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DFB-Elf bezwingt Schweden

Von am 26. Oktober 2011 – 20.42 Uhr 49 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Testspiel gegen Schweden mit 1:0 gewonnen. Für den knappen Sieg gegen den WM-Dritten bedurfte es nach schwacher Leistung in der ersten Halbzeit jedoch einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel.

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Die DFB-Auswahl, die bereits gegen Rumänien am Wochenende eine schwache Leistung geboten hatte, offenbarte auch gegen Schweden gerade in den ersten 45 Minuten viele Schwächen.

Highlights der Partie anschauen

Stimmen zum Spiel

Hohe Fehlpassquote
Während die Schwedinnen einen soliden Beginn zeigten, fanden die Deutschen nicht in die Partie. Das Spiel war geprägt von Fehlpässen, mangelnder Abstimmung und Missverständnissen. So bekamen auch die 12.183 Zuschauern am Hamburger Millerntor ein Sonderlob von Bundestrainerin Silvia Neid, schließlich waren sie „mit sehr wenig zufrieden“, lobte Neid die Atmosphäre. Simone Laudehr hatte Mitte der ersten Halbzeit zwei Chancen zum Führungstreffer, als sie zunächst zentral aus etwa 20 Metern abzog, aber direkt auf Torhüterin Hedvig Lindahl spielte und später vom rechten Flügel kommend den Kasten verfehlte.

Großchancen für Schweden
Schweden hatte auf der anderen Seite durch Antonia Göransson (15.) und Lotta Schelin (22.) zwei Großchancen. Göransson ließ Bianca Schmidt auf der rechten Abwehrseite stehen und scheiterte, wie Schelin später, an einer Glanzparade von Torfrau Nadine Angerer. Kurz vor der Halbzeit hatte Stürmerin Inka Grings (41.) mit einem Heber die Führung auf dem Fuß – doch insgesamt war ihre Leistung blass; die Auswechslung zur Halbzeit folgerichtig.

Alexandra Popp

Mit ihr kam Schwung ins Spiel gegen Schweden: Alexandra Popp © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Popp mischt das Spiel auf
Für sie kam Alexandra Popp in die Partie, die das Spiel deutlich belebte. „Sie hat unserem Angriffsspiel sehr, sehr gut getan“, lobte Neid die junge Stürmerin, die eine engagierte Leistung bot und eine hohe Laufbereitschaft zeigte. Spielerisch gelang der DFB-Elf jedoch wenig, es fehlte Kreativität und eine klare Linie. Folgerichtig fiel das Tor des Tages nach einer Standardsituation. Laudehr köpfte in der 60. Minute einen Freistoß von Melanie Behringer zunächst an den Pfosten, den Abpraller verwandelte Popp ebenfalls per Kopf.

Führung sorgt für Erleichterung
Der Treffer sorgte sichtlich für Erleichterung bei der deutschen Elf, die in der Folgezeit das Kommando auf dem Feld übernahm. Das schwedische Spiel wurde durch die vielen Auswechselungen ausgebremst, während sie auf deutscher Seite für Belebung sorgten. Das traf nicht nur auf Popp zu. In der 68. Minute kam Svenja Huth zu ihrem Länderspieldebüt. Die U20-Weltmeisterin von 2010 hatte keine Mühe, sich ins Spiel einzufinden und bot eine beherzte Leistung, wenngleich sie nicht von Erfolg gekrönt wurde.

Neid sieht Mängel im Spielaufbau
Gerade da seit der Weltmeisterschaft der deutschen Mannschaft das Selbstbewusstsein etwas abhanden gekommen zu sein scheint, mag ein Sieg gegen einen internationalen Top-Gegner gut für die Psyche gewesen sein. Für die Schwedinnen war es nach der WM allerdings das erste Länderspiel, die DFB-Elf hat bereits zwei Qualifikationsspiele hinter sich und sich dennoch weiterhin sehr schwer getan. „Wir müssen noch sehr hart arbeiten, insbesondere am Spielaufbau und Passspiel“, analysierte Neid. Und tatsächlich ist im deutschen Spiel bislang kaum ein roter Faden erkennbar, es fehlt an Struktur und klarer Linie.

Aufstellung Deutschland
Angerer
B. Schmidt, Krahn, Bartusiak, Faißt
Laudehr, Goeßling
Bresonik (76. Mittag), Bajramaj (87. M. Müller), Behringer (68. Huth)
Grings (46. Popp)

Aufstellung Schweden
Lindahl
Nilsson (74. Svensson), Rohlin, Larsson (74. Sembrant), Thunebro
Göransson (56. Almgren), Seger, Fischer (56. Dahlkvist), Sjögran (87. Moberg)
Schelin, Edlund (62. Landström)

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49 Kommentare »

  • wrack sagt:

    Beste Spielerin: Laudehr
    Chance genutzt: Popp
    Chance verpasst: Mittag
    Besser heute im Bett geblieben: Bresonik
    Einiges an Schatten und zwei lichte Momente: Behringer
    Noch immer nicht als Rakete gezündet: Bajramaj
    Bartusiak und die Latte Siegerinnen gegen Schelin
    Schmidt in beiden Spielen konstant inkonstant.

    Alles in Allem ein Testspiel gegen Schweden, nicht mehr, aber auf keinen Fall weniger.
    Der Sieg war wichtig. Nicht, weil es anders kritisch geworden wäre, sondern weil viele Leute glaubten, dass dann die Krise ausbrechen würde.

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  • kleinschwarz sagt:

    Die zweite Halbzeit hat erheblich mehr Spaß gemacht Dank Poppi und den Einwechselspielerinnen. Vielleicht sollten hier einige von Beginn an spielen. Die WM Spielerinnen müssen sich ihre Plätze eigentlich auch erst einmal wieder verdienen.

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  • SCW sagt:

    Svenja Huth hat mir gut gefallen, ebenso wie Poppi (+ Simon).
    Die zeigen dass sie wollen.

    Mittag bleibt mit dem Adler auf der Brust einfach grotten schlecht! Die Standards weiterhin mehr schlecht als recht.
    Viel Schatten also weiterhin…

    Bin gespannt wie es wird, wenn Kim und Maro zurück sind. Ich denke, „Jugend forscht“ mit nem Mix aus „alt eingesessen“ machts am Ende.
    Mal schauen was da noch kommt.

