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DFB-Elf vergibt Sieg in Spanien

Markus Juchem am 57 Kommentare
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Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat es verpasst, einen wichtigen Schritt in Richtung direkte Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 zu machen. In einer hitzigen Partie gab die DFB-Elf in der zweiten Halbzeit eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, Bundestrainerin Silvia Neid wurde gar auf die Tribüne verbannt.

Beim 2:2 (2:0) in Motril sorgten Lena Goeßling (27.) und ein Eigentor von Ruth García (30.) für die deutschen Tore, für Spanien trafen Verónica Boquete (57.) und Einwechselspielerin Willy (90.+1) in der Nachspielzeit.

Highlights Spanien – Deutschland anschauen

Schmidt für Faißt in der Startelf
Gegenüber dem 17:0-Rekordsieg gegen Kasachstan veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Anfangself auf einer Position, um ein wenig kompakter und defensiver zu agieren: Für Verena Faißt kam Bianca Schmidt von Beginn am zum Einsatz, Babett Peter kam wieder auf der gewohnten linken Außenbahn zum Einsatz. Gastgeber Spanien schickte dieselbe Formation ins Spiel, die am Sonntag mit 4:0 in Rumänien gewann.

DFB-Elf mit konzentriertem Beginn
Die deutsche Mannschaft ging von Beginn an konzentriert zu Werke und hatte das Spiel im Griff, doch Chancen waren gegen die kompakte Defensive der Spanierinnen Mangelware. Die erste gute Gelegenheit hatte Simone Laudehr, die in ihrem 50. Länderspiel mit einem Schuss aus gut 20 Metern nur knapp scheiterte (16.).

Lena Goeßling

Lena Goeßling brachte die DFB-Elf in Führung © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Popp scheitert knapp, Goeßling trifft
Eine Standardsituation sorgte dann für die gefährlichste Aktion, Bianca Schmidts Freistoß vom rechten Flügel landete fünf Meter vor dem Tor auf dem Kopf von Alexandra Popp, doch deren Kopfball klärte Spaniens Torhüterin Ainhoa Tirapu mit einer starken Fußabwehr (26.). Doch der anschließende Eckball brachte die deutsche Führung: Laudehr legte den Ball per Kopf auf Goeßling ab, die köpfte den Ball in hohem Bogen zu ihrem erst zweiten Treffer im Nationaltrikot ins Netz (27.).

Eigentor durch García
Spanien war nun ein wenig verunsichert, und die DFB-Elf schlug daraus Kapital. Eine scharfe Hereingabe von Fatmire Bajramaj versuchte Miriam Diéguez zu klären, doch die schoss ihre Teamkollegin Ruth García an, von dort prallte der Ball ins eigene Netz (30.). Deutschland kontrollierte die Partie nun weiter ohne zu glänzen und leistete sich mit der Führung im Rücken auch einige Fehler im Spielaufbau, doch die Spanierinnen agierten zu harmlos und mit zu viel Respekt und gaben in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs deutsche Tor ab.

Spanien kommt zurück
Mit Annike Krahn für Saskia Bartusiak ging es in die zweite Halbzeit, in der Deutschland auf einen frühen dritten Treffer drängte, um alle Zweifel zu beseitigen. Und nachdem Popp mit einem Schuss knapp scheiterte (49.), hatte Bajramaj Pech, als sie aus 15 Metern nur den Pfosten traf (51.). Spanien wurde nun etwas mutiger und kam gelegentlich vor das deutsche Tor und wie aus heiterem Himmel gelang den Spanierinnen der Anschlusstreffer. Erst hielt Nadine Angerer noch glänzend einen Schuss von Sonia, doch bei der anschließend ausgeführten kurzen Ecke schlief die deutsche Defensive und Verónica Boquete nagelte den Ball in den Winkel (57.).

Neid muss auf die Tribüne
Fast im direkten Gegenzug traf Célia Okoyino da Mbabi (59.) ins Netz, doch das ukrainische Schiedsrichtergespann hatte eine Abseitsposition erkannt. Bundestrainerin Silvia Neid monierte am Spielfeldrand und wurde pikanterweise auf Initiative der Vierten Offiziellen Maria Luisa Villa Gutierrez  aus Spanien von Schiedsrichterin Kateryna Monzul auf die Tribüne verbannt. Die Partie wurde nun immer hitziger, viele kleine Fouls und Nickligkeiten prägten das Geschehen. Und Deutschland hatte Glück, dass Adrianas Kopfball am Tor vorbei ging (67.).

Ausgleich in der Nachspielzeit
Doch auch die DFB-Elf kam zu weiteren Chancen, nach schöner Vorarbeit von Bajramaj schoss Da Mbabi den Ball aus sechs Metern in aussichtsreicher Position über das Tor (70.). Es war eine ihrer letzten Aktionen, denn für die Schlussphase kam Martina Müller in die Partie. Große Chancen ergaben sich jedoch auf beiden Seiten zunächst nicht mehr. Die Spanierinnen schienen in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen zu müssen, doch in der Nachspielzeit schlugen sie noch einmal zu – die eingewechselte Willy staubte zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich ab (90.+1).

Somit bleibt Spanien mit 13 Punkten Tabellenführer der Gruppe 2, gefolgt von Deutschland mit 10 Punkten. Die Schweiz verbesserte sich durch den 8:1-Sieg gegen Kasachstan auf Platz 4.

Zur Tabelle

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Markus Juchem (47) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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57 Kommentare »

  • Jens sagt:

    Was für ein Mistplatz. So etwas für ein Qualispiel zuzulassen, ist schon eine Unverschämtheit…

  • timmy sagt:

    Glückwunsch an Spanien. Die haben es gewollt.

  • Mini sagt:

    Ich finds ziemlich erstaunlich,dass Frau Neid ohne vorangegangene Verwarnung – sofort- auf die Tribüne musste.
    Kann mir nicht vorstellen,dass sie verbal so ausgeholt hat.

    Diese Verbannung war einfach total übertrieben – da hätt sie mal lieber die ein oder andere Spielerin verbannen sollen.

  • ronnje sagt:

    Die Schiedsrichterin sollte sich vielleicht einen anderen Job suchen, das man ein Spiel so verpfeifen kann…. Wahnsinn

    Und das die 4. Offizielle eine Spanierin ist dazu fällt mich nichts mehr ein….

  • sol1711dat sagt:

    […]

    die 4 schiedsrichterin war spanierin, und die linienrichterin hat bei jedem zeichen der spanierinnen die fahne gehoben.
    so kann man nur verlieren.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

  • Aimar sagt:

    Jetzt auf den Platz oder die Schirileistung zu meckern ist schon fast so schwach wie das was die DFB Elf gerade in der 2.Halbzeit gezeigt hat. Das war spielerisch mal wieder eine fast schon erbärmliche Leistung und daran war eben nicht nur der Platz schuld. Man führt 2:0 zur Halbzeit und lässt sich nach dem Anschlußtreffer das Spiel aber dermaßen aus der Hand nehmen. Da war keine die mal versucht hat ordnung udn Ruhe ins Spiel zu bringen. Stattdessen war der ball ganz schnell wieder beim Gegner.

  • Sheldon sagt:

    Wie kann es sein, dass bei einem internationalen Pflichtspiel eine der Schiedsrichterinnen eine Einheimische ist?!?!

    Ich schätze, nach dieser Erfahrung wird die FIFA/UEFA so etwas nie wieder zulassen!

  • Mini sagt:

    die 4. kommt doch immer aus dem Land wo das Spiel stattfindet..

  • labrys sagt:

    Leute, was hat die 4. schiedsrichterin schon für eine Entscheidungsmacht?
    Beim CH Spiel war es auch eine einheimische, in £Holland auch, in der Ukraine auch….merkt ihr was? das ist gang und gäbe….

  • Sheldon sagt:

    @Aimar: Ich frage dich, welches Spiel du in der zweiten Halbzeit geschaut hast. Bis auf die zwei, vielleicht drei Torchancen hatte Spanien nicht wirklich was zu bieten außer sich bei jeder Möglichkeit fallen zu lassen.

    Auf der anderen Seite hat vor allem Bajramaj über rechts wirklich mal alles in Bewegung gesetzt, was sie hatte und hätte beinahe drei Tore aufgelegt (Odebrecht – abgepfiffen wegen unabsichtlichem Handspiel, Celia – abgepfiffen wegen angeblichem Abseits, Celia drüber).
    Hinten ging natürlich Struktur verloren, aber da wurde auch mit Bartusiak die Stabilität konsequent ausgewechselt.

    Wer will schon von Deutschland erwarten, dass die Mannschaft so schnell in ihre dominante Rolle zurückfindet und dass gleich alles gelingt? Spielt man aber so wie heute und verwertet die Chancen konsequenter, dann ist man auf einem guten Weg dahin zurück, wo man 2007 stand!
    Da vorne wächst mit Bajramaj, Popp und Celia eine vielleicht weltbeste Offensivkette, die bereits in Ansätzen barca-like spielt (dauerhafte Rotation, viel Tempo, schnelle Dribblings und technisch feiner Fußball).
    Dahinter muss man schauen, ich bin immer noch ab nächstes Jahr für die Variante Odebrecht, Kulig, Laudehr, zwei Kreativspielerinnen und eine Abräumerin und hinten mit Bartusiak nunmal die aktuelle “Miss Stabilität”!

    Der einzige Fehler heute, Bartusiak zur Halbzeit rauszunehmen!

  • Guido sagt:

    Na gut, ein Sieg, verbunden mit einem Überwintern an der Tabellenspitze, wäre schöner gewesen. Aber auch so ist alles im grünen Bereich:
    Im ersten Quali-Spiel 2012 am 15. Februar in der Türkei gegen die schächste Mannschaft in dieser Gruppe die Tabellenführung zurückholen (ein mageres 1:0 würde schon reichen …) , wenn Spanien spielfrei ist, und dann im am 31.03 im nächsten Spiel die Spanierinnen zu Hause und auf einem bespielbaren Platz besiegen. Dann ist die Quali in trockenen Tüchern. Allerspätestens am 05.04. wäre dann bei einem Auswärtsieg in der Schweiz alles klar. Die restlichen Spiele – zu Hause gegen die Rümänien und die Türkei sowie in Kasachsten sind dann wohl nur Fromsache.

  • Markus Juchem sagt:

    @ labrys: Sagen wir mal so – die Rolle der Vierten Offiziellen war beim Spiel Spanien gegen Deutschland heute nicht die glücklichste.

  • Sheldon sagt:

    @labrys: Du hast gesehen, welche Entscheidungsmacht sie hat! Lass sie mal sagen, eine Spielerin hätte die Schiedsrichterin beleidigt und die bekommt dann Rot oder irgendwas Anderes. Bei kniffligen Entscheidungen ist sie ebenso eine Schiedsrichterin wie jede andere auch!

  • isi sagt:

    Ich fand es erschreckend, wie sich die deutsche Mannschaft in der zweiten Halbzeit den Schneid hat abkaufen lassen. Da gab es kaum noch einen geordneten Spielaufbau und die deutschen Spielerinnen kamen in den Zweikämpfen meistens einen Schritt zu spät. Da gibt es noch einiges zu tun bis zum nächsten Spiel gegen einen ernsthaften und willensstarken Gegner, wie es Spanien in der 2. Halbzeit war. Es ist halt doch ein Unterschied zwischen einem bedeutungslosen Freundschaftsspiel und einem Quali- oder WM-/EM-Spiel.

  • H2O sagt:

    Ich beginner mal mit etwas positiven:

    Das Spiel war bis zum Ende sehr spannend anzusehen.
    Positiv fand ich auch den kämpferischen Einsatz der deutschen Frauen unter diesen Umständen.

    Enttäuscht hat mich in diesem Spiel da Mbabi. Für den Abseitspfiff konnte sie nichts aber ihre anderen Abschlüsse waren in meinen Augen eine katastrophe. Da kann man auch mal überlegen, ob nicht eher eine Alternative gebracht wird.

    Weiterhin habe ich persönlich seit der WM übrigens nicht das Gefühl, das Frau Neid eine taktische Neuausrichtung oder Verbesserung der Mannschaft erwirkt hat. Sie spielt für meine Begriffe wie bei der WM mit teilweise anderen Spielerinnen und gegen schwächere Gegner. Aber vielleicht sehe das ja nur nicht.

    @Aimar: Ich kann deiner Aussage nur teilweise zustimmen. Aufgabe der Schiedsrichterin ist es fair und mit Übersicht entsprechend des Regelwerkes das Spiel zu leiten. Wenn Fehler auftreten sollten die auch angesprochen werden dürfen. Wenn grobe Fehler auftreten erst recht.
    In diesem Fall war die Schiedsrichterin besonders in der 2. HZ überfordert. Die falschen Abseitsentscheidungen (es waren min. 2 entscheidende und doch deutlich falsche) waren spielentscheidend. Der Verweis von Frau Neid und einige gelbe Karten erschienen mir lächerlich.

  • Sheldon sagt:

    Mal ne Benotung der deutschen Spielerinnen:

    Angerer (3,5) – Schmidt (4), Goeßling (4,5), Bartusiak (2), Peter (3,5) – Laudehr (3,5), Odebrecht (3,5) – Bajramaj (2), Celia (3)Behringer (4) – Popp (4)

    46. Krahn (3,5) für Bartusiak

    Müller ohne Bewertung

    Ansonsten sehe ich es wie Guido: Ein Unentschieden haut einen jetzt nicht aus der Kurve! Ist schade und ärgerlich, aber im nächsten Jahr sieht das alles wieder viel besser aus!

    Wenn man jetzt nur die richtigen Schlüsse daraus zieht und mit dieser Mannschaft konsequent weiterarbeitet, dann werden wir demnächst wieder viel Freude an den Frauen haben!

  • labrys sagt:

    Ich hab nur die zweite Hälfte gesehn. Ich bin kein Fan davon, das man einiges in die Schuhe der SChiedsrichterin schiebt. Ich war enttäuscht von den deutschen, weil sie nicht mit Herz gespielt haben, wie die Spanierinnen, die haben alles gegeben und immer daran geglaubt. Wo bleibt das mal bei den deutschen? nur wenige Spielerinnen zeigen dies auf. Man muss doch bei denen Namen mehr schaffen als ein 2:2. Es ist ja kein Weltuntergang, das Spiel zu Hause wird bestimmt anders verlaufen, und für uns schweizer ist es blöd, da nun Spanien ein Punkt gegen Deutschland geholt hat. Aber wenn die deutschen Frauen weiter so spielen, werde ich kein Spiel mehr anschauen….. Da war das Schweiz-Kasachstanspiel schöner.

  • Silvijjaaa sagt:

    Schiedsrichterleistung war insgesamt in Ordnung. Abseits kann jeder mal falsch sehen.
    Die deutsche Mannschaft muss sich schon an die eigene Nase fassen. Wenn Celia den Ball aus 5 Metern übers Tor drischt und Poppi aus 3 Metern die Törhüterin anköpft, muss man die Schuld nicht beim Schiri suchen. Angerer war übrigens (wieder mal) an beiden Toren beteiligt. Kurze Ecke ist nun mal Torwartecke und den Ball ohne große Not nach vorne abzuwehren geht gar nicht.
    Insgesamt ist aber völlig unverständlich, warum man in der 2. Halbzeit so eine Hektik aufkommen ließ.
    Einigen Spielerinnen fehlt einfach die “Ruhe am Ball”.
    Jetzt hat man ein Endspiel am 31. März 2012 gegen Spanien. Langweilig wird es jedenfalls nicht. Immerhin etwas positives für die Fans.

  • Tobias sagt:

    Bei allen bisherigen Qualifikationsspielen zur Frauen-EM kam die vierte Offizielle aus dem Land des jeweiligen Gastgebers. So übrigens auch bei den Heimspielen der deutschen Mannschaft, am Samstag war Frau Storch-Schäfer im Einsatz. Das muss man nicht für richtig halten, man kann aber niemandem vorwerfen, dass es diesmal auch so war, bisher gab`s offenbar keine Probleme damit.

  • Sheldon sagt:

    @Silvijjaa: Von Endspiel kann keine Rede sein: Deutschland reicht locker ein Unentschieden zuhause, um weiterzukommen!

  • Sheldon sagt:

    Korrektur zu den Noten (wegen Tippfehler):

    *Celia (4)
    *Krahn (4,5)

  • Tobias sagt:

    Ich hab das Spiel nicht gesehen, aber 26 Fouls der deutschen Mannschaft klingt schon arg viel. So die offizielle UEFA-Statistik.

  • Markus Juchem sagt:

    @Tobias: Im Zusammenhang damit, dass Spanien gerade den Anschlusstreffer erzielt hatte, die Partie bereits aufgeheizt war und Frau Neid zumindest nicht ersichtlich eine vorherige Ermahnung erhalten hatte, hat die Initiative der Vierten Offiziellen in diesem Fall schon einen etwas fahlen Beigeschmack. Aber ich kann natürlich auch nur bewerten, was ich sehe, und ich weiß natürlich auch nicht, was Frau Neid gesagt hat. Ich denke aber, eine Ermahnung hätte es in diesem Fall auch getan.

  • Jan sagt:

    Für die Schweiz dürfte die EM damit in weite Ferne gerückt sein. Kompliment an Spanien. Weiß gar nicht, wann Deutschland zuletzt eine Halbzeit 0:2 gegen ein europäisches Team verloren hat. (evtl. beim Algarve-Cup? od. 1995 im WM-Finale gegen Norwegen?) Aber vllt. war’s ja bloß ein geschickter Schachzug von Frau Neid, damit Spanien sich auf Platz 1 in Sicherheit wiegt. ;-)

  • Sheldon sagt:

    @Tobias: Foul ist nicht gleich Foul. Was die Schiedsrichterin da zum Teil abgepfiffen hat, dass war ein Witz!

  • sol1711dat sagt:

    wer schreibt das die schiedsrichterinnen eine gute leistung gebracht haben, hat keinen schimmer von fussball, und das die deutsche mannschaft so viele fouls hat kommt daher das die schiedsrichterin bei jedem deutschen antippen an eine spanierin gepfiffen hat.
    umgekehrt konnten die spanierinnen holzen wie sie wollten.

  • moya sagt:

    Das Spiel in der zweiten Hälfte war gruslig. Bajramaj ist in meiner Erinnerung die einzige, die sich stets bemüht hat, von den anderen kann man nichtmal das behaupten. Der Müller-Wechsel hätte früher kommen müssen, Maroszan für Behringer wäre nach 60min angebracht gewesen. Was der Innenverteidigerinnenwechsel sollte, weiß ich nicht.
    Und selbst wenn man nicht glaubt, dass man Ersatzspielerinnen hat, die was Positives beitragen könnten, darf frau trotzdem mal nen taktischen Wechsel vornehmen. Speziell wenn die Hektik das größte Problem zu sein scheint.
    Nix gelernt. Aber scheint als gäbe es immer mehr Gelegenheiten dazu.

  • Mika sagt:

    Für mich hat es hier auch taktisch und vor allem psychologisch nicht gepasst. Da hätte man einiges in der 2. Halbzeit machen können, um mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Z.B. die Außenverteidigerinnen weniger offensiv aufstellen. Oder langsamer und mehr auf Ballbesitz spielen. Die haben ja bei jeder Balleroberung gleich den Ball so schnell wie möglich und so weit wie möglich nach vorne geschossen, statt mal ein paar kurze Pässe zu spielen, und wieder etwas Sicherheit zu gewinnen.

    Dass Angerer noch im Tor steht ist nicht mit dem Leistungsprinzip zu vereinbaren. Bartusiak (da stimme ich mit Sheldon überein) hat ausnahmsweise mal richtig gut gespielt und hätte nicht rausgenommen werden sollen. Da war Goeßling (mit Ausnahme ihres glücklichen Tores) um einiges unsicherer. Celia hat in der 2. Halbzeit richtig für Schwung gesorgt und hätte drinnen bleiben sollen. Behringer und Popp dagegen waren in der 2. gar nicht mehr zu sehen und hätten spätestens in der 60. ausgewechselt werden sollen…

    Die Schiri hat schon genervt, und dass die Spanierinnen bei jeder Berührung zu Boden gehen… Ist aber alles keine Entschuldigung. Spanien hat gut gespielt und viel Charakter bewiesen. Und wenn wir ehrlich sind, dann waren auch die beiden deutschen Treffer eher glücklich. Klar wird sich Deutschland zu Hause (und mit ner deutschen 4. Offiziellen) locker revanchieren. Aber insgesamt sieht es doch nach einem Ende der deutschen Dominanz im FF aus. Und daran ist für mich nicht zuletzt Neid und ihr Trainergespann schuld.

  • Mika sagt:

    @Sheldon: Bzgl der offensiven 3er Kette die du ansprichst: Würde ich auch gerne sehen. Und die drei haben schon viel Potenzial. Aber rotieren tun sie in dem System eigentlich gar nicht (selbst wenn sie es könnten) und dafür beruht das momentane System auch noch zu sehr auf den fixierten Flügelpositionen. Außerdem fehlt gerade bei Bajramaj und Popp noch die Stetigkeit, dass sie regelmäßig ihre Leistungen abrufen können, und nicht nur hin und wieder und mal in der ersten Halbzeit und mal in der zweiten…

  • sodalith7 sagt:

    Mir gefällt das neue IV-Pärchen mit Bartusiak und Goeßling wirklich sehr gut. Bartusiak hat sich extrem gesteigert. Lena braucht sicherlich noch etwas Zeit, um in die neue Rolle hineinzuwachsen, aber sie hat das 2:0 gemacht.
    Peter stand hinten sicher, tolles Zweikampfverhalten und sie macht viel Druck über ihre Seite nach vorne.
    Bianca hat heute etwas unglücklich gespielt, vor allem konnte sie sich nicht so gut mit nach vorne einschalten. Da hatte ich von Faißt einen besseren Eindruck. Ich würde Bianca gerne mal auf der rechten Außenbahn sehen.
    Meine neue Vierer-Abwehr-Kette: Peter – Bartusiak – Goeßling – Faißt

    WARUM wechselt Frau Neid Krahn für Bartusiak ein ???

    “Wir” standen in der Defensive doch sehr gut, damit gibt man eine von drei möglichen Einwechslungen ohne Bedrängnis weg!!!
    Was bei Krahn wieder deutlich wurde, ist ihre schlechte Spieleröffnung nach vorne. Im Prinzip hat sie die Bälle einfach hoch nach vorne geschlagen. Damit geht natürlich die Struktur des Spiels etwas verloren.

  • Paul sagt:

    Bajramaj sieht bei den zweiten Gegentor nicht nicht gut aus .
    Ein Reaktionvermögen naja… Die Gegenspielerin läuft ihr im Rücken auf und davon..sie steht wie vom Blitz getroffen(wo ist das Umkehrspiel)

  • Spocky sagt:

    @ labrys

    Schade, dass Du nur die zweite Halbzeit gesehen hast … Die nach meiner Meinung auch nicht so schlecht war …
    In der ersten Halbzeit waren die deutschen Mädels taktisch super eingestellt – die Spanierinnen wurde so früh gestört und hatten fast keine Chance anständige Spielzüge zu zeigen … Das hat mir sehr gut gefallen … Dass das Endergebnis jetzt ein 2 : 2 wurde = okay da haben wir in der zweiten Halbzeit uns ein bißchen den “Schneid” abkaufen lassen … Hier sollte auch mal ein großes Lob an die spanischen Mädels gehen … Die haben wirklich in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass sie im internationalen Bereich unaufhaltsam nach oben kommen … Technisch sind alle super ausgebildet und mit ganz viel Herzblut haben die sich das Unentschieden wirklich verdient … Die deutschen Mädels haben aber alles noch selbst in der Hand, die Quali für 2013 zu schaffen … Viel Glück dafür …

  • wrack sagt:

    Die zwei Punkte gingen in der zweiten Halbzeit verloren. Ursache: Mangelnde Chancenverwertung (Celia, Alex, Lira), mäßige Bedienung aus dem Mittelfeld und Abwehrschwächen.
    Für Schiedsrichterinnen beim FF war die Leistung befriedigend, dann und wann kamen Phasen, wo nach dem Zufallsprinzip gepfiffen wurde, aber natürlich haben sie den deutschen Punktverlust nicht zu verantworten.
    Spanien hatte insgesamt viereinhalb Chancen und machte zwei Tore daraus. Beteiligt war die gesamte Abwehr, auch Angerer sah nicht gut aus.
    Das Mittelfeld spielte besonders in der ersten Halbzeit den Angreiferinnen die Bälle in den Rücken. Hier ist mir Odebrecht unglücklich aufgefallen, die ich dann in der zweiten Hälfte kaum noch gesehen habe. Bajramaj war sehr fleissig und insgesamt wohl die beste deutsche Spielerin.
    Gutgefallen hat mir in der ersten Halbzeit Popp, während mein Liebling Celia es schwer hatte, weil sie weit vorn spielte. In der 5. Minute hat sie wunderbar auf Popp durchgesteckt, aber das blieb in der ersten Halbzeit ihre beste Szene. Freilich hat sie sehr viel im Pressing gearbeitet und viel dazu beigetragen, dass die Spanierinnen nicht zur Entfaltung kamen.
    In der zweiten Halbzeit war sie etwas weiter hinten zu finden und war offensiv wesentlich besser zu “erreichen”, hat aber wie Lira (Pfosten)und Popp (Kopfball) zweimal das Tor nicht gemacht (Torhüterin angeschossen, über das Tor). Schwerwiegend war das aber, weil es bereits 2-1 stand. Ihr “Abseitstor” war vor den vergebenen Chancen, also eigentlich eine Chancenverwertung von 1 aus 3. Die schlechteste Note im Team hat sie nicht verdient, aber sie hat natürlich wesentlich mehr drauf.

    Bei der Abwehr konnte man – wie sogar der Reporter – irgendwie absehen, dass es dahinten mal krachen würde, wenn vorne nicht gepunktet wird. Dass das 2-2 noch fiel, war nicht folgerichtig, aber das kommt halt vor – gerade die deutschen Spielerinnen sollten das seit Japan wissen. Verstehe nicht, warum Bartusiak ausgewechselt wurde (Verletzung ?), hat einer eine Erklärung ?

  • waiiy sagt:

    Die Schiedsrichterin hat in meinen Augen in der 1. Halbzeit gut gepfiffen, hat sich aber in der 2. Halbzeit das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Da hat man eindeutig gesehen, dass sie so einer Situation, wo Spanien Gas gibt und technisch beschränkte Mittel mit Einsatz und Härte kompensiert, überfordert war. Damit meine ich auch nicht die Abseits-Fehlentscheidungen, die passieren können. Aber es kann nicht sein, dass Babett Peter mehrfach weggegrätscht wird von Verónica Boquete, diese aber nicht die gelb/rote Karte sieht und in einer Situation sogar Babett das Foul zugesprochen wird. Ich hoffe, Babett hat sich keine ernsthafte Verletzung zugezogen.

    Aber es war für die deutsche Mannschaft nicht schlecht, dass der Schiedsrichtern das Spiel entglitten ist. Denn (und da hatte der Kommentator Recht) in einer solchen Situation kann die Mannschaft wachsen. Und da sah man, dass die Hierarchie noch nicht wieder in dem Maße gewachsen ist, wie man sich das wünscht. Da kann ich Silvia Neid auch verstehen, dass sie Viola Odebrecht als Stammkraft einbaut, was ich vorher nie erwartet hatte. Sie kann noch 4 Jahre spielen und bis dahin sind dann Bajramaj und Co. soweit.

    In solchen Situationen kann auch eine Kapitänin und hochgejubelte Torhüterin Angerer nicht helfen. Man muss es mal klar sagen: Sie hat gestern die Niederlage verursacht! Wenn sie mal einen Ball aus spitzen Winkel halten würde, wären wir jetzt Tabellenerster in der Quali und wären auch nächstes Jahr bei Olympia dabei (woran mich das 1:2 wohl gestern erinnert hat…). Man darf so einen Schuss schonmal halten! Außerdem würde meine Tochter sich schwerste Vorwürfe machen, wenn sie in der Nachspielzeit den Ball nicht über die Latte bzw. in Seitenaus wuchten würde. Den Ball im Flug fangen zu wollen, war einfach falsch. Wenn sie Größe zeigt, wird Angerer das zugeben (was ich nicht erwarte).

    Das Gute war gestern, dass Annike Krahn beim nächsten Spiel den Tisch in dem Café übernehmen kann, an dem gestern Abend Linda Bresonik ihren Kaffee getrunken hat. Es hat wohl eindeutig jeder gesehen, dass die Innenverteidigung in der 1. Halbzeit ruhiger gespielt hat. Punktsieger gestern Bartusiak und Goeßling. Wobei für mich die ideale Verteidigung immer noch Schmidt – Goeßling – Peter – Faißt ist…

    Fehlpasskönigin war gestern übrigens wieder Melanie Behringer. Sie fehlt zu Recht in Sheldons beschriebener angehender “Weltklasse Offensive”. In meinen Augen verdient sie wirklich das Attrribut “sehr bemüht”, so traurig das ist. Egal auf welcher Seite, die beiden offensiv ausgerichteten Verteidigerinnen konnten mit einer Lira Bajramaj deutlich mehr anfangen als mit Melanie Behringer.

    Simone Laudehr hat mir gut gefallen. Aber bei ihr muss man mal eine Analyse machen, wo sie sich während des Spiels aufhält. Ich bin der Meinung, die weicht zu oft an die rechte Eckfahne aus. Damit raubt sie den beiden Außenspielerinnen den Platz und bremst so den Angriff über die Flügel, weil der Doppelpass Schmidt – Bajramaj – Schmidt mit anschließender Flanke nicht kommen kann.

    Abschließend muss ich sagen, dass mir die Reaktion von Silvia Neid gefallen hat. Dass sie auf die Tribüne musste, mag der Mannschaft gestern nicht geholfen haben. Aber dass sie sich so aufgeregt hat, macht sie sehr menschlich und zeigt, dass sie im Team langsam anzukommen scheint. Emotionen tun ihr gut.

    Alles in allem finde ich gut, dass wir so einen unangenehm zu spielenden Gegner in der Gruppe haben. Das brauchen wir, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist. Kompliment an Spanien. Sie haben das gebracht, was sie können.

    waiiy

  • defense2 sagt:

    Schade, dass Frau Neid bei aller Motivation anscheindend noch immer kein Händchen für Einwechselungen hat..

    Über den Wechsel Krahn/Bartusiak bin ich die ganze 2. Hälfte nicht drüber weggekommen…
    Müller zu spät und die dritte Wechselmöglichkeit hätte man auch ausschöpfen sollen, da
    a) es einige gab, die ein ziemliches Laufpensum absolviert hatten
    b) ein taktischer Wechsel u. U. auch wieder etwas Ruhe ins Spiel bringen kann.

  • waiiy sagt:

    @defense2: Den Wechsel kann man bei dem Spielstand schon verstehen, wenn man testen will, wie Krahn da hinten harmoniert / funktioniert. Man kann ja nicht erwarten, dass die Mannschaft dann so aus dem Konzept kommt, dass es spielentscheidend werden könnte. Immerhin stand es zu dem Zeitpunkt 0:2.

    Ein harter Trainer hätte sie wieder rausgenommen. Die Option, Babett in die Mitte zu nehmen und eine Außenverteidigerin zu bringen stand ja und hätte wohl auch was gebracht nach dem 1:2. Aber da war auch Silvia Neid nicht mehr unten. Da tut man sich mit Entscheidungen schwerer (siehe auch nicht durchgeführter 3. Wechsel, wo ich Dir vollkommen Recht gebe).

    waiiy

  • Markus Juchem sagt:

    Hier gibt es die Highlights des Spiels: http://tv.dfb.de/index.php?view=3959

  • hanah sagt:

    Glückwunsch Spanien ;)In der erste Hälfte war Deutschland haushoch überlegen ;) Ich hab mit einem sieg gerechnet. Die überragenden spielerinnen waren bajramaj( sie hat beide hälften super gespielt und laudher ( es war ihr jubiläum und sie hat sich bemüht, aber angerer sah gestern schlecht aus!!!!!! ;( Die tore von spanien gehen auf ihre kappe ;) cecillia war eine entäuschung ;)

  • defense2 sagt:

    @waiiy:
    dann hätte der Wechsel aber eher Krahn/Goeßling lauten müssen (Bartusiak hat ein/zwei “Patzer” von Lena ausgebügelt)- außerdem “liest” sich das 2:0 lediglich gut; durch das Eigentor war dies ja eher eine glückliche als souveräne Führung…

    Außerdem war dies kein Spiel, um Dinge “auszuprobieren” – das hätte man z.B. im Spanien-Testspiel machen können…

    Aber ich will auch gar nicht wieder so auf SN herumhacken – es tut sich ja bereits langsam was…

  • Doc sagt:

    Nun, es ist ja kein Geheimnis, dass die Qualitätsunterschiede unter den Schiedsrichterinnen im FF mitunter sehr groß sein können. Da muss eine Mannschaft mit klar kommen. Ich erinnere mal an die teilweise grotesken Vorstellungen der Unparteiischen während der WM. Da standen uns mitunter die Haare zu Berge.
    Wird Dir ein regelkonformes Tor nicht gegeben, bleibt eh’ nix’ anderes übrig…als ein Weiteres zu schießen! Das haben die Mädels ja auch versucht. Klappte nur nicht.
    Oh, was wäre wohl passiert, wenn die Senióritas schon in der ersten Halbzeit derart dagegengehalten hätten, wie sie es in der Zweiten taten?

    Offensichtlich reicht Druck des Gegners und ein Gegentor aus, die deutschen Damen nachhaltig zu beeindrucken und ihnen das Spiel vom Fuß zu nehmen. Wo war sie denn da…die “positive Arroganz”?
    Manchmal kommen mir die Worte von Neid, Angerer und Anderen eher als “Pfeifen im Walde” vor. Mir ist auch relativ wurscht, ob die sich im Mannschaftsquartier prima verstehen und ‘ne Menge Spaß haben. Das ist, gemessen an der Wichtigkeit dieser Qualifikation, von zweitrangigem Interesse.

    Die Auswechslung von SB (sofern sie nicht verletzungsbedingt war) gehört mal wieder in die Reihe von Entscheidungen, die mir unverständlich sind…und auch ohne Not passieren. Rätselhaft!

    Eins ist mir so klar wie nichts anderes: Die unter Neid jahrelang vollzogene Missachtung von “Typen” rächt sich nun übelst. Das Abflachen der wenigen Ecken und Kanten bei jenen Spielerinnen, die NACH Theune-Meyer dazu kamen, führte zu einer jetzigen Truppe ohne wirklichen Anführer auf dem Rasen. Mit Hingst und Prinz gingen die Letzten “Köpfe”.
    Da Führung immer durch “Vormachen” und “Beispiel geben” passiert, ist die Wahl Angerers zur Kapitänin kontraproduktiv. Wie soll denn eine Torhüterin den Feldspielerinnen was “vormachen”. Als Torhüter bist Du räumlich am weitesten weg und bei Nähe kannst Du auch nur losbrüllen. Das hilft nich’.
    Babett Peter mag es irgendwann können, ist aber selbst dann auf der AV-Position nicht dort, wo es passieren sollte.
    Haben wir in der ganzen Liga wirklich keine richtige “10” alter Art?
    Viola Odebrecht ist eine gute Mittelfeldspielerin, aber keine “10”. Die Mitte ist es immer gewesen im Fußball…der Dreh- und Angelpunkt. Da muss eine Kampfsau rein, die Dreck frisst, wenn’s denn sein muss ;-) Daran orientieren sich Mitspieler, denn dort sieht es jede. Maroszan hat sicher das spielerische Talent dazu. Inwiefern sie in Zukunft “führen” könnte, weiß ich nicht. Dafür ist sie jetzt aber noch zu jung…was uns JETZT nicht hilft.

    Ich wiederhole meine Kritik aus der Nach-WM-Phase: Die BT hat eine nun enthauptete Nationalmannschaft zur Verfügung und aufgrund ihrer eigenen jahrelangen Nominierungstaktik keinen nachgewachsenen “Kopf” zur Verfügung. Vielleicht merkt sie das seit der WM in aller Schärfe nun selbst und sucht verzweifelt nach Lösungen. Das war jedenfalls mein erster Gedanke nach der Berufung von Viola.
    Hätte SN seit Beginn ihrer Arbeit “Anführerinnen” für die Zeit nach Hingst & Prinz herangezogen, sähe das jetzt anders aus. Denke ich mal so.
    Fußballspieler(innen), die die Qualität zur wirklichen Führung haben, sind rar. Die müssen Qualitäten erfüllen, die nicht gelernt, sondern nur gefördert werden können, Heißt, die müssen genau jene Tugenden schon mitbringen.

    Der Nimbus der Quasi-Unbesiegbarkeit, der so manches Spiel gewinnen half, ist jedenfalls nun hin. Das macht es erheblich schwerer, erfolgreich zu sein.

    Und wenn die noch einmal sagt, dass man ja nur das “Eine” Spiel verloren hat und sonst ja soweit alles in Ordnung war in 2011, mache ich noch selbst den Trainerschein ;-)

    Ich habe keinerlei Problem damit, dass andere Frauenschaften immer besser werden. Das macht Spiele interessanter und spannender. Aber das gestern war nicht allein der gestiegenen Qualität Spaniens geschuldet. Die dt. Natio kommt den “Kleinen” da momentan auf halbem Weg entgegen!

    Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn eine Nationaltrainerin, die auf “Lange Sicht” arbeitet und auf die berühmte Nachhaltigkeit achten muss, nach dem nicht gerade überraschenden Rücktritt von 2 Anführerinnen keine Nachfolgerinnen parat hat, macht sie an dieser Stelle schlechte Arbeit. So einfach ist das.

    Das Spiel auf dieser Buckelpiste wird uns nicht die Qualifikation kosten, doch die Art und Weise, wie eine Endrunde erreicht wird, sehen andere ganz genau.

    “Positive Arroganz” muss frau sich übrigens leisten können. Im Moment lebt die dt. Natio da von ihrem Namen, den andere erarbeitet haben.

    Ich bin gespannt auf den Algarve-Cup. Da wird sich einiges zeigen.

    Gruß an alle :-)

  • Andreas sagt:

    Wenn Annike Krahn sich dadurch endlich aus der Mannschaft gespielt hat, hätte es sich gelohnt.

  • Andi sagt:

    Leider habe ich das Spiel in nicht ganz einwandfreiem Zustand zu Ende erlebt, weil ich mir ein kleines Trinkspiel zur Unflexibilität bei Freistößen ausgedacht habe. Bei jedem Freistoß der von Behringer geschossen und irgendjemand anderen angetäuscht wurde, ein Bier. Anstrengend, aber am Ende stört einen nichts mehr am deutschen Spiel. :)

    Hier aber trotz allem mal meine Bewertungen.

    Nadine Angerer

    Durchschnittsleistung, besonders bei Standards nicht unbedingt nachzuahmendes Stellungspiel. (Kann sich zumindest einen Teil der Gegentore auf ihre Kappe schreiben.)

    Bianca Schmidt

    Lauffreudig, kämpferisch und körperlich voll auf der Höhe, sollte jedoch an der Paßgenauigkeit, Flanken und der Spieleröffnung arbeiten.

    Lena Goeßling

    Solide Leistung, aber ich denke mit etwas mehr Eingewöhnung auf dieser Position mit viel Potential.

    Saskia Bartusiak

    zusammen mit Babett Peter der Fels in der Brandung. Ihr ist eine deutliche Steigerung anzumerken und wenn sie auf diesen Niveau weiterspielt zurecht gesetzt. Mit ihrer Auswechslung ging die Sicherheit der Abwehr verloren. Meiner Meinung der Grundstein für nur das erreichte Remis.

    Annike Krahn

    Ihre Leistung hatte sich wohl zu Hause unter dem Bett versteckt.

    Babett Peter

    Vielleicht nicht ihre beste Leistung, aber immer noch mehr als solide. Darf man nur hoffen, das sie sich nicht irgendwann verletzt oder in ein Formtief fällt, weil sie zu ersetzen eine wirklich Herausforderung darstellen würde.

    Simone Laudehr

    Leider einige Fehlpäße, die nicht nur dem schlechten Platz geschuldet waren. Lief sich leider in der zweiten Halbzeit oft fest und wurde auch von ihren Mitspielerinnen allein gelassen. Wenn drei Spanierinnen auf Laudehr gehen, könnte sich vielleicht mal eine andere Mitspielerinnen als Anspielstation anbieten. Das war nicht der Fall und der Ball war weg. Ansonsten eine der besseren deutschen Spielerinnen auf dem Platz. Das Foul gegen sie am Ende der ersten Halbzeit, war meiner Meinung nach schon fast am Rande einer Tätlichkeit. Da hätte ich gerne die Wiederholung gesehen.

    Viola Odebrecht

    Solide, aber mit Luft nach oben. Für mich relativ unauffällig, hätte mir mehr Präsenz von ihr gewünscht. Ansonsten freue mich sehr, das sie zurück im deutschen Spiel ist.

    Lira Bajramaj

    Für mich die beste Spielerin auf dem Platz. Chapeau… wenn jetzt noch die Quote besser wird, dann darf man nicht mehr meckern.

    Célia Okoyino da Mbabi

    Glücklos, teils ideenlos und einfach zu spät ausgewechselt.

    Martina Müller

    Leider zu spät eingewechselt. Ein Knipser wie sie hätte schon ab der 60. Minute gut getan.

    Melanie Behringer

    Bitte, bitte laßt Mel nur noch die Hälfte der Freistöße schießen. Ich sags nochmal, ausrechenbarer kann man einen Spielzug nicht gestalten. Antäuschen, Mel schießt und meist ist es Laudehr die zum Kopfball kommt. Hätte sie Mitte der zweiten Hälfte für Maroszan ausgewechselt.

    Alexandra Popp

    Kampfschwein. Überall zu finden. Etwas glücklos, vor allem das die spanische Torhüterin noch den Fuß an ihren Kopfball bekommt. Ist und bleibt aber definitiv die Zukunft des deutschen Sturms.

    Ganz allgemein sehe ich im Gegensatz zu vielen anderen dieses Spiel als durchaus positiv an. Es funktioniert noch nicht alles. Aber der Weg führt nach oben.

  • waiiy sagt:

    @Andi: Sehr gute Spielidee! Wenn Du das bei Fehlpässen von ihr genauso machst, erlebst Du die Halbzeitpause nicht mehr und kannst keine Noten mehr vergeben… ;-)

    waiiy

  • Guido sagt:

    Erst mal Respekt vor den Spanierinnen. Sie haben gestern alles gegeben, auch in einer eigentlich aussichtslosen Situation an sich geglaubt und dann atatsächlich den Last-Minute-Ausgleich erzwungen. Das könnte für sie wichtig werden. Ich glaube zwar nicht daran, dass Spanien die Gruppe gewinnen kann, aber sie haben jetzt allerbeste Chancen auf den zweiten Platz. Vielleicht schaffen sie es sogar, als bester Zweitplatzierter die Relegation zu umgehen und sich direkt zu qualifizieren. Insoweit war das gestern mehr als ein Prestige-Erfolg für sie.

    Warum ich nicht glaube, dass Spanien die Gruppe gewinnt:

    a) Der Punkt war verdient, aber dennoch glücklich: Aus 1,5 Chancen machen sie Spanierinnen 2 Tore, die Deutschen vergeben dagegen ihre Hochkaräter reihenweise oder werden zurückgepfiffen. So läuft das aber nicht immer.

    b) Die Spanierinnen haben alles aus sich herausgeholt; bei der DFB-Elf war in Halbzeit 2 sehr viel Luft nach oben. Ob die deutschen Spielerinnen angesichts der vermeintlich sicheren Führung gedanklich schon bei den Hammer-Spielen des nächsten Bundesliga-Spieltags waren? Das höhere Potenzial hat aber eindeutig die DFB-Elf.

    c) Der Acker, auf dem gespielt wurde, kam den kämpfenden Spanierinnen mehr entgegen als den von ihren Kombinationen lebenden Deutschen.

    Ertaulichste Erkenntnis aus diesem Spiel: Fatmire Bajramaj kann auch defensiv richtig gut spielen.

    Am wenigsten erstauliche Erkenntis: Auch dieses Mal wirkten die Umstellungen und Wechsel von Silvia Neid von außen nicht gerade glücklich.

  • waiiy sagt:

    @Guido:

    Du hast geschrieben: “Ertaulichste Erkenntnis aus diesem Spiel: Fatmire Bajramaj kann auch defensiv richtig gut spielen.”

    Das kennt man schon aus den letzten 2 Jahren aus dem Karli in Potsdam. Es bleibt zu hoffen, dass sie jetzt wirklich in der N11 ankommt und dort dann auch so bestimmend werden kann, wie sie es ja auch in Frankfurt zeigt.

    waiiy

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Viel Respekt nötigten mir die Spanierinnen keineswegs ab, da mir generell ihre Theatralik inkl. Forderns von gelben Karten und unfaire Spielweise (die Knöchel und Hacken unserer Mädels wurden sehr zielgerichtet “massiert”!) tierisch auf den S**k ging! Sie wurden auch sowas von stark gemacht und begünstigt durch Schiri-Entscheidungen, was auch nicht normal war. Und, mich würde es nicht wundern, wenn Peter für das BL-Spiel gegen den FCR verletzt ausfällt. Wer binnen weniger Minuten 2x so getreten wird und schmerzverzerrten Gesichts vom Platz muss, da braucht´s schon ein Wunder!
    Allerdings frage ich mich, weshalb nach der U17 jetzt auch die A zwei so desolat unterschiedliche Halbzeiten gegen die Spanerinnen abliefern, förmlich einbrechen und Spiele vergeigen? Man könnte über diese Spiele eine Schablone legen.

  • Sheldon sagt:

    Erst einmal nochmal an dieser Stelle Chapeau an Spanien! Sie haben gestern so ziemlich alles richtig gemacht: 100% Effektivität, hinten immer gut gestört und sie wussten, wie man die Schiedsrichterin auf seine Seite holt.
    Außerdem hatten sie die Zuschauer im Rücken, die sich wirklich mal ehrwürdig erwiesen haben und ihrem Team zu 100% den Rücken gestärkt haben!

    Ansonsten würde ich nach Lesen der Kommentare gerne hier noch einmal eine Abschlussfassung des deutschen Spiels geben:

    1. Ich sehe zur Zeit Saskia Bartusiak als unverzichtbar an in der Abwehr, sie war bei allen Defensivaktionen der Dreh- und Angelpunkt. Was passiert, wenn sie ausgewechselt wird, sah man!

    2. Einige Spielerinnen haben sich gestern nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Zu nennen wären da Bianca Schmidt, die mir viel zu offensiv war, was sie vielleicht in Potsdam als Mittelfeldspielerin machen kann, aber nicht in der N11, und insbesondere Melanie Behringer, die gestern vor allem durch hartes körperliches Einsteigen und hohe Fehlpassquoten auffiel. Ihr Platz könnte sehr gefährdet werden, je nachdem, wie Neid in Zukunft spielen lässt! Zu Annike Krahn muss man nix weiter sagen…

    3. Unverzichtbar, und da muss ich mich nun einmal wirklich in aller Form beim User “wrack” entschuldigen, ist zur Zeit, auch wenn sie gestern schlecht gespielt hat, unsere gute Celia Okoyino da Mbabi!!! Sie schafft die Räume, die Bajramaj nutzen kann!
    Sie sollte gesetzt sein, wenn Bajramaj spielt, denn die beiden harmonieren gut zusammen und haben gestern allein 4-5 Torchancen im Alleingang herausgespielt!

    4. Damit verbunden das Rotationsprinzip: Es hat meiner Ansicht schon sehr gut geklappt. So wechselt Bajramaj immer mal wieder die Seiten, Popp und Celia wechselten sich im Sturmzentrum ab und am Ende spielten sie schon als Dreierkette (Popp rechts, Celia Mitte und Bajramaj links). Klar, es funktioniert noch nicht ganz, weil insbesondere Popp in einem solchen System noch nie zuvor gespielt hat und erst einmal ihre neuen Freiheiten in der Rotation kennenlernen und auch das Gespür für die Laufwege entwickeln muss. Für Bajramaj ist das, wie man gestern sah, einfach das ideale Spielsystem, weil sie nunmal 2 Jahre in diesem gespielt hat und das durch und durch verinnerlicht hat. Und auch Celia kennt es, zwar etwas starrer, aber ganz ähnlich aus Bad Neuenahr.
    Klar muss das noch zusammenwachsen, aber es scheint mir die beste Alternative zu sein.

    Außerdem bringt es einen riesigen Vorteil mit sich: Dahinter ergäbe sich dann eine Dreierkette, Behringer-Odebrecht-Laudehr oder Kulig-Odebrecht-Laudehr, in der Laudehr ein bisschen mehr Freiheiten auf der rechten Seite bekommt, was ihr mE besser liegt als diese zentrale Position.

    5. Insgesamt muss man ehrlich sagen, Deutschland hat es sich glaub ich in der 1. Halbzeit selbst zuzuschreiben gehabt, dass die Schiedsrichterin auf Seiten der Spanierinnen zu sein schien. Letztlich hätte sie nämlich in der 1. Halbzeit sowohl Behringer und Popp für ihr teils überhartes Einsteigen mindestens verwarnen müssen. Da müssen die Deutschen einfach mal ein bisschen gelassener sein und auch ein wenig fairer spielen. Gerade Behringer macht sich mit diesem Spielstil gegen körperlich unterlegene Mannschaften sehr schnell bei Schiedsrichterinnen unbeliebt!

    Allgemein würde ich diese Aufstellung in Zukunft befürworten:
    Angerer – Peter, Goeßling, Bartusiak, Faißt – Laudehr, Odebrecht, Maroszan/Kulig – Bajramaj, Celia, Popp

    Hinten stabil, vorne kreativ!

  • Andi sagt:

    @waiiy

    tja… bei schlechter Spielqualität sicherlich kein Schaden. Aber ohne Schmäh… mir will einfach nicht in den Kopf, das man diese Standardvariante sowas von stoisch seit nun mehr über 3 Jahren durchzieht. Es wird doch wohl noch von Mel unabhängige Standards geben?

  • waiiy sagt:

    @Andi: Sieh’s positiv. Lira “darf” jetzt schon ein paar Ecken schießen. :-)

    Ich bin mir sicher, dass Linksfuß Babett Peter die Standards für Linksfüßer besser hinkriegt. Aber wo sollte man dann Melanie bei einer Ecke sonst hinstellen? ;-)

    waiiy

  • labrys sagt:

    Ich will kurz mal was festhalten: Das erste Mal seit zig Jahren bedauert man, das “Super-Sassi” ausgewechselt wurde. Nanu, wollte man sie nicht schon lange aus der IV haben? Nach Spielen wurde hier oder im Forum auf sie “eingeprügelt”, sie war der Schreck in der Abwehr…ich wollte es nur mal so erwähnen….

  • karl sagt:

    @Sheldon: Bravo, volle Zustimmung …

  • Sheldon sagt:

    @labrys: Das haben wir auch nicht vergessen und die Kritik war berechtigt. Doch Saskia hat in den letzten 4 Monaten seit der WM in der N11 eine derartige Leistungsexplosion hingelegt, die hier niemand für möglich gehalten hätte. Bereits bei dem Spiel gegen Schweden war sie nicht wiederzuerkennen. Selbst die schwierigsten Pässe kommen an, sowohl im Kopfballspiel als auch am Boden eine Eins!
    Und im Gegensatz zu Goeßling oder Krahn schlägt sie die Bälle nicht einfach hinten raus, sondern spielt immer den sicheren Pass, sofern möglich!
    Und ich habe seit der WM gerade mal eine fahrlässige Aktion gesehen, die zum 1:3 für die Schweiz geführt hat. Ansonsten weder einen groben Schnitzer noch ein schwerwiegender Stellungsfehler!

    So muss eine Abwehrchefin spielen, die sie seit der Herausnahme von Krahn aus der Startelf auch definitiv ist!

  • Johnny Mo sagt:

    @Sheldon:

    … bei 2 Punkten in der Aufstellung muss ich dir widersprechen: Faißt sah zuletzt vielleicht glücklicher aus als Schmidt, aber defensiv ist letztere def. besser und über das Lauf- und Sprintvermögen müssen wir denke ich gar nicht sprechen…Mir haben ihre letzten Auftritte auch nicht vollends gefallen, aber ich denke sie wird sich steigern…

    Celia war für mich (nach der Herausnahme von Bartusiak, den gesteigerten, tw. unfairen Einsatz der Spanierinnen, der wirklich indiskutablen Schiedrichterleistung – siehe das aberkannte völlig reguläre Tor von Celia) zumindest ein kleiner Grund für das Unentschieden – vielleicht auch bedingt durch die Fehlentscheidung beim Tor versiebte sie danach 2 Super Chancen – ich behaupte Popp ist in diesen situationen kaltschnäuziger.

    Ich sehe Celia wie Mario Gomez. Beide absolut gefühlsabhängig. Wenns läuft, auch aufgrund technischer Fähigkeiten für mehrere Tore pro Spiel gut, wenns schlecht läuft ist schon die Tinte für den Namen auf dem Spielberichtsbogen zu schade. Und Celia ist zumindest weit von ihrer Bestform entfernt, sonst wäre das Spiel auch nicht 2:2 ausgegangen…

  • Sheldon sagt:

    @Johnny Mo: Sehe eher Popp wie Gomez, aber naja…
    Und Gomez, nun, er ist für Bayern unverzichtbar geworden!

    Nun, diese Aufstellung ist auch nicht verbindlich für das nächste Spiel oder so. Das ist nur die langfristige Entwicklung. Und Celia und Bajramaj hätten gestern das Spiel im Alleingang entscheiden können!

    Nun, ich denke, Faißt ist defensiv besser. Schmidt sorgt zwar auf Außen für Wind, aber oft ist es in der N11 nur laue Luft und hinten fehlt sie dann. Gestern liefen einige gefährliche Angriffe über ihre Seite, insbesondere auch der, der am Ende zum 2:1 geführt hat! (Der Angriff, aus dem die Ecke resultierte)!
    Habe gestern kaum einen Defensivzweikampf von ihr gesehen, da hat sogar Bajramaj mehr hinten gearbeitet!
    Und Peter ist auf rechts besser aufgehoben, da hat sie Platz zu Lira hin!

  • P.Enalty sagt:

    @Doc: Ich denke schon, dass Marozsan Führungsqualitäten besitzt. Klar, ist sie in der Nationalmannschaft noch etwas zurückhaltender, aber was will man nach 3 Länderspielen auch erwarten? In Frankfurt jedenfalls war sie meiner Meinung nach in den letzten zwei vielleicht wichtigsten Spielen (DFB-Pokal Finale, Spiel diese Saison gegen Potsdam) für mich die beste Frankfurterin auf dem Platz… und auch wenn sie aufgrund ihres noch jungen Alters natürlich auch schwächere Spiele dabei hat, gerade in diesen so wichtigen Partien zeigt sich doch, wer eine Mannschaft führen und das Heft in die Hand nehmen kann.

    Noch etwas zur Leistung unserer Abwehr: Ich kann einfach nicht verstehen, wie sich zwei Abwehrspielerinnen beim Stand von 2:1, 5 Minuten vor Schluss (okay, mit Nachspielzeit waren es vielleicht auch 8) siegessicher abklatschen können, ganz nach dem Motto: Gut, das haben wir auch geschafft, der DFB kann schon mal das Hotel für Schweden buchen!!! Dass dann noch der Ausgleich für die Spanierinnen gefallen ist, war wie Hohn in meinen Augen…

  • Jan sagt:

    “Ihr” 0:1 gegen Abby war wohl Saskias Feuertaufe. Da war noch nicht unbedingt abzusehen, ob sie solche vereinzelten groben Schnitzer würde abstellen können. Aber dass sie versiert und mit Übersicht zu spielen vermag, war schon damals zu sehen (und nicht erst seit 4 Monaten, Sheldon. Nur mochte ich nie was über sie schreiben, da sie vielen hier wie ein “rotes Tuch” schien.) Und kann ihr stetig souveräneres Spiel u.a. daran liegen, dass sie ihre Position offensichtlich liebgewonnen hat? :-)

  • Sheldon sagt:

    @Jan: Nun, Saskia mag in einigen Spielen auch vor der WM schon sehr gut gespielt haben. Auch bei der WM machte sie den souveräneren Eindruck!
    Doch: Wer sie vor der WM hat spielen sehen, der hat nicht umsonst die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen! In jedem Spiel dieses Jahr vor der WM von ihr, das ich gesehen habe, hat sie durchschnittlich einen großen Bock geschlagen! Und so etwas ist für eine Innenverteidigerin eine Katastrophe!

    @P.Enalty: Mag alles auf Maroszan zutreffen, aber sie soll erstmal was anbieten! Sie mag durchaus begabt sein, doch sie muss sich durchbeißen, wie jede andere Spielerin auch! Es gibt keine Vorschusslorbeeren mehr, denn Deutschland hat vorne jetzt eine Mannschaft, die sich gefunden hat und die man sich integrieren muss!
    Schließlich passt auch nicht jeder Spieler zu Barca oder zu Bayern, sondern halt nur bestimmte!

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