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DFB-Kader ohne Grings und Bresonik

Von am 10. November 2011 – 14.34 Uhr 22 Kommentare

Im Kader der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan (19. November, 15.45 Uhr live im ZDF) und Spanien (24. November, 20.30 Uhr) fehlen überraschend zwei Namen: Inka Grings und Linda Bresonik.

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Grings muss wegen Achillessehnenproblemen absagen, Kim Kulig fällt auf Grund ihres Kreuzbandrisses noch länger aus. Auch Linda Bresonik steht nicht im aktuellen Kader, mit deren Leistung Bundestrainerin Silvia Neid zuletzt nicht zufrieden war. „Ich habe mit Linda gesprochen. Sie weiß, was zu tun ist. Ich hoffe, dass sie zu alter Form zurückfindet“, sagt die DFB-Trainerin.

Der DFB-Kader im Überblick

Babett Peter und Simone Laudehr fehlen zum Start des Lehrgangs. Die beiden werden zwei Tage später als die restliche Mannschaft nach Wiesbaden reisen. Sie stoßen erst am kommenden Donnerstagabend zum Team, da die Sportsoldatinnen am Feldwebel-Anwärterlehrgang der Bundeswehr teilnehmen.

Da Mbabi und Marozsan kehren zurück
Die Stürmerin des SC 07 Bad Neuenahr war seit der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 nicht mehr für die Nationalmannschaft im Einsatz, danach musste sie zweimal wegen Verletzungen absagen. Gegen die Schweiz fehlte sie im September auf Grund eines Anrisses des Syndesmosebandes. Bei den Länderspielen in Rumänien und gegen Schweden musste sie wegen eines Muskelfaserrisses in der Schulter passen. Ebenfalls wieder mit dabei ist Dzsenifer Marozsan, die nach einem Eingriff am Außenmeniskus wieder fit ist.  Neid freut sich: „Mit den beiden haben wir wieder eine größere Auswahl in unserer Offensivabteilung.“

Linda Bresonik

Die formschwache Linda Bresonik wurde nicht eingeladen © Nora Kruse / ff-archiv.de

Wieder mit Henning und Odebrecht
Erneut nominiert wurde auch Josephine Henning, die zuletzt wegen einer Adduktorenzerrung fehlte. Genauso gehört Viola Odebrecht wieder dem Kader der DFB-Auswahl an. Sie hatte gegen Rumänien nach sechs Jahren Pause ihr Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert. „Sie hat einen guten Eindruck hinterlassen. Den hat sie in der Bundesliga bestätigt. Und das ist ja auch das Hauptkriterium, nach dem wir nominieren: Die Leistung muss stimmen“, so Neid.

Neid warnt vor Konkurrenz
Neid mahnt vor den beiden Spielen zur Konzentration: „Ich gehe davon aus, dass die Kasachinnen nichts zur Attraktivität des Spiels beitragen werden, da sie ihr Heil in der Defensive suchen werden. Von daher wird die richtige Einstellung wichtig sein. Wir müssen mit Ruhe und Übersicht spielen.“ Gleiches gilt für die Partie gegen die Spanierinnen. „Sie haben sehr gute Fußballerinnen, die technisch bestens ausgebildet sind und sich sehr gut bewegen. Das wird ein schwieriges Spiel. Sie haben nicht umsonst die Schweiz mit 3:2 geschlagen und sind ungeschlagener Tabellenführer.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Wow! Neid lässt Bresonik tatsächlich daheim. Also wenn es nach aktuellen Leistungen geht, müssten mehrere gestrichen werden. Für Viola Odebrecht freut es mich, dass sie wieder nominiert wurde. Linda hat damit bestimmt nicht gerechnet, dass Neid sie nicht mitnimmt.

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  • Sheldon sagt:

    Na endlich! Frau Neid zeigt endlich mal ein bisschen Profil und findet sich so langsam endlich in die Verantwortung einer Nationaltrainerin hinein, die unter Erfolgsdruck steht!

    Der aktuelle Kader gefällt mir da doch schon sehr gut, so langsam bekommt die Mannschaft eine Handschrift!
    Bitte so weitermachen, Frau Neid, und nicht irgendwann wieder den Schwanz einkneifen!