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  • Sheldon sagt:

    Meine Traumaufstellung zurzeit (mit allen Spielerin im Vollbesitz ihrer Kräfte):

    Angerer – Kemme, Goeßling, Krahn/Wensing, Peter – Odebrecht – Kulig, Laudehr – Maroszan, Bajramaj – Popp

    Sowohl Schmidt als auch Faißt als auch Bartusiak als auch Bresonik spielen zur Zeit einfach schlechten Fußball, wenn nicht sogar grottenschlecht! Diese Abwehr ist keinen internationalen Anforderungen gewachsen.

    Große andere Spielerinnen (außer vielleicht Johanna Elsig, die bei Leverkusen diese Saison auch nix anbietet) haben wir hier nicht. Daher muss wohl oder übel Krahn ran.

    Ansonsten sind das mit Odebrecht, Kulig, Laudehr, Maroszan und Bajramaj alles feinste Technikerinnen und mit Popp vorne eine sehr athletische und dynamische Spielerin.
    Sie könnte sowas wie Mario Gomez bei Bayern werden, von den Außen durch Maroszan und Bajramaj ideal unterstützt (Ribery, Robben), dazu hat sie aus der Zentrale mit Laudehr und Kulig (Müller, Kroos) sowie aus der Defensive mit Odebrecht (Schweinsteiger) den nötigen Rückhalt!

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  • fisch sagt:

    Erneut war das Spiel der deutschen NM grottenschlecht, Laudehr, Bajramaj und Popp (2.Hz.) mal ausgenommen. Der 1:0 – Sieg war dank N.Angerer schon recht glücklich und völlig glanzlos. Einige spielen schon über längere Zeit unterirdisch, auch in ihren Clubs, haben aber nach wie vor ihre Stammplatzgarantie bei SN (z.B. Krahn, Bresonik, Grings). Dagegen fand ich A. Mittag nicht so schlecht, wie sie hier m.E. tendenziell von einigen bewertet wird (SCW). Sie spielt ball- und zweikampfstark mit viel erfolgreicherer Passquote als andere Gesetzte. Die von ihr vergebene Chance zum Spielende bildete gegenüber den anderen kläglich vergebenen Möglichkeiten (Grings, Behringer, Bajramaj) keine besonders negative Ausnahme. Dagegen kommt eine Hervorhebung der sicher sehr talentierten S. Huth wohl noch ein bisschen früh.

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  • Steinert sagt:

    Mal eine Randnotiz: Unter Medienvertretern beim heutigen Spiel hielt sich das hartnäckige Gerücht, dass die deutsche Nationalelf Anfang des Jahres 2012 ein Spiel gegen die USA bestreiten werden.

    Ich konnte im Netz bislang noch nix darüber lesen, aber mal sehen ob da vielleicht doch mehr dran ist.

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  • defense2 sagt:

    …also während der 1. Hälfte und in der Pause hätte mein Trainer (Kreisliga!)gebetsmühlenartig wiederholt:

    „die ohne Ball müssen sich bewegen“ und „Ihr müsst den Ball haben wollen!“

    das war ja nahezu Arbeitsverweigerung auf allen Positionen (bis auf Laudehr)…

    Nun ja, aber wir sind ja noch in der Aufbau- und Findungsphase… 😉

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  • waiiy sagt:

    Gut war erst einmal, dass wir uns an einem stärkeren Gegner gemessen haben. Damit waren alle viel wacher.

    Wir haben ein massives Problem auf den Außenbahnen. Wenn Behringer und Bresonik nicht laufen wollen und den Weg zur gegnerischen Torauslinie nicht finden, sind sie ungeeignet.

    Das ist in meinen Augen auch der Hauptgrund, warum unsere Außenverteidigerinnen so schlecht aussehen. Sie verteidigen und beackern die Außenlinie und das permanent. Und dann werden ihnen die Unsicherheiten in der Abwehr auch noch vorgeworfen.

    Vielleicht sollte Svenja Huth jetzt langsam auf links aufgebaut werden und für rechts sollten wir uns auch noch eine Spielerin suchen, die dann langsam rein findet (da Mbabi?).

    Natürlich kann man den Gegner auch ein wenig verwirren, wenn man die Positionen auf den Außen tauscht (hat ja Schweden auch gemacht, auch wenn es der Reporter nicht richtig geschnallt hat), aber Bresonik und Behringer haben dadurch mehr sich selbst verwirrt.

    Vorn Punktsieg für Popp gegen Grings, wobei das sicher auch von der Art des Gegners abhängt.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Mein Vorschlag wäre es, dass alle Spielerinnen, die ernsthaft länger in der Nationalelf spielen wollen, den Urlaub 2012 auf die Olympischen Spiele legen, sodass Deutschland vorher in den Vorbereitungsspielen der Olympiateilnehmer als Prüfstein zur Verfügung steht. Wenn man da 3 bis 4 Spiele machen würde, würde uns das weiter bringen, als 3 Monate Vorbereitungszeit auf ein Turnier.

    waiiy

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  • Andi sagt:

    Alles in allem bewerte ich das Spiel nicht so schlecht. Mir hats zumindest Spaß gemacht zuzuschauen. Etwas das ich vom Rumänienspiel nicht behaupten konnte. 🙂

    Der rote Faden fehlt sicherlich, aber verloren ist dennoch auch noch nichts. Es muss halt viel gearbeitet werden und vielleicht ist die verpasste Olympiaquali eine Chance ein neues, junges Team bis zur Euro aufzubauen. Hier kann sich Frau Neid beweisen.

    Nun zur Einzelkritik

    Angerer
    Zwei gute Paraden, hat sich allerdings auch übertölpeln lassen. Was ja aber gut ausging. Eine solide Leistung.

    B. Schmidt
    Athletisch und kämpferisch beeindruckend, Passgenauigkeit, Ballannahme kann/muß noch verbessert werden, wenn sie ihren Platz in der Natio festigen will.

    Krahn
    Spieleröffnung null. Beim Stellungspiel war quasi von Katastrophe bis gut alles dabei.

    Bartusiak
    Hat mir sehr gut gefallen. War der ruhende Pol in der Abwehr und hat meiner Meinung nach eines ihrer besten Spiele in der Nationalmannschaft gestern abgeliefert.

