FCR empfängt Frankfurt, Wolfsburg schielt auf Rang zwei

Von am 9. Dezember 2011 – 12.27 Uhr 13 Kommentare

Vier Spiele des 11. Spieltags in der Frauenfußball-Bundesliga werden am Sonntag ausgetragen. Eines schon am Samstag: Der FCR 2001 Duisburg empfängt den 1. FFC Frankfurt (14 Uhr, live auf DFB-TV) und plant nach dem Sieg in Potsdam den zweiten Streich. Der lachende Dritte könnte der VfL Wolfsburg sein.

Trotz 0:2-Rückstand gewann der FCR vor knapp zwei Wochen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. „Wenn wir unsere Moral, unsere Einstellung vom Potsdam-Spiel abrufen, können wir selbst gegen diese starke Mannschaft gewinnen“, gibt sich Duisburgs Spielführerin Annike Krahn selbstbewusst.

FCR hat „fetten big point“ im Visier
Für beide Mannschaften wäre ein Sieg immens wichtig. Von einem „richtig fetten big point“ spricht FCR-Trainer Marco Ketelaer, denn sein Team würde den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, gegen einen direkten Konkurrenten verteidigen.

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Durch den Pokalsieg gegen Potsdam herrscht in Frankfurt wieder gute Stimmung. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Kahlert will „positiven Drive“ mitnehmen
Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie liegen  die Frankfurterinnen nur noch auf dem vierten Tabellenrang und so geht es für den FFC darum, wieder Anschluss an die Spitze zu gewinnen – Trainer Sven Kahlert hofft auf einen Schwung aus dem Pokalsieg gegen Potsdam. „Wir müssen am Samstag in Duisburg da weitermachen, wo wir am Sonntag vor eigenem Publikum aufgehört haben. Ich erwarte, dass wir gegen Duisburg mit dem gleichen physischen und spielerischen Engagement auftreten und alles dafür geben, um mit dem positiven Drive im Hinterkopf im Kampf um die Champions-League-Plätze weitere Punkte zu erkämpfen.“ Ob Kahlert dabei auf die angeschlagenen Fatmire Bajramaj und Melanie Behringer zurückgreifen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Bei der Partie in Duisburg werden über 2000 Zuschauer erwartet, der FCR startete eine gemeinsame Kartenaktion mit dem MSV Duisburg.

Freiburg erwartet gefährlichen USV
Der SC Freiburg empfängt am Sonntag den abstiegsbedrohten FF USV Jena, den SC-Trainer Milorad Pilipovic als wesentlich gefährlicher einschätze, als es der 10. Tabellenrang aussage. „Auf dem Papier sind wir als Tabellen-Sechster natürlich der Favorit. Aber auf dem Platz kann sich die Sache dann manchmal ganz anders darstellen.“ Für die Aufgabe kann Pilipovic wieder auf Marina Makanza zählen, die nach überstandenen Achillessehnenproblemen wieder voll im Training steht.

Jena reist mit einem Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen nach Freiburg.  „Mit dem 2:1 sind wir natürlich gestärkt. Wir haben eine gesunde Portion Selbstbewusstsein gesammelt und wollen dementsprechend auftreten“, gibt sich Trainerin Martina Voss-Tecklenburg selbstbewusst, da „wir etwas Zählbares mitnehmen wollen.“

Rheinland-Derby in Leverkusen
Die Punkte wären wichtig, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Die Partie des FC Bayern München, momentan einen Rang hinter Jena, beim Hamburger SV musste wegen widriger Wetterverhältnisse abgesagt werden. Tabellenschlusslicht Bayer 04 Leverkusen empfängt den SC 07 Bad Neuenahr.

Conny Pohlers

Auf Conny Pohlers' Treffsicherheit wird es für den VfL auch gegen Essen ankommen. © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Wolfsburg will Anschluss halten
Mit Abstiegssorgen hat der VfL Wolfsburg nichts zu tun, für die Mannschaft aus der Autostadt geht im Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck vielmehr darum, mit einem Sieg den 1. FFC Frankfurt auf Distanz zu halten, um den Anschluss an den zweiten Platz nicht zu verlieren. Sollte Duisburg verlieren, hätten die „Wölfinnen“ sogar die Chance, auf den zweiten Rang zu klettern. Wichtige Personalien hat der VfL unter der Woche bereits geklärt: Der Verein gab die Vertragsverlängerungen mit Alisa Vetterlein und Selina Wagner bekannt.

