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Deutschland – Schweden: die Spielerinnen in der Einzelkritik

Von am 27. Oktober 2011 – 14.44 Uhr 28 Kommentare

Im zum „Prestigeduell“ erklärten Spiel gegen Schweden tat sich die deutsche Nationalmannschaft lange schwer. Womensoccer wirft einen Blick auf die Einzelleistungen der Spielerinnen.

Nadine Angerer

Die Spielführerin hat ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit mit zwei Glanzparaden gegen Antonia Göransson und Lotta Schelin in der 8. und 15. Minute vor dem Rückstand bewahrt. Gegen Schelin hatte sie in der 62. Minute auch Glück, da half die Latte.

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Note: 2

Bianca Schmidt
Die beiden Glanzparaden Angeres wurden beide nach groben individuellen Fehlern von Schmidt auf der rechten Abwehrseite nötig. Die Außenverteidigung (auch mit Faißt auf links) war ein andauernder Unsicherheitsfaktor.

Note: 4,5

Annike Krahn
Die Innenverteidigung agierte deutlich sicherer als die Außenverteidigung. Krahn stand meistens richtig, konnte im Spielaufbau jedoch keine Akzente setzen, da die Bälle – wie häufig von ihr gesehen – nur hinten rausgeschlagen wurden.

Note: 3,5

Saskia Bartusiak

Saskia Bartusiak (re.) im Laufduell mit Lotta Schelin © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Saskia Bartusiak
Die Innenverteidigerin vom 1. FFC Frankfurt bot eine solide Leistung und zeigte sich zumeist ruhig und abgeklärt – eine ihrer besten Leistungen im Nationaldress. War aber einmal nicht auf der Hut, als Lotta Schelin auf und davon ging und nur die Latte einen Gegentreffer verhinderte.

Note: 2

Verena Faißt
In ihrem sechsten Länderspiel war die junge Außenverteidigerin vom VfL Wolfsburg mit den zu Beginn dynamischen Schwedinnen überfordert. Nach vorne hat Faißt nach dem Seitenwechsel durchaus einige Impulse setzen können, in die Abwehr konnte sie keine Ruhe bringen.

Note: 4

Lena Goeßling
Mannschaftskollegin Lena Goeßling zeigte eine unauffällige Partie. Die Wolfsburgerin machte zwar keine groben Fehler, aber für die Position vor der Abwehr tat sie zu wenig und konnte im Spielaufbau keine Akzente setzen.

Note: 4

Simone Laudehr
Mehr tat an dieser Stelle Simone Laudehr. Die Duisburgerin war bemüht und hatte in der ersten Halbzeit die beiden besten Chancen, als sie aber zunächst (8.) an Hedvig Lindahl scheiterte und in der 26. Minute am Tor vorbei schoss. Ihr Kopfball an den Pfosten leitete nach dem Seitenwechsel das 1:0 ein.

Note: 2,5

Linda Bresonik
Konnte auf dem rechten Flügel wie schon in Rumänien keine Akzente setzen und blieb unauffällig. So recht scheint ihr die Position auf der Außenbahn nicht zu schmecken.

Note: 4,5

Fatmire Bajramaj
Bemüht zeigte sich auch Bajramaj, doch mit ihrer Fehlpassquote reihte sie sich nahtlos in das deutsche Spiel ein. Ihrem Spiel fehlte es an Struktur, auch wenn sie sich zur zweiten Halbzeit steigerte.

Note: 3,5

Melanie Behringer
Die Mittelfeldspielerin hat sich körperlich in der Vergangenheit schon spritziger gezeigt. Ihr Freistoß war die Vorarbeit zum 1:0, doch insgesamt waren auch ihre Standards schwach. Bei ihrem Potenzial und nach über 70 Länderspielen kann man mehr Impulse für das Flügelspiel erwarten.

Note: 4

Inka Grings
Hatte mit ihrem Heber in der 41. Minute eine Torchance, ansonsten war die Stürmerin kaum zu sehen. Sie bekam zwar wenig Bälle aus dem Mittelfeld, zeigte jedoch auch kaum Einsatz, sie sich in der Folge selbst zu holen.

