Kellerduell in Jena, Freiburg will überraschen

Von am 4. November 2011 – 11.48 Uhr

Nach den deutlichen Siegen in der Champions League müssen die Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Frankfurt und 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag wieder in der Liga antreten. Doch mindestens so spannend, wie das Fernduell der beiden, ist die Begegnung im Abstiegskampf zwischen Jena und Leipzig.

Vor dem achten Spieltag liegt der FF USV Jena mit nur vier Zählern auf dem neunten Tabellenrang, mit drei Punkten rangiert der 1. FC Lok Leipzig einen Platz dahinter. „Alle sind sich der Bedeutung dieses Spiels bewusst“, sagt Martina Voss-Tecklenburg.

Jena möchte eine Serie starten
Damit meint die USV-Trainerin nicht nur den Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch den Derby-Charakter der Partie. Zuletzt unterlag Jena beim FC Bayern München, doch an die gezeigte Leistung möchte man anknüpfen, „denn wir haben eine gute Partie abgeliefert“, so Mittelfeldspielerin Carolin Schiewe. Und die Trainerin denkt bereits ein bisschen weiter. „Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis gegen Leipzig versuchen, eine kleine Mini-Serie im November zu starten, da nach dem Leipzig-Spiel mit den Partien in Hamburg und gegen Leverkusen weitere direkte Konkurrenten aus dem unteren Tabellenfeld warten.“

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Mandy Islacker

Mandy Islacker kehrt in den FCR-Kader zurück. © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Kurstädterinnen empfangen den FCR
Unterdessen bekommt es der abstiegsbedrohte SC 07 Bad Neuenahr mit dem FCR 2001 Duisburg zu tun. Die Kurstädterinnen können seit der vergangenen Woche wieder auf Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi bauen. „Mit Célia und Ramona (Petzelberger) hat Neuenahr durchaus beachtliche Offensiv-Qualitäten, da müssen wir aufpassen“, weiß Duisbugs Linda Bresonik. Die Favoritenrollen sind klar verteilt, auch wenn „völlig klar (ist), dass Bad Neuenahr eine viel höhere Qualität hat, als es der Tabellenstand aussagt“, so FCR-Abwehrspezialistin Luisa Wensing. „„Unsere Marschroute ist unverändert: Aus den Spielen gegen Jena, Neuenahr und München wollen wir neun Punkte mitnehmen“, fordert FCR-Trainer Marco Ketelaer, der wieder auf die genesene Mandy Islacker setzen kann.

Freiburg will „clever attackieren und blitzschnell umschalten“
„Ich glaube nicht, dass ich den großen Motivator spielen muss“, sagt Milorad Pilipovic, Trainer des SC Freiburg, vor dem Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt. „Solche Spiele sind genau die Herausforderungen, die sich die Spielerinnen wünschen.“ Mit dem FFC kommt der noch ungeschlagene Tabellenführer ins Möslestadion. „Wir müssen schauen, dass wir den Spielfluss der Frankfurterinnen unterbrechen, clever attackieren und blitzschnell umschalten. Wir müssen über 90 Minuten hochkonzentriert agieren und gut gegen den Ball arbeiten. Wenn wir das schaffen, dann schauen wir mal, ob und wie wir dem Gegner weh tun können.“

„Das Team von Milorad Pilipovic präsentiert sich bislang erwartet stark und hat sich mit Siegen gegen Bayern München, Bayer Leverkusen sowie dem 1. FC Lok Leipzig einen Platz im sicheren Mittelfeld verdient“, so FFC-Trainer Sven Kahlert. „Wir reisen also mit dem nötigen Respekt, aber im Wissen um unsere eigenen Stärken nach Freiburg.“ Verzichten muss der FFC weiter auf seine Langzeitverletzten, den Freiburgerinnen fehlen noch immer Torhüterin Marisa Brunner und Isabella Schmid.

„Wölfinnen“ empfangen Bayer 04
Der VfL Wolfsburg empfängt die abstiegsbedrohte Elf von Bayer 04 Leverkusen. Die Favoritenrolle scheint angesichts der Tabellensituation klar verteilt. Doch in der vergangenen Saison kam Leverkusen ausgerechnet gegen den VfL zum ersten Saisonsieg. In den weiteren Spielen tritt der FC Bayern München auf heimischem Platz gegen den 1. FFC Turbine Potsdam an, die SG Essen-Schönebeck empfängt den Hamburger SV.

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