Frauenfußball-EM ab 2017 mit 16 Teams

Von am 8. Dezember 2011 – 19.44 Uhr 11 Kommentare

Das Teilnehmerfeld der UEFA Women’s EURO wird ab 2017 aufgestockt. Dann werden 16 statt bisher 12 Mannschaften an der EM-Endrunde teilnehmen. Auch das Starterfeld der U17-EM wird vergrößert.

Dies beschloss das UEFA-Exekutivkomitee auf seiner heutigen Sitzung in Venedig. So wird die Endrunde der UEFA Women’s EURO ab 2017 von 12 auf 16 Teams erweitert, 2013 in Schweden letztmals mit 12 Teams ausgetragen. Damit trägt die UEFA der wachsenden Leistungsdichte im Frauenfußball Rechnung.

Offizielles Logo der UEFA Women's EURO

Offizielles Logo der UEFA Women's EURO © UEFA

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EM-Teilnehmerfeld von 4 auf 16
Zuletzt hatte bereits die FIFA beschlossen, das Teilnehmerfeld der Frauenfußball-WM ab 2015 von 16 auf 24 Teams aufzustocken. Die EM hatte ursprünglich einmal mit vier Teams begonnen, ehe 1997 zum ersten Mal die Endrunde mit acht Teams stattfand. Seit der EURO 2009 Finnland qualifizieren sich 12 Mannschaften für die EM-Endrunde.

U17-EM-Endrunde mit acht Teams
Auch an der Endrunde der U17-Europameisterschaft werden ab der Saison 2013/14 mehr Teams teilnehmen können. Bisher bestritten seit der Einführung in der Saison 2007/2008 jeweils vier Teams die Endrunde, zukünftig wird die Teilnehmerzahl auf acht Teams erweitert und somit an die anderen Juniorinnen- und Juniorenturniere der UEFA angeglichen.

Großer Schritt vorwärts
Karen Espelund, Vorsitzende der UEFA-Kommission für Frauenfußball und kooptiertes Exekutivmitglied, freut sich: „Das ist ein großer Schritt vorwärts für den Frauenfußball. Wir wissen, dass der Unterschied zwischen den sogenannten stärkeren und schwächeren Teams immer kleiner wird. Das ist definitiv ein Schub für die Nationalverbände und die Motivation dürfte für viele nun sehr hoch sein, zu investieren, jetzt wo sie die Möglichkeit sehen, sich für die Endrunde zu qualifizieren.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • timmy sagt:

    Sehr sinnig. Keine besten Dritten mehr.

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  • Ulf sagt:

    Da können wir Deutschen ja hoffen bei der übernächsten EM doch noch mal dabeizusein.
    Dank im voraus für den roten Daumen.

    Für die humorlosen und jüngerern User: „Daumen runter“ ist keine Erfindung von Facebook, sondern gibt es seit dem alten Rom, was nichts anderes als „Todesurteil“ bedeutete.
    Es mag jeder für sich selbst beurteilen, ob ein Forum über Frauenfußball sowas benötigt.

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  • pinkpanther sagt:

    @Ulf: gerne!

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  • karl sagt:

    Dafuer gibts die besten dritten dann bei der WM, da kann man es da dann in der Vorrunde etwas lockerer angehn lassen, aber dafuer kann man dann auch schon im achtelfinale rausfliegen. Hat alles vor und nachteile … 🙂

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  • Krissi sagt:

    Großartig! Finde, die Entscheidung macht Sinn – bringt mE auch mehr Spannung. Gut, dass der zunehmenden Leistungsdichte im Frauenfussball hier Tribut bzw. Respekt gezollt wird. *Daumenhoch* 😉

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  • Sheldon sagt:

    Ich wäre mal bei der WM für das Handball-/Eishockeysystem 🙂

    Am Anfang 6er-Gruppen, die besten 3 zusammen in eine Hauptrunde, spielen dann drei Spiele gegen die die Parallelgruppe, die Ergebnisse aus der ersten Runde werden übernommen, dort kommen dann die besten 4 jeweils weiter und dann 1.-4., 2.-3., 3.-2. und 4.-1. im Viertelfinale und danach halt so weiter!

    Das hätte den Vorteil, dass jedes Team 11 Spiele bis ins Finale bestreiten muss und so auf möglichst viele verschiedene Gegner trifft! Der Sieger wäre dann ein würdiger Weltmeister!

    Natürlich würde sich das Turnier ziemlich strecken und man müsste dann auch mal 2 Monate für ne WM planen! Aber dafür würde es sich wenigstens lohnen!

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  • Stefan sagt:

    Übrigens, es sind nicht nur Vierergruppen möglich. Bei 24 Mannschaften wären auch Dreier- oder Sechsergruppen kein Problem. Die Frage ist nur, ob dies gewollt ist. Fußball ist nicht ausschließlich Mathematik, aber eben doch auch Mathematik.

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  • FFFan sagt:

    Es ist die richtige Entscheidung! Mit 16 Mannschaften kann wieder ein ‚vernünftiger‘ Modus gespielt werden und bis 2017 dürfte die Leistungsdichte im europäischen Frauenfußball für eine solche Teilnehmerzahl groß genug sein. Den nächsten Schritt von 16 auf 24 Teams (wie es leider bei den Männern bereits beschlossen ist) sollte man bei den Frauen aber nicht mehr machen, sonst wird die Qualifikation zur Farce.

    Auch die Aufstockung des Teilnehmerfelds der U17-EM ist zu begrüßen, allerdings fehlt hier noch die Jahreszahl, wann dies erfolgen soll?!

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Ab wann die Aufstockung der U17-EM erfolgt, wurde bisher von der UEFA nicht kommuniziert.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Aber jetzt, die Aufstockung gilt aber der Saison 2013/14.

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  • FFFan sagt:

    @ Markus:

    Danke. Das hatte ich auch so vermutet, da für 2012/13 die ersten Auslosungen bereits erfolgt sind.

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