Landesverdienstorden für WM-Engagement

Von am 7. November 2011 – 20.05 Uhr 2 Kommentare

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die Nationalspielerinnen und DFB-Trainerinnen, die in NRW beheimatet sind, für ihr Engagement rund um die Frauenfußball-Weltmeisterschaft mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet.

Zu den Geehrten gehören Bundestrainerin Silvia Neid, ihre Kolleginnen Maren Meinert und Bettina Wiegmann sowie die Nationalspielerinnen Annike Krahn, Linda Bresonik, Inka Grings, Ursula Holl, Simone Laudehr und Alexandra Popp.

„Sie haben Ideale, für die Sie leben und sich engagieren“
Die Trainerinnen und Spielerinnen hätten mitgeholfen, dass die Frauenfußball-Weltmeisterschaft im Sommer ein großer Erfolg geworden sei, so Kraft in ihrer Ansprache. „Sie alle haben Ideale, für die Sie leben und für die Sie sich engagieren“, dankte die Ministerpräsidentin in ihrer Laudatio zunächst einmal allen Geehrten, „Sie alle haben Außergewöhnliches geleistet.“

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Trägerinnen des Verdienstordens: Maren Meinert, Alexandra Popp und Bettina Wiegmann (v.l.) © Staatskanzlei NRW/ Ralph Sondermann

Beitrag zur Gleichberechtigung
Mit Blick auf die Sportlerinnen erinnerte Kraft an die große Begeisterung, die das Team bei „vielen Tausenden“ während der WM entfacht habe, und hob hervor, dass der Frauenfußball einen wichtigen Beitrag zur Gleichberechtigung von Mann und Frau geleistet habe. Damit sei, so beendete die Ministerpräsidentin ihre Würdigung, zumindest beim Fußball das Ziel erreicht, über das sich in den Geschichtsbüchern eine nette Geschichte finden lasse:

„Beim Kampf für die Rechte der Frauen nämlich wurde dem britischen Politiker Chamberlain einmal in hitziger Atmosphäre zugerufen: ‚Der Tag wird kommen, an dem die Frauen regieren werden.’ Chamberlain soll sich daraufhin der Dame zugewandt, ihr die Hand geküsst und gesagt haben: ‚Und das wird gar nichts Neues sein.’ Machen Sie, meine Damen, also weiter. Damit es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen völlig normal und nichts Neues sein wird, wenn Frauen das tun, was für Männer schon lange selbstverständlich ist.“

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2 Kommentare »

  • Daniela sagt:

    Ach ich dachte, Steffi Jones war für den Erfolg der WM verantwortlich. Hm, hab ich wohl was falsch verstanden…
    Aber schön, dass man für einen gründlichen Flop eine Auszeichnung bekommt. Dann kommt wenigstens keiner auf die Idee, was verändern zu wollen, weil man wird mit seiner Leistung ja bestätigt…

    Obwohl in gewisserweise stimmt es ja doch. Denn nach dem frühen Ausscheiden wurde die WM ja endlich interessant.:)

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  • berggruen1 sagt:

    1. Ist es eine Länderauszeichnung, daher wäre Steffi Jones als Hessin nicht in Frage gekommen.
    2. Sind sie nicht für ihren sportlichen Erfolg ausgezeichnet worden, sondern für ihr Engagement im Vorfeld/während der WM, damit diese auch in den weiteren Kreisen wahrgenommen werden. Da hätte Steffi Jones alleine aber ziemlich alt ausgesehen.
    3. Jetzt werden einmal Spielerinnen auch nach der WM noch bemerkt und es ist wieder nicht Recht?
    Was nicht bedeutet, dass ich solche Auszeichnungen ganz generell für sinnvoll erachte, denn es gibt in Deutschland inzwischen eine Inflation an merkwürdigen, seltsamen und zumeist absolut überflüssigen Auszeichnungen und Ehrungen für immer weniger Gegenleistung.

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