DFB-Pokal: Das Dauerduell geht in die nächste Runde

Von am 2. Dezember 2011 – 10.36 Uhr 35 Kommentare

Im DFB-Pokal hat es die deutschen Spitzenclubs unterschiedlich getroffen. Der FCR 2001 Duisburg bekommt es im Viertelfinale am Sonntag mit einem Zweitligisten zu tun. Aber nur drei Wochen nach dem Bundesligaduell treffen der 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam nun erneut aufeinander. Für die Frankfurterinnen geht es nach der Negativserie bereits um alles.

Als „alles andere als optimal“ beschreibt Frankfurts Trainer Sven Kahlert die vergangenen Wochen noch in recht positiven Worten – vier Pflichtspiele in Folge gingen für den FFC verloren. Die Meisterschaft ist weit entfernt, jetzt droht auch das Aus im DFB-Pokal.

Beide Teams mit Niederlage im Rücken
Allerdings haben auch die Potsdamerinnen am vergangenen Spieltag gegen den FCR 2001 Duisburg gezeigt, verwundbar zu sein. Trotz 2:0-Pausenführung unterlagen sie am Ende mit 2:3. Und so glaubt Potsdams Viola Odebrecht an ein Spiel „mit offenem Ausgang“. Die Pokalpartie wird ab 13 Uhr im Livestream sowohl auf DFB-TV als auch auf bei hr-online übertragen.

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Jennifer Zietz, Sandra Smisek

Jennifer Zietz (l.) und Sandra Smisek stehen sich am Sonntag erneut gegenüber. ©Nora Kruse // ff-archiv.de

Kahlert glaubt an veränderte Einstellung
Im DFB-Pokalfinale im Mai gewannen der 1. FFC Frankfurt, doch „die Erinnerung an das Bundesligaspiel vor drei Wochen ist noch gegenwärtig“, so Kahlert mit Blick auf die derzeitige Negativserie. Nach der 0:2-Niederlage hatte er sich vor laufenden Fernsehkameras über die mangelnde Einstellung seiner Spielerinnen beklagt, nun glaubt er, „dass wir uns bei dem ewig jungen Duell gegen Potsdam mit großem Teamgeist und positiver Körpersprache präsentieren werden.“

Duisburg reist zum Zweitligisten
Der FCR 2001 Duisburg hat durch den 3:2-Erfolg gegen die Potsdamerinnen in der Meisterschaft den zweiten Rang gefestigt, im DFB-Pokal haben sie nun das vermeintlich leichteste Los bekommen: Der FCR gastiert beim Zweitligisten FSV Gütersloh 2009. Beide Mannschaften liegen mit 25 Punkten auf dem zweiten Platz der Tabelle – aber eben in zwei unterschiedlichen Ligen.  „Für uns ist ein Sieg in diesem Spiel Pflicht; jede andere Vorgabe wäre unglaubwürdig“, gibt FCR-Trainer Marco Ketelaer die Marschrichtung vor.

Schon in der vergangenen Saison standen die Gütersloherinnen im Viertelfinale des DFB-Pokals und scheiterten im Januar am 1. FFC Frankfurt. Die Erinnerungen sind für FSV-Trainer Markus Graskamp dennoch positiv, wie er gegenüber Womensoccer erklärt. Die Mannschaft habe gekämpft, und dies sei mit tollen Reaktionen belohnt worden. „Wir wurden von unseren Zuschauern mit Standing Ovations verabschiedet“. So gibt sich Graskamp durchaus realistisch, was die eigenen Chancen als klarer Außenseiter gegen den FCR 2001 Duisburg angeht, und möchte erneut eine Leistung zeigen, auf die alle Beteiligten stolz sein können.

Leipzig will sich nicht verstecken
Im Meisterschaftsspiel hat der 1. FC Lok Leipzig gegen den Hamburger SV verloren, nun will die Mannschaft von Trainer Jürgen Brauße im DFB-Pokal Revanche. „Wir müssen uns im Hamburg nicht verstecken“, so Brauße gegenüber Womensoccer. In der Bundesliga hat der HSV sogar einen Punkt weniger auf dem Konto. Und so will Leipzig die Gunst der Stunde nutzen. „Wir haben jetzt schon im Pokal so viel erreicht, wie noch nie zuvor. Da kann man ja versuchen, den nächsten Schritt zu gehen.“ Diese Partie findet als einzige schon am Samstag statt.

