DFB-Elf feiert Rekordsieg gegen Kasachstan

Von am 19. November 2011 – 17.34 Uhr 70 Kommentare

Eine vor Spielfreude sprühende deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat mit dem höchsten Sieg der DFB-Geschichte gegen das überforderte Kasachstan die Tabellenführung in der Gruppe 2 der EM-Qualifikation übernommen.

Beim 17:0 (10:0)-Sieg vor 6 528 Zuschauern in Wiesbaden spielte die DFB-Elf den Gegner von der ersten Minute an die Wand. Célia Okoyino da Mbabi (3., 10., 14., 16.), Alexandra Popp (5., 11., 31., 59.), Simone Laudehr (23., 41.), Melanie Behringer (36.), Fatmire Bajramaj (51.), Babett Peter (62., 65., 89.) und Martina Müller (74., 85.) erzielten die Treffer.

Highlights der Partie anschauen

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Vier Wechsel in der Startformation
Bundestrainerin Silvia nahm gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Schweden gleich vier Änderungen in ihrer Anfangsformation vor: Neben der verletzten Inka Grings und der nicht nominierten Linda Bresonik mussten überraschend auch Annike Krahn und Bianca Schmidt auf der Bank Platz nehmen, dafür standen Rückkehrerin Babett Peter, Viola Odebrecht, Célia Okoyino da Mbabi und Alexandra Popp in der offensiv ausgerichteten Startelf.

Frühe Führung
Schon nach 47 Sekunden gab Melanie Behringer mit einem 16-Schuss-Meter-Schuss, der nur knapp sein Ziel verfehlte, die Marschroute vor. Und nach schöner Vorarbeit von Simone Laudehr und Kopfballvorlage von Fatmire Bajramaj brachte Da Mbabi aus sechs Metern die DFB-Elf früh in Führung (3.).

Die deutschen Spielerinnen setzten die taktischen Vorgaben perfekt um, hielten das Tempo hoch, schafften Überzahl am Flügel und bewegten sich viel. Popp belohnte ihr Team aus kurzer Distanz mit dem 2:0 (5.), einen Behringer-Pass hatte Da Mbabi geschickt durchgelassen.

Célia Okoyino da Mbabi

Célia Okoyino da Mbabi bejubelt einen ihrer Treffer © Nora Kruse / ff-archiv.de

Da Mbabi glänzt
Der Gegner war bereits in der Anfangsphase überfordert, ließ den deutschen Spielerinnen zu viel Platz und fing sich prompt den dritten Gegentreffer ein, als Da Mbabi zentral aus fünf Metern seelenruhig den Ball einschieben konnte (10.), wieder kam der Pass von Behringer – das dritte Tor über die linke Seite.

Erneut Popp per Kopfball (11.) und zwei weitere Tore  von Da Mbabi (14., 16.) schrauben das Ergebnis schnell in die Höhe. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Kasachinnen passte Babett Peter nicht auf, Yulia Myasnikova entwischte in ihrem Rücken und sorgte für die einzige hochkarätige Chance, doch den Schuss aus fünf Metern lenkte die sonst kaum beschäftigte Nadine Angerer über das Tor (20.).

Zweistellige Halbzeitführung
Doch es war nur ein kurzes Durchschnaufen, denn die DFB-Elf legte rasch weitere Treffer nach. Laudehr per Kopf (23.), Popp aus kurzer Distanz (31.) und Behringer per sicher verwandeltem Handelfmeter (36.) bauten die Führung aus, ehe es Laudehr vorbehalten war, mit ihrem zweiten Treffer das Ergebnis zweistellig zu gestalten (41.) – das 10:0 war auch der Halbzeitstand. Mit Anja Mittag für Behringer ging es in die zweite Halbzeit, in der die Konzentration der deutschen Spielerinnen zwar ein wenig nachließ, doch das Tore schießen vergaß die Elf dennoch nicht.

Rekord geknackt
Bajramaj mit schönem Heber (51.) und Popp (59.) machten das halbe Dutzend voll. Peter sorgte nur kurz darauf dafür, dass der 13:0-Rekordsieg aus dem Jahr 2003 gegen Portugal eingestellt wurde (63.).  Und die Verteidigerin des 1. FFC Turbine Potsdam legte gleich noch einmal nach und sorgte somit bereits jetzt für einen historischen Zwischenstand (65.). Da ließ sich auch die eingewechselte Martina Müller nicht lumpen, die mit einem Schuss aus spitzem Winkel traf (74.) und sich ein weiteres Mal in die Torschützinnenliste eintrug (85.). Peter setzte mit einem der schönsten Treffer des Tages mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in die lange Ecke den Schlusspunkt (89.). Und nur der Pfosten verhinderte, dass Bajramaj das 18:0 erzielte (90.).

Deutschland – Kasachstan 17:0 (10:0)

Deutschland: Angerer, Peter, Bartusiak, Goeßling, Faißt, Odebrecht, Laudehr, Bajramaj, Okoyino da Mbabi (70. Marozsan), Behringer (46. Mittag), Popp (70. Müller)

Kasachstan: Schelenjak, Idiatulina, Aljakina, Scholschijewa (79. Schanacajeba), Li (46. Birwagen), Bissembajewa, Iwanowa, Mijasinkowa, Kirgisbajewa, Krassjukowa, Karibajewa

Tore: 1:0 Da Mbabi (3.) 2:0 Popp (5.), 3:0 Da Mbabi (10.), 4:0 Popp (11.), 5:0 Da Mbabi (14.), 6:0 Da Mbabi (16.), 7:0 Laudehr (23.), 8:0 Popp (31.), 9:0 Behringer (36. Handelfmeter), 10:0 Laudehr (41.), 11:0 Bajramaj (51.), 12:0 Popp (59.), 13:0 Peter (62.), 14:0 Peter (65.), 15:0 Müller (74.), 16:0 Müller (85.), 17:0 Peter (89.)

Zuschauer: 6 528

Schiedsrichterin: Carina Susanne Vitulano (Italien)

Gelbe Karten: Keine

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

70 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    17:0, Respekt!

    Heute gehts mal mit den Noten ganz schnell:

    Angerer (2,5) – Peter (1,5), Goeßling (2), Bartusiak (1,5), Faißt (1,5) – Laudehr (1), Odebrecht (1,5) – Bajramaj (2), da Mbabi (1), Behringer (1) – Popp (1)

    Mittag (3,5)
    Maroszan und Müller ohne Wertung

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  • Babett sagt:

    Super Spiel von Babett Peter! Auch wenn sie als Außenverteidigerin 3 Tore macht, warte ich immer noch drauf, dass sie endlich in der Innenverteidigung spielt. Sie ist nunmal die beste Abwehrspielerin!

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  • Paul sagt:

    Man hätte jede Kasachin durch ein Hütchen ersetzen können, da war gar keine Bewegung im Spiel, weder ein Zweikampfverhalten, geschweige noch eine schnelle Spielerin auf den Platz unsere Mädels hatten ein fantastische Trainingspiel. (an ihre Leistungsgrenze musste nicht sine gehen)

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  • Lusankya sagt:

    Ich hätte ja nicht gedacht, dass selbst die Frauen nochmal den Uraltrekord der Männer (16:0 gegen Russland 1912) knacken können.
    Mal sehen wie das Heimspiel gegen die Türkei wird, die sind ja anscheinend noch schlechter als Kasachstan.

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  • Detlef sagt:

    Auch wenn der Gegner extrem schwach war, konnte sich die DFB-Elf zumindest etwas Selbstvertrauen zurückholen!!!
    Die Kasachinnen mußten heute bitteres Lehrgeld zahlen!!!
    Eine Bewertung verbietet sich gegen diesen Gegner eigentlich von allein!!!
    Gegen die Spanierinnen wird es deutlich schwieriger, und dann wird sicherlich auch die Defensive gefordert sein!!!

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  • wrack sagt:

    That’s Entertainment. Training für das Spiel gegen Spanien und ein dankbarer wie auch wunderbarer Wiedereinstieg von Celia nach längerer Pause. Hat sie gut gemacht. Haben sie ale gut gemacht. Aber die Milchmädchenrechnung der Reporterin – Kasachstan – Spanien 0:4 und Deutschland- Kasachstan 17:0 = Deutschland schlägt Spanien locker – hat sie hoffentlich selbst nicht ernst genommen.

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  • sodalith7 sagt:

    Endlich wird die Abwehr umgestellt!!!
    Peter – Bartusiak – Goeßling – Faißt. Das ist ein Anfang.
    Für mich gehört Peter auch in die IV und Schmidt wäre eine Option für die rechte Seite, aber immerhin wurde Krahn mal draußen gelassen.

