Marta, Sawa oder Wambach – wer wird Weltfußballerin 2011?

Von am 5. Dezember 2011 – 16.01 Uhr 26 Kommentare

Die drei besten Spielerinnen für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres 2011 stehen nun fest. Nicht ganz überraschend wird der Dreikampf zwischen Marta, Homare Sawa und Abby Wambach entschieden.

Wahlberechtigt waren zu je 33,33 Prozent die Trainer und Spielführerinnen der Nationalteams sowie ausgewählte Journalisten. Marta, Welmeisterin Homare Sawa und Abby Wambach erhielten die meisten Stimmen. Wer die Weltfußballerin des Jahres 2011 ist, wird dann erst auf einer Gala im Kongresshaus von Zürich am 9. Januar 2012 bekanntgegeben.

Bei der Wahl zum Welttrainer des Jahres 2011 dürfen sich noch Hoffnung machen Frankreichs Nationaltrainer Bruno Bini, der japanische Weltmeister-Trainer Norio Sasaki und die Schwedin Pia Sundhage, Trainerin der US-Nationalmannschaft.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Stellen wir die drei mal gegenüber:

    Sawa: Weltmeisterin, WM-Torschützin, Beste Spielerin der WM, Fairplay-Award bei der WM, Olympiaqualifikation
    Japanischer Meister mit INAC Leonessa

    Wambach: Vizeweltmeisterin, silberner Ball, bronzener Schuh
    3. Platz WPS-League

    Marta: Viertelfinalist bei der WM, silberner Schuh, Meister WPS-League

    Hm, ich denke, die Erfolge sprechen für sich, gerade in diesem Jahr, in dem es soviel zu gewinnen gab!
    Außerdem wird der Aufschwung des FFs in Japan sehr eindrucksvoll und dürfte sein Übriges dazu tun, man sollte sich nur einmal vorstellen, dass da LIGASPIELE in ehemaligen WM-Stadien der Männer ausgetragen werden!

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  • timmy sagt:

    Ich tippe auf Marta. Hoffe aber anders.

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  • Mika sagt:

    Spielerin sollte dieses Mal klar sein, und zwar wird es diesmal nicht Marta! (Ja, ich wette auch auf Sawa.)

    Interessanter finde ich die Frage der Trainerin. Für mich hat es Sundhage am meisten verdient. Sie wirkt sehr sympathisch, hat aber während der WM auch immer die richtigen taktischen Entscheidungen getroffen.

    Die anderen beiden hätten es aber auch verdient. Was Japan geschafft hat spricht für sich. Und Bini hat die Französinnen für ihre Verhältnisse sehr weit gebracht.

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  • Sheldon sagt:

    @Mika: Für mich hat es Norio Sasaki am meisten verdient! Sundhage musste nur die riesige Auswahl an Topspielerinnen zu einem Team kreieren, was bei der US-amerikanischen Lebenseinstellung nicht sonderlich schwer ist.

    Sasaki und Bini mussten überhaupt erstmal Topstars aufbauen! Wie Sasaki das japanische Modell umstrukturiert hat, ist fantastisch, ein Team, das immer nur zu WMs gefahren ist, um sich abschießen zu lassen, zu einer Weltmeistertruppe innerhalb von 4 Jahren zusammengeschustert hat, das ist eine unfassbare fußballerische Leistung!
    Das hat so selbst Bini nicht geschafft!

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  • pinkpanther sagt:

    Marta? Ich denke nein!
    Lasst es uns nicht beschreien … ich hoffe nicht nur sondern bin überzeugt davon, dass Marta es diesmal nicht schafft. Ich denke auch, dass Sawa diesmal das Rennen macht. Sonst wirds halt Wambach, die es genauso verdient hätte!