    Faißt
    Verbesserungswürdig, aber mit Potential nach oben.

    Laudehr
    Eigentlich die beste Spielerin auf dem Platz, wenn da nicht ein paar unnötige Ballverluste in der Defensive gewesen wären. Bei ihr merkt man aber im Gegensatz zu vielen anderen Spielerinnen in jeder Sekunde den Willen zu gewinnen.

    Goeßling
    Bis auf ein paar wenige Ballverluste kaum wahrnehmbar.

    Bresonik
    Wäre auch besser im Bett geblieben.

    Mittag
    Hat ein paar gute Ansätze gezeigt, aber ihre Chance eigentlich nicht genützt.

    Bajramaj
    Schmückendes Beiwerk über 60 Minuten. 15 Minuten Eigensinn. 12 Minuten mannschaftsdienlich. Tolle Spielerin wenns bei ihr läuft, allerdings mit einer katastrophalen Chancenverwertung.

    M. Müller
    Konnte nicht mehr viel bewegen, zeigte allerdings noch sehr hohe Laufbereitschaft und hätte vielleicht etwas früher eingewechselt werden müssen.

    Behringer
    Licht und Schatten. Sollte nicht unbedingt alle Ecken und Freistöße treten. Die Ecken kommen so gut wie gar nicht, die Freistöße drüften inzwischen für fast jede Mannschaft der Welt ausrechenbar sein. Irgendwer täuscht an, Mel schießt.

    Huth
    Guten Einstand mit Luft nach oben.

    Grings
    Teilweise allein gelassen. Allerdings auch in Laufwegen nicht immer glücklich, beispielsweise bei zwei schönen Pässen in die Spitze von Laudehr.

    Popp
    Beste Spielerin auf dem Platz. Braucht Action und etwas Unberechenbarkeit in deutsche Spiel. Ein Arbeitstier, das hinten genauso wertvoll ist wie vorne. Chapeau! Sollte wirklich mehr Spiele von Anfang an bekommen, denn Alex Popp ist die Zukunft.

    Allgemein

    Sehr wenig Bewegung in der Abwehr. Angerer wußte oft nicht wohin sie den Ball abwerfen soll.

    Sehr schade, das Tabea Kemme nicht eine Halbzeit lang spielen durfte, ich hätte sie gerne gesehen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wie eigentlich erneut zu erwarten war, gehen die Kritiken an Spiel und Spielerinnen deutlichst auseinander, wo die sachlich nüchterne Analyse, unbeeinflusst von der Vereinszugehörigkeit, leider in aller Regel auf der Strecke bleibt. Hier geht´s um die Natio ohne irgendwelche Vereinsgeplänkel!
    Das Hochhypen einer sichtlich bemühten Huth (ihr Herz und Puls konnte man über die Aussenmikros förmlich hören!) tut auch ihr nicht gut. Sie hat ihre Zukunft in der NM, ist aber keine Heilsbringerin.
    Im Spiel zuvor konnte man einer Odebrecht nach 13-minütigem Einsatz eine gute Comeback-Leistung bescheinigen, und man schrieb sogar mehrfach davon, dass sie nun einen Platz in der Startelf verdient hätte! Leute – sie war nicht einmal eine von 6 möglichen Einwechselspielerinnen – erlebte das Spielende wie auch das gesamte Spiel auf der Bank!
    Das eine lustlose, indisponierte Bresonik dagegen erneut in der Startelf steht, anstatt sich konsequenterweise auf der Bank wiederzufinden, ist ein erneutes Beispiel dafür, was für Aufstellungskriterien gelten. Analog Krahn, deren erneut limitiertes Auftreten für Gesprächs- und hoffentlich bald Sprengstoff sorgt.
    Leider zählte auch Goeßling (weshalb gab es dazu noch keine Kritik?) gestern nur zu den „Anwesenden“, eine Faißt konnte einem in HZ 1 fast durchgängig in den Wahnsinn treiben, aber schreiben, Schmidts einzige Konstante wäre die Unkonstanz, bo-eeh. 🙁
    Etwas weniger Emotionen bei der Analyse und Bewertung anstelle von Sach- und Fachverstand stünde einigen besser zu Gesicht, wird aber wohl ewiges Wunschdenken bleiben.

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  • hanah sagt:

    Meiner meinung nach gibt es in diesem spiel 2 topspielerinnen: Popp(Sie hat sich dort sehr reingehengt und wurde belohnt);) und Bajramaj( Sie hat ein tolles spiel abgeliefert und hat in den letzten 3 spielen 3 tore geschossen, darum ist ihre chancenverwertung toll)!!!!!! Zu dem rest kann ich nur sagen: Strengd euch mehr an!!!!!!! Und Popp sollte nicht von anfang an spielen,weil sie dann nicht so stark ist!!!! Und Grings sollte nicht mehr spielen !! So kann keine junge mannschaft enstehen!!!! faißt war gegen Rumenien top aber hier nicht!!!!!;)

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  • Uwe sagt:

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum Kemme und Odebrecht in den Kader berufen wurden. In einem Testspiel wie gestern hätte man ihnen ja wohl mal zumindest eine Halbzeit lang die Gelegenheit geben können, sich zu beweisen. Kann mir vorstellen, das die beiden ganz schön Frust schieben und das zu Recht. Wurde Viola Odebrecht nur als Platzhalterin für Kulig gebraucht und wenn diese wieder fit sein wird, war’s das?

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  • Winter sagt:

    Neid wird scheitern, weil sie es nicht kann. Es ist alles Stückwerk und es wird alles Stückwerk bleiben. Sie hat keine wirkliche Philosophie. Sie kann sich jetzt leider nicht mehr auf den alten Lorbeeren ihrer Vorgängerinnen und führungsstarker Persönlichkeiten ausruhen. Das ganze Trainerteam schafft es nicht, das Potentail einiger Spielerinnen bis auf´s letzte rauszukitzeln. Bei anderen hält sie eine Ewigkeit (lustlose Bresonik, antrittsschwache und geistig abwesende Krahn, dauerhaft formsuchende Goeßling).Die unbedeutende Wahl zur „Welttrainerin“ war der Anfang vom Ende.