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  • Paul sagt:

    Krahn hätte heute auch gut ausgesehen, denn keine Spielerin ist so richtig gefordert wurden. Das posetive aber ist,es bestand die Möglichkeit unter Wettkampfbedingen die Vorgaben der Trainerin umzusetzen.
    Wenn wir jetz noch in der Lage sind ein Spiel unter einen druckvollen Gegner gleichfalls aufzuziehen.. Dann ist die Trainerin und das Team auf den richtigen weg.

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  • XQSILKE sagt:

    Der Auftritt der Kasachinnen war mehr als peinlich. Hier irgendwelche Bewertungen anzusetzen finde ich echt unpassend, denn hier war eine Mannschaft Gegner, die höchstens viertklassiges Niveau besitzt. Solche Teams sind eine Schande für den FF.

    […]

    Alles in allem sollte die BRD jetzt nicht die Bodenhaftung verlieren.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • sodalith7 sagt:

    @ Paul: „Wir“ befinden uns im Neuaufbau. Wenn nicht jetzt, wann soll den Frau Neid Änderungen vornehmen. Die Abwehr war in der Defensive wenig gefordert, das ist richtig. Aber es ist doch ungemein wichtig, dass sich die Abwehr-Spielerinnen auch ins Offensiv-Spiel miteinbrinden und das ist nun mal DER Schwachpunkt bei Krahn. Mal ganz abgesehen davon, dass sich die neue Vierer-Abwehr-Kette einspielen muss.
    Die Art und Weise wie die MANNSCHAFT heute aufgetreten ist, war sehr überzeugend.
    Und auch wenn der Gegner nicht wirklich stark war, muss man erstmal 17 Tore schießen.

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  • Detlef sagt:

    @XQSILKE,
    Den Begriff „Schande“ finde ich hier deplatziert!!!
    Kasachstan ist erst am Beginn der Entwicklung des FF!!!
    800 gegen 1000000, das Reservoir an Spielerinnen könnte unterschiedlicher nicht sein!!!

    Wie sollen sich die kasachischen Kickerinnen denn verbessern, wenn nicht gegen die besten Spielerinnen Europas???

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  • Paul sagt:

    sodalith7@ ich bitte dich , bei ordentlicher Konzentration waren noch mehr Tore drin . Es sind einige Chancen vergeben wurden.

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  • XQSILKE sagt:

    @Detlef. Leider wurde mein Kommentar zensiert, wahrscheinlich, weil die Verantwortlichen irgendwelchen rechtsextremen Hintergrund vermuten. Zu Unrecht, ich meine es sportlich. Auf alle Fälle wird dadurch der Kommentar so entstellt, dass ich mich mit dem, was jetzt hier veröffentlicht wird, absolut nicht mehr identifizieren kann. Das übrigens nicht zum ersten Mal. Bei solch einer Zensur sollten die Zensoren doch die Verfasser kontaktieren, ob die Ergebnis, was nach der Zensur rauskommt, mittragen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @XQSILKE: Den Vorwurf, Deinen Kommentar sinnentstellend editiert zu haben, weisen wir entschieden zurück. Gerne löschen wir Deinen ursprünglichen Kommentar aber komplett, wenn das bevorzugt wird, ein kurzer Hinweis genügt.

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  • Michele sagt:

    Also, heute muss man der ganzen Mannschaft mal ein Kompliment machen. Sehr überzeugend heute war für mich das Spiel über die Aussenbahnen. Behringer und Bajramaj haben das wirklich sehr gut gemacht. Faißt und Peter haben sich auch immer wieder sehr gefährlich mit nach vorne eingeschaltet. Der Wechsel zur Pause, als Mittag für Behringer kam, war auch sehr gut. Mel wird am Donnerstag bestimmt wieder anfangen, da konnte sie sich schon ein bisschen schonen. Wer mir besonders gut gefallen hat heute, war Viola Odebrecht. Warum war diese Frau solange nicht dabei? Die macht wenigstens ihren Mund auf und führt ihre Mitspielerinnen. Auch wenn Kasachstan wirklich schlecht war, muss man erst mal 17 Tore schiessen. Wenn die Mannschaft am Donnerstag genauso weiterspielt, können wir auch in Spanien gewinnen.

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  • Sheldon sagt:

    Nun gut, ich gebe dann mal den Meckerer vom Dienst.

    Mir sind heute doch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, wo es zum Teil noch an ein bisschen Abstimmung und Konzentration fehlt:

    Zunächst war die Abwehr heute ganz und gar nicht fehlerfrei, die Kasachinnen sind ein ums andere Mal auch gefährlich nach vorne gekommen. Deswegen bekommt Babett Peter von mir auch keine glatte 1, denn sie war an der einzigen echten Großchance Kasachstans schuld!
    Genauso hat Goeßling heute immer mal wieder auch einige Schwierigkeiten in der Abwehr gehabt und hatte ziemliches Glück, dass das ein oder andere Manöver dahinten nicht nach hinten losgegangen ist.

    Auch Viola im defensiven Mittelfeld kam in der ersten Halbzeit nicht so richtig in das Spiel rein, von ihr erwarte ich mir einfach noch mehr. Sie stand immer mal wieder ungünstig zum Anspiel und ihre Pässe klappten noch nicht so, wie man es von ihr gewohnt ist. Allerdings ist das bei ihr anscheinend nur ne Konzentrationssache, da es in der 2. HZ viel besser klappte und sie schon einiges von ihrer Klasse erstrahlen lassen konnte.

    In der Offensive, muss ich leider sagen, ist mir Bajramaj ein wenig untergegangen unter dem herrlichen Zusammenspiel von Behringer, Celia und Popp. Ihr fehlt immer noch ein bisschen die Anbindung an das Spiel, sie wirkte da über die ganze Spielzeit hinweg immer mal wieder ziemlich alleingelassen auf ihrer Seite, wobei dies vor allem auch daher rührte, das Behringer einen exzellenten Tag erwischt hat und einfach sehr viel über links lief.

    Auch Mittag hat noch ordentlich zu tun, sie kam überhaupt nicht ins Spiel rein, hat zwar ihre Sache auf der linken Seite ganz anständig abgeliefert, aber ohne jegliche Durchschlagskraft. Sie fiel gerade bei dieser exzellenten Leistung aller anderen deutlich ab, was sehr schade ist.

    Wie man sieht, es gibt noch einige Baustellen. Insgesamt haben wir hier aber mit Sicherheit eine mögliche Elf 2013 gesehen, mit dieser Elf kann man weiterarbeiten. Gerade in der Offensive könnte sich mit Popp/Celia ein neues Traumduo bilden, im Mittelfeld mit Odebrecht und Laudehr eine Doppel-6, wo Kulig dann noch irgendwie eingebaut werden muss und die Abwehr gefällt mir so doch schon sehr viel besser. Ich muss auch sagen, dass Bartusiak mittlerweile eine sehr überzeugende Ausstrahlung auf mich hat, sie scheint sich erstaunlicherweise zu einer echten Führungsspielerin und Abwehrchefin heranzuarbeiten!

    Meine Aufstellung fürs nächste Jahr: Angerer – Peter, Bartusiak, Goeßling, Faißt/Schmidt – Laudehr, Odebrecht, Kulig – Bajramaj/Behringer, Popp, Celia

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  • Krissi sagt:

    Toll! Habe zwar „nur“ bis zum 11:0 kucken können – aber wenn nicht dieses Spiel, welches soll dann unserer Mannschaft Selbstvertrauen geben??? 😉 Nur, trotz aller Leistung muss man aber doch eingestehen, dass (in den ca. 50 Minuten, die ich gesehen habe,) Kasachstan 2 wirklich gute Chancen hatte! Hier heisst es mal wieder: trotz allem nicht die Konzentration verlieren! Aber insgesamt ein supertolles Spiel unserer Mannschaft – hoffentlich können wir (leistungsmäßig, nicht von der Anzahl der Tore her – das wäre vermessen!) – gegen ebenbürtige Gegner auch wieder so eine, tolle, geschlossene Mannschaftsleistung sehen. 😉 😉

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  • fisch sagt:

    @sheldon
    Um den Vergleich Behringer(Note 1) zu Mittag (3,5) mal etwas zu
    objektivieren schlage ich vor, Du schaust Dir das Spiel nochmal an und vergleichst bei beiden:
    -Anzahl Ballkontakte, gewonnene Zweikämpfe, Torvorlagen, Fehlabspiele, Torschüsse.
    Ich denke, dann kommst Du zu einem anderen Ergebnis.