Note: 4,5

Alexandra Popp
Eine ganze Klasse besser zeigte sich an der Stelle Alexandra Popp, die für Grings zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und Schwung ins deutsche Spiel brachte. Popp investierte viel, half sogar defensiv aus. Beim Treffer in der 60. Minute hatte sie sicherlich auch etwas Glück, doch kurze Zeit später hätte sie noch erhöhen können.

Note: 1,5

Svenja Huth

Svenja Huth feierte ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Svenja Huth
Kam für Behringer in der 68. Minute in die Partie und zeigte sich voll motiviert. Die Stürmerin war mit Herz und Einsatz bei der Sache – ein gutes Länderspieldebüt, auch wenn der Einsatz nicht von Erfolg gekrönt war.

Note: 3

Anja Mittag
Die Potsdamerin stand nur 15 Minuten auf dem Feld – zu wenig für eine Bewertung. Sie hatte jedoch kurz vor dem Ende das 2:0 auf dem Fuß, schoss aber zunächst direkt auf Lindahl und anschließend am Tor vorbei.

Martina Müller
„Joker“ Müller kam erst in der 87. Minute auf den Rasen und konnte naturgemäß nicht mehr viel bewegen.

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28 Kommentare »

  • kopfballungeheuer sagt:

    Zitat:
    „Martina Müller
    „Joker“ Müller kam erst in der 87. Minute auf den Rasen und konnte naturgemäß nicht mehr viel bewegen.“

    Aber sie bewegte sich und hatte damit einigen anderen, die länger auf dem Feld standen, schon etwas voraus… 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    … und Mittags starke Doppelszene war aus einiger Distanz und durchaus auch keinem so idealem Winkel! Trotzdem ware die Schüsse genauer als bei denen von Behringer und anderen, die genau auf Lindahl kamen und auch nicht stramm/hart genug geschossen waren.
    Auch von Angerer erwartet man das, was Lindahl getan hat, ab und an mal einen Ball halten…

    Ansonsten ist es für eine Spielerin ungüstig, wenn man in kürzester Zeit mit reichlich guten Szenen für Nachhaltigkeit bei der BT sorgen muss, was u.a. Anjas nervliches Problem sein könnte.

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  • Sheldon sagt:

    Alles in allem kann man das so stehen lassen. Gute Arbeit, Markus (Grings könnte man vielleicht noch härter bewerten, 5-5,5)

    Und mal ne Ansage an SF: Tu mal nicht so heuchlerisch! Der einzige, der hier ne Vereinsbrille aufhat, bist du! Da macht es echt keinen Spaß mehr, Turbine-Fan zu sein! Erst Schmidt, dann Mittag! Spielst dich hier als persönlicher Bodyguard für deine Lieblingsspielerinnen auf, aber mir unterstellen, ich wäre total subjektiv gepolt in Bezug auf Tabea Kemme.

    Pure Heuchelei! Schlimmer als in Frankfurt, wo man immerhin noch ehrlich sagt, was man denkt!

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  • jochen-or sagt:

    @sf
    Ich verstehe auch nicht wie man die Leistung von Anja Mittag anderweitig im Kommentar zum Spiel als „grottenschlecht“ bezeichnen kann.
    Im Unterscheid zum Rumänienspiel hat sie m.E. recht ordentlich gespielt – mit der guten Chance, wenn auch aus nicht ganz günstigem Winkel. Zudem hat sie wie im Verein ordentliche Pässe und dabei einen gefühlvollen Pass auf Popp gespielt, der dieser fast eine Riesenchance eröffnet hätte. Dieses Mal war die Leistung für jemanden, der nur 15 Minuten vor Schluss kalt ins Spiel kommt, o.k..

    Ihr Problem ist einfach, dass sie keine gute, weil unsichere Ausstrahlung bei ihren Auftritten hat. Daran muss sie und müssen die Trainer arbeiten.
    Leider spielt sie aber jetzt auch noch gegen Teile der Fans, was man an der Art der Kommentare lesen kann.

