Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2011 – Juli

Von am 7. Januar 2012 – 10.39 Uhr

Im Mittelpunkt des Jahres 2011 stand die Frauenfußball WM in Deutschland. Insbesondere im Juli drehte sich alles um die Titelkämpfe. Womensoccer lässt den Sommermonat Revue passieren.

Die WM war in vollem Gange. Während die deutsche Auswahl einen ordentlichen Turnierstart gefeierte hatte, sah das bei den Engländerinnen ganz anders aus. Nach einem Unentschieden gegen Mexiko ging es für die Mannschaft von Trainerin Hope Powell bereits im zweiten Spiel um den Turnierverbleib. Doch durch einen abschließenden Sieg gegen den späteren Weltmeister Japan sicherten sich die „Three Lions“ sogar den ersten Platz in der Gruppe – in einem packenden Viertelfinale scheierten sie aber später an Frankreich. Bis ins Viertelfinale schaffte es Norwegen erst gar nicht. Der Weltmeister von 1995 schied zum ersten Mal bereits nach der Gruppenphase aus.

Deutsches Aus im Viertelfinale
Die deutsche Mannschaft traf im dritten Gruppenspiel auf Frankreich. „Auf den Boden der Tatsachen“ wolle man die Französinnen holen, sagte Linda Bresonik vor der Partie. Die Französinnen spielten mit einer B-Elf allerdings stark mit, wodurch sich ein spannendes Spiel entwickelte – Deutschland behielt am Ende die Oberhand. Nicht zum Einsatz kam in Mönchengladbach allerdings Birgit Prinz. Wir sagten daraufhin: eine unwürdige Demontage. Wie alle Spieltage, wurde auch dieser von Paul Thaller in Versform aufgearbeitet.

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Der Schock für den WM-Gastgeber gab es schließlich im Viertelfinale: Die DFB-Elf unterlag Japan nach Verlängerung – konzept- und taktiklos sagten wir, Bundestrainerin Silvia Neid entschied sich schon kurz darauf, im Amt bleiben zu wollen. Ganz anders Kanadas Trainerin: Carolina Morace trat kurz nach der WM zurück.

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Als erstes asiatisches Team gewinnt Japan die WM. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Japan wird Weltmeister
Spätestens nach dem Sieg gegen Deutschland musste man die Japanerinnen zu den Titelfavoriten zählen. Auch die US-Amerikanerinnen überstanden das Viertelfinale. In dem wohl dramatischsten und emotionalsten Spiel des Turniers setzten sie sich gegen Brasilien durch. Im Finale standen sich schließlich Japan und die USA gegenüber – die Japanerinnen gewannen erstmals den Titel. Die deutsche Mannschaft saß beim Finale auf der Tribüne und gab dort ein unsportliches Bild ab.

Unschöne WM-Meldungen gab es allerdings auch: Zwei nordkoreanische Spielerinnen wurden wegen Dopingverdachts suspendiert.

Göransson geht zu Potsdam
Mit der schwedischen Mannschaft erreichte Antonia Göransson einen dritten Platz bei der WM – am Anschluss wechselte sie vom Hamburger SV zum 1. FFC Turbine Potsdam. Doch die Potsdamerinnen mussten auch eine Hiobsbotschaft verkraften: Torhüterin Anna-Felicitas Sarholz zog sich einen Mittelfußbruch zu, Torhüter-Kollegin Lisa Weiß von der SG Essen-Schönebeck einen Kreuzbandriss. Der FCR 2001 Duisburg sicherte sich die Dienste der Italienerin Laura Neboli, der FF USV Jena verpflichtete Neuseelands Nationalspielerin Amber Hearn, der 1. FFC Frankfurts Hearns Teamkollegin Ria Percival.

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