Schaulaufen in Schottland

Von am 9. November 2011 – 21.50 Uhr 5 Kommentare

Nach dem 10:0-Sieg im Hinspiel kann es der 1. FFC Turbine Potsdam im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League bei Glasgow City LFC am Donnerstag (ab 19.05 Uhr live auf Eurosport) geruhsam angehen und einige Stammspielerinnen für den Bundesliga-Gipfel am Sonntag schonen.

„Das ist schon eine Pflichtübung“, räumt etwa Anja Mittag ein, die dennoch betont: „Wir haben Respekt vor dem Gegner.“ Denn der habe durchaus seine Stärken, wie etwa Ballsicherheit im Passspiel, auch wenn von diesen im Hinspiel im Karl-Liebknecht-Stadion nicht viel zu sehen war.

Keine B-Elf
Turbine-Trainer Bernd Schröder kündigte bereits einige personelle Umstellungen an. So werden die gelbbelasteten Viola Odebrecht und Jennifer Cramer genauso eine Pause bekommen, wie möglicherweise auch Yuki Nagasato und Genoveva Anonma. „Wir werden trotzdem respektvoll auftreten und nicht mit einer B-Mannschaft spielen“, erklärt Schröder.

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Turbine-Ersatzspielerinnen

In Glasgow dürften einige Turbine-Ersatzspielerinnen zum Einsatz kommen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Einspielen für Frankfurt
Mittag betont, dass es auch darum geht, sich für das Topspiel beim 1. FFC Frankfurt zu rüsten, das am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Stadion am Brentanobad steigen wird. Und so wollen sich die Turbinen das nötige Selbstbewusstsein für das Duell mit den Frankfurterinnen holen.

Glasgow will die Fans versöhnen
Die Gastgeberinnen wollen zeigen, dass sie nicht so schlecht sind, wie es die zweistellige Niederlage glauben zu machen scheint. „Wir haben alle das Gefühl, dass wir uns aus verschiedenen Gründen letzte Woche ein bisschen haben hängen lassen“, so Trainer Eddie Wolecki.

Doch er betont: „Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, was wir besser machen können und unseren Fans eine gute Leistung zeigen“, auch wenn er anerkennen muss, dass die Trauben am europäischen Frauenfußball-Himmel für sein Team noch zu hoch hängen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Die Aufstellungen heute abend:

    Glasgow: Alexander – Woolley, McSorley, Love, Lindner, J. Ross, Corsie, Fernon, L. Ross, Dalziel, Gemmell

    Potsdam: Berger – Kemme, Peter, Wesely – Zietz, Hanebeck, Demann, Göransson – Mittag, de Ridder, I. Kershowski

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  • Mika sagt:

    Kein B-Kader. Aber es werden schon einige geschont. Schröder weiß (wie immer) was er macht.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, das ist ja relativ easy: 4:0, Schaulaufen auf Sparflamme anscheinend! Heute dürfen auch mal die Anderen Tore machen, eine willkommene Abwechslung!

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  • Michael sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich mich bei diesem Spiel (Glasgow – Potsdam) nicht getraut hätte, Freunde oder Bekannte, die bisher mit Frauenfußball nichts zu tun hatten, zum Mitgucken zu animieren. Man kann da Potsdam keinen großen Vorwurf machen außer den der Taktlosigkeit, denn zumindest die ersten beiden Tore hätten nach meinem Eindruck die Glasgowerinnen auch ganz alleine ohne die aufdringliche Einmischung der Potsdamerinnen zustande gebracht.

    Solche Spiele im Achtelfinale (!) – wenn sich das häuft, schadet es eher dem Frauenfußball. Womit ich keinesfalls das Gekicke des FFC gegen Paris schönreden will, das auf andere Weise niederschmetternd wirkte.

    Im Viertelfinale wünsche ich mir Lyon als Gegner einer der deutschen Mannschaften. Dann gibt’s wirklich Fußball!

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  • Sheldon sagt:

    …damit es im Finale dann wieder so einen einseitigen Kick gibt? Besten Dank! Potsdam gegen Lyon, das ist das einzige denkbare Finale zur Zeit, in dem wirklich Fußball zu sehen wäre!

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