FCB will Talfahrt in Bad Neuenahr stoppen
Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Während der SC 07 Bad Neuenahr nach schwierigem Beginn der Meisterschaft zuletzt eine Siegesserie hinlegte, ist der FC Bayern München bei seiner Talfahrt nun auf einem Abstiegsplatz gelandet. „Das Spiel in Neuenahr ist losgelöst von der Bundesliga“, möchte FCB-Trainer Thomas Wörle für den DFB-Pokal die letzten Resultate ausblenden, nach denen es seiner Mannschaft vor allem am Selbstbewusstsein fehle. „Der Wille ist da, leider aber auch die Verkrampfung. Für uns geht es darum, Stück für Stück wieder Selbstvertrauen zu bekommen.“

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35 Kommentare »

  • Postel sagt:

    @ Sheldon Dein Glaube sei Dir vergönnt. Auch wenn alles von Dir recht abenteurlich klingt. Mit Deinen Thesen begeisterst Du nur die jenigen welche heute das erste mal auf dieser Site sind.
    Kann vieleicht mal irgend ein Computerauskenner Sheldon,s Beitrag Bernd Schröder zukommen lassen. Der wird sich bestimmt ärgern das ihm solch ein Schachzug nicht selbst eingefallen ist. Aber mal im ernst: Wenn ich eins weis, dann ist es das,das Jede TP-Spielerin jedes Spiel gewinnen will. So Ergeizig ist jede einzelne bis zur U-9. Die Spielerinnen würden lieber zu Hause bleiben als zum absichtlichen Verlieren nach Frankfurt zu fahren. Aus den Gesichtern der TP-Spielerinnen nach dem Spiel habe ich etwas anderes herausgelesen. Nämlich maßlose Entäuschung über die Niederlage.

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon & Katerli:
    „meiner Erinnerung nach war das ein CL-Spiel, als Schröder Mittag nicht einsetzte, weil er die Regelung nicht kannte.“ (Zitat Katerli)

    Nö, das war genau jenes DFB-Pokalspiel gegen Duisburg im Oktober 2006! Schröder wollte zunächst sogar Protest einlegen, weil er die Spielberechtigung anzweifelte.
    Der Hintergrund ist: die für Meisterschaftsspiele gültige Regel, dass ein Vereinswechsel nur innerhalb einer Transferperiode erfolgen kann, gilt nicht für Pokal- und Freundschaftsspiele (Einzelheiten lassen sich evtl. der Spielordnung entnehmen).
    Hätte Schröder dies gewusst, hätte er theoretisch Anja Mittag einsetzen können, die damals gerade aus Schweden zurückgekehrt (und deshalb in der Bundesliga nicht spielberechtigt) war. Allerdings laborierte Mittag zu dieser Zeit noch an einer Verletzung, die sie sich in einem Länderspiel zugezogen hatte.

    Aber egal. Vidarsdottir war ja heute eh nicht im Kader. Kann mir jemand sagen, warum? Verletzt? Erkältet? „Heimweh“? Oder ganz was anderes?

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  • Sheldon sagt:

    @Postel: Ganz ehrlich, eine Potsdamerin, die maßlos enttäuscht ist, zeigt das auf dem Platz!

    Man hat ja gesehen, dass Potsdam das Potential hat! Die Frage ist nur, wieso sie es nur einmal genutzt haben, nämlich in der 88. Minute! Angerer hat ihnen doch heute mehr als genug Möglichkeiten gelassen, ins Tor zu schießen! Ein Team, dass das Potential von Potsdam hat, hätte das ausgenutzt, wenn es gewollt hätte!

    Frankfurt hat nicht überragend gespielt, sie haben nur ihre Chancen gegen einen Gegner genutzt, der in etwa so viel Gegenwehr geleistet hat wie Kasachstan im Deutschland-Spiel!

    Wahrscheinlich hat man in diesem Spiel nur versucht, Verletzungen vermeiden von Potsdamer Seite, um das Lazarett nicht noch größer zu machen! Selbst das hat Frankfurt heute nicht zugelassen in Person von Meike Weber!

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  • Krissi sagt:

    @heldon: Du vergisst, dass Vidarsdottir erst ab Januar 2012 für Potsdam spielberechtigt ist…

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  • Sheldon sagt:

    @Krissi:

    „Gemeint ist natürlich nicht Birgit Prinz (die wird weder in der Startelf noch im Kader noch überhaupt im Stadion sein), sondern die erstmals für Potsdam spielberechtigte Margret L. Vidarsdottir! Es wäre ihr zweites DFB-Pokal-Spiel, nachdem sie bereits im Herbst 2006 für Duisburg zum Einsatz kam. Dem FCR gelang damals in Potsdam ein Überraschungscoup (Vidarsdottir steuerte zum 3:2-Sieg einen Treffer bei). Seitdem weiß man auch bei Turbine, dass die Spielberechtigung im Pokal anders geregelt ist als in der Liga.“

    Zitat von FFFan, weiter oben!

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