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  • wrack sagt:

    Bei Anja Mittag spielt die Vergangenheit eine Rolle. Als ich die beiden Schüsse sah, mußte ich unwillkütrlich an vergangene Zeiten in der Natio denken und wie sie den Ball (oft) nicht rein bekam. Dazu kam die untergetauchte Leistung gegen Rumänien.
    Das sollte in der Beurteilung gegen Schweden zwar keine Rolle spielen, aber beeinflusst doch.
    Ich habe von ihr nur die Doppelchance richtig wahrgenommen.
    Ich bin selbst aktiver Fußballer, der zweite Ball hätte sitzen müssen.
    Chance verpasst, denn ein Tor (Wir wissen es alle aus dem WM-Final) ändert alles.

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  • ff-reloaded sagt:

    Schulnoten? *augenbraue-hochzieh* Man muss doch nicht alles macheen, was die Bild tut, wenn es um die Männer geht. Erst jammern, der Druck war zu hoch, dann selbst so komprimiert Druck aufbauen? Ich weiß nicht…
    Außerdem frag ich mich bei den 4ern und 4,5ern, was die für das Rumänienspiel bekommen hätten. Alle glatt 6, setzen?
    Schmidt hat wie Faißt viel nach vorn gearbeitet, Fehler passieren. Allen.
    Grings hat vorn zu viel rumgestanden, aber viel in der Mitte versucht (und ist den anderen dabei zwischen die Füße gelaufen, stimmt schon), Bresonik hat gegen die Schweiz super auf der Position gespielt, gegen Rumänien unterirdisch (jedenfalls, wenn es mal in die richtige Richtung ging)und gestern echt ein paar helle Momente gehabt.
    Bajramaj hat gerade in Hälfte 2 was bewegt, deutlich besser als 3,5 und Behringer war mE soweit ok, wenn nicht glanzvoll. Das war tatsächlich nur Popp.
    Und Angerer kriegt ein Sternchen dafür, dass sie sich gegen Schweden nicht getraut hat, vor den Stürmerinnen quer abzuwerfen… 😉
    Müssen es echt Schulnoten sein…?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @jochen-or

    Ja, Körpersprache nennt man das, wenn Schultern inkl. Kopf nach unten zeigen, hat´s man zumeist schon versch**** und kein Mäuseloch ist für´s Verkriechen zu klein.

    Aber ich weiß dennoch, was AM drauf hat und das ist Potenzial gleich für mehrere Spitzenfussballerinnen. Nur den Hebel zum Umlegen/Abrufen findet sie zu selten. Hin und weg war ich beim vorletzten DFB-Hallenturnier, wo sie gerade mit TK Traumfussball, nahezu vom anderen Stern, zelebriert hat. Daran muss ich oft denken, wenn ich die aktuell vergebenen Chancen so mitkriege…

    @wrack

    > Ich bin selbst aktiver Fußballer, der zweite Ball hätte sitzen müssen.
    Ich dagegen habe die auch schon serienweise am langen Eck vorbeigezogen und wähne mich dabei immer noch in prominenter Gesellschaft von zig anderen Nationalspielern.
    Behringer z.B. hat gemäß meiner Erinnerung, bei zahlreicheren Gelegenheiten eine weit größere Streuung drin gehabt, wobei kein echter Torschuß mit Torfrauabwehr darunter war.

    @sheldon

    > Pure Heuchelei! Schlimmer als in Frankfurt, wo man immerhin noch ehrlich sagt, was man denkt!

