Frankfurt trotz Niederlage im Viertelfinale

Von am 9. November 2011 – 22.52 Uhr 17 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat das Viertelfinale der Champions League erreicht. Nach dem deutlichen 3:0-Heimsieg gegen Paris Saint-Germain vor Wochenfrist mussten die Hessinnen im Rückspiel allerdings eine Niederlage einstecken.

Mit 2:1 (1:1) gewann PSG auf eigenem Platz, dabei begann der FFC wie die Feuerwehr. Die Zuschauer hatten gerade ihre Plätze eingenommen, da führten die Frankfurterinnen auch schon.

Crnogorcevic trifft und muss vom Feld
Nach Vorlage von Fatmire Bajramaj spielte sich Ana-Maria Crnogorcevic an der Strafraumgrenze frei und netzte mit einem platzierten Flachschuss zur Gäste-Führung ein. Beflügelt vom Treffer dominierte der FFC die Anfangsphase, doch mit Verlauf der Partie kamen die Französinnen immer besser ins Spiel. In der 21. Minute hatten sie durch Kenza Dali die Chance zum Ausgleich, aber Nadine Angerer im FFC-Tor hielt mit einer starken Parade den Kasten sauber.

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Eine halbe Stunde nach ihrem Treffer musste Crnogorcevic ausgewechselt werden. Die Schweizerin verletzte sich nach einem Zweikampf mit Nonna Debonne. Für sie kam Jessica Landström in die Partie.

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Keine gute Leistung, aber der FFC steht im Viertelfinale. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Doppeltorschützin Alexandra Long
Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst hätte Kerstin Garefrekes die FFC-Führung ausbauen können, ihr Kopfball flog jedoch an die Latte. In der Nachspielzeit traf Alexandra Long zum Ausgleich. Die US-Amerikanerin zog nach Vorarbeit von Landsfrau Ella Masar aus gut elf Metern ab. Angerer hatte ihre Finger noch am Ball, konnte den Treffer aber nicht verhindern.

Nach dem Seitenwechsel waren zwingende Aktionen auf dem Feld Mangelware. In der 74. Minute traf Long zum 2:1, was aber letztlich viel zu spät kam, um die Frankfurterinnen in der Schlussphase tatsächlich noch einmal unter Druck zu setzen. So steht der FFC im Viertelfinale, wird sich aber für das Bundesligaduell mit dem 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag deutlich steigern müssen.

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17 Kommentare »

  • Paul sagt:

    Mädels das war eine schaurige Vorstellung und das Prädikat ungenügend ist noch geschmeichelt

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  • Detlef sagt:

    Das war ja nun nicht das, was man sich in Mainhatten so vorgestellt hatte, um sich Selbstvertrauen für Sonntag zu holen!!!
    Da sind sie noch mal mit einem blauen Auge davongekommen!!!

    Schade für PSG, daß sie sich im ersten Spiel so unter Wert verkauft haben!!!
    Aber heute haben sie gezeigt, wie sie Spitzenmannschaften (siehe auch Lyon) zu Fall bringen können!!!

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  • Mika sagt:

    Ganz stark bei PSG übrigens die linke Verteidigerin, Boulleau. Die hat u.a. KG und auch sonst alles was bei Frankfurt über rechts laufen sollte gestoppt…

    Bei Frankfurt gefällt mir immer noch Huth. Bajramaj dagegen wieder(!) mit gefährlichen Frust-fouls… Und Kumagai, so sehr ich sie für ihre Einsätze in der Natio schätze, hat echt ne schlechte Phase.

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  • Michael sagt:

    Die personellen Konsequenzen, die Kahlert angekündigt hat, kann er leider nicht ziehen: Marozan spielt ja schon, wenn auch noch lange nicht auf altem Niveau, und Kim steht nach wie vor nicht zur Verfügung. So spielt halt eine Mannschaft ohne echte Regisseurin im Mittelfeld, mit einer wackeligen Abwehr und einem fahrigen Sturm. In der zweiten Halbzeit wurden eklatant alle Schwächen aufgezeigt von einem äußerst robusten Pariser Team, viele Spielerinnen technisch gut, vom kämpferischen Einsatz her hervorragend, und fast alle bis zuletzt schneller als die meisten Frankfurterinnen.
    Mit dem 1:2 ist der FFC noch gut bedient. In der Mannschaft stimmt zur Zeit nicht viel. Beide französische Vertreter in der CL haben dagegen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, auch Paris nach dem schwachen Auftritt im Hinspiel.