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  • pinkpanther sagt:

    Was mich außerdem optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass die WM im Sommer – ob man es nun begrüßt oder nicht – ein großes Medienereignis war. Und da verblasst eine Marta doch eindeutig hinter den beiden anderen!
    Insbesondere die beiden Tore im Finale waren richtig „typgerecht“: Die unglaubliche Wucht mit der Wambach „the bomb“ das Führungstor in der Verlängerung köpfte und der Hackentreffer mit dem die etwas „feinere“ Sawa den Ausgleichtreffer erzielte sprechen schon alleine für sich 🙂

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  • FFFan sagt:

    @ Mika:
    „Interessanter finde ich die Frage der Trainerin. Für mich hat es Sundhage am meisten verdient. Sie wirkt sehr sympathisch, hat aber während der WM auch immer die richtigen taktischen Entscheidungen getroffen.“

    Sundhage selbst sieht das übrigens anders. Nach dem Halbfinale bekannte sie, die falsche taktische ‚Marschroute‘ gewählt zu haben, und zeigte sich erleichtert, dass sie sich von ihren Assistenten überzeugen ließ, ein paar Dinge zu ändern.

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  • Sepp Blatter sagt:

    Meine Favoriten:

    1. Marta
    2. Birgit Prinz
    3. Lira Bajramaj

    Es lebe das Leistungsprinzip.

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  • Mika sagt:

    @Sepp Blatter: lol!

    @FFFan: Aber war das nicht nur ihre bescheidene Art? Außerdem gehört es auch zu einer großen Trainerin dazu, auf Assistenten zu hören und wenn nötig das System während dem Spiel zu verändern. Nun gut, den anderen würde ich den Preis ja genauso gönnen wie ihr.

    Schön übrigens, dass bei Spielerin und Trainer jeweils drei verschiedene Kontinente vertreten sind. Ich weiß nicht ob das aufgrund der FIFA Diplomatie so ist, aber es zeigt schon irgendwie wie International ausgeglichen der FF ist.

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  • Krissi sagt:

    Bitte, bitte, wenn es einen Fußballgott gibt – mach, dass nicht wieder Marta gewählt wird. Fußball spielen kann sie zwar zweifelsohne, nur ist sie in diesem Jahr mE, eher durch Meckereien und Unsportlichkeiten aufgefallen. Ich denke, wie viele andere hier auch, dass es am Ende Sawa werden wird (hoffentlich gefolgt von Wambach). Die Wahl zum Trainer des Jahres ist natürlich auch sehr interessant – auch hier sehe ich persönlich, Japan vor Amerika (bzw. deren schwedischer Trainerin) 😉 Lassen wir uns also überraschen.

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  • Frieda sagt:

    Wenn die Jury wenigstens bei den Trainern Verstand walten lässt, müsste eigentlich Bini den Preis gewinnen. Er hat aus Frankreich eine gut und variabel spielende Mannschaft gemacht. Japans Titel war eigentlich nur eine Frage der Zeit, die Spielen schon seit Jahren oben mit, ganz im Gegensatz zu Frankreich.

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  • eisbär sagt:

    Bini hat es meiner Meinung nach nicht verdient, da er durch die Nichtberücksichtigung von Bouhaddi ein noch besseres Abschneiden bei der WM leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat. Sowohl Sapowicz als auch Deville hatten bei hohen Bällen doch erhebliche Probleme.

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda:

    Da muss ich dir klar widersprechen: Als Bini und Sasaki Japan bzw. Frankreich 2007 übernahmen, da stand Frankreich in der Weltrangliste noch VOR Japan! Frankreich war auf Platz 7, Japan auf Platz 10 bei der Weltrangliste von 2006.

    Das änderte sich allerdings ein Jahr später radikal, als die Sasaki bei den olympischen Spielen in Peking die ersten Früchte einfahren konnte und auf Anhieb auf dem unglücklichen 4. Rang bei den olympischen Spielen landete.
    Zuvor hatte man lediglich einmal das Viertelfinale einer WM erreicht (1995) und einmal das Viertelfinale der Olympischen Spiele (2004), wohlgemerkt in Turnieren, in denen nur 12 Teams in der Gruppenphase spielten!

    Frankreich dagegen hatte bereits zuvor schon regelmäßig an Europameisterschaften teilgenommen!

    Außerdem kann man den Erfolg von Bini nicht nur auf seine Arbeit zurückführen, sondern auch auf die Arbeit von Lyon, da in der französischen Nationalmannschaft ganze Mannschaftsteile aus Lyon übernommen wurden. Dies hatte man so in Japan nicht, dort kamen die Spielerinnen wie in Deutschland von mindestens 4, 5 Vereinen und spielten nur während der WM so zusammen.