    Herrliche Aussage in Selbsttor-Manier! Mir nachsagen, ich wäre ein schlimmerere Heuchler als jeder Frankfurter sagt doch, das genau die von Dir Auserwählten dasselbe tun. Jedoch kommt der Nachsatz, die sagen ehrlich, was sie denken!
    Kannst Du Dich bitte für eine Version entscheiden oder ist Dir das Denken eben mal so abhandengekommen?
    Wie sagte doch Thomas Doll als Trainer des BVB auf einer PK:“Ich lach mir gleich den Arsch ab!“. Ich bin auf dem besten Wege dahin, wenn Du hier weiterhin so ´nen Quäse schreibst! 😀 😀 😀

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  • wrack sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Ich habe mit meinem Satz auf deinen Satz antworten wollen:
    „Mittags starke Doppelszene war aus einiger Distanz und durchaus auch keinem so idealem Winkel!“
    Was wolltest du mit diesem Satz sagen ? Ich habe das so verstanden, dass es nicht so einfach gewesen wäre. Und das stimmt so nicht, wie ich (und du) aus Erfahrung oder zumindest aus dem Training wissen.
    Hättest du gleich geschrieben, dass man einen solchen Ball verhauen kann (ich natürlich auch, aber…)
    Darum ging es nicht. Es ging mir darum, dass MITTAG den Ball verhauen hat und es in der Natio Konkurrenz gibt und ein Treffer…
    Alles klar ?

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  • wrack sagt:

    @ jochen-or: Mit dem Ball auf Popp meinst du die einzige, längere (über vier Stationen) Kombi des Spiels vor dem schwedischen Strafraum, in der 79. Minute, als Lindahl noch kurz vor Popp an den Ball kam ? Wenn ich da genau hingucke (mein Bildshirm ist so klein), kommt der letzte Ball auf Popp aber von Laudehr und nicht von Mittag ?!
    Es ist schon richtig: Sie hatte nur wenige Minuten. Es war aber ein Testspiel und sie hatte 45 Minuten gegen Rumänien, wo sie nicht besonders auffiel. Und sie hatte noch einmal die Chance, gegen Schweden aufzufallen, bei einem Ball, den eine Spielerin ihrer Klasse im Training (mit voller Konzentration) immer reinmacht. Ich glaube, wir alle hättes es ihr gewünscht, dass sie ihn reinmacht. Aber…

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  • fisch sagt:

    @SF
    Ich bin voll Deiner Meinung, was die Fähigkeiten/Potential von Anja Mittag betreffen. Wer sie regelmäßig sieht, kann das bestätigen.
    Erst die WM-Ausbootung, dann nur einen Bruchteil des Kredites bei SN
    gegenüber anderen Gesetzten. Wie soll sie da Selbstsicherheit und eigenes Zutrauen bekommen. Trainer(in) sein hat auch was mit Psychologie zu tun. Aber da hat ja SN in letzter Zeit auch ihre diesbezügliche Unfähigkeit deutlich bewiesen.

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  • Detlef sagt:

    Mit den meisten „Schulnoten“ bin ich durchaus einverstanden, aber einige fallen doch zu schlecht oder zu gut aus!!!

    BIANCA mit 4,5 zu benoten, weil sie zwei Fehler gemacht hat, die jeweils zu schwedischen Chancen geführt haben, finde ich zu oberflächlich gesehen!!!
    Ihre verstärkten Bemühungen über ihre rechte Seite sollten da auch positiv berücksichtigt werden!!!
    Irgendwie scheint mir ihr Spiel etwas verunsichert, aber 4,5 ist doch zu schlecht bewertet, ich sah sie ähnlich wie Annike!!!

    Lena ist mit Note 4 auch zu hart „bestraft“ worden!!!
    Für sie ist diese Position noch Neuland, und sie muß sich erst reinkämpfen, ich denke zwischen 3 und 3,5!!!

    Inka ist dagegen mit 4,5 noch sehr wohlwollend beurteilt worden!!!
    Ihr ist gestern eigentlich gar nichts geglückt, und nur für den einen Lupfer hinters schwedische Tor sie auf 4,5 „hochzulupfen“, ist nicht vermittelbar, für mich 5,5!!!

    Linda war gestern definitiv besser als Inka, auch wenn ich ihre Note schon für gerechtfertigt halte!!!
    Sie scheint mit ihrer zugedachten Rolle aber nicht glücklich zu sein, oder muß sich damit erst noch anfreunden!!!