Turbine gastiert in Leipzig
Nach zwei Pflichtspielniederlagen in Folge reist Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam zum 1. FC Lok Leipzig. Die Potsdamerinnen sind in der Favoritenrolle, müssen aber auf einige Leistungsträgerinnen verzichten, wodurch die zuletzt gut aufspielenden Leipzigerinnen zumindest Außenseiterchancen erhalten.

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13 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Zunächst einmal: Das Spitzenspiel zeitgleich mit dem Verfolgerrennen der Biathlondamen veranstalten zu lassen, ist ja mal das Blödeste, was man machen kann…

    Dazu muss man sagen, ein extrem schwaches Spiel! Von beiden Teams, wobei Duisburg meines Erachtens hinten mehr Fehler macht, vorne aber besser kombiniert!
    Chancen entstehen dennoch nur nach Zufall.

    Was mich ein bisschen stutzig macht, ist die Schiedsrichterin. Es ist meiner Meinung nicht wirklich sehr klug vom DFB, dieselbe Schiedsrichterin im Pokalspiel Frankfurt-Potsdam und eine Woche darauf wieder bei einem Frankfurt-Spiel.
    Sie bringen sich nur selbst in die Bredouille, zumal wieder heftige Fouls ungeahndet blieben, während auf der anderen Seite jeder kleine Schubser gepfiffen wird.

    Es sind wieder die allseits bekannten Spielerinnen, die sich auf dem Feld aufführen wie sonst was, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden!
    Es sind heute nicht einmal so sehr die harten Fouls, sondern einfach mal die kleinen, provozierenden, arroganten Sticheleien, durch die die Frankfurterinnen auffallen… Das ist nicht schön…

    Ich hoffe auf ein faireres wie auch sehr viel besseres Spiel in Halbzeit 2 und ein paar schöne Tore und nicht nur so ne geschenkte Standardsituation…

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  • Sheldon sagt:

    Wunderschöner Spielzug: Popp über Islacker zu Bresonik, die zentral ins Tor schießt!

    1:1, alles wieder offen! So einfach kann es gehen 🙂

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  • Sheldon sagt:

    Das wars, 1:1! Schade, dass Bartusiaks Schwalbe nicht gesehen wurde, das wäre das sichere 2:1 gewesen durch Steffi Weichelt, der ich den Treffer redlich gegönnt hätte!

    Allerdings war das Spiel schon ausgeglichen, damit ist das 1:1 durchaus verdient!

    Duisburg ist jetzt 4 Punkte vor Frankfurt und somit wird ihnen im Rückspiel voraussichtlich ein Punkt reichen, um die CL-Quali zu sichern. Frankfurt kann mit dem heutigen Ergebnis so ziemlich alle Hoffnungen auf die Meisterschaft begraben, 8 Punkte Rückstand auf Potsdam werden am Ende einfach zu viel sein!

    An dieser Stelle schon mal herzlichen Glückwunsch nach Potsdam, die somit jetzt schon Herbstmeister sind!

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  • Sheldon sagt:

    Im Nachhinein sehr ärgerlich, das 1:0 für Frankfurt war ein indirekter Freistoß, an den Bellinghoven nicht hätte rangehen, sondern einfach durchlassen müssen.

    Ich will mir kein Urteil erlauben, aber da Melanie Behringer das wusste, muss man schon überlegen, wo dann die Fairness ist und wo dann auch die Information zur Torhüterin ist!

    Sehr ärgerlich!

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  • karl sagt:

    Also was die Fouls und die Nickligkeiten betrifft haben sich doch beide Mannschaften in nichts nachgestanden. Das war fuer ein Spitzenspiel doch alles ziemlich normal. Natuerlich verdient da keine Mannschaft nen Friedensnobelpreis , aber seid mal ehrlich , fairer als die beiden Mannschaften heute spielt doch Potsdam auch nicht.

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  • Herr Schulze sagt:

    Wenn ich es recht verfolgt habe (mir fehlen die ersten 15 Minuten), dann war Garefrekes meines Erachtens zu Unrecht aberkannter Treffer, die einzige herausgespielte Chance des FFC. Selbst wenn die Duisburgerinnen vermeintlich sicher beherrscht wurden in der ersten Stunde: Das war sehr wenig und ausgesprochen dünn.
    Okay, Pech beim Lattentreffer von Behringer, Glück allerdings auch beim Tor, das eher auf Rechnung der Torhüterin geht. Nach dem 1 zu 1 hätte der FCR durchaus gewinnen können. Solche Chancen wie die Duisburgerinnen hatte der FFC das ganze Spiel nicht. Fußball mit Druck gab es nur in den letzten 15 Minuten, wobei Dzenifer Marozan viel Schwung brachte.
    Trotzdem ist Platz 2 als (neues) Saisonziel nach dem Unentschieden auch für den FFC nicht aus der Welt.
    Zu den Nickeligkeiten: Die Spielerinnen beider Teams schienen sich nachher gut zu verstehen und nicht merh viel draus zu machen. Nehmt es doch auch so hier.