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  • waiiy sagt:

    Zu Viola will ich nun auch mal was schreiben. Ich mag sie sehr, sie spielt in meinem Lieblingsverein. Und sie bringt auch konstant gute Leistungen und oft auch weit mehr als andere Spielerinnen auf der Position.

    Aber ich würde um sie herum (und die 6-er und 10-er Position sind in meinen Augen das Herz einer Mannschaft) würde ich die neue Mannschaft für die Zukunft NICHT aufbauen. Da sehe ich wirklich Laudehr und Goeßling (auch wenn sie zur Zeit noch unkonstant spielt) in der richtigen Rolle.

    Viola würde ich trotzdem testen und immer gern als Alternative dabei haben. Sie kann man immer und zu jeder Zeit reinwerfen, gerade wenn unerfahrenere Spielerinnen nervös werden und unsere Mannschaft unter Druck geraten ist.

    Aber wenn man so etwas macht, dann sollte man das als Trainerin klar mit der Spielerin abstimmen und evtl. (im Zeitalter der Medien) auch nach außen kundtun.

    waiiy

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  • wrack sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista: Zu Schmidt einmal diese Beobachtung: In der ersten Halbzeit kamen die Schwedinnen zu zwei dicken Torchancen auf der rechten deutschen Seite. Schmidt hatte nach meinem Eindruck keine gute Zweikampfquote, (dass kann ich aber noch nicht belegen – wenn du mal mit dem Zählen anfängst :-)). Im Spiel nach vorne schloß sich Schmidt dem allgemeinen Notstand an. Sie hatte aber auch gute Szenen, es war halt nach meinem Eindruck durchgehend wechselhaft- deswegen Inkonstanz.

    PS: Ich präferiere keinen Verein, sondern nur eine Spielerin (Celia) und die war nicht dabei.

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  • Ballerina sagt:

    Don’t bring a knife to a gunfight!
    Nein :), ganz so schlimm wie manche es hier reden wollen, war das Spiel gestern sicherlich nicht. Man hat gegen eine der mutmaßlich besten Mannschaften der Welt gespielt, zumindest was das WM-Ergebnis angeht, die jedoch zweifelsfrei mit einem der besten Angriffe ausgestattet ist. Das man daher nicht jede Chance unterbinden kann ist folgerichtig. Letztlich aber steht die Null. Daher erscheint es mir reichlich unseriös diesen Mannschaftsteil überstrapaziös zu kritisieren. Das eigentliche Problemkind ist das Mittelfeld, nicht weil die Spielerinnen schlecht spielen, ganz im Gegenteil, siehe Laudehr, sondern weil hier keine Struktur herrscht. Lira, Simone und Lena sind mit nahezu allen Freiheiten ausgestattet und machen mit ihren Laufwegen in der Vorwärtsbewegung das Spielfeld jedesmal klein anstatt groß. Vor allem Laudehr läuft ständig auf rechts und nimmt Bresonik damit jede Luft zum atmen. Wenn dann auch noch Lira mit auf rechts kommt ist es für den Gegner ein leichtes die Räume eng zu machen und alle Spielerinnen zuzustellen. Es war immer wieder zu sehen wie schwer es vor allem über rechts für Schmidt war eine geeignete Anspielstation zu finden, weil die zentralen Mittelfeldspieler, vor allem Laudehr sich ständig auf die Flügel bewegen, zugestellt werden, da kann zum Teil eine Schwedin zwei deutsche Spielerinnen abdecken. Und dann muss man natürlich der Ballführenden Spielerin entgegen kommen, um überhaupt eine Anspielstaion zu bieten. Dadurch hat der Gegner den Vorteil der Vorwärtsbewegung im Kampf um den Ball, was immer wieder zu leichten und unnötigen Ballverlusten führte. Letztlich ist Laudehr auf der 6 einfach falsch aufgehoben, sie auf rechts und Bresonik auf die 6 und ich bin sicher ein Großteil des Problems im Mittelfeld wäre behoben.
    Noch ein Wort zu Angerer, die so gern mit Neuer verglichen wird. Wenn sie es noch lernt genau wie er, schnell nach vorne zu spielen, hinkt der Vergleich nicht mehr so sehr. Immer dieses Ballaufnehmen und warten bis sich alle, vor allem der Gegner wieder geordnet haben, treibt mich beim zuschauen zur Weisglut. Zuguterletzt zu Huth, Potential ist sicherlich vorhanden. Sie wirkt auf Grund ihrer Statur und Spielweise sehr dynamisch. Aber wenn man den Ton abstellt und so den Kommentator nicht mehr hören muss, ging da gestern nicht viel zusammen, denn am Ende ihrer Aktionen war der Ball so gut wie jedesmal beim Gegner.

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Das ist schon ein bisschen lustig^^ Erst schreibst du was davon, dass man die Vereinsbrille ablegen soll und dann nimmst du Bianca Schmidt in Schutz und hackst auf allen anderen rum^^
    Nimm du mal lieber deine Potsdam-/Schmidt-Brille ab!!!

    @waiiy: Oh doch, man benötigt eine Spielerin wie Viola im Team. Und man hat bei der WM gesehen, wie wichtig solche Spielerinnen im Team sind: Sawa (Japan), Bussaglia/Soubeyrand (Frankreich), Seger/Sjögran (Schweden), die zentralen Spielerinnen der Topteams sind alle im fortgeschrittenen Alter.
    Odebrecht ist erst 28 und wir haben keine ähnlich ausgeglichene Spielerin. Wir haben in Deutschland nur Offensiv- und Defensivspielerinnen, aber keine Allrounder. Und solange wir keine anderen Spielerinnen haben, die diese Fähigkeiten mitbringen, kann Odebrecht von mir aus auch bis 39 spielen wie Soubeyrand, wenn sie fit bleibt und will. Dieses Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld, das sie darstellt, ist einfach unverzichtbar.

    Letztlich sind doch alle N11-Spielerinnen auf dieser Position gelernte Stürmerinnen oder offensive Mittelfeldspielerinnen. Die einzige, die hier beheimatet ist, ist Goeßling, aber die ist noch viel zu unerfahren und eigentlich zu defensiv.
    Die einzige Nachwuchsspielerin, die diesen Spieltyp in Deutschland momentan verkörpert, ist mE Johanna Elsig! Und die ist noch viel zu jung und hat ein Seuchenjahr!