    LIRA ist auch zu schlecht weggekommen!!!
    Im Vergleich zu Hütchen war sie gewiss nicht schlechter, wenn auch der große Glanz nicht da war, mindestens 3!!!

    Wenn man mal voraussetzt, daß Poppis Note gerechtfertigt ist, sollte Simon mindestens Note 2 bekommen!!!
    Sie war fast überall auf dem Feld anzutreffen, und hatte etliche gute Möglichkeiten (incl. des Assist zum 1:0), und im Vergleich zum Rumänien-Spiel, gönnte sie sich diesmal kaum Pausen!!!

    Zu ANJA muß ich jochen-or absolut recht geben!!!
    Sie spielte in der kurzen Zeit auffälliger als im letzten Spiel!!!
    Das Tor muß sie allerdings machen, zumal mit ihrem stärkeren rechten Fuß!!!
    Im Training wäre der sicherlich drin gewesen, aber im Spiel versagten leider wieder die Nerven!!! 🙁

    Warum man in einem Testspiel noch in der 87. Minute wechseln muß, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben!!!
    Schade für Martina, der ich einen wesentlich längeren Einsatz gegönnt hätte!!!

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Red kein Schmarn, weißt genau, wie ich das gemeint habe! Es ist schon sehr dreist, erst immer wieder und überall hinzuschreiben: Nehmt bitte die Vereinsbrille ab! und dann selbst Bianca Schmidt und Anja Mittag hochzujubeln bei Leistungen, mit denen du andere schon längst betreffs N11 in die Wüste geschickt hättest.

    Alles in allem wiederhole ich mich, wenn ich sage: Kann man so stehen lassen, die Noten mit der ein oder anderen Nuance!

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  • FFFan sagt:

    Den Noten kann ich im Großen und Ganzen zustimmen, auch wenn ich im Einzelfall vielleicht um eine halbe oder ganze Note nach oben oder unten abweichen würde.

    Fest steht, dass in der deutschen Mannschaft Angerer, Laudehr und Popp die herausragenden Spielerinnen waren. Vor allem Alex Popp durfte sich als Gewinnerin des Abends fühlen, konnte sie doch erneut ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Mit 10 Treffern in 19 Länderspielen weist sie eine hervorragende Torquote auf. Ob sie allerdings bereits der erfahrenen Grings (64 Tore in 95 Länderspielen) den Rang ablaufen kann, steht auf einem anderen Blatt.
    Bartusiak, die nach überstandener Fußverletzung wieder ihren angestammten Platz in der Innenverteidigung einnahm, überzeugte mit einer grundsoliden Leistung. Und Svenja Huth gab ein vielversprechendes Debut in der A-Nationalmannschaft. Sie zeigte (trotz leichter Anpassungsschwierigkeiten an das höhere Tempo), dass sie grds. auf diesem Niveau mithalten kann.

    Schweden hatte seine besten Kräfte in Kapitänin Seger, die wie kaum eine andere in der Lage ist, den ‚tödlichen‘ Pass in die Spitze zu spielen, und der sehr schnellen und eminent gefährlichen Stürmerin Schelin, der nur ein wenig das Glück im Abschluß fehlte.

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  • waiiy sagt:

    Das Thema „Anja Mittag“ kommt immer wieder auf, wenn es um die Nationalelf geht und auch mir geht es so, dass ich immer wieder darüber nachdenke, wenn ich sie in Potsdam spielen sehe und dann im Vergleich in der Nationalelf.

    Fakt ist, dass sie eine richtig gute Stürmerin ist und sicher auch unter die besten 4-5 Stürmerinnen in Deutschland gehört. Fakt ist auch, dass sie damit sicher in die Nationalelf gehört von der Leistungsfähigkeit. Fakt ist aber auch, dass sie nicht in die Startelf gehört, weil da 2-3 andere Stürmerinnen sind, die bessere Leistungen in Weiß/Schwarz bringen.