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  • Michele sagt:

    @Fisch
    Wie viele Tore hat Anja den aufgelegt? Um ehrlich zu sein fällt mir kein einziges ein. Mel hat drei Tore aufgelegt und eines geschossen. Hat Anja mehr als einmal auf das Tor geschossen? Ich würde Mel für die erste Halbzeit die Note 2 geben, Anja für die zweite die 3. Sowohl Mel, als auch Anja hatten natürlich auch Fehlpässe dabei.

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  • wrack sagt:

    Ich glaube, das Verteilen von Kopfnoten wird dem Spiel nicht gerecht, auch was gerade die Eingewechselten betrifft. Die zweite Halbzeit stand doch schon unter dem Zeichen des hohen Vorsprungs, die Konzentration ließ nach, was man an den vergebenen Chancen sehen kann.
    Ein Spieler ist zu einem gewissen Prozentsatz abhängig davon, wie die anderen spielen. Aus dieser Sicht fand ich z.B. den kurzen Einsatz von Anja gegen Schweden aussagekräftiger als ihren Einsatz beim gestrigen Spiel. Gestern konnten sich eigentlich nur Spieler hervortun, „abstinken“ konnte man eigentlich nicht.
    Apropos hervortun: Martina Müller hat das getan. Ich fand gerade ihr Tor aus sehr spitzem Winkel beeindruckend.

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  • jochen-or sagt:

    Objektiv betrachtet war dieses Spiel bei diesem Gegner ein „Muster ohne jeglichen Wert“.
    Da konntest du blind und dennoch erfolgreich den Ball hoch in den Strafraum schlagen, weil jede deutsche Spielerin höher als die Gegnerin springen konnte. Ähnlich leicht konntest du deine direkte Gegnerin überspielen.
    Eigentlich schon schlimm genug, dass man an so einem Gegner sein Selbstbewußtsein aufbauen muss.
    Dies soll keine Meckerei, sondern nur eine Feststellung sein.
    Spanien wird zeigen, wo die Mannschaft, die jedenfalls ordentliches Potential für die Zukunft haben sollte, derzeit wirklich steht.
    Interessant auch, dass laut Moderator Neid Viola Odebrecht auch deshalb berufen haben soll, weil sie Ecken und Kanten hat, also eine der vermissten „Persönlichkeiten“ sei. Das wäre dann wirklich eine kluge Entscheidung – abgesehen von dem Schmusekurs mit Potsdam, auf den sie nunmehr offensichtlich geht.
    Selbst auf der Ersatzbank dürfte Viola in der aktuellen Konstellation für die Mannschaft sehr nützlich sein.

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  • Paul sagt:

    Was ihr euch um die Benotung für Gedanken macht.
    Bei diesem Spiel/Gegner kann keiner schlechter wie zwei sein.
    Jede Spielerin hatte bei allen ihren Aktion genug Raum und auch Platz ein Spiel aufzubauen.(Zweikampf des Gegners).
    Was ihr abziehen könnt sind die Fehlpässe ohne Bedrängnis.
    Aber wie sagt man so schön, da fehlte eben mal die Konzentration. 🙂

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  • Hullu poro sagt:

    Ich frage mich, was diese Spiele wirklich bringen. Für Deutschland brachte die Partie nichts und für Kasachstan erst recht nichts. Vielleicht sollte die Vorqualifikation etwas ausgeweitet werden. Solche absurden Ergebnisse schaden dem FF.

    Ach ja, Saskia Bartusiak zeigte gestern eine ordentliche Leistung. Lag wahrscheinlich daran, dass sie nicht gefordert wurde.

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  • hanah sagt:

    Gegen spanien gewinnen wir auch 😉 Am besten gefielen mir Bajramaj und Behringer, Popp;) Bei cecilia ( ich hoffe die wird so geschrieben ) waren die tore toll, aber sonst ist sie mir kaum aufgefallen!!!!!!!! Kasachstan ist aber auch ein gegner gegen den man locker so hoch gewinnen kann also sollte man jetzt nicht denken man wäre der könig der welt 😉

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  • Detlef sagt:

    @Hulloporo,
    Für Deutschland war das der ideale Aufbaugegner, wo man sich etwas Selbstvertrauen holen konnte!!!
    Natürlich wird schon Spanien ein viel härterer Brocken werden.

    Die Kasachinnen sind noch im Aufbau, und müssen lernen!!!
    Taktik, Athletik, Zweikampfverhalten, all das bekamen sie gestern live und in Farbe vorgeführt!!!
    Der kasachische Trainer wird es jetzt etwas leichter haben, denn wenn er seinen Mädels nun etwas erklären möchte, braucht er nur zu sagen; „…so wie die Deutschen es gezeigt haben“!!!

    Also soviel zum Thema, wo der Sinn in solchen Spielen liegt!!!
    Als Anfänger orientiere ich mich doch an denen, die besser sind als ich, und nicht an denen, die auch keinen Blassen haben!!!
    Das ist ja auch bei den Herren so, wenn zB Malta oder die Färröer-Inseln auf Deutschland treffen!!!

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  • wrack sagt:

    @ hanah : Ihr Name ist Celia Okoyino da Mbabi. Und sie hat in ihren 70 Spielminuten nicht nur vier Tore geschossen, drei Kopfbälle neben das Tor gesetzt, einen Ball für ein weiteres Tor durchgesteckt, sie hat z.B. auch beim 2:0 von Alex Popp den Ball zur Torschützin durchgelassen – da wollte sie gar nicht gesehen werden 😉

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke schon, dass die Verteilung von Noten Sinn hat, auch bei diesem Spiel. Und ich finde auch nicht, dass sie in irgendeiner Weise zu korrigieren sind.

    Bei so einem Spiel kannst du sehen, wer mit welcher Einstellung und Konzentration zu Werke geht, wer auch einen solchen Gegner ernst nimmt und sich zeigen will.
    Es gibt noch einiges, was man durchaus ankreiden kann: Es wurden trotz der 17 Tore noch einfachste Torchancen vergeben, es gab noch zu häufig Fehlpässe, man war gegen den ein oder anderen Konter immer wieder anfällig und vor dem Tor kam der letzte Pass doch noch nicht mit der letzten Konsequenz.

    Einige Spielerinnen waren mir einfach nicht von der Konzentration her da, wo sie es sein müssen, um in der nominell zweitbesten Mannschaft der Welt zu spielen.
    Das Spiel hat nach der Halbzeit einen Knacks bekommen, gerade durch den Wechsel. Über die linke Seite gab es kaum eine gute Aktion, Mittag stand viel zu defensiv für dieses Spiel, man fand sie zum Teil im defensiven Mittelfeld wieder, während Faißt sich auf der linken Seite in einer Tour die Haken ablief.
    Goeßling hatte noch nicht die Souveränität im Zweikampfverhalten und spielte teils sehr riskante Bälle.
    Bajramaj auf der rechten Seite hat nicht annähernd soviel bewegt wie Behringer drüben, der Ball war in der 1. HZ selten bei ihr. Bei ihrer Klasse erwartet man nunmal mehr. Außerdem sind ihr viele Bälle versprungen, sie vergab die ein oder andere Torchance leichtfertig und agierte für ihre Verhältnisse recht glücklos.

    Lasst euch bitte nicht von dem Ergebnis täuschen, Deutschland hätte gestern aus fast jeder Position schießen können und der Ball wäre wohl drin gewesen. Dafür ist 17:0 noch verhältnismäßig milde, da hätten gut und gerne 25-30 Tore fallen können, wenn man das Ding bis ins Letzte konsequent und gnadenlos runtergespielt hätte.

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  • Lusankya sagt:

    Sheldon, irgendwie scheinst du nicht zu verstehen, dass im Fußball immer und gegen jeden Gegner Fehlpässe gespielt und große Torchancen vergeben werden. Selbst der FC Barcelona hat in jedem Spiel Fehlpässe und vergibt Torchancen und zwar auch, wenn sie im Pokal gegen einen Viertligisten antreten.

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  • Krissi sagt:

    Also ich meine, dass wenn man intensiv nach Fehlern sucht, man auch immer welche findet 🙁 Ich denke, wir sollten das Ergebnis einfach mal so im Raume stehen lassen – denn was dieses Spiel und Ergebnis wert waren, werden wir ja dann am Donnerstag sehen 😉 Wobei: Wenn die Mädels wieder hochkonzentriert zu Werke gehen, dann sollte meiner Meinung nach auch ein Sieg in Spanien drin sein! 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Lusankya: Vergleiche mal bitte das Spiel von den deutschen Männern gegen Vizeweltmeister Niederlande am Mittwoch und das Spiel gegen Kasachstan von den deutschen Frauen gestern.
    Ich sehe da kaum einen Unterschied in der Leistung, doch das Niveau des Gegners ist signifikant unterschiedlich.
    Ich sage auch nicht, dass das sein muss, aber wer ne 1 haben will, muss dafür auch etwas leisten!
    Und es ist möglich, dass man ein fehlerloses Spiel abliefert (zumal das gestern nicht mal die Defensivleistung eines Kreisligisten war)!