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  • sodalith7 sagt:

    Bresonik hat sicherlich nicht überzeugt, aber wenn ich mich recht erinnere, dann wollte Frau Neid sie auf der rechten Außenbahn einfach mal ausprobieren. Sie jetzt gleich gar nicht mehr zu nominieren, finde ich schon merkwürdig. Zumal man ja nicht behaupten kann, dass irgendeine Spielerin zu letzt in der Natio überzeugt hat.

    Ich bleibe weiterhin bei der Meinung, dass eine Spiel-Philosophie fehlt.

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke mal nicht, dass Neid sich mit ihrer Kritik an Bresonik nur auf die N11 bezieht! Auch im Verein hat sie ja zuletzt nicht unbedingt gute Leistungen gebracht! Von daher ist das schon richtig so…

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  • Max sagt:

    Krahn gehört momentan auch nicht in den Kader. Die Leistungen sind seit Wochen unterirdisch. Die Patzer und somit die Gegentore gegen Bad Neuenahr gingen klar auf ihre Kappe.

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  • Michele sagt:

    Ich frage mich auch, was eine Dzsenifer Marozsan im Kader zu suchen hat? Maro wird natürlich mal eine große Fussballerin und auch Stammspielerin in der Natio, aber sie ist doch noch nicht fit. Nach ihrer Verletzung fehlt es ihr noch an allem. Das haben die letzten Spiele beim FFC gezeigt.

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  • Max sagt:

    @ Michele

    Sehe ich genauso!

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  • xXx sagt:

    Für das Spiel Spanien-Deutschland hat sich nun auch ein TV-Sender gefunden.

    Eurosport wird das Spiel LIVE übertragen.

    http://tv.eurosport.de/tvhome.shtml

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  • wrack sagt:

    Die Aufstellung von Maro zeigt einmal mehr, dass Nationaltrainer eben doch nicht allein nach Leistung aufstellen, wie Neid auf diesen Seiten zitiert wird. Ganz offensichtlich nominieren sie auch nach von ihnen wahrgenommenen Talent.
    Bei Frankfurt hat Maro offensichtlich wenig Möglichkeiten, ihre frühere Klasse zu zeigen oder daran anzuknüpfen. Neid hat sie aber sicherlich für ihre Zukunftsplanungen auf der Liste. Ich denke, sie wird ihr gegen Kasachstan nach der Verletzungspause die Chance geben, sich einmal außerhalb des Frankfurter Umfeldes zu produzieren. Wie schon einmal geschrieben, gibt es viele Beispiele, in denen Spieler im Verein grottenschlecht spielten, aber in der Natio gute bis hervorragende Leistungen brachten.
    Ich drücke die Daumen, dass Neid Recht behält und Maro an das anknüpfen kann, was sie früher gezeigt hat.

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  • Paul sagt:

    wrack— das kann aber nicht eines der Nominierungskriterien sein –wenn im Verein nicht — dann in der Natio–
    Das Leistungsprinzip sollte bei allen nominierten Fußballerinnen greifen —- erst dann werden wir eine Elf auf den Platz haben —an der sich jeder erfreut– aber auch jeder — 🙂

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  • wrack sagt:

    @ Paul:
    Zitat von dir: „das kann aber nicht eines der Nominierungskriterien sein –wenn im Verein nicht — dann in der Natio“.
    Das habe ich nicht geschrieben.

    Bei manchen Trainern von Auswahlteams spielt das Leistungsprinzip sogar die absolute Hauptrolle. Problem: Wenn man die 11 besten der letzten sechs Spieltage zusammenwürfelt, kommt nicht unbedingt ein gutes Team heraus.

    Anderes Extrem zur Auswahl: Ein Natio-Trainer spielt immer nur mit den selben 11 (ewigen) Talenten. Geht M.E. auch nicht.

    Maro war verletzt. Sie hat ihr großes Talent schon bewiesen, aber sie muß aufgebaut werden. Es lohnt sich meiner Meinung nach, gegen Kasachstan zu sehen, ob sie außerhalb der mehr oder weniger großen Frankfurter Misere aufblühen kann. Villeicht kann sie auch Selbstbewußtsein in der Natio zum Wohle der Natio tanken.