    Dass jede Spielerin, die im erweiterten Dunstkreis der Nationalelf ist, auch Stammspielerin in ihrem Heimatverein ist, ist klar. Und damit tut sich jede der Spielerinnen auch leichter, wenn sie von Anfang an spielt, weil sie es jede Woche so gewohnt ist. Damit muss aber auch jede dieser Spielerinnen darauf gefasst sein, dass sie auch von der Bank gute Leistungen bringen sollte, wenn sie bei der Nationalelf ist und dort vielleicht erst später ins Spiel „geworfen“ wird. Außerdem sind gerade in Zeiten, in denen das System nur auf eine Stürmerin ausgelegt ist, vorbei, da es eine Stammstürmerin gibt. Vielmehr wird diese Position allein aus Kraftgründen in jedem Spiel aus- und eingewechselt. Es ist also kein Argument, dass Anja eine „Stammspielerin“ ist.

    Wenn Anja die Leistungen, die sie im Verein relativ konstant bringt, nun nicht in der Nationalmannschaft umsetzen kann, kann man niemanden aus ihrem Umfeld, aus dem Umfeld des Vereins bzw. der Nationalmannschaft dafür verantwortlich machen. Wir fordern auf vielen anderen Positionen das Leistungsprinzip. Dann muss es auch für sie gelten. Und Spielerinnen können sich halt in der jetzigen Situation nur über Kurzeinsätze anbieten, weil sie dich Stammformation nach der WM und den letzten Leistungen selbst erst einmal finden und einspielen muss, damit eben Laufwege (siehe Grings/Bajramaj) und Übergaben (Peter/Behringer links und Schmidt/Bresonik rechts) irgendwann im Schlaf klappen. Wenn Anja dazu nicht in der Lage ist, dann ist sie zwar für Turbine enorm wertvoll, aber in der Nationalmannschaft eben nicht und dann werden die Chancen auch geringer.

    Und wenn wir ehrlich sind, wird es für sie ganz eng, wenn Maro und Celia wieder dabei sind. Dann wird der rechte Flügel auch nicht meh durch Bresonik besetzt sondern durch Celia bzw. Bajramaj (falls Maro in der Mitte zum Einsatz kommt). Und im Sturm wird das Wechselspiel Grings/Popp weitergehen, was je nach Gegner auch richtig ist.

    Ich hoffe mit jeder Einwechslung von Anja, dass der Knoten platzt und sie mal eine Leistung zeigt, wie es bei Popp möglich ist. Nur dann hat sie wirklich eine Chance. Ansonsten ist sie halt nur dabei oder eben auch nicht (siehe WM).

    waiiy

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  • hanah sagt:

    Ich finde die note von Bajramaj zu schlecht(Ich hätte ihr eine 2,5-3 gegeben)wenn Popp eine 1,5 bekommt,weil sie wurd eingewächselt hat ein tor geschossen gut gespielt,aber dann hätten bajramaj eine 2,5 bekommen müssen und übrings Frankfurt ist in meinen augen besser als potsdam!!!!!;) ach ich liebe diesen smiley;););)

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  • berggruen1 sagt:

    Oh je, wir haben wieder einen Hardcore-Fan einer einzelnen Spielerin;-).

    @hanah: Deine Argumentation geht doch nicht auf: A. Popp wurde eingewechselt, hat Wind ins Spiel gebracht und – wenn auch als Abstauber – das entscheidende Tor geschossen. Daraus aber zu schlußfolgern, dass F. Bajramaj (die ich durchaus für eine sehr gute Fußballerin halte) besser war als dargestellt, ist doch vollkommen unlogisch! Als F. Bajramaj noch bei Potsdam gespielt hat, war da Potsdam besser als Frankfurt;-)?