    @Krissi: Genau das ist ja das Problem: Nicht alle waren gestern bei 100% Konzentration, bei einigen fehlen da immer noch 5-10%. Und man darf ja wohl Ansprüche haben bei dem Potential der Mannschaft („Wem viel gegeben ist, von dem wird man auch viel fordern“).

    Ich will nicht irgendeine deutsche Mannschaft haben, die zufällig den EM-Titel holt, sondern ich will die bestmögliche deutsche Mannschaft haben. Und wir haben in Deutschland das Potential, auch gegen Mannschaften wie Schweden, Brasilien oder USA wie Barca bei den Männern zu spielen, mit derselben Dominanz wie gegen Mannschaften wie Kasachstan. Es muss doch nicht nur die Männermannschaft glänzen, das dürfte doch auch bei den Frauen möglich sein, oder?!

    Von daher war das gestern von vielen eine 1A-Leistung, schließlich waren 8 Spielerinnen im 1er-Bereich (Angerer mit ihrer 2,5 mal ausgenommen, das ist ihrer mangelnden Beschäftigung geschuldet)!
    Aber die ein oder andere muss noch die 3-5% aufholen und die Aufgabe der Wiedergutmachung auch einsatztechnisch annehmen!

    Sie haben jetzt 2 Jahre Zeit, den Glanz, den sie den Tausenden von Fans bei der WM verwehrt haben, nachzuholen!

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  • Paul sagt:

    Du musst kein Vergleich zu einen Männerspiel suchen , wie sah es im Spiel Deutschland gegen Schweden aus, da wurden die Spielerinnen mächtig kritisiert und an mancher Spielerin kaum ein gutes Haar gelassen. (da kam es auf jeden Pass an)
    Bei 17:0 ist alles anders– da sind Fehler erlaubt—komisch

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  • Sheldon sagt:

    Genau das mein ich, Paul! Die Leistung der Deutschen war gut, doch man sollte nicht einfach alles über einen Kamm scheren, sondern differenzieren und analysieren!
    Man muss nur diesmal genau hinschauen, aber wenn dieses Spiel wirklich etwas bringen soll, dann muss man auch mit einem 17:0 kritisch umgehen.
    Denn das war ja genau der Fehler beim 8:0 gegen Nigeria, dass sich alle hingesetzt haben und gemeint haben: Friede, Freude, Eierkuchen!, aber niemand genau hingeschaut hat und die eigenen Schwächen analysiert hat. Das ist der Trugschluss, der immer wieder geschieht, dass ein hoher Sieg automatisch eine fehlerfreie Mannschaftsleistung suggeriert!
    Damit ist man schon einmal ganz gehörig auf die Fresse gefallen und es sollte nicht noch einmal passieren!

    Generell muss man aber sagen, dass man mit dieser Mannschaft guten Gewissens in die Zukunft gehen kann. Es wird sich zeigen, wie man Kulig in das System integrieren wird, denn allgemein spielt die Mannschaft in dieser Konstellation ideal zusammen. Ich rate Silvia Neid, es wirklich mal mit einem 4-3-3 zu probieren, denn ich denke nicht, dass irgendjemand allen Ernstes auf Laudehr oder Odebrecht verzichten möchte!
    Doch wie es auch kommt, auf dem gestrigen Sieg lässt sich aufbauen!

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  • Guido sagt:

    Nur mal so nebenbei angemerkt: Die Kasachinnen haben in der Qualifikation bisher gar nicht so desolat gewirkt. Sie haben gegen die Türkei 4 Punkte (!) geholt, stehen in der Tabelle derzeit noch vor der Schweiz und der Türkei, und auch die Niederlagen gegen Rumänien (0:3) und Spanien (0:4) waren zwar deutlich, aber nicht katastrophal.

    Entweder hatten sie gestern einen rabenschwarzen Tag (Jetlag oder vielleicht angesichts der für sie wohl völlig ungewohnten Kulisse mit Live-TV in Ehrfurcht erstarrt), oder sie sind durch die frühen Gegentore völlig aus dem Konzept gekommen, oder die DFB-Frauen waren gestern schlicht und einfach blendend aufgelegt. Wahrscheinlich war das ein Mix aus allem drei. Und damit ist dieser Sieg auf jeden Fall ein richtiges Ausrufezeichen.

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  • waiiy sagt:

    Die Hauptfehler wurde noch gar nicht angesprochen: Claudia Neumann!

    Allein die Aussage, dass Bianca Schmidt in der Defensive gut steht, aber offensiv nicht so viel beitragen würde wie Babett Peter, war schon sehr genial, wenn man parallel mal so in die Liste der besten Vorbereiter der CL auf uefa.com schaut und dort eine Bianca Schmidt mit 5 Vorlagen auf Platz 1 sieht…

    Und das war nicht der einzige Bock, den sie geschossen hat…

    Aber der Intendant vom ZDF hat ja während der WM deutlich gemacht, was der vom FF in Deutschland hält. Von daher darf man sich nicht wundern, wenn die Reporter nicht vorbereitet sind…

    Da freue ich mich jetzt auf Eurosport. 🙂

    waiiy

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  • Paul sagt:

    Ja —aber andere Nationen werden diese Spiel aufarbeiten ,die Gegner studieren und dann erlischt dein Ausrufezeichen. leider — leider.
    Auch unsere Spielerinnen tun gut daran das Spiel als Seelenbalasam zubetrachten ,es abzuhaken und sich seelisch auf die nächste Hürde (Spanien ) vorzubereiten.

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  • ballander sagt:

    wenn ich claudia neumann höre, ist der ton sofort aus. abgesehen von ihrem dummen gequatsche, geht mir dieses gepresste sprechweise extrem auf die nerven. da wäre mir micky mouse lieber.

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  • Paul sagt:

    Soviel zur Öffentlichkeit. Die Zeitung schreibt:
    -Der zweimalige Welt- und siebmalige Europameister fertigte Kasachstan in einer fast lächerlichen Begegnung ohne sportlichen Wert 17:0 ab. …..

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:

    Mit deinen Noten bin ich größtenteils einverstanden, allerdings mit ein paar Ausnahmen:

    Odebrecht habe ich längst nicht so stark gesehen. Vor allem in der ersten Halbzeit wirkte sie manchmal wie eine Bremse im Spielaufbau der deutschen Mannschaft, schien mit dem ‚Hochgeschwindigkeitsfußball‘ überfordert. Außerdem unterliefen ihr etliche Fehlpässe. Im zweiten Durchgang steigerte sie sich aber und konnte sogar zweimal ihre berühmten ‚tödlichen‘ Pässe anbringen. Während im ersten Fall Celia noch an der Torhüterin scheiterte, vollstreckte Müller beim zweiten Mal eiskalt, sodass Viola sich einen Assist gutschreiben kann.

    Zwei andere Spielerinnen kommen in deiner Bewertung viel zu schlecht weg:
    Mittag ließ im Vergleich zum Rumänien-Spiel, bei dem sie völlig wirkungslos blieb, einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Sie traut sich wieder mehr zu und wird (deshalb?) auch von ihren Mitspielerinnen stärker ins Spiel einbezogen. Anja machte viel ‚Dampf‘ auf dem linken Flügel, eroberte zahlreiche Bälle schon in der gegnerischen Hälfte und war einige Male nur mit unfairen Mitteln zu stoppen. Sicher war sie nicht so effektiv wie Behringer in der 1.HZ, aber in der Relation doch nicht mehr als eine bis anderthalb Noten schlechter.
    Und auch bei Bajramaj liegst du mit deiner Einschätzung daneben. Wie man bei unvoreingenommener Betrachtung des Spiels auf die Idee kommen kann, sie sei „ein wenig untergegangen“ und ihr habe „die Anbindung ans Spiel“ gefehlt, ist mir ein Rätsel. Lira war an mehr als der Hälfte der Tore entscheidend beteiligt: das 11-0 erzielte sie selbst (mit technisch anspruchsvollem Heber!), zum 1-0, 10-0, 12-0 und 15-0 (perfekter Pass in die ‚Schnittstelle‘!) gab sie die Vorlage, beim 4-0 und 8-0 (starke Ballbehauptung!) bediente sie jeweils die Vorlagengeberin. Das 13-0 und 14-0 fielen im Anschluß an eine Ecke bzw. Flanke von ihr, und beim 9-0 führte ihr scharf vors Tor getretener Eckstoß zu dem zu dem von Behringer verwandelten Handelfmeter. Darüber hinaus zeigte sie einmal mehr ihre Stärke im ‚Eins-gegen-Eins‘, war extrem lauffreudig und ‚forderte‘ ständig den Ball bzw. bot sich für ein Zuspiel an. (Hoffentlich hat Bresonik das Spiel wenigstens im Fernsehen gesehen und so einen idealen Anschauungsunterricht erhalten, was sich aus dieser Position machen läßt!) Schon vor der Pause stark, wurde Lira in HZ 2 mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels – fast jeder Angriff lief über sie. Insgesamt war sie bestimmt nicht schwächer als Celia oder Mel, demnach also eine glatte „1“.

