Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2011 – März

Von am 29. Dezember 2011 – 19.13 Uhr

Im Mittelpunkt des Jahres 2011 stand zweifelsohne die Weltmeisterschaft in Deutschland, die das Geschehen lange dominiert hat. Doch die vergangenen zwölf Monate hatten mehr zu bieten – Womensoccer lässt das Jahr noch einmal Revue passieren, diesmal den Monat März.

Kanada gewinnt Cyprus Cup
Für die Nationalmannschaften begann die alljährlichen Trainingsturniere im Süden Europas: der Algarve Cup sowie der Cyprus Cup. Die deutsche Mannschaft, Stammgast in der Algarve, nahm 2011 aufgrund der Weltmeisterschaft nicht teil. In Abwesenheit der DFB-Auswahl siegte das Team der USA, auf Zypern sicherte sich Kanada den Titel. Bei der Weltmeisterschaft sollten die Kanadierinnen später keine Rolle spielen und sieglos nach der Vorrunde ausscheiden, doch die „Ahornblätter“ erhielten den Zuschlag als Ausrichter 2015.

Auf dem Weg zur Europameisterschaft 2013 in Schweden wurde die deutsche Mannschaft in eine interessante Qualifikationsgruppe gelost.

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Potsdam gewann erneut die Deutsche Meisterschaft. © 1. FFC Turbine Potsdam / Jan Kuppert

Potsdam: Meistertitel zum Geburtstag
In der Bundesliga feierte der Spitzenreiter Geburtstag: Der 1. FFC Turbine Potsdam wurde 40 Jahre alt – die gesamte Zeit trainiert von Bernd Schröder. Sein Team sicherte sich, wie auch der 1. FFC Frankfurt, schon einen Tag vor Saisonende einen Startplatz in der Champions League 2011/2012. Am 22. und letzten Spieltag sicherten sich die Potsdamerinnen schließlich zum dritten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft.

Champions League: Potsdam und Duisburg im Halbfinale
Mit dem Meistertitel war die Saison für die „Torbienen“ noch nicht beendet, in der Champions League zogen sie mit Siegen gegen FCF Juvisy souverän ins Halbfinale ein, der FCR 2001 Duisburg folgte durch einen Erfolg gegen Everton LFC. Im DFB-Pokalfinale zogen die Potsdamerinnen gegen den 1. FFC Frankfurt allerdings den kürzeren. Bitter war allerdings die Verletzung von Ariane Hingst im Endspiel.

Simic bleibt in München
Während sich Adjoa Bayor entschloss, den FF USV Jena zum Saisonende zu verlassen, konnte der FC Bayern München den Vertrag mit Julia Simic verlängern. Doch der FCB musste auch eine Negativmeldung verkraften: Tanja Wörle zog sich einen Kreuzbandriss zu. Außerdem entschloss sich Nina Aigner, ihre Karriere zu beenden. Beim Herforder SV entschied man sich trotz des Abstiegs an Trainer Jürgen Prüfer festzuhalten, der SC 07 Bad Neuenahr löste dagegen seinen Vertrag mit Trainer Thomas Obliers auf.

Conny Pohlers geht nach Wolfsburg
Alexandra Krieger ging zur WM-Vorbereitung in die USA, um um einen Platz im WM-Kader zu kämpfen, was letztlich auch erfolgreich verlief. Darüber hinaus gab die SG Essen-Schönebeck die Vertragsverlängerung mit Lisa Weiß bekannt, Martina Müller unterschrieb beim VfL Wolfsburg für ein weiteres Jahr. Auch Jaime Souza hielt dem VfL die Treue. Darüber hinaus wurde seitens der „Wölfinnen“ die Verpflichtung von Nadine Keßler bekannt gegeben; kurz darauf auch die von Laura Vetterlein und Conny Pohlers.

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In der Zweiten Bundesliga Süd schaffte der SC Freiburg vorzeitig den Wiederaufstieg.

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Kim Kulig, Nadine Angerer und Saskia Bartusiak (v.l.) mit den neuen Trikots. © Marc Schüler, sportpics.de

WM wirft Schatten voraus
Durch das Ende der Bundesligasaison rückte die Weltmeisterschaft immer stärker in den Fokus. Bundestrainerin Silvia Neid benannte ihren WM-Kader, und noch am gleichen Abend wurden auch die WM-Trikots der deutschen Mannschaft präsentiert. Auch auf Womensoccer nahmen wir mit Blick auf die WM Fahrt auf und starteten unsere Berichterstattung; den Auftakt machte ein ausführliches Interview mit Abby Wambach. Wambach startete mit ihrem Team ein zweiwöchiges Trainingslager in Großbritannien.

Einen herben Rückschlag auf dem Weg zur WM musste die englische Mannschaft verkraften, denn Katie Chapman erklärte im März ihren Rücktritt aus der Nationalelf.

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