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Ich will mir kein Urteil erlauben, aber da Melanie Behringer das wusste, muss man schon überlegen, wo dann die Fairness ist und wo dann auch die Information zur Torhüterin ist!“

    Behringer ist doch nicht verpflichtet, die gegnerische Torhüterin zu informieren! Die hätte vielmehr an der Geste der Schiedsrichterin selbst erkennen können, dass es sich um einen indirekten Freistoß handelt.

    Mich treibt etwas anderes um: wieso wird das 0-1 in der offiziellen Spielstatistik als Treffer von Behringer gewertet, obwohl es eigentlich ein Eigentor von Bellinghoven war? Bei einem direkten Freistoß wäre es unbeachtlich gewesen, dass sie den Ball noch abfälscht, aber so war es entscheidend – das Tor hätte sonst nicht gezählt!

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  • waiiy sagt:

    Ja, Bellinghoven spielt schon ein paar Jahre Fußball und muss erkennen, ob es direkt oder indirekt ist. Von daher geht der Treffer auf ihre Kappe.

    In meinen Augen ist sie damit auch die (Eigen-)torschützin, da für Melanie Behringer nach den Regeln überhaupt kein Tor möglich war.

    Melanie Behringer hat natürlich richtig Glück gehabt, dass Bellinghoven (nach Sicht der Schiedsrichter, die ja maßgeblich ist), noch dran war. Ansonsten wäre sie vollkommen der Depp gewesen, obwohl sie ja Tausende Freistöße schießen darf.

    Kein Vorwurf an Saskia Bartusiak für die Schwalbe kurz vor Schluss. Da versucht man als Defensivspielerin alles, um nicht noch ein Tor zu fangen.

    Aber das Schiedsrichterteam hätte es sehen müssen, weil es wirklich sehr plump war.

    Genauso hätte das Schiedsrichterteam auch eindeutig das Schubsen sehen und ahnden müssen, was darauf folgte.

    Aber auch beim „Tor“ vom Garefrekes waren sie ja schon neben der Kappe. Wenn das ein Foul war, dann darf man keine Flanke mehr in der 5-Meter-Raum schlagen.

    Alles in allem war es ein gutes Spiel… für Potsdam und Waolfsburg. Ansonsten eher ein Ärgernis. Beide Mannschaften haben genau das vermissen lassen, was sie in den letzten beiden Wochen gegen Potsdam zum Sieg geführt hat.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Hast recht bezüglich des Eigentores.

    @waiiy: Ich habe bei Duisburg gar nix vermisst. Es ist nunmal ihre Spielphilosophie, ähnlich wie bei Hannover die 10-Sekunden-Regel. Meines Erachtens war gestern Duisburg die einzige Mannschaft, die wirklich die Möglichkeiten hatte, gefährlich zu agieren. Aus dem Spiel heraus ging nix bei Frankfurt, während bei Duisburg ein klein bisschen die Abstimmung gefehlt hat, aber dennoch viele Kombinationen gut gespielt waren, technisch war das schon sehr fein, wie der Ball da durch die Reihen lief!

    An jedem anderen Tag hätte Duisburg Frankfurt wohl geschlagen, gestern hat einfach das Glück und die Schiedsrichterin gefehlt!

    Und das Beste: Duisburg zeigt immer Moral! Daran sollten sich Potsdam und Frankfurt mal ein Beispiel nehmen!

    Übrigens: Ich tippe heute auf einen Sieg von Essen!

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  • waiiy sagt:

    Wow! Inka Wesely bleibt draußen. Dafür erhält Kristin Demann rechts in der Abwehr die Chance neben Peter und Kemme. Wenn das kein deutliches Zeichen für Wesely ist…

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Ist aber verständlich nach dem 5:1! Da sah Wesely in der Mitte gar nicht gut!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Ja, das ist wahr und es ist wieder eine überraschend klare Entscheidung, wie man sie von Schröder immer wieder erlebt, wie sie mich aber immer wieder überrascht, zumal jetzt eine Nachwuchsspielerin, die sonst im Mittelfeld spielt, die Position in der Kette eingenommen hat (wie zu Saisonanfang auch Cramer).

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Ist doch in Barca ähnlich, da steht auch kaum noch ein Abwehrspieler auf dem Feld!

    Vielleicht kommt ja noch eine Abwehrspielerin nach Potsdam zum Winter!

    Heute hat es so jedenfalls geklappt 😉

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