    Ein Sonderlob gebührt meiner Meinung nach unserem ‚Edeljoker‘ Martina Müller, auch wenn sie für eine Benotung vielleicht zu kurz auf dem Platz war. Sie war nach ihrer Einwechslung sofort ‚im Spiel‘ und demonstrierte bei ihren beiden Toren echte Knipserqualitäten.

    Die Gesamtleistung der Mannschaft ist angesichts der Schwäche des Gegners zwar schwierig einzuordnen, aber das Spiel hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und die Hoffnung geschürt, dass die Spielerinnen die WM-Enttäuschung jetzt endlich abgeschüttelt haben und (auch gegen stärkere Gegner) wieder befreit aufspielen können.

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  • stefan sagt:

    Mit dem Spiel wurde wohl eher keine Werbung für den Frauenfußball gemacht. Als TV-Zuschauer fragte man sich, warum gibt man Gebühren aus um so ner Gurkentruppe Präsenz im TV zu schenken. Da hätte sich wohl jede männl. C-Jugend besser geschlagen. Solche Mannschaften gehören in ein Vorqualifikation.

    Was ich auch interessant fand, war, dass man gegen so einen Gegener nicht mal eine der zwei Ersatztorfrauen von den 0-Länderspielen befreit hat. Aber Frau Angerer kann wohl nicht auf Einsätze verzichten.

    Auch das Einwechseln einer 31-jährigen Ersatzstürmerin bei gefühlt 12:0 muss doch nicht wirklich sein. Keine Frage, sie hat ordentlich gespielt und 2 Tore gemacht. Aber auch hier kann ich doch mal eine der jüngeren von der Bank bringen.

    Bei der hier kritisierten Mittag frag ich mich: „Woher soll da die Motivation noch kommen?“. Man ist Welt- und Europameisterin, die nächsten erreichbaren oly. Spiele sind 5 Jahre weg, man wurde kurz vor der Heim-WM aus dem Kader geworfen… und jetzt soll man gegen Gurken-Truppen wieder recht sein? Kann mir nicht vorstellen, dass so jemand noch zu 100% motiviert ist…

    Auch, dass Odebrecht jetzt nen Stammplatz hat, ist irgendwie köstlich.

    Im Allg. fehlt mir ein Umbruch. Man hat scheinbar nix anderes gemacht als Spielerinnen der 2. Reihe zu Führungsspielerinnen zu erklären.

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  • sodalith7 sagt:

    „Der Umbruch fehlt“ ???

    Es gibt sicherlich Änderungen, die Frau Neid vornehmen muss, da die Spielerinnen (Prinz, KG, Hingst) zurückgetreten sind.

    ABER es gibt auch Veränderungen, die sie macht, ohne dass sie dazu gezwungen ist.

    1. Umstellung der Vierer-Abwehr-Kette
    Das ist für mich nach wie vor, die positive Erkenntnis aus diesem Spiel.
    Faißt statt Peter bzw. Bresonik, die sogar zunächst aus dem Kader gestrichen wurde.
    Goeßling statt Krahn in der IV und Peter als Rechte Verteidigerin.

    2. Oderbrecht im Mittelfeld
    Sie ist doch ein ganz anderer Spieler-Typ als Kulig bzw. Goeßling.
    Vergleich zu den Männern: Schweini und Khedira oder Schweini und Kross.
    Damit bekommt doch das ganze Spiel ein anderes Gesicht.

    3. Celia hinter der Spitze und Lira auf der rechten Außenbahn
    In den Spielen zuvor hat Lira die „Spielmacherinnen-Position“ gehabt.

    4. Popp statt Grings
    Sicherlich war das eine Änderung, die vorgenommen werden musste, weil Grings verletzt ist.
    Ich denke, dass Popp aber mehr als nur eine Ergänzung ist und hoffe, dass sie Grings weiterhin Konkurrenz macht.

    Ich bin auf das Spiel gegen Spanien gespannt …

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  • Sheldon sagt:

    @stefan: Eine Spielerin, die nicht motiviert ist, für die zweitbeste Nationalmannschaft der Welt zu spielen, gehört mE nicht in den Kader. Sollte es tatsächlich daran liegen, dann hat Mittag nix zu suchen im Kader der N11! Das ist immer noch eine Ehre und nix Selbstverständliches! Und so hat man auch zu spielen!

    @FFFan: Genau das ist es auch, was ich Bajramaj auch ankreide: Die Einstellung! Wer in einem solchen Spiel nicht zeigt, was er imstande ist zu leisten, hat keine 1 verdient! Bajramaj mag schon viele gute Aktionen gehabt haben, deswegen hat sie ja nunmal auch eine 2 (wenn man bedenkt, dass das Spektrum bis 6 runtergeht, sollte man über so eine Note froh sein)!
    Aber diese Einlagen, wenn ihr der Ball verspringt, die müssen nicht sein, nach dem Motto: „Jetzt ist der Ball weg, jetzt reg ich mich erstmal 10 Minuten für die Kamera auf, anstatt ihn mir wieder zu holen und trabe dann gemütlichst nach hinten zurück“. Das ist einer Spitzenspielerin nicht würdig und entwertet ihre gute Leistung! Außerdem erwartet man von ihr einfach mehr, man erwartet, dass sie Torchancen reinmacht, dass sie glänzt, dass sie Gebrauch von ihrer fantastischen Technik macht, das alles war nicht zu sehen!
    Den einzigen Szenenapplaus hat Celia bekommen für ihren Fallrückzieher!
    Und auch für Bajramaj gilt: Ihr Platz ist längst nicht sicher und Deutschland kann gut und gerne auch auf sie verzichten. Kommt Kulig wieder, muss eine Spielerin für sie weichen. Stellt man tatsächlich auf 4-3-3 um, dann würde es Behringer oder Bajramaj treffen. Da gilt es schon, sich im Vergleich mit der anderen zu profilieren! Und da hatte am Samstag Behringer eindeutig die Nase vorne!

    Ähnliches gilt für Mittag: Zeige mir eine wirklich nennenswerte Torchance, an der sie im Spiel beteiligt war (Standards ausgenommen)! Dafür ist 3,5 noch recht milde, Podolski hat im Spiel gegen die Niederlande für seinen Einsatz eine 4 bekommen, obwohl er auch im Spiel einige Male zu sehen war!

    Bei Odebrecht, nun, da gebe ich dir teilweise recht! Doch sie hat nunmal ihre Aufgabe so erfüllt wie es von Silvia Neid gefordert wurde: Ruhiger, solider Spielaufbau, Bälle verteilen, sich anbieten, Tempo auch mal rausnehmen, das hat sie sehr gut gemacht. Das sind die Fähigkeiten, die man gegen härtere Gegner benötigen wird. Und auch sie hat einige gute Pässe gespielt, hat 2 Tore mindestens direkt aufgelegt mit sehr guter Übersicht, hat Celia eine 100%-ige Torchance aufgelegt, hat die Außen schön bedient, insbesondere das Zusammenspiel mit Behringer hat gut funktioniert.
    Über eine 2 auch für sie würde ich mit mir reden lassen. Es war die einzige Note, wo ich ein bisschen geschwankt habe! Aber schlechter nicht. Sie mag zwar einige Fehler noch im Spiel haben, aber sie hat all das gezeigt, was Deutschland die letzten 2-4 Jahre massiv gefehlt hat: Einsatz, Übersicht, taktisches Verständnis, sie könnte eine echte Leaderin werden!

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  • ballander sagt:

    @ sheldon:
    was soll die unterstellung, anja mittag sei nicht motiviert?!
    kann es sein, dass du deine persönliche abneigung gegen lira bajramaj hier auslebst? FFFan hat da wohl eine weitaus sachlichere und zutreffende leistungsbewertung zu beiden abgegeben…

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  • Sheldon sagt:

    @ballander: Ähm, die These, Mittag sei nicht motiviert, kommt nicht von mir, sondern von stefan, falls du mal genau lesen würdest!
    Ich habe nur gesagt, sollte das tatsächlich der Fall sein, sollte man auch kurzen Prozess machen!