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  • Mika sagt:

    @Michele: Danke, ich hatte die Aufstellung nicht mitbekommen und hab auf dem Feld nur die Üblichen gesehen…

    @Michael: Kims Ausfall war schon ein harter schlag für den FFC.

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  • Krissi sagt:

    @Mika: stimme dir bei Lira und Saki zu – Lira wieder mit – sorry – blödsinnigen Fouls und Saki bringt oft ihre eigene Hintermannschaft samt Torfrau in Schwierigkeiten. Nein, überzeugend war das heute nicht was Frankfurt gezeigt hat, aber Hauptsache das Viertelfinale der CL ist erreicht – mehr aber auch nicht! Trotz allem freue ich mich schon auf das Spiel am Sonntag zwischen Frankfurt und Potsdam – wird bestimmt spannend. 😉

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  • Sheldon sagt:

    Ganz ehrlich, wenn man sich die Leistungen von Frankfurt am Sonntag und heute anschaut, dann kriegt man selbst als Potsdam-Fan schon ziemlich Mitleid…

    So wie Frankfurt sich zur Zeit selbst auseinandernimmt, das ist nicht mehr schön! Bajramaj mit keinem einzigen Schuss aufs Tor, dafür mit blöden Fouls, wie gewohnt, nur der prominenteste Ausfall einer über alle Maßen desolat auftretenden Mannschaft!

    Alle Frankfurter sollten Crno dankbar sein, dass sie so früh schon klare Verhältnisse geschaffen hat, PSG hätte heute durchaus das Zeug dazu gehabt, den FFC achtkant aus dem Wettbewerb zu werfen!

    Glückwunsch nach Frankfurt, gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen!

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  • Michael sagt:

    Im Zusammenschnitt des HR sah das ja gar nicht sooo schlimm aus, die haben aber auch hervorragende Cutterinnen.

    Irgendwie hat die Mannschaft ggw. kein Gesicht, insb. wenn sie unter Druck gerät – außer dem beleidigten von Lira. Wozu denn in die Ferne schweifen, wenn die Gute liegt so nah: Vorfristige Mentalbetreuung Prinz !!!:)

    @Sheldon: Aber für das Spiel gegen Turbine sehe ich noch gar nicht so schwarz. Der Nachteil, dass Turbine über den einen oder anderen Schwätzer auf Champions-League-Niveau verfügt, lässt sich vielleicht durch entschlossenes stille Schweigen ausgleichen. Let’s see…

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  • FFFan sagt:

    Oh je! Beim FFC scheint momentan echt der Wurm drin zu sein. Wer nach der Niederlage in Freiburg geglaubt hatte, dass der Tiefpunkt erreicht sei, wurde gestern eines Besseren (bzw. ‚Schlechteren‘) belehrt. Keine Ideen, keine Ordnung, kein Kampfgeist, kein Zweikampfverhalten, kein… gar nichts! 🙁
    Das einzig Positive an diesem Europapokal-Abend ist das Weiterkommen, aber mit so einem Spiel kann man sich weder Selbstvertrauen holen noch dem nächsten Gegner Angst einjagen. Allerdings vielleicht ihn in Sicherheit wiegen, so gesehen könnte die kleine Niederlagenserie doch noch ihr Gutes haben! 😉

    Personell sind für Sonntag keine weitreichenden „Konsequenzen“ bzw. Änderungen zu erwarten. Bartusiak sollte bis dann wieder fit sein und auch Behringer dürfte nach kurzer ‚Denkpause‘ wieder in die Startelf zurückkehren, aber das war’s dann auch schon. Dafür vergrößert sich das ‚Lazarett‘ womöglich noch um Crnogorcevic, die zuletzt aufsteigende Tendenz hatte erkennen lassen, gestern aber mit einer noch nicht genau diagnostizierten Schulterverletzung ausschied.

    Und so ergeht es Sven Kahlert nicht anders als seinem Kollegen John Toshack, von dem ein bekanntes Zitat überliefert ist: „Am Montag nehme ich mir vor, zur nächsten Partie zehn Spieler auszuwechseln. Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag noch vier Spieler. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, dass ich doch wieder dieselben elf Scheißkerle einsetzen muss wie in der Vorwoche.“ (na gut, das passt in diesem Fall vielleicht nicht ganz, und das nicht nur, weil es keine weibliche Entsprechung zu „Scheißkerle“ gibt! 😉 )

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  • wrack sagt:

    Es gibt zwei tröstliche Binsenweisheiten für Frankfurter Fans im Hinblick auf das Potsdam-Spiel:
    Es kann nur besser werden.
    Der Ball ist rund.
    Dazu darf man jetzt als erklärter Underdog auflaufen, wenn ich die Posts zusammenfasse.
    Und noch eine Motivatonshilfe (mehr leider nicht)
    Jetzt erst recht !
    Ob´s hilft ?