    Meines Erachtens hätte Bini den Titel auch verdient, wäre da nicht Sasaki. In jedem anderen Jahr würde er ihn bekommen!

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  • sodalith7 sagt:

    Für mich ist Norio Sasaki der beste Trainer.
    Er hat eine Philosophie entwickelt, die seine Spielerinnen verinnerlicht haben.
    Tolles Kurzpass-Spiel, hohe Passgenauigkeit, die Raumaufteilung stimmt, hohe Laufbereitschaft, wenige Torchancen, die aber konsequent genutzt werden.
    Damit hat er mit seiner Mannschaft eine neue Qualität im FF geschaffen.
    Japan spielt zur zeit den besten Fußball.

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  • Frieda sagt:

    Sasaki lässt das spielen, womit die spanischen Männer Weltmeister geworden sind und womit Barcelona fleißig Titel sammelt. Aber die Philosophie hat er sich keineswegs entwickelt, eher abgeguckt. Die einzige, die etwas bahnbrechendes mitentwickelt hat, war Tina Theune mit dem 4-2-3-1 System.
    Wenn er gewinnt, gewinnt er, aber ich denke nicht, dass er der bessere Trainer ist. Sundhage, Bini und Sasaki nehmen sich nicht viel. Alle haben ihre Stärken!

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda:

    Er hat schon 2007, als die Spanier noch gar keinen Erfolg hatten, ebenso wenig sich Barca schon langfristig durchgesetzt hatte, seine „Nadeshiko Vision“ geschrieben.

    Außerdem hat er Barca nicht kopiert, weil sein Spielsystem ein ganz anderes ist. Er hat sich, im Gegensatz zu allen anderen für den Weg „Back to the roots“ entschlossen, zurück zum System mit Raute bzw. 4-4-2-klassisch.

    Und Tina Theune hat auch nix Bahnbrechendes entwickelt, das 4-2-3-1 ist nur eine Ableitung des 4-3-3, das über Jahre in Holland gang und gebe war!

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  • sodalith7 sagt:

    Hat nicht Frau Neid das 4-2-3-1 System eingeführt? Und das im Prinzip ab der Euro 2009.

    Frau Theune hat doch mit einer Spielmacherin (z.B. Lingor), einer defensiven Mittelfeldspielerin daneben und zwei Sturmspitzen (z.B. Prinz/Smisek) gespielt.

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  • FFFan sagt:

    @ Frieda, Sheldon, sodalith7:

    Es war in der Tat Tina Theune, die schon vor der EM 2001 das 4-2-3-1-System in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft einführte (davor wurde ein 4-4-2 mit ‚Mittelfeldraute‘ praktiziert). Die „Erfinderin“ dieses Systems ist sie aber nicht.

    Es handelt sich dabei eigentlich nicht um eine Variante des 4-3-3, sondern wurde -zumindest in diesem Fall- aus dem 4-4-2 entwickelt, wobei zentral vor der Abwehr zwei defensive Mittelfeldspieler (sogen. „Doppel-6“) für eine größere Kompaktheit sorgen sollen. Das dadurch entstandene „10er-Loch“ wird gefüllt, indem eine der beiden Sturmspitzen zurückgezogen wird.

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: So war es bei unserm Bundes-Jogi, ja, weil er mit Schweini einen idealen LOM hatte.

    Allerdings würde ich bezweifeln, dass das System allgemein, jedenfalls in der Art, wie es heute und schon damals von vielen Mannschaften praktiziert wurde, eher eine Abwandlung des 4-3-3 ist, so jedenfalls spielen die erfolgreichen Mannschaften damit (Holland, Spanien, Barca, Bayern), fast alle Außenspieler sind hier gelernte Rechts- oder Linksaußen, der Bezeichnung nach also Stürmer!

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  • Nora Kruse sagt:

    Das stimmt nicht. Ich habe schon einige schwedische Interviews mit ihr gesehen.