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  • Sheldon sagt:

    @paul: Ging bei Miro Klose und Lukas Podolski jahrelang wunderbar, bei Mario Gomez war das andere Extrem der Fall.

    Bei Maroszan ist es einfach der klassische Fall, dass sie von ihrer Position verdrängt wurde in Frankfurt. Der FFC findet kein System, in dem Maroszan und Bajramaj kompatibel miteinander spielen können. Beide können ihre vollen Fähigkeiten nur auf der „10“ ausspielen. Da diese allerdings an Bajramaj wegen ihres Starfaktors vergeben ist, wird Maroszan über kurz oder lang im Verein hinten runterfallen und als ewiges Talent (wie Sebastian Deisler oder ähnliche) in die Geschichte eingehen.

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  • pinkpanther sagt:

    @Sheldon: Immer wieder erbaulich deine Prognosen … vielleicht sollten wir Maroszan mal empfehlen, einen Psychologen aufzusuchen? Oder hast du eine bessere Idee?
    Ich mach mal nen Vorschlag: Sie soll ihre Fußballschuhe am besten gleich an den Nagel hängen und was „anständiges“ lernen, dann bleibt ihr ein Schicksal wie Deisler oder gar Enke erspart …

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  • Chris sagt:

    Dass Inka nicht aufgeboten ist, das ist klar. Warum sollte man eine verletzte Spielerin aufbieten? Aber warum Linda nicht dabei ist, das verstehe wer will. Jeder hat mal ein durchzogenes Spiel. Naja, Silvia wird (hoffentlich) schon wissen was sie tut. Zumindest früher als sie noch spielte, wusste sie immer was zu tun ist. Ich vertraue ihr, auch wenn ich es nicht verstehe. Wünsche DE ein gutes Spiel und natürlich einen Sieg!

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  • Sheldon sagt:

    @Chris: Schau dir nur mal Lindas Vereinsspiele dieser Saison an, dann weißt du schon, wieso sie nicht mit dabei ist

    @pinkpanther: 1. Psychologische Betreuung ist auf diesem Niveau in dem Alter sowieso Pflicht für die Spielerinnen! Das war mal eine Sache, der sich die Nationalmannschaft großartig gerühmt hat, die aber anscheinend wieder eingeschlafen ist
    2. Eine anständige Ausbildung zu machen, ist nix Verkehrtes, sondern etwas sehr Wünschenswertes. Viele Spielerinnen anderer Vereine sind dazu gezwungen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen.
    Zudem ist es ein unbedingt notwendiges Standbein für die persönliche Zukunft!

    Noch Fragen?

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  • sodalith7 sagt:

    Ich kann diese Entscheidung auch in sofern nicht nachvollziehen, da man in dieser „Neu-, Umbau-, Aufbauphase“ (wie auch immer das Frau Neid nennen möchte) erfahrene Spieler braucht und Linda hat immer hin schon 71 Einsätze in der Natio. Zudem wurde Linda überwiegend in der Verteidigung eingesetzt.

    Für mich ergeben sich da zwei Möglichkeiten:
    1. Linda als rechte Verteidigerin und Peter geht in die Innen-Verteidigung.
    Damit könnte die Abwehr vielleicht Stabilität bekommen.
    2. Linda als linke Verteidigerin und Bianca geht auf die rechte Außenbahn.
    Nach dem Rücktritt von KG ist das doch die größte Baustelle zur Zeit.

    Ich hoffe, das Linda eine „jetzt erst recht“ Mentalität an den Tag legt und dann wieder zurückkehrt.

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  • Sheldon sagt:

    Entschuldigung, aber habt ihr wirklich die Linda Bresonik gesehen, die ich in den letzten Wochen und Monaten gesehen habe?
    Eine sowohl in der N11 als auch im Verein völlig neben sich stehende Person, die ganz und gar um den Anschluss kämpfen muss.

    In der N11 wurde nun ein Signal gesetzt und auch in Duisburg läuft ihre Zeit ab! Sie war sowieso schon auf dem Sprung, Duisburg kann an ihr sicherlich gutes Geld sparen und der Entwicklungsprozess und die Homogenisierung wäre mit ihrem Verkauf zunächst einmal abgeschlossen.