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  • Michele sagt:

    Ich denke, jeder der das Spiel gesehen hat, weiß das Lira kein gutes Spiel gemacht hat. Ihre Note ist absolut gerecht. Linda und Inka hätte ich z.B. eine glatte 6 gegeben. Die Noten für Schmidt und Faißt sind auch gerecht, da die beiden immer wieder große Schwächen offenbart haben. Bei der 4 für Goeßling bin ich mir nicht sicher. Was hat sie den fürs Spiel getan? Große Fehler hat sie aber auch nicht gemacht. Vielleicht hätte man ihr auch eine 3 geben können. Sassi hat für mich ein ordentliches Spiel in der IV gemacht und Krahn? Darüber werde ich lieber Schweigen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Bei Lira manifestiert sich bei mir im zunehmenden Maße, dass ihre Trickliste zwischenzeitlich abgearbeitet, weil zu stereotyp/uniform, ist.
    Die Unausrechenbarkeit einer Lira hat daher eindeutig rückläufig, weil die Gegenspieler, nicht blind und keine No-Names sind. Ohne unbedingt Foul spielen zu müssen, ist es inzwischen leichter als zuvor, Lira im Zweikampf seriös zu stellen und sich zu behaupten.
    Eine Feststellung von mir, die ich auch explizit im Schwedenspiel registriert habe.

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  • hanah sagt:

    @berrgun 1 Du hast mich falsch verstanden!!!!!!!!!!!;) Ich weiß, dass Poppi sehr gut gespielt hat!!! Ich meine ja nur,dass L. Bajramaj eine bessere Note verdient hätte, weil sie auch sehr gut war!!!!!;););) ( Smileys sind toll!!!!!);) Ich glaub die letztzen 2 Jahre waren Potsdam und Frankfurt gleich gut!!!!!;) Und eine Frage hab ich noch an alle: Wie sollte die perfekte N11 eurer Meinung nach aussehen????;)

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  • Michele sagt:

    @Hanah
    Angerer
    Bresonik-Bartusiak-Peter-M.Weber
    Odebrecht-Laudehr
    Behringer-Bajramaj-Da Mbabi
    Popp

    Das ist für mich die perfekte Elf. Meike Weber vom FFC Frankfurt gehört einfach in die Natio. So könnte man die Aussenbahn dicht machen. Weber verliert selten einen Zweikampf und gilt als echte Wadenbeißerin.

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  • karl sagt:

    Die perfekte Nationalelf ? , ich versuchs mal :
    Schult
    Bresonik Bartusiak Kulig Faisst
    Behringer Laudehr Bajramaj Maroszan
    da Mbabi Popp

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  • Paul sagt:

    Mit den zwei Varianten hätte uns Schweden 5:0 vom Platz geschickt. 🙂

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  • Michele sagt:

    @Paul Wie sieht den deine perfekte Natio aus? Man kann ja immer verschiedener Meinung sein, oder? Bestimmte Positionen sind schon vakant, klar. Mel Behringer ist in Frankfurt unglaublich wichtig auf der „6“. Warum probiert es SN nicht mal in der Natio aus? Linda Bresonik ist auch keine Spielerin für die rechte Offensivseite, sondern eine Rechtsverteidigerin oder eine für die „6“. Meike Weber wäre aber wirklich eine gute Alternative für die Abwehrkette. In der IV brauchen wir dringend eine Spielerin die Annike Krahn erlöst. Das Niveau in der Natio ist für Krahn einfach zuhoch. Nur die Bälle auf die Tribüne schlagen, dass geht heute nicht mehr. Bartusiak ist an guten Tagen ein Fels, an schlechten auch ein Unsicherheitsfaktor. Sie schafft es aber meistens in Potenzial abzurufen. Warum SN aber an Krahn festhält, bleibt ihr Geheimnis.