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  • Lucy sagt:

    Die ganze Vorstellung war peinlich und schauderhaft !!! 😮 🙁

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  • Uwe sagt:

    Ich weiß nicht, warum PSG hier so gelobt wird, ich habe das Team überhaupt nicht stark gesehen. Außer körperlicher Robustheit ist bei denen auch nicht viel zusammengelaufen. Was die Frankfurter Nicht-Leistung noch mehr schmälert. Keine Ahnung, wie die bis Sonntag die Kurve kriegen wollen. Talentierte Einzelspielerinnen (Bajramaj, Huth) aber kein Zusammenspiel, jeder Paß in die Tiefe landet beim Gegener. Was machen die eigentlich die Woche über im Training? Das sollte man mal den Herrn Kahlert fragen!!

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  • waiiy sagt:

    In anderen Berichten steht, dass Behringer „geschont“ wurde… Für mich sah es eher anders aus nach dem Spiel am Sonntag. Und auf Kosten einer Niederlage „schont“ man sicher keine Spielerin, wenn man dann mit dem Rucksack von 2 Niederlagen in Folge den Spitzenreiter empfangen darf.

    Alles in allem gut für den deutschen Fußball (weil Frankfurt weitergekommen ist) und gut für Potsdam (die, wenn es heute normal läuft, mit deutlich breiterer Brust am Sonntag in Frankfurt auf den Platz gehen sollten).

    Ich habe am Sonntag bemängelt, dass die Ordnung auf dem Platz ziemlich wacklig ist bei Frankfurt. Dass man dann solche Positionswechsel (Huth rechts, Bajramaj links, Garefrekes auf die 6 und Maroszan auf die 10) vornimmt, kann ich nicht verstehen, auch wenn man Behringer (aus welchem Grund auch immer) auf der Bank lässt. Das ist für mich unverständlich, dass man dadurch 4 Positionen rotiert und das vor der „Spitzenspielwoche“ (lauf Homepage von Turbine). Von daher stimme ich Sehldon (Mitleid) zustimmen.

    In Frankfurt muss man echt hoffen, dass Crno bis Sonntag wieder fit wird (wenn sich dann Babett um sie „kümmern“ wird).

    waiiy

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  • Michele sagt:

    @Waiiy
    Mel Behringer und Saskia Bartusiak sind schon angeschlagen mit nach Paris geflogen. Nur im Notfall hätte man sie einsetzen können. Bartusiak hat eine Verhärtung im Oberschenkel und Behringer Probleme mit den Adduktoren.

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  • Sylivijaa sagt:

    Frankfurt ist schon verdient im Viertelfinale. Wenn man natürlich in 2 Spielen 7 mal Pfosten oder Latte trifft, wird es nicht leichter. Paris hatte ja auch kaum Torchancen, wenn man von ein paar Verzweiflungsweitschüssen absieht.
    Schade auch, dass Ana-Maria sich verletzt hat. Landström hat danach kein „Land“ gesehen. Svenja Huth wird meiner Ansicht nach doch ein wenig überschätzt. Sie ist kaum an wirklich gefährlichen Situationen beteiligt, trotz ihrer schnellen Drbblings und guten Ballbehandlung. Lira sollte langsam mal erwachsen werden und Marozsan ist noch nicht wieder die Alte.
    Frankfurt fehlt im Moment eine richtige „Knipserin“. So werden sie in dieser Saison keinen Titel gewinnen. Mal sehen wer in der Winterpause verpflichtet wird. Popp, Grings oder wird man international suchen?

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke nicht, dass Alex Popp Duisburg verlassen würde. Sie hat doch jetzt abschreckende Beispiele (insb. Bajramaj, aber auch Kumagai, Maroszan, etc.), die zeigen, wie schnell man beim FFC in die falsche Spur gelangen kann.
    Zudem war sie in der letzten Saison eine der ersten, die sich zum FCR bekannt haben. Da wird sie ihn jetzt, wo es dem Verein so gut geht, ganz sicher nicht verlassen, zumal es sein könnte, dass es für sie zu dem Zeitpunkt ein sportlicher Abstieg wäre^^

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  • Paul sagt:

    sporlicher Abstieg hin oder her wenn es zwischen den Fingern stimmt ist manches vergessen und so schlimm (schlecht)ist die Mannschaft von Frankfurt nun auch nicht —es ist aber noch ein ganzes Stück Arbeit….

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