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  • FFFan sagt:

    Bisher völlig unerwähnt geblieben ist, dass von den zuletzt Nominierten neben Grings und Bresonik auch Kemme nicht dabei ist. Dafür ist Wensing, die bislang zweimal nachnominiert worden war, diesmal direkt im Kader.

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  • waiiy sagt:

    Maro hätte ich diesmal genauso zu Hause gelassen wie beim letzten Mal Kemme. Spielerinnen im Aufbau tut man keinen Gefallen, sie mitzunehmen und sie dann nicht einzusetzen.

    Statt Maro hätte ich diesmal Nadine Keßler mitgenommen. Sie sollte mal eine Chance bekommen, da sie sich nach langer Verletzung wieder in Form gespielt hat.

    waiiy

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  • pinkpanther sagt:

    Nicht nur nach dem Eindruck ihres Kurzeinsatzes im gerade zu Ende gegangenen Spitzenspiel zwischen Frankfurt und Potsdam gehört Maroszan meines Erachtens ganz klar in den 21er-Kader der NM!!! Allein der punktgenaue Pass kurz vor Schluss auf Garefrekes und auch einige andere Szenen zeigen, dass Maroszan von ihren fußballerischen Fähigkeiten her ganz klar in die Nationalmannschaft gehört. Ob sie es in die Startelf schafft oder eingewechselt wird, sei mal dahingestellt.
    Wir sollten nicht vergessen: Maroszan war lange verletzt, sie ist noch sehr jung, und gegenüber einigen „etablierten“ Frankfurterinnen ist sie zuletzt auch nicht wirklich abgefallen.
    Irgendwie habe ich – auch in diesem Forum – den Eindruck, dass von dieser jungen Spielerin Wunderdinge erwartet werden, die sie momentan zu leisten tatsächlich nicht imm Stande ist.
    Aber es ist sicherlich keine falsche Option, eine solche Spielerin wie Maroszan dabei zu haben. Ich finde es richtig gut, dass Frau Neid dieser Spielerin das Vertrauen gibt und sie mitnimmt 🙂
    P.S. Der Fall ist zwar deutlich anders geartet, aber genauso aussagekräftig: Eine andere sehr junge Nationalspielerin, Kumagai, wurde nach ihrem „Twitter-Fauxpas“ auch wieder in NM aufgenommen und nicht sofort aussortiert.

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  • waiiy sagt:

    @pinkpanther:

    Ich habe Maro weder ihre Fähigkeiten noch ihre Anlagen abgesprochen und schon gar nicht, dass sie in die Nationalelf gehört, wenn sie in Form ist. Aber wir sollten aufhören, Frauen zu nominieren, die mal gut waren oder wieder sein werden oder die entsprechenden Fähigkeiten haben.

    Maro war lange verletzt (wie auch Du so richtig geschrieben hast) und man kann von ihr zur Zeit keine Wunderdinge erwarten. Das ist der Grund, dass man einer Spielerin die Chance geben sollte, die zur Zeit in einem Hoch spielt und die durchaus auch solche Anlagen hat. Und das ist Nadine Keßler eben.

    Und auch Nadine Keßler war lange verletzt und spielt jetzt erst seit Beginn der neuen Saison wieder regelmäßig. Wie lange sollte sie wieder warten, bis sie nominiert wird?

    Vielleicht ist es auch nur die Angst, dass jemand anderes Maro vergessen machen könnte durch gute Leistungen in ihrer Abwesenheit. Aber das wird nicht passieren. Sie ist im Fokus und wird wieder (zu Recht) nominiert werden.

    btw: Wenn man eine Spielerin für einen Pass nominieren sollte, müsste man recht viele Spielerinnen mitnehmen…

    waiiy

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  • pinkpanther sagt:

    @waiiy: Der von mir erwähnte Pass sollte nur ein Beispiel und keine Rechtfertigung für die Nominierung sein!
    Ich meine Frau Neid macht es richtig, dass sie Maro nominiert und in den Kader beruft. Das heißt nicht, dass es Keßler nicht auch verdient hätte.

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