    Zu Bajramaj: Es ist nicht das, dass ich etwas in erster Linie gegen sie habe. Ich habe nur etwas gegen diejenigen, die sie auf einen ihr nicht angemessenen Sockel stellen und damit den Medien und der Werbebranche aber mal mächtig auf den Leim gehen.
    Lira ist eine gute Fußballspielerin, die ein paar mehr Tricks beherrscht als andere, aber mehr auch nicht. Weder in der Einsatzbereitschaft noch im Teamwork noch in ihrer Effektivität ist sie im Spitzenbereich! Ähnlich wie ihr Pendant Svenja Huth, der vielleicht für die Werbebranche noch bisschen der Barbie-Püppchen-Fliar fehlt, dribbelt sie sich einen ab, bis ihr irgendwann der Ball flöten geht oder sie dann den Fehlpass spielt. Gestern habe ich mindestens 5-10 Situationen gesehen, bei der sie fahrlässig den Ball verloren hat.
    Außerdem wird sie niemals Führungsspielerin sein, das bedeutet nämlich, Vorbild zu sein! Und ich kann mich bisher nur an negative Schlagzeilen über sie im menschlichen Bereich erinnern!

    An diesen Dingen muss sie sich alles messen lassen. Es war ihr Wunsch, die Messlatte so hoch zu legen! Jetzt muss sie diese auch meistern!
    Es ist ähnlich wie bei Robben bei Bayern, auch er muss glänzen, er muss Spiele entscheiden, um seiner Rolle gerecht zu werden! Ansonsten ist er ersetzbar wie jeder andere Spieler auch!

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  • wack sagt:

    @ Stefan: Vielleicht weißt du es nicht, aber es gab im März ein Quali-Turnier für die EM-Quali. Dadurch kamen Mazedonien und Armenien in die EM-Quali. Kasachstan hatte sich – glaube ich – im Turnier zuvor qualifiziert.
    Noch einmal zur Qualität des Spiels: Man spielt nur so stark oder schwach wie ein Gegner es erzwingt oder zuläßt. Paradoxerweise könnte gerade eine ausnehmend gute Leistung des deutschen Teams Kasachstan so schlecht dargestellt haben. Ob nun Deutschland so stark oder Kasachstan so schwach gespielt hat, wird vielleicht das Spiel am Donnerstag beantworten.

    PS: Ich bin sicher, dass Anja Mittag motiviert war. Und sie hat nicht schlecht gespielt. Der Kontrast war einfach schärfer, denn das die Torschützen bei einem solchen Spiel mit 17 Toren im Vordergrund stehen, ist doch offensichtlich. Bitte bedenke, sie hat erst in der zweiten Hälfte gespielt. Und andere wollen den Ball auch haben.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Es ist schon erstaunlich, dass sie aber an keiner gefährlichen Aktion auch nur maßgeblich beteiligt war, das hat sonst keine auf dem Platz (außer Goeßling vielleicht) geschafft, selbst Bartusiak hat 2 Torvorlagen gehabt!

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  • wack sagt:

    @ Sheldon: Das ist allerdings ein Argument, dass man bei einer Stürmerin als Kriterium gelten lassen kann.

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  • Belzebub sagt:

    @Sheldon,

    wieso glaubst du, dass wir zu Lira Bajramaj ein, von einer Werbewolke umflocktes Verhältnis hätten, und nicht abschätzen könnten wie ihre tatsächliche Leistung in diesem Spiel war. Meinst du, dass wir, nachdem viele von uns den Frauenfussball in Deutschland über teilweise Jahrzehnte beobachten, uns von ein bischen Werbung auf Lira-Anhänger trimmen lassen? Und deswegen auf unserem Lira-Auge blind sind?
    Sie hat in diesem Spiel gezeigt, dass sie immer wieder 3-4 Gegenspielerinnen auf sich ziehen kann, und trotzdem noch einen Eckball, eine Flanke oder ein gutes Zuspiel hervorbringen kann.

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  • Sheldon sagt:

    @Belzebub: Das sage ich nicht, sondern nur, dass man irgendwie seine Erwartungen bei ihr runterschraubt. 3-4 Kasachinnen sind nicht 3-4 Gegenspielerinnen, jedenfalls nicht so, wie Kasachstan am WE gespielt hat!

    Man sollte Lira schon etwas kritischer sehen. Auch sie sollte nicht gleich den Status einer gesetzten Spielerin haben, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Gerade wenn sie sich immer mal wieder einen lustlosen Aussetzer leistet, muss sie in ihrem normalen Spiel schon überaus gut sein, um ihre teils sehr motivationsarme Einstellung, wie es scheint, gerade zu biegen!
    Sie mag auf einem guten Weg sein, dennoch habe ich das Gefühl, dass sie erst noch ein paar Mal bei Neid auf der Bank landen wird und sollte oder sogar aus dem Kader fliegt, weil sie nicht mit vollem Einsatz bei der Sache ist!
    Und das sehen manche hier leider nicht, sie entschuldigen es großzügig und meinen, eine Bajramaj müsse auf dem Platz nicht 100% zeigen, bei ihr reichen auch mal gut und gerne 80%, schließlich ist sie ja eine so überragende Technikerin…

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  • Andreas sagt:

    Ich gebe Sheldon bei Lira ein Stück weit recht, auch wenn ich sie nicht ganz so kritisch sehe. Ich habe bei ihr auch oft den Eindruck, dass sie es eigentlich besser könnte und ihr manchmal die richtige Einstellung fehlt. Mit einer „ich gebe immer 100%“ Einstellung könnte sie in der N11 die Bedeutung von Özil für die Männer N11 haben. Bei einem Spiel wie gegen Kasachstan ist das nicht so von Bedeutung. Außerdem hat sie m.M.n. gut gespielt. Bedeutsamer ist dies in engen Matches. Da müsste sie dann den Unterschied machen, was angesichts ihres eigentlichen Leistungsvermögens problemlos möglich sein sollte. Das habe ich aber so auch noch nicht von ihr gesehen. Gutes Beispiel ist dafür das Spiel gegen Schweden. Ich bin aber guter Hoffnung, dass sie sich in dieser Richtung weiter entwickelt, so wie das Team hoffentlich insgesamt auf einem wieder besseren Weg ist.

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  • ballander sagt:

    so ein blödsinn, sheldon! kein user hat hier behauptet, dass für lira andere maßstäbe gelten. du bist der einzige, denn du argumentierst so, dass jemand der sich gut vermarktet und in der öffentlichkeit stärker präsent ist, sich automatisch überdurchschnittlich engagieren müsste. kann es sein, dass da ein bisschen neid und missgunst mitschwingt? seit wann werten wir leistungen von spielerinnen nach ihrem werbeetat oder nach ihrer medienaffinität?!

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Bitte vergleiche Lira in dieser Beziehung nicht mit Özil, noch nicht. Bis sie da ist, wo er heute steht, da braucht sie noch einen sehr langen Weg.
    Mental war es mit ihm auch lange Zeit immer ein Akt auf dem Drahtseil, wenn ich mich an seine Zeit an Schalke zurückerinnere oder auch an seine ersten Jahre bei Werder, da hatte er genau diese Einstellung! Er hat den Absprung mit ganz großem Willen und viel Glück geschafft, weil er sich irgendwann aufs Fußballspielen konzentriert hat und nicht auf die Show!
    Man muss auch sagen, das hat Mourinho ausnahmsweise mal richtig gemacht, dass er ihn nur noch auf das einfache Fußballspielen fokussiert hat!

    Und solange Lira noch in keinem Spiel die Nerven behalten hat, wenn es gegen große Gegner ging und wichtige Spiele im Alleingang entschieden hat, solange ist sie lange noch nicht auf dem Niveau wie Özil: Die technischen Fähigkeiten zu haben, ist das eine, sie abrufen zu können, ist das andere!
    Vergleicht Lira lieber mit Gomez in seinen ersten Bayern-Jahren, der Vergleich ist doch deutlich realistischer!

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  • Andreas sagt:

    Genau das meinte ich ja, Sheldon. Sie hat technisch das Zeug zu einer großen Spielerin, ist auf dem Niveau allerdings noch nicht angekommen, weil das eben auch viel mit Einstellung und Fokussierung zu tun hat.
    Mit Gomez kann man sie aber nun gar nicht vergleichen, da der ja ein ganz anderer Typ Spieler ist. Der Vergleich mit Özil ist da schon passender, weil der auch ein Spielmacher ist, der darüber hinaus auch Tore schießt. Also genau das was Lira sein könnte. Dass sie noch nicht auf dem Level angekommen ist und dieses wahrscheinlich auch nie erreichen wird, steht ja auf einem anderen Blatt.

