Homare Sawa zur Weltfußballerin gekürt

Von am 9. Januar 2012 – 20.04 Uhr 12 Kommentare

Japans Kapitänin Homare Sawa ist auf der Gala FIFA Ballon d’Or im Züricher Kongresshaus zur Weltfußballerin des Jahres 2011 gekürt worden. Trainer Norio Sasaski machte den grandiosen Erfolg für den japanischen Fußballverband perfekt.

Sawa (28,51 Prozent) verwies die Brasilianerin Marta (17,21 Prozent), die den Titel zuvor fünfmal in Folge gewonnen hatte, und auch die Amerikanerin Abby Wambach (13,26 Prozent) auf die Plätze. Kerstin Garefrekes als einzige deutsche nominierte Spielerin unter den Top Ten wurde Siebte (4,73 Prozent).

Die Ergebnisse im Überblick

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Homare Sawa krönte ein herausragendes Jahr mit dem Titel zur Weltfußballerin © Nora Kruse, ff-archiv.de

Sawa: „Besondere Auszeichnung für japanischen Fußball“
Die in einen farbenprächtigen Kimono gehüllte japanische Weltmeisterin bekam den Preis von Popsängerin Shakira überreicht. „Ich bin sehr dankbar, dass so viele für mich gestimmt haben und es ist eine besondere Auszeichnung für den japanischen Fußball“, so eine bewegte Sawa über die Auszeichnung. Der Abend stand ganz im Zeichen des japanischen Fußballverbands (JFA), der zwei weitere Preise gewann.

Sasaki Welttrainer des Jahres
Norio Sasaki, Trainer der Weltmeister-Mannschaft Japans, wurde mit großen Abstand (45,51 Prozent) zum Welttrainer des Jahres 2011 gekürt, auf den Plätzen folgten Pia Sundhage (15,83 Prozent) und Bruno Bini (10,28 Prozent).

Der japanische Fußballverband (JFA) wurde zudem mit dem FIFA-Fairplay-Preis ausgezeichnet. JFA-Vizepräsident Junji Ogura erklärte auf der Bühne im Beisein der in einem farbenprächtigen Kimono gekleideten Homare Sawa: „Das ist wirklich eine große Ehre, so eine prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten. Wir werden den Fairplay in unserem Land weiter hochhalten, danke an alle.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Ein absoluter Freudentag für den Frauenfußball! Meine besten Glückwünsche nach Japan!!!

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  • Frieda sagt:

    Sawa ist eine würdige Siegerin, Sasaki ein würdiger Sieger.
    Der Fairplay-Award für den japanischen Fußballverband ist inadäquat. Japan hat die höchste Suizid-Rate bei Frauen, auch bei Jugendlichen gibt es unüblich viele Suizide. Der Leistungsdruck ist in Japan enorm, gerade an Schulen. Das hat mit Fairplay nicht viel zu tun.

    Es gibt so viele Fußballprojekte, die für Integration sorgen (Integration von Frauen, Andersgläubigen, verschiedener Ethnischer Gruppen, Homosexuellen), warum wird nicht eines dieser Projekte ausgezeichnet?

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  • Sheldon sagt:

    Der Fairplay-Preis geht doch normalerweise an die Mannschaft, die beim Turnier die fairste war! Und die Kultur, die der japanische Frauenfußball vermittelt, ist das Japan der alten Schule: Freundlich, respektvoll und fair! Und es war der verdienteste Titel, den die japanische Mannschaft erhalten hat!

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  • FFFan sagt:

    Sawa und Sasaki – wie von mir erwartet und erhofft!
    Überraschend ist allerdings der große Vorsprung des japanischen Weltmeistertrainers vor seinen Mitbewerbern bzw. -bewerberinnen.

    Erwähnenswert ist noch der vierte Platz von Maren Meinert (mit 7,42 % der Stimmen) bei der Trainerwahl.

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, Aya Miyama ist auf Platz 4! Komplettiert das erfreuliche Ergebnis der japanischen Mannschaft!

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  • pinkpanther sagt:

    Jaaaaa 🙂 Die Auszeichnungen für Sawa und Sasaki sind hochverdient!
    Aber dass Marta noch auf 17% kommt und Wambach hinter sich lässt … kein Kommentar.

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  • Winter sagt:

    Alle Titel sind gut und richtig vergeben. Marta ist meiner Meinung nach noch zu gut platziert. Da waren wohl doch noch einige ein Stück besser im letzten Jahr.

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  • Schnappa sagt:

    Im letzten Jahr dachte ich noch, dass Marta auch 5 Jahre nach ihrem Karriereende noch zur Weltfussballerin gewählt wird. Es scheint sich langsam rumzusprechen, dass es tatsächlich auch noch andere Spielerinnen gibt.
    Glückwunsch an Sawa und alle anderen Titelträger!
    Bei den Männern hätte ich es Xavi gegönnt oder Iniesta, wenn er in der abschließenden Auswahl gewesen wäre. Scheint so, als werde Messi die neue Marta. 😉

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  • Sheldon sagt:

    Messi hats nunmal verdient und wird, solange er mit Barca genug Titel holt und keinen großartigen Mist verzapft, auch Weltfußballer bleiben und zwar berechtigter als manch anderer (CR beispielsweise).

    Bei Sawa haben in diesem Jahr vor allem die Medienvertreter gestimmt, während sie Miyama, ihrer Teamkollegin den Platz auf dem Treppchen verwehrt haben.

    Dass Marta soviele Stimmen bekommt, ist doch kein Wunder bei dem Wertungssystem. Schließlich hat sie nicht schlecht gespielt und in der Vergangenheit waren Marta und Prinz nunmal die einzige Frauenfußballerinnen, die man auch noch in Samoa oder auf Mauritius kannte!
    Und dann wählt man sie halt!

    Außerdem soll es immer noch Fans von Marta geben, was ich persönlich ehrlich gesagt, nicht wirklich verstehe!

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  • hanah sagt:

    Glückwunsch sawa:-) ich habe gehofft,dass sie oder marta es wird:-) bei den männern war ich für ronaldo:-) das beste tor war für mich ganz klar neymars:-) hätte es noch ein preis für die beste frisur gegeben hätte er auch den gewonnen:-)

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  • Krissi sagt:

    Glückwunsch an Japan! Sawa ist sehr verdient Weltfußballerin. 😉 Schade für Abby, dass sie hinter Marta gelandet ist (aus welchen Gründen auch immer, ich verstehs nicht) 🙁

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, wo wir schon bei den schönsten Toren sind, da würde Sawa auch gewinnen, mit ihrem unglaublichen Hackentor in der 117. Minute im Finale! 😉 Bis heute der emotionalste Moment der WM für mich^^

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