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  • FFFan sagt:

    @ Michele:

    Die „perfekte Nationalmannschaft“ gibt es nicht, weil es keine perfekten Menschen und somit auch keine perfekten Spielerinnen gibt.
    Jede Entscheidung für eine Aufstellung ist also immer gewissermaßen eine Wahl des geringsten Übels.^^

    Auf Deutschland bezogen, ist die Elf aus dem Schweden-Spiel schon ziemlich nah am derzeit möglichen Optimum. Babett Peter wird natürlich zurückkehren. Celia Okoyino da Mbabi könnte auf dem rechten Flügel versuchen, die durch den Rücktritt von Garefrekes entstandene Lücke zu schließen. Linda Bresonik würde dann eine Position nach hinten rücken, muss aber erst beweisen, dass sie dort besser ist als Schmidt. Im Angriff schwanke ich zwischen Inka Grings und Alex Popp. Technik und Torinstinkt sprechen für Inka, die momentane Form eher für Alex. Zusammengefasst sieht das so aus:

    Angerer – Bresonik (Schmidt), Krahn, Bartusiak, Peter – Laudehr, Goeßling – Okoyino da Mbabi, Bajramaj, Behringer – Grings (Popp)

    Kim Kulig und Julia Simic bleiben Hoffnungsträgerinnen für die Zukunft! Meike Weber? Hmmm, da werden wohl selbst eingefleischte FFC-Fans erstaunt die Augenbrauen hochziehen. Wenn überhaupt, dann im defensiven Mittelfeld, da sie ein gutes Gefühl für den Raum hat und relativ zweikampfstark ist. Für die Außenverteidigerposition fehlt ihr die Schnelligkeit.

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  • Michele sagt:

    @FFFan
    Ich meinte ja auch die perfekte Natio in spielerischer Sicht. Natürlich gibt es nicht den perfekten Menschen. Glaubst du nicht, dass es eine Alternative für Krahn in der IV gibt? Babett Peter könnte diese Position perfekt ausfüllen. Bei Meike ist es eher ein Wunsch von mir, als eingefleischter FFC-Fan. Die Schnelligkeit fehlt ihr vielleicht, aber sie hat ein gutes Stellungsspiel.

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  • Paul sagt:

    FFFan@ Deine Aufstellung ist in Ordnung. Perspetive hätte B.Schmidt(Jahrgan 90), sie ist für die Zukunft effektiver und ausbaufähiger.
    Auch eine Behringer müssste an der Athlethik arbeiten um sich ihren Platz in der Elf zu sichern, es war im Spiel nach vorn nicht viel zu sehen.(Seitenwechsel zählt nicht).
    Ladher würde auf rechts rücken. (ihre Laufbereitschaft ist enorm)
    Grings hätte es ganz schwer , da hilft auch keine Schlitzohrigkeit mehr. Krahn als Mitspielerin, denke ich—-da hat es jede Spielerin ob recht oder links von ihr schwer. (aber SN arbeitet dran—gibt nicht auf):).
    Auch die Spielerinnen die anklopfen werden interessant.(U20WM,U23)
    Denn es ist ein Neuaufbau und der braucht Zeit.

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  • FFFan sagt:

    @ Michele:

    Sicher kann Peter auch eine gute Innenverteidigerin sein, das war gegen Rumänien zu sehen (auch wenn die Abwehr wenig gefordert wurde). Aber wer spielt dann links? M.Weber kommt m.E. nicht in Frage, gegen z.B. eine Thomis nützt auch ihr gutes Stellungsspiel nichts. Faißt fand ich bislang nicht so überzeugend, dass ich sie schon als Stammkraft auf der linken Seite sehen möchte. Kemme wurde leider noch nicht getestet.

    @ Paul:
    „Auch die Spielerinnen die anklopfen werden interessant.(U20WM,U23)“

    In der Tat. Eine, die jetzt schon ‚anklopft‘, ist Luisa Wensing, die in der Abwehr innen oder außen und zur Not auch auf der „6“ spielen kann.
    Die U20-WM im nächsten Jahr bietet weiteren Talenten Gelegenheit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

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  • Andreas sagt:

    Also mir gefällt die Variante vom Rumänien-Spiel ganz gut. Nur mit Bartusiak statt Krahn. Verena Faisst hat durchaus großes Potential. Momentan ist sie zwar noch stärker in der Offensive und wird im Rückwärtsgang manchmal umspielt oder verliert den Ball. Dennoch hat das für mich Zukunft, jedenfalls mehr als mit der bisherigen Innenverteidigung.

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