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  • ballander sagt:

    lira muss sich weder mit gomez noch mit özil vergleichen lassen.
    es geht hier um FRAUENfussball.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon
    > Und solange Lira noch in keinem Spiel die Nerven behalten hat, wenn es gegen große Gegner ging
    > und wichtige Spiele im Alleingang entschieden hat, solange ist sie lange noch nicht auf dem
    > Niveau wie Özil: Die technischen Fähigkeiten zu haben, ist das eine, sie abrufen zu können, ist das andere!
    Nimm Dich mal in Deiner einzigartigen Art und Weise von Generalaussagen deutlich zurück, Sheldon!
    Lira hat, und das habe ich hier schon mehrfach geschrieben, in einem eminent wichtigen Turbine-Auswärtsspiel in Bad Neuenahr, trotz Oberschenkelverletzung, dieses mit 4 erzielten Treffern gänzlich allein entschieden!!!
    Mann-o-mann, lass bloss die Kirche im Dorf und blicke mehr der Realität ins Auge…

    Allerdings höre ich jetzt schon Deine Argumentation, von „großen Gegnern“ geschrieben zu haben!

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  • sodalith7 sagt:

    @ ballander: Ich denke schon, dass man in bestimmten Punkten den Vergleich zu den Männern herstellen kann. Sicherlich nicht, wenn es um die Frage geht wer schneller, stärker und größer ist, das liegt auf der Hand. Aber wenn es um die Entwicklung geht, ist das schon möglich.
    Und der Vergleich zwischen Lira und Özil ist da gar nicht so weit hergeholt.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Man kann auch ein Reis- mit ´nem Maiskorn vergleichen und u.U. ein stundenlanges Referat dazu halten [gähn]! 😀
    Ich halte mich jedenfalls daran, was die Betroffenen, also die Spielerinnen selbst, dazu für eine Meinung haben, und die sind unisono auf keinen Vergleich mit den Männern aus!

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  • Sheldon sagt:

    Naja, für uns Fans sind diese Vergleiche schon sinnvoll, weil du im FF und MF im mentalen Bereiche sehr viele ähnliche Phänomene beobachten kannst!
    Deswegen habe ich auch das Beispiel von Lira und Gomez gewählt, da Gomez auch das Potential besaß, aber heute immer noch auf der Bank sitzen würde, wenn er seine Blockade nicht gelöst hätte.

    @SF: Wenn du schon weißt, dass dein Argument keinerlei relevante Bedeutung gegen meine Argumentationslinie hat, wieso bringst du es dann?
    Ich meine in einem Spiel gegen Schweden, Japan oder USA, da muss Lira ihre Klasse unter Beweis stellen (oder auch in der CL gegen Lyon oder Potsdam), nicht in einem popl**en BL-Spiel gegen Bad Neuenahr, einem Verein, der diese Saison gegen den Abstieg spielt!

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  • sodalith7 sagt:

    Dann vergleiche ich Lira mal mit den anderen Mittelfeld-Spielerinnen der N11.
    Lira spielt seit 2005 für die N11. War bisher aber immer „nur“ Einwechselspielerin bei großen Turnieren: WM 2007, Olympia 2008, EM 2009 und WM 2011.

    Lira (20.8.2005; E: 54; Tore: 12) Einwechselspielerin
    Celia (28.1.2005; E: 60; Tore: 16); seit WM 2011 Stammspielerin [Schienbeinbruch 2007]
    Behringer (28.1.2005; E: 72; Tore: 19) = Stammspielerin
    Simone (29.6.2007 E: 49; Tore: 12) = Stammspielerin

    Für mich gehört sie zu den technisch besten Spielerinnen der Welt, aber warum konnte sie sich in den Jahren zuvor nicht entscheidend durchsetzen?
    Fehlende Einstellung, Zweikampfverhalten, Durchsetzungsvermögen???

    Frau Neid hat Celia hinter Popp als Spielmacherin aufgestellt und nicht Lira, die ist dafür auf die rechte Seite gewechselt.

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  • ballander sagt:

    sheldon = „uns fans“?
    mich interessiert weder maennerfussball noch der vergleich damit.

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  • wrack sagt:

    Vergleich zwischen Bajramaj und Özil, zwischen Frauen und Männerfußball ? Der scheitert schon an den unterschiedlichen Möglichkeiten, über die z.B. ein Özil und eine Bajramaj verfügen – finanziell, sportmedizinisch, innovationszentriert. Die Männer-profis können es sich leisten, sich zu Fußballmaschinen machen zu lassen. Ihre Anreize liegen auf einem ganz anderen Level, sprich: mehrere Stockwerke, über dem einer selbst einer Spitzenverdienerin bei den Frauen.
    Wer will ernsthaft bezweifeln, dass im Frauenfußball selbst in der Nationalmannschaft nach wie auch bei den „Spitzenverdienerinnen“ noch immer eine Menge mehr an Idealismus und Fußballbegeisterung gehört ?
    Ich denke, die Ansprüche eines Publikums können bei den Herren Fußballmillionären ganz andere sein als bei unseren Mädels.
    Deswegen hat es mich ja so geärgert, dass nach dem WM-Aus Maßstäb an das deutsche Team angelget wurden, als wären sie Özil und Co. Sie sind es nicht, schon weil sie sich nicht den ganzen Tag mit FUßball und FUßballgeschäften beschäftigen können.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Es geht bei diesem Vergleich NICHT um sportliche Faktoren, es geht um rein psychische!
    Ob ich nun ein Mann oder eine Frau bin, wichtig für die Qualität meines Spiels ist, dass ich im richtigen Moment den Schalter umlegen kann. Und das ist Geschlechterunabhängig!

    Zudem muss man auch sehen, dass das Leistungsgefälle bei den Frauen noch sehr viel extremer ist als bei den Männern, Lira es also mit vergleichbar schwächeren Gegnerinnen im 1:1 zu tun bekommt als ein Özil oder ein Gomez im Normalfall, da dort fast alle Teams, gegen die sie spielen, aus Vollprofis bestehen!

    Nach dieser Rechnung müsste Lira sogar verhältnismäßig mehr Klasse zeigen als die Jungs, auch wenn sie aus rein sportlicher Sicht nie auf einem Niveau mit ihnen spielen können wird!

    @sodalith: Eine interessante Feststellung, die einigen hier mal zu denken geben sollte!

    @ballander: Mag sein, dass du eine Ausnahme bist! Fakt ist aber, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Männerfußball sehr viel weiter sind und er damit durchaus als Vergleichsgröße herhalten kann, wenn man die Relationen richtig abstimmt!
    Wenn man jedenfalls an der qualitativen Entwicklung des FFs interessiert ist, kommt man nicht umhin, auf die Erkenntnisse im Herrenfußball zurückzugreifen!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: Du kannst die psychischen Faktoren unter den sportlichen subsummieren. Natürlich trägt die Psyche einen Teil der sportlichen Leistung und ist damit ein Teil davon.

    „…die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Männerfußball sehr viel weiter sind und er damit durchaus als Vergleichsgröße herhalten kann, wenn man die Relationen richtig abstimmt!“

    Da hast du zuerst einen Widerspruch, nämlich „weiter“ und „Vergleichsgröße“, den du dann relativierst: „Relationen richtig abstimmt“. Frage: Nach welchen Parametern willst du die Relationen richtig abstimmen ?

    Grundsätzlich: Erkenntnisse aus dem Männerfußball für den Frauenfußball zu nutzen ist schwierig: Sportmedizinisch, mental und ergonomisch. Bis heute sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau bezüglich sportlicher Leistungsfähigkeit noch lange nicht geklärt. Man tut m.E. nach gut daran, den FF als eigenständige Sportart zu betrachten, um den Frauen nicht Unrecht zu tun.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Man kann den FF nicht als eigenständige Sportart betrachten, wenn man weiß, dass 80% aller Spielerinnen bis zur C-Jugend in Männermannschaften gespielt haben!

    Dazu ähneln sich Männer- und Frauenfußball in ihrer Anlage zu sehr, es sind nicht zwei verschiedene Sportarten!
    Und gerade die mentale Komponente ist berufunabhängig, in unserer Leistungsgesellschaft kommt es heute darauf an, sein volles Leistungsvermögen abzurufen.
    Außerdem sind die Unterschiede bei Männern und Frauen zu beachten: Wenn die deutschen Männer gegen Kasachstan spielen, ist der Unterschied beider Mannschaften bei weitem nicht so groß, wie wenn die Frauen gegen Kasachstan spielen.