    Ergo: Wenn man noch 11 Jahre maximal mit Odebrecht spielen kann, reicht das noch für fast 3 Weltmeisterschaften, in denen Odebrecht, Kulig und Laudehr in der Zentrale agieren können! Macht summa summarum 2 WM-Titel, 2 Olympia-Titel und 3 Europameisterschaften, die man mit diesem Trio gewinnen können!

    Wichtige Spielerinnen sind oftmals wie guter Wein: Erst nach langem Reifen entfalten sie ihre ganze Klasse!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @wrack

    Deine Darlegungen zu Schmidt treffen weitestgehend auf alle Spielerinnen von gestern zu! Weshalb Du das gerade an ihr festmachst, entzieht sich meiner Kenntnis. Perfektionisten ohne jegliche Fehler habe ich in dieser NM bisher keine ausgemacht und da gab es gestern den einen o. anderen haarsträubenderen Fehler als diejenigen, die von Schmidt begangen wurden.
    Es gibt durch mich keine Verglorifizierung von Schmidt, da auch sie nicht ohne Fehler ist, was aber insbesondere auch im gestrigen Spiel nur ein Mosaiksteinchen vom Gesamtbild abgibt.
    Was das dt. Spiel nötig hat, sind genau solche Spielertypen wie sie und zwar nicht nur im Defensivbereich und das nur auf einer Seite, sondern generell. Da sehe ich Schmidt wie auch Faißt auf einen durchaus hoffnungmachenden Weg.
    Die anderen Baustellen, explizit im kreativen Bereich und der Innenverteidigung, sind schwerwiegendere Baustellen, denn Hänschen Krahn wird das nicht mehr lernen – ihr löchriges Stellungsspiel und ihre Wegballerei will und muss ich nicht sehen.
    Und nicht nur deswegen entspricht der Beitrag von Winter meinem Verständnis zu 100%!

    Zu Viola:
    Wenn ich als BT A sage und dieses nicht völlig in die Hose geht, sondern Anlaß für eine Alternative abgibt, dann muss ich auch in der Lage und Willens sein, B zu sagen! D.h., klar ist ein Neuanfang kaum mit einer 6 1/2 Jahren abstinten Spielerin zu erwarten und angeraten, aber das muss von vornherein konzeptionell durchdacht werden. So sieht alles doch nur nach Zugeständnis, Anbiederung und suggerieren von Lerneffekten bei der BT aus – nicht mehr und nicht weniger!

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  • wrack sagt:

    @Ballerina: Interessante Beobachtungen.
    Ich werde mir das Spiel ja noch einmal ansehen und darauf achten.
    Bzgl. Einschätzung der Schwedinnen teile ich deine Einschätzung über die Spielstärke, nur eben nicht gestern.
    Auch Schweden hat getestet und nach meinem Eindruck (natürlich) nicht annähernd die Leistung von der WM gebracht.
    Wiederum einer Meinung bin ich mit dir, dass das zentrale Problem der deutschen Frauschaft natürlich nicht in der Verteidigung liegt. Trotzdem war das gestern auf der rechten Seite, auch schon gegen Rumänien, für mich auffallend suboptimal, so das sich mein Fokus hierhin gerichtet hat.

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  • Sheldon sagt:

    Zu Neid: Es ist schon sehr lustig. Einerseits messen sie hier alle an dem Maßstab „Welttrainerin“, andererseits wird in einem anderen Forum von denselben Leuten gesagt, dass die Weltfußballerinnenwahl nur eine Farce ist.
    Es ist doch klar, wieso es Neid geworden ist, sie war nunmal die Bekannteste von allen. Gerade durch die WM-Vorbereitung stand sie im Fokus, dazu die zwei WM-Titel (von denen nur die wenigsten wohl noch wissen, dass der eine gar nicht auf sie zurückzuführen ist), das sind einfach Fakten, die beeindrucken und die die große Mehrheit der Fußballverbände in der Weltrangliste 100+ überzeugt haben.

    Neid ist nunmal bestenfalls eine Mittelklasse-Trainerin ohne großartige Fähigkeiten. Sie musste die aber auch nie haben, schließlich hatte sie mit Prinz, Garefrekes, Stegemann, Hingst und Angerer immer genug Spielerinnen, die die Mannschaft geführt haben, wodurch es reichte, dass sie den Trittbrettfahrer spielt.
    Dass sie damit dann aus Eitelkeit ausgerechnet während der Heim-WM brechen musste und selbst ans Steuer wollte, war gelinde gesagt, bescheuert von ihr, aber daraus sollte sie lernen.
    Interessant wird es nur sein, ob sie jetzt nachholen kann, was sie jahrelang versäumt hat, nämlich die Mannschaft in den Griff zu bekommen und wirklich weise lenkend und handelnd einzugreifen.
    Wenn das nicht klappt, so muss sie wenigstens Spielerinnen wie Odebrecht, Maroszan, Peter auf dem Platz instruieren, die die Mannschaft führen, sodass sie nicht so schnell soviel nachholen muss.

    Deswegen sollten wir uns auch nicht wundern, wieso immer ganze Blocks (z.B. aus Frankfurt) nominiert wurden, so hatte man eine nahezu eingespielte Mannschaft, an der man nicht weiter großartig rumschrauben musste.

    Dann zu Schmidt: Nun, ich würde auf keine von beiden setzen, weder Faißt noch Schmidt, wenn ich nicht muss. Müssen wir aber leider, würde mich aber nicht entscheiden wollen beim jetzigen Zustand. Und egal, welcher Typ, wir brauchen erstmal Spielerinnen, die Sicherheit ausstrahlen und das tut Schmidt nach den beiden Spielen nicht mehr!

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  • jochen-or sagt:

    @andi kann man sich m.E. in der Bewertung der Leistungen der einzelnen Spielerinnen voll anschließen.

    Ich denke, dass man sich schlicht damit abfinden muss, dass hier eine Mannschaft im Neuaufbau ist, die sich – wenn es gut geht -weiterhin in der europäischen Spitze hält, aber auch nicht mehr!

    Nicht erkennbar und offensichtlich nur mit Schwierigkeiten zu finden, ist die neue Hierarchie innerhalb der Truppe. Wo sind neben Angerer, die ja auch irgendwann aufhört, die Leitwölfe? Laudehr, Behringer, vielleicht später mal Popp, die mental stark zu sein scheint? Oder Peter, die immer unterschätzt wird, weil sie so zurückhaltend ist, die aber bei Potsdam hinten diese Rolle einnimmt? Gerne würde ich mal sehen, wie sich die jetzige Mannschaft gegen einen Rückstand gegen eine ähnlich starke Mannschaft stemmt. Schade, dass Göransson nicht das Tor vorgelegt hat.

    Zu Recht weist Andy auf die gute Leistung von Bartusiak hin, die vor dem WM – auch von mir – noch für eine große Schwäche der Truppe gehalten wurde. Dass sie jetzt ein Leistungsträger ist, sagt nicht nur etwas über sie, sondern auch Einiges über die Qualität des aktuellen Kaders aus.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon

    Einmal verpeilt, immer verpeilt und trotzallem immer auf Daumenjagd! Was spielt es dabei für eine Rolle, dass die Mehrzahl nach unten zeigt, zumal es allem Anschein nach, Dir gerade darauf ankommt.
    Und apropos hacken, gehe mal nicht immer nur von Dir und Deinen fragwürdigen Meinungen aus; eine Gemeinsamkeit mit der von Dir so heiss umworbenen BT – die induktive Methode.
    Die Sicherheit, die Du ausstrahlst, wird eindeutig noch überdeckt von der Selbstverherrlichkeit, in der Du Dich badest, aber eigentlich eher baden gehen solltest! 😀

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  • defense2 sagt:

    @sheldon: Hallo, Ironie! Der Welttrainertitel wird hier lediglich immer wieder erwähnt, weil dieser bei Kritik an SN gern vom DFB (ich glaube sogar, schon von ihr selbst)als Totschlagargument benutzt wird…

    Was ich schade fand, dass SN dieses Testspiel nicht genutzt hat, um herumzuprobieren und alle 6 Wechselmöglichkeiten auszuschöpfen. Dazu macht man sowas doch, nicht?

    Stattdessen wieder Popp für Grings, Müller kurz vor Schluss und kaum Veränderung der akt. Startformation. Okay, das kann man noch mit der Findungsphase argumentieren, aber wenn sich diese Formation innerhalb von 45 min nicht annähernd „findet“, kann man schon mal was verändern,oder zumindest mal was aufs Feld rufen – ich habe sie nur sitzen und ins Notizbuch schreiben gesehen (kann aber natürlich auch dran liegen, dass sie nur dann im Bild war)…

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass eine Hierarchie in einem Sport-Team wachsen muss. Man kann sie nicht einfach überstülpen. Und da nach den Abgängen nach der WM die Hierarchie gestört wurde, braucht es ein wenig Zeit, dass sie sich wieder einpegelt. Und wirklich gut wachsen kann sie nur in schweren Spielen. Dazu sollte man der Mannschaft auch ein paar Spiele geben. Das funktioniert nicht sofort.

    waiiy

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  • berggruen1 sagt:

    @sheldon: Warst nicht Du es, der noch vor nicht allzu langer Zeit alle Spielerinnen, die älter als 26 Jahre sind, aus dem Kader schmeissen wollte? Bei Viola Odebrecht gilt das nicht?

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  • Sheldon sagt:

    @berggruen: Man kann seine Meinung ändern! Und wenn man keine besseren Spielerinnen auf zentralen Positionen hat, dann muss man halt auf Spielerinnen im fortgeschrittenen Alter zurückgreifen, zumal, wenn die noch hervorragende Leistungen bringen!

    Aber ideal ist die Situation nicht, da stimme ich dir zu!

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  • wrack sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Wenn es noch nicht mit meinem letzten Post beantwortet wurde: Ich kann während der Partie und nach enmaligem Sehen nicht alle Spieler gleich im Auge haben, sondern nur einige.
    Das waren die, die ich ganz, ganz oben aufgelistet habe. Da ich kein Fußbalfachmann /fachfrau bin, der den totalen Überblick hat, sondern nur ein Fan, habe ich beim ersten Schauen nur ganz subjektive Eindrücke, die ich hier im Forum vergleiche.
    Aber ich habe angefangen, mir das Spiel nun tatsächlich ein zweites Mal anzuschauen und zu stricheln: Fehlpässe, gute Pässe, Zweikämpfe. Das war in der ersten Halbzeit grausamer als gestern und deswegen mache ich die Tage mal weiter, kein Bock mehr !.
    Erster Trend in der Abwehr: Die geben sich tatsächlich nichts !

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  • xyz sagt:

    Wenn man sich die Spielweise von Krahn ansieht,dann kann ich nur sagen,dass bei der heutigen U19 und U20 sie keine Chance hätte!

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  • Doc sagt:

    Nun, ich kann dem Spiel nix‘ neues mehr hinzu fügen. Ihr habt alles dazu gesagt. In jede Richtung.

    Schau‘ ich mal über das gestrige Spiel hinaus und werfe auch einen Blick zurück, erkenne ich einfach KEINE Linie. Irgendjemand bemerkte weiter oben, die Einwechslungen laufen wie gewohnt ab. Die Standards sind für jeden inzwischen bekannt. Exakt erkannt.
    Ich sehe nix‘ neues…vor allem nicht auf dem Platz. Ich meine keine neuen Spielerinnen, sondern Spielzüge…Varianten…Positionswechsel …Ideen…usw. Wie die „permanente Stimme“ während des Spiels schon richtig bemerkte: Mal wieder das gleiche System in der taktischen Aufstellung.
    Wem da draußen soll das denn noch Angst machen?
    Auch da sagte der Sprecher was Cleveres: Es feht die frühere positive Arroganz, mit der man den Gegner sofort klar macht…hier is‘ für dich heute nix‘ zu holen! Basta.

    Warum keine grundlegend neuen Systemansätze? Warum immer noch Grings für Popp…? Ich glaube, kein anderer Trainer käme auf die Idee, den energiegeladenen Dynamo namens Popp auf der Bank zu lassen.
    Und (meine Potsdamer MitFans mögen es entschuldigen) Anja Mittag ist zur Zeit keine Alternative. Sie zu nominieren und eine Keßler zu ignorieren, ist meiner bescheidenen Meinung nach…absurd.
    An dieser Stelle nochmal: Anja täte ein Sportpsychologe sicher ganz gut.

    Alles in allem: Ich traue SN keinen „Neuanfang“ zu. Da ist jetzt schon zu viel des „Alten“ zu erkennen. Allein neue Spielerinnen einbauen zu wollen, reicht bei weitem nicht aus.
    Hier muss man tatsächlich mal zu den kickenden Männern schauen und bemerken, dass sich die dt. MännerNM, die sich vor 10 bis 15 Jahren in eine Sackgasse gearbeitet hatte, einen völlig neuen Ruf erarbeitet hat. Ganz andere Stärken sind zu erkennen bei denen als es früher war.

    Warum geht das nicht bei den Damen? Liegt ea allein an der Trainerin? Hat die so wenig Traute, mal mehr NEUES zu riskieren?

    Odebrecht zurück zu holen und dann nicht angemessen ins Feuer zu werfen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Die ist doch keine 21 Jahre alt und muss erst herangeführt werden. Mein Gott, ich verstehe das alles nicht mehr. Pfffffttt…

    Mir gefällt dieser s. g. Neuanfang nicht. Er ist in meinen Augen nämlich KEINER! Alles viel zu statisch.

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  • Krissi sagt:

    Also ich kann vor Svenja nur – wortwörtlich – den „Hut(h)“ ziehen, war mE ne sehr solide Vorstellung. Auch Alexandra Popp. Ansonsten denke ich eher, dass es ein ziemlich durchwachsenes und vor allem sehr langsames Spiel war (auch bei Schweden). Und was die 2. Halbzeit angeht: fande, dass die Schweden da in schöner Regelmäßigkeit abgebaut haben (ob es daran lag, dass unsere N11 den Druck erhöht hat? Oder doch an den vielen Auswechslungen?). Hauptsache erstmal gewonnen – aber Luft nach oben ist noch jede Menge da. (Und bitte Leute: Lasst doch SN wenigstens mal bis zum Algarve Cup Zeit, da kommen dann die „wirklichen Kaliber“, da wird sich dann schon zeigen ob wir da schon / noch mithalten können) 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    @Doc: Der Spruch mit der „positiven Arroganz“ ist von Angerer geklaut. Ehre, wem Ehre gebührt. 😉

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  • Michele sagt:

    @Doc
    Warum eine Nadine Keßler nicht nominiert wird, verstehe ich auch nicht. Gerade jetzt, wo Kulig noch lange ausfällt, könnte man ihr eine Chance geben. Man sieht ja auch das Goeßling nicht unbedingt viel für das Spiel nach vorne tut. Bei Anja tut es mir immer leid wenn ich sie in der Natio sehe. Sie will alles, aber ihr gelingt so gut wie nichts. Vielleicht täte ihr auch mal ein Spiel von Anfang an gut, damit sie gleich auf Touren kommt. Anja ist auch keine Einwechselspielerin, sondern Stammspielerin. Aber leider kann sie in der Natio nicht zeigen was sie kann. Damit bleibt ihr halt nur die Bank. Leider.

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  • Michele sagt:

    Ich bin ja Frankfurtanhänger, aber hebt Svenja doch nicht jetzt schon in den Himmel. Was hat Svenja den schon großartiges gezeigt. Klar, sie hat gerackert und gekämpft, aber nicht mehr und nicht weniger. 20 Minuten reichen euch, um sie groß zuloben? Nur gut, dass sich unsere Sveni nicht viel darauf einbildet.

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  • waiiy sagt:

    Doc: Nichts hinzuzufügen. Aber die „positive Arroganz“ kann sich dieses Team doch gar nicht leisten, zumindest nicht gegen Schweden. Dafür sind sie einfach nicht stark genug.

    @Michele: Ich denke, alle nominierten Spielerinnen sind es gewohnt, Stammspielerin zu sein. Das darf für Anja nicht als Ausrede gelten. Ich denke, sie sieht das genauso. Ansonsten hätte sie nicht die Klasse und gehört nicht dahin.

    waiiy

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  • FFFan sagt:

    Eine „Standortbestimmung“ sollte es sein. Und wo steht nun die deutsche Nationalmannschaft nach dem etwas schmeichelhaften, aber aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdienten 1:0-Sieg gegen den WM-Dritten Schweden?

    So ganz genau weiß man es immer noch nicht. Einerseits ist es gelungen, die gefährliche Offensive der Skandinavierinnen über weite Strecken in Schach zu halten. Mit der Defensivleistung kann man, abgesehen von ein paar individuellen Fehlern vor allem der Außenverteidigerinnen zufrieden sein. Andererseits tut sich die Mannschaft von Silvia Neid nach wie vor schwer, selbst gefährliche Angriffe einzuleiten und Torchancen zu ‚kreieren‘. „Die Probleme begannen, wenn wir den Ball hatten“ sagte die Bundestrainerin im Rückblick auf die Spiele bei der WM. Diese Probleme sind, so scheint es, nach wie vor ungelöst. Dennoch läßt sich nach diesem Spiel ganz vorsichtig behaupten, dass das DFB-Team zumindest in Europa wohl immer noch zur absoluten Spitze gehört und sehr schwer zu schlagen ist.

    Und mit dem Weltranglistenfünften hat man nun selbst mal wieder einen ‚Großen‘ besiegt, was für die künftigen Aufgaben Selbsvertrauen geben sollte. Dieser Prestigeerfolg war Silvia Neid offenbar so wichtig, dass sie weitgehend auf Experimente verzichtete. Dabei hätte das Spiel Gelegenheit geboten, Viola Odebrecht und Tabea Kemme zumindest eine Halbzeit lang zu testen, indem man sie z.B. für Goeßling und Faißt einwechselt. Diese Chance wurde leider vertan.

    @ Andi:

    Deiner Beurteilung der einzelnen Spielerinnen kann ich mich weitgehend anschließen.

    @ Ballerina:

    Gute Analyse! Dass Laudehr sich ins Angriffsspiel einschaltet und dabei oft auf den (rechten) Flügel ausweicht, sollte allerdings keinen Anlass zu negativer Kritik geben. Auf diese Weise wurden schon viele Torchancen und auch Tore eingeleitet, zuletzt das 1-0 gegen Rumänien! Nur muss dann eben, damit es außen nicht zu eng wird, die Teamkollegin von der Außenbahn in die Mitte rochieren. Mit Garefrekes hat das wunderbar geklappt, warum nicht auch mit Bresonik? Vielleicht, weil ihr auf dieser Position noch die Erfahrung fehlt? Den Vorschlag, dass Laudehr und Bresonik ihre Positionen tauschen sollten, habe ich auch schon gemacht, wobei Bresonik auf der „6“ auch durch Odebrecht ersetzt werden könnte.

    @ Doc:

    Ich stimme zu, dass ein Neuanfang nicht zu erkennen ist. Das war aber zu erwarten. Einen grundlegenden Neuanfang könnte es nur mit einem neuen Trainer geben. Das ist aber seitens der DFB-Spitze nicht gewollt und m.E. auch nicht nötig. Es ist ja durchaus eine Basis vorhanden, auf der sich aufbauen läßt. Wichtig ist, dass es jetzt keinen Stillstand, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung gibt.

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  • Winter sagt:

    Also meiner Meinung nach, gibt es an Mittag gar nicht´s zu deuten. Sie hatte von 2009 bis Mitte 2011 geniale Momente (und natürlich zweifellos auch schon davor und danach)im Verein. Keßler ist zwar eine gute Spielerin, an eine Anja Mittag kommt sie jedoch nicht heran (Technik, Spielverständnis, Athletik, Zweikampfwille und Stärke uva.). Anja wurde von Frau Neid regelrecht zermürbt. Und wer das Vertrauen nicht spürt, der wird halt irgendwann unsicher (wie im privaten oder im Arbeitsverhältnis). Das ist auch der Unterschied zu Schröder B., der ihr Vertrauen schenkt und sie da einsetzt, wo sie am wertvollsten ist. Das war zwei Jahre mit Lira als Sturmspitze und überragenden Momenten. Das ist momentan hinter den Sturmspitzen Nagasato und Anomna (z.B. das Spiel in Wolfsburg). Und in Zukunft lassen wir uns überraschen, wo A. Mittag im Verein am wertvollsten ist. Und der Trainer wird sie stark reden, auch wenn sie sich einmal schwach fühlt, da bin ich mir sicher. Für Turbine ist Anja auf jeden Fall ein Juwel, da gibt es gar keinen Zweifel!!! Bei der Bundestrainerin bleibt mir nur eines zu sagen: Rücktritt und Neuanfang mit neuen Personen!!!

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  • SGS sagt:

    @Michele:
    Nachdem ich WOB in diese Saison inzwischen viermal über 90 Minuten gesehen habe, verstehe ich schon, warum Keßler nicht nominiert wird: Sie liefert keinerlei Argumente dafür. Ich denke, dass sie in Potsdam – gerade in ihrer ersten Saison dort – sehr von der starken Mannschaft und dem sportlichen Erfolg profitiert hat. Jetzt reicht es offenbar nicht mehr. Wenn man sieht wie viele jüngere Spielerinnen jetzt schon regelmäßig für die Nationalelf nominiert werden, und wieviele Länderspiele gleichaltrige Spielerinnen wie da Mbabi oder Bajramaj bereits haben, dann ist Keßler wohl das klassische “ewige Talent“.

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  • wrack sagt:

    @Winter : Du forderst den Rücktritt der Bundestrainerin. Mich würde interessieren:
    – Schwebt dir schon ein realistischer Name als neue(r) BundestrainerIn vor ?
    – Rücktritt noch vor dem Spanien-Spiel ?
    – Kannst du einschätzen, wie sich as auf die Spielerinnen der Nationalmannschaft auswirken wird ?
    – Rechnest du mit einem dadurch ausgelösten zwischenzeitlichen Leistungstief der Natio ?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Winter

    Mehr als ein Daumen-hoch geht ja leider nicht, was ich gerade bzgl. Deiner obigen Aussage sehr bedauerlich finde! Zumal die momentan 3 Unverbesserlichen/Nörgler dann weniger ins Gewicht fallen und als Aussenseiter gelten würden.

    Ich möchte betonen, dass ich enormen Respekt vor Anjas Leistung inkl. Verhalten nach der WM-Ausbootung habe, und ich könnte mir vorstellen, dass ihr nur ein intaktes Team (Turbine und Natio) zzgl. ihr Kämpferherz geholfen haben, zurückzukehren. Vornehmlich bei ihr würde mich gewaltig interessieren, wie ein eventueller BT-Wechsel Wirkung zeigt! 🙂

    @wrack

    Warum nur Fragen stellen? Gebe doch gleich Deine Meinung zu den aufgeführten 3 Punkten zum Besten!
    Die Gelegenheit wäre günstig.

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  • wrack sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista: Ich will deine Frage beantworten. Zitat aus der Sesamstraße, weil ich hoffe, dass du es dann eher verstehen wirst:
    „…wer nicht fragt, bleibt dumm…“

    Ich habe über einen Rücktritt von Neid noch nicht nachgedacht, weil ich bisher keinen Handlungsbedarf gesehen habe.
    Ich hoffe, die Rücktrittsbefürworter werden sich Gedanken gemacht und Antworten haben. Einige hier haben ja immer Antworten.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @wrack

    Nun ist erfahrungsgemäß ein Trainerwechsel einfacher zu vollziehen, als 11 oder mehr Spielerinnen auszutauschen, aber dennoch der Erfolg schwer abzuschätzen. Allerdings sind zumindest auf Vereinsebene derartige Dinge vergleichbar und zeigen i.d.R. Erfolg, weil u.a. jeder Spieler im Team beim neuen Trainer auch bei Null anfängt.
    Ich führe mal ein aktuelles Beispiel aus dem MF an:Jermaine Jones von S04 hatte unter Rangnick keine Chance mehr, aber jetzt bei Stevens ist er mittlerweile gesetzt!

    Ich hatte mal als möglichen BT Mehmet Scholl ins Gespräch gebracht, weil er ein anerkannter, gestandener Profi, Trainer mit einiger Erfahrung bei Bayern II und ein Fachmann durch und durch ist. Seine Art und Weise der Co-Kommentierung von Länderspielen, zusammen