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  • Postel sagt:

    Last doch bitte mal euren künstlich gepushten Hass auf Marta. Das jede Aktion von ihr bei der WM ausgepfiffen wurde war für mich genau so grob Unsportlich wie manche Meckerei von ihr. Ich verstehe hier manche Doppelzüngigkeit nicht. Wird doch ständig vom FF als das Bessere und Faiere Fussballevent geschrieben und wie deutlich man sich doch gerade, was die Zuschauer betrifft, vom Männerfussball unterscheidet. In diesen Situationen habe ich mich als FF-Anhänger richtig geschämt. Übrigens ähnliche Situationen gab es auch beim Spiel Frankreich gegen Schweden gegenüber einer französischen Spielerin. Wenn Marta nicht Weltfussballerin wird,was mein Tipp ist, dann ausschlieslich nur weil eine der beiden anderen einfach besser war und nicht weil Marta sich ein paar mal zuviel aufgergt hat. Wie würde es euch denn ergehen wenn ihr 90 min. lang Ausgepfiffen würdet. Was sagt euer Nervenkostüm dazu. Bitte, bitte mal nachdenken. Über Fairness nicht nur schreiben auch Leben.

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  • karl sagt:

    @Postel : Fuer mich sieht es eher so aus als ob Marta die Pfiffe provoziert weil sie das als so ne Art Anfeuerung braucht. Jedenfalls scheint sie besser zu spielen wenn gepfiffen wird. Aber peinlich fand ich das gepfeiffe schon auch. Nicht auszudenken welche Blamage das gewesen waere wenn die Weltmeister geworden waeren und das ganze Stadion haette ein halbstuendiges Pfeifkonzert losgelassen.

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  • Wrack sagt:

    @Postel : Nach meinem Gefühl hast du recht, ich hätte auch nicht gepfiffen und fand die Pfeifkonzerte auch nicht gut. Nur:
    Deswegen ist mir Marta und ihre Art, Fußball zu inszenieren, trotzdem unsympathisch.
    Außerdem würde ich bei den Pfiffen nicht gleich von „Hass“ sprechen. Antipathie wäre wohl das bessere Wort.

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  • Postel sagt:

    @Wrack O.K. Antipathie Beim verfassen meines Beitrages hatte ich gerade einige Gedanken im Kopf. Z.B. habe ich mir vorgestellt wie es noch vor der WM war. Da wäre doch bestimmt fast jeder von uns froh gewesen wenn -die- Marta in seinem Lieblingsverein gespielt hätte. Am meisten bin ich aber immer wieder von dieser Gruppendynamik geschockt. Plötzlich wird alles ausgeblendet was war und ist. Die genialen Spielzüge,Pässe und Tore giebt es nicht mehr. Und mal ehrlich, diese hier beschriebenen Meckereien sind doch auch im BULI-Alltag schon Standart. Die sind doch auch nach Abpfiff vergessen. Naja fast. Das was mich aber am meisten Ärgerte ist: Einer fängt an zu Pfeifen und 10 000 machen mit. und Monate lang giebt es dann hier die verbale Vortsetzung. Und keiner Hinterfragt das mal. Deshalb fiel wohl meine Wortwahl auf „Hass“.

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  • Sheldon sagt:

    @Postel: Moment, Moment! Ich denke, nachdem man hier gehört hat, wieviel Kohle Marta in den USA verdient, wollte sie niemand mehr hier haben. Soviel Geld auf dem Level auszugeben, das sprengt jeglichen Rahmen, da kannst du dir mehr als 3 Bajramajs oder 3 Schelins für ins Boot holen!

    Außerdem war dieses Pfeifkonzert von einigen wahrscheinlich ganz bewusst und in dieser Intensität inszeniert, genau unter diesem Aspekt, dass sie nicht schon wieder Weltfußballerin wird!

    Wenn man um das Prozedere weiß, dann weiß man auch, dass nicht die beste, sondern diejenige mit der weltweit größsten Publicity Weltfußballerin wird. Marta mag eine außergewöhnliche Fußballerin sein, aber keinesfalls so dominant wie Messi bei den Männern!

    Also muss man ihre Publicity irgendwie schwächen. Und ganz ehrlich, das, was sie bei der WM abgezogen hat, das war kein Fußball- , sondern Schauspiel. Natürlich gibt es Meckern und Reklamieren auch in der Bundesliga, aber nicht von einer Spielerin, die gerade fünfmal Weltfußballerin geworden ist! Und schon gar nicht in dieser Art, wie es Marta praktizierte!

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  • Timmy sagt:

    Und es ist Homare Sawa. Super.

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