Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2011 – September

Von am 11. Januar 2012 – 19.33 Uhr

Im Mittelpunkt des Jahres 2011 stand zweifelsohne die Weltmeisterschaft in Deutschland, die das Geschehen lange dominiert hat. Doch die vergangenen zwölf Monate hatten mehr zu bieten – Womensoccer lässt das Jahr noch einmal Revue passieren, diesmal den Monat September.

Anfang des Monats waren die Meldungen vor allem personeller Natur. Der 1. FFC Turbine Potsdam verpflichtete US-Torhüterin Alyssa Naeher von den Boston Breakers, um die Verletzung von Anna-Felicitas Sarholz zu kompensieren. Der FF USV Jena sicherte sich die Dienste von Fata Salkunic. Auch der FCR 2001 Duisburg griff im Ausland zu und nahm die Niederländerin Petra Hogewoning unter Vertrag. Doch nahezu zeitglich musste der FCR auch eine Hiobsbotschaft verkraften, denn Dolores Silva litt einen Kreuzbandriss. Den erlitt drei Wochen später auch Leverkusens Nathalie Moik.

Herdman geht nach Kanada
Wenige Wochen nach dem Rücktritt von Carolina Morace fand der kanadische Fußballverband in John Herdman einen Nachfolger für die Position des Nationaltrainers. Der Engländer hatte zuvor lange Jahre die neuseeländische Auswahl betreut. Auf Seiten der DFB-Elf wurde Julia Simic erstmals von Bundestrainerin Silvia Neid in den Kader berufen. Simic rückte von Dzsenifer Marozsán nach, die an einer Meniskusverletzung litt. Doch das schien kein gutes Omen für Simic zu sein – die Mittelfeldspielerin vom FC Bayern München zog sich kurz darauf im Training mit der Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss zu. Auch Tabea Kemme musste der DFB-Elf verletzungsbedingt absagen, für sie rückte Luisa Wensing nach.

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Nadine Angerer

Nadine Angerer ist die neue Spielführerin der Nationalmannschaft © Nora Kruse / ff-archiv.de

Angerer neue Nationalmannschaftskapitänin
Nach den Nationalmannschaftsrücktritten von Birgit Prinz, Ariane Hingst und Kerstin Garefrekes musste die Kapitänsbinde neu vergeben werden – erwartungsgemäß übernahm sie Torhüterin Nadine Angerer. Ihren ersten Auftritt als Spielführerin hatte Angerer beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz, das die Deutschen glanzlos aber souverän gewinnen konnten. Von einem Zuschauerboom nach der WM war dabei allerdings nichts zu spüren, die Partie in Augsburg fand vor einer Trauerkulisse statt.

Während die DFB-Elf einen erfolgreichen Start in die EM-Qualifikation feierte, sah das in Norwegen und England anders aus. Die Schweizerinnen mussten nicht nur die Niederlage gegen die Deutschen verkraften, Lara Dickenmann zog sich außerdem einen Muskelfaserriss zu. Wenige Tage später konnten die Eidgenössinnen allerdings einen mühsamen Sieg gegen Rumänien einfahren.

Japan bei Olympia dabei
Die japanische Nationalmannschaft setzte ihre Siegesserie weiter fort. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft qualifizierte sich die Mannschaft auch für die Olympischen Spiele in London. Asienmeister Australien verpasste dagegen die Qualifikation. Genauso erging es China, die damit nach der WM auch das zweite große Turnier in Folge verpassen. Nationaltrainer Li und Spielerin Han Duan traten zurück. Zweites asiatisches Team bei Olympia wird Nordkorea sein.

Im afrikanischen Verband gab es in der Qualifikation gleich eine Sensation: Nicht nur die schon seit geraumer Zeit schwächelnden Ghanaerinnen verpassten die Olympiaqualifikation, auch Nigeria schied aus. Zu den Spielen fahren nun erstmals Kamerun und Südafrika.

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Hasret Kayikci im Interview
In Deutschland ging es im DFB-Pokal um den Einzug ins Achtelfinale, wobei sich die Top-Teams keine Blöße gaben. In der Bundesliga feierte Aufsteiger SC Freiburg einen sensationellen Start, wir unterhielten uns mit Neuzugang Hasret Kayikci. Bis der SC in der Champions League spielt, dürfte allerdings noch viel Zeit vergehen. Dort feierten die deutschen Vertreter, der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt unterschiedliche Starts im Sechzehntelfinale. Während Potsdam gegen Thór/KA locker siegte, unterlagen die Frankfurterinnen in Norwegen bei Stabæk mit 0:1.

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