DFB-Hallenpokal lockt Rekordkulisse

Von am 20. Januar 2012 – 14.53 Uhr 4 Kommentare

Nach dem WM-bedingten Ausfall im Vorjahr treffen sich am morgigen Samstag, 21. Januar, ab 10 Uhr, die zwölf Erstligisten der Frauenfußball Bundesliga zum DFB-Hallenpokal in der GETEC-Arena von Magdeburg.  Und das Interesse am Turnier war bereits im Vorfeld groß.

Denn bereits am Donnerstag waren mehr als 4 400 der 4 804 zur Verfügung stehenden Tickets abgesetzt. „Das ist ein toller Erfolg für den Frauenfußball insgesamt und die Frauen-Bundesliga im Besonderen“, freut sich Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen, dass das Event Hallenfußball so gut angenommen wird. Resttickets können am Veranstaltungstag ab 9 Uhr an der Tageskasse gekauft werden.

Heimspiel für Potsdam
Der 1. FFC Turbine Potsdam geht als Titelverteidiger ins Turnier und will die Veranstaltung als Werbung in eigener Sache nutzen. „Der Hallenpokal hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen uns in Magdeburg natürlich gut präsentieren, zumal uns viele Fans aus Potsdam und Berlin begleiten und wir auch sehr viele Sympathien in der Region haben“, sagt Turbine-Trainer Bernd Schröder, der aus den Erkenntnissen der beiden Hallenturniere in Kiel und Jöllenbeck seinen Kader zusammengestellt hat.

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Der SC 07 Bad Neuenahr reist mit dem Turniersieg in Jöllenbeck im Rücken nach Magdeburg. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Anonma fehlt, Odebrecht fraglich
Fehlen wird wegen einer Sehnenreizung im Knie allerdings Topstürmerin Genoveva Anonma, die schon beim Turnier in Bielefeld-Jöllenbeck vor Wochenfrist nicht mitspielen konnte. Dort gewann der SC 07 Bad Neuenahr, der sich nach schwachem Bundesligastart mittlerweile im Aufwind befindet.

Anonma wird stattdessen am Samstagabend in Bata den 28. Afrika-Cup der Männer eröffnen, der von Äquatorialguinea und Gabun gemeinsam ausgerichtet wird. Erst kurzfristig wird sich entscheiden, ob Viola Odebrecht zum Einsatz kommen kann, die eine Zerrung im Oberschenkel plagt.

Duisburg mit Ando, aber ohne Laudehr
Der FCR 2001 Duisburg hat sich mit dem Sieg beim Nordcup in Kiel Selbstvertrauen für den DFB-Hallenpokal geholt. Die Duisburgerinnen sind mit einem nahezu identischen Kader nach Magdeburg gereist, einzig Kozue Ando wird nach überstandenen Kniebeschwerden Jennifer Oster ersetzen. Trainer Marco Ketelaer ist optimistisch, auch beim Hallenpokal gut abschneiden zu können. „Wir brauchen uns technisch vor niemandem zu verstecken.“ Nicht mit dabei ist weiterhin Nationalspielerin Simone Laudehr, die sich einem Eingriff am Meniskus unterziehen lassen muss.

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Größtes „Come Together“
Auch der 1. FFC Frankfurt will nach dem Finaleinzug in Kiel ein Wörtchen bei der Vergabe des Titels mitrechen. „Wir wollen die guten Leistungen der Mannschaft in Kiel bestätigen und natürlich alles daransetzen, um auch in Magdeburg möglichst erfolgreich zu sein, aber der Spaß soll für die Spielerinnen im Vordergrund stehen“, erklärt Trainer Sven Kahlert. Und Manager Siegfried Dietrich ergänzt: „Der DFB-Hallenpokal ist das größte ,Come together’ des deutschen Frauenfußballs. Wir freuen uns auf die tolle Veranstaltung, bei der durch die Nähe zu den Fans eine besondere Atmosphäre herrscht.“

Mit Spaß zum Erfolg
Neben dem sportlichen Kräftemessen soll auch der Spaß im Mittelpunkt stehen. „Wir fahren nach Magdeburg, um das Turnier, aber auch das schöne Rahmenprogramm und den Auftakt ins neue Fußballjahr zu genießen“, sagt etwa Trainer Milorad Pilipovic vom SC Freiburg, der sich mit seiner Mannschaft seit dem vergangenen Montag wieder im Training befindet. „Die Mädels sind mit großem Eifer dabei und haben nach der Winterpause wieder richtig Lust auf Fußball.“

Buntes Rahmenprogramm
Die Zuschauer dürfen sich auf ein buntes Spektakel freuen, fast alle aktuellen Nationalspielerinnen sind beim Turnier dabei. Auch die nach Schweden abgewanderte Anja Mittag lässt es sich nicht nehmen, nach Magdeburg zu reisen, wo sie mit ihren Kolleginnen zwischen 10.30 Uhr und 13.30 Uhr für Autogramme zur Verfügung stehen wird. Der MDR zeigt im Rahmen seiner Sendung „Sport im Osten“ zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung des Turniers.

Reichlich DFB-Prominenz
Auch neben dem Platz ist reichlich Prominenz vertreten. Die DFB-Delegation wird angeführt von DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg. Auch DFB-Direktorin Steffi Jones, Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen sowie DFB-Ehrenvizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer sind vor Ort. Dazu gesellt sich der Trainerinnenstab der weiblichen DFB-Auswahlmannschaften: Bundestrainerin Silvia Neid und Assistenztrainerin Ulrike Ballweg sind ebenso dabei wie Maren Meinert, Bettina Wiegmann, Anouschka Bernhard sowie die DFB-Torwarttrainer Silke Rottenberg und Michael Fuchs.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @sugni,
    wie immer ist auf die TURBINE-Redaktion Verlaß!!!
    Wie Du der TURBINE-HP entnehmen kannst!!!
    Zitat;
    „Für alle diejenigen, die den DFB-Hallenpokal nicht live vor Ort in der GETEC-Arena in Magdeburg verfolgen können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dennoch auf dem Laufenden zu bleiben und gar bewegte Bilder von dem Spektakel verfolgen zu können. So wird Turbines Redaktions-Team live vor Ort in der Halle sein und über die gewohnten Kanäle – insbesondere unsere Facebookseite [1] und unseren Twitter-Account [2] live über die Ereignisse und Ergebnisse aus der Halle berichten. Der MDR wird in seiner obligatorischen Sportsendung am Samstag, „Sport im Osten“, auch über den DFB-Hallenpokal berichten und hat eine Highlight-Berichterstattung angekündigt.“

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  • Render sagt:

    Und auf MDR1 Sachsen-Anhalt wird ab und zu per Telefon in die Halle rübergeschaltet:

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  • Markus Juchem sagt:

    Hier die ersten Ergebnisse:

    Potsdam – Leipzig 6:0
    Duisburg – Bayern 1:3
    Wolfsburg – Frankfurt 3:1
    Leverkusen – HSV 1:2
    Essen – Freiburg 1:2
    Jena – Bad Neuenahr 2:1
    HSV – Potsdam 0:2
    Freiburg – Duisburg 1:2
    Bad Neuenahr – Wolfsburg 4:1
    Leipzig – Leverkusen 1:7
    Bayern – Essen 0:3

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  • Markus Juchem sagt:

    Frankfurt – Jena 2:0
    Potsdam – Leverkusen 5:1
    Duisburg – Essen 6:1
    Wolfsburg – Jena 2:3
    HSV – Leipzig 2:1
    Freiburg – Bayern 2:3
    Bad Neuenahr – Frankfurt 0:3

    Viertelfinale

    Potsdam – Bad Neuenahr 3:4 nach Neunmeterschießen
    Duisburg – Jena 3:1
    Frankfurt – Leverkusen 5:2
    HSV – Bayern 9:8 nach Neunmeterschießen

    Halbfinale

    Bad Neuenahr – Duisburg 1:2
    Frankfurt – HSV 9:8 nach Neunmeterschießen

    Finale

    Duisburg – Frankfurt 0:4

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