärgerlich für Bad Neuenahr, dass sich Coco Schröder das Band im rechten Fußgelenk gebrochen hat. Ist leider eine typische „Hallen“-Verletzung. Zum Glück ist es ihr „Stand“- und nicht ihr „Schuss“-Bein.

    Viel Glück und gute Genesung!

    waiiy

    (0)