    Was man damit sagen kann: Der Frauenfußball ist das Pendant zum Männerfußball auf sportlich qualitativ niedrigerer Ebene, allerdings mit einem ähnlichen Leistungsgefälle, das im FF noch ein ganzes Stück extremer ist als im MF. Beachten wir dieses und relativieren wir die Unterschiede im Leistungsgefälle, so kommen wir zu zwei vergleichbaren Sportarten in der Spielanlage.
    Klammern wir dann noch die physische Leistungsfähigkeit aus, so ist der Vergleich sogar sehr gut möglich, denn im taktisch-technischen Bereich gibt es im FF keine Gründe, wieso sie hinter dem MF zurückstehen sollten!

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  • ballander sagt:

    so kann nur ein mann schreiben…

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: Das mit der C-Jugend haken wir mal schnell ab – C-Jugendliche sind keine Männer.
    Du scheinst den FF als Fußball mit körperlich schwächeren Männern zu betrachten. Dabei sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Sport wissenschaftlich belegt und nicht zu leugnen.
    Weit davon entfernt, eine vollständige Übersicht zu erstellen, verweise ich z.B. auf:
    Testosteron: Männer sind (bitte nicht als absolut, sondern als statistische Aussage begreifen) durch dieses Hormon physisch aggressiver.
    Zyklus: Inwieweit der weibliche Zyklus Einflüsse hat, ist für mich als Mann schwer vorstellbar. Man weiß aber aus der Forschung, dass je nach Phase Frauen (z.B. bei der Partnerwahl)anders motiviert sein können, dass die Frustrationstoleranz mit dem Zyklus korreliert etc.
    Anatomie: Führt zu anderen Bewegungsabläufen, was sich z.B. in unterschiedlichen Verletzungrisiken zeigt. Höhere Schnellkraft, durchschnittlich höherer Wuchs bei Männern und z.B. höhere Schmerzempfindlichkeit im Brustbereich bei den Frauen schaffen Unterschiede, z.B. hat mir einmal eine Torfrau gesagt, dass sie bei der hohen, seitlichen Abwehr (instinktiv ?) anders fliegt und auch landet als ein Mann. Trotz geringeren Wuchses spielen Frauen aber noch auf Tore mit „Männer-Maßen“ – erklärt vielleicht zum Teil, warum ein 0-0 im Frauenfußball so selten ist.
    Psyche: Als Beispiel diezbezüglicher Unterschiede greife ich einmal auf eine andere Sportart zurück: Es gibt Frauen- und Männerschach. Erwiesen ist, dass Frauen bis zu einem gewissen Leistugslevel ganz anders Turnierschach spielen.

    Auch bei der natürlichen Spielanlage (betrifft Ausdauer) scheinen Unterschiede zu bestehen. So habe ich vor einiger Zeit einen Artikel von der Uni Tokio gelesen, in dem als Ergebnis eine rythmisch wechselnde Belastung beim Fußball empfohlen wird, also eine Phase mit schnellem Spiel im Wechsel mit (dem Streben) nach Spielberuhigung, dann wieder Tempo anziehen etc.

    Alles in allem mögen die Regeln bei beiden Sportarten dieselben sein, die Spieler aber sind nicht die gleichen. Deswegen lassen wir ja auch Männer und Frauen nicht in der selben Liga spielen und werde es auch nie tun.

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  • Andreas sagt:

    Natürlich gibt es die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Das leugnet ja niemand. Trotzdem hat Sheldon recht, dass es die gleiche Sportart ist. Beim Tennis spielen Frauen und Männer auch nicht gegeneinander und keine Frau hätte gegen einen halbwegs guten Mann eine Chance. Da würde aber niemand die Diskussion anfangen, dass es sich um zwei Sportarten handelt. Die Sportart heißt Tennis und die Sportart über die wir hier schreiben heißt Fußball, egal von wem sie gespielt wird.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Gut, lassen wir den Zyklus mal außen vor. Alles andere sind, zumindest im Leistungssport, rein körperliche Unterschiede (Ausdauer, Aggressivität, Anatomie etc.), wie ich es ja auch beschrieben habe.

    Dass die Psyche bei Frauen anders tickt, ist möglich, doch wir sehen, dass auch Frauen dieses Phänomen ausschalten können. Siehst du mal neben Bajramaj eine Anonma oder eine Behringer, die beiden haben ihre Psyche aber 1A im Griff.

    Allgemein reden wir hier vom Hochleistungssport, indem bestimmte Anforderungen an die Psyche gestellt werden!
    Das ist dasselbe in einer großen Firma: Hier wird auch kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht, jeder muss dieselbe Leistung bringen, um einen guten Job zu bekommen!

    Ich muss schon sagen, dass dein Artikel ziemlich frauenfeindlich ist, weil er unterstellt, dass Frauen nicht in der Lage, ihre Psyche dem Hochleistungssport anzupassen. Damit hast du gerade Frauen allgemein für jeden Leistungsposten als unfähig erklärt, da sie nicht die psychischen Voraussetzungen dafür mitbringen!
    Diese Sicht kann ich nicht vertreten. MMn sind Frauen den Männer psychisch und mental nicht grundsätzlich unterlegen und können daher sehr gut mit diesen verglichen werden!

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  • ballander sagt:

    volle zustimmung, andreas! und das angenehme beim tennis ist, dass niemand auf die idee kommt, dass frauen qualitativ schlechteres tennis spielen als männer. auf solche gedanken kommt im tennis keiner. aber beim fussball tauchen immer wieder solche herablassenden kommentare den frauen gegenüber auf (siehe sheldon). ich kann mich nicht erinnern, dass man eine steffi graf mit boris becker verglichen hat. sie waren beide helden und wurden beide zurecht unabhängig voneinander gefeiert.

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  • Sheldon sagt:

    @ballander: Ähm, das ist meine Sicht der Dinge, weil Tempo und Technik nunmal Indikatoren für Qualität sind im Sport!
    Aber habe ich gesagt, dass das schlimm ist? Der Frauenfußball hat dafür andere Stärken!
    Aber genauso wie sich im Tennis die Frauen an den Männern orientieren und mit ihnen zusammentrainieren, so muss dies auch im FF geschehen.
    Eine Seperierung beider Sportarten würde nach sich ziehen, dass der FF sich mit dem jetzigen Niveau abgefunden hätte und nicht mehr leistungsorientiert arbeiten würde. Und sobald dies in einer Sportart passiert, ist sie tot!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon, andreas: Ich habe nicht geschrieben, dass Frauen weniger leistungsfähig sind, sondern dass ihre Leistung eine andere ist – Unterschiede bitte beachten.
    Und ich habe nicht geschrieben, dass Frauen eine andere Sportart betreiben. Ich habe von einer „eigenständigen Sportart“ geschrieben, was heißt, dass Männerfußball mit Frauenfußball nicht 1 : 1 oder 1 : 0,75 zu vergleichen ist. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern schlagen sich im Sport nicht in allen Bereichen gleich proportional nieder. Z.B. kann das Leistungsverhältnis bzgl. in den Proportionen SChnellkraft 1 – 0,8 sein, während die Frauen in puncto Technik (Dribbling) vielleicht 1,1-1 überlegen sind (erfundene Werte zur Verdeutlichung).
    So, wie ihr FF deutet, wäre es tatsächlich „Fußball mit körperlich schwächeren Männern“ – da blieben die Proportionen gleich (Männer/ Männer)
    Das Argument aus der freien Wirtschaft hinkt wie ein Einbeiniger, denn dort sind die Regeln für Männer und Frauen weder gleich (im Fußball schon) noch wird dort mit den selben Regeln ingesamt gekämpft.
    Apopos freie Wirtschaft: Nicht vergessen bitte, dass Frauen u.a. gegen gesellschaftliche Vorurteile kämpfen müssen, nämlich die „schlechteren Männer“ zu sein. Sie sind GAR keine Männer und die Qualität ihres Fußballs mit dem von Männern zu vergleichen bleibt solange problematisch, solange in allen für den Fußball relevanten Leistungsmerkmalen (inc. „B-Note“) nicht stichaltige Proportionn zu den Männern angegeben werden und solange sie nicht per Finanzierung ählichen Status wie die Männer erhöten.
    Tennis ist übrigens keine Mannschaftssportart und sowohl in Bewegungsablauf als auch Platzierung von Bällen wesentlich restriktiver als Fußball – kurzum: weniger komplex. Hier fallen geschlechtsspezifische Unterschiede kaum ins Auge, obwohl zu Zeiten Borgs und Lendls das Frauentennis wesentlich fantasiereicher und spektakulärer war.

    @ Sheldon: Bitte hör doch auf, „auszuklammern“ und „außen vor zu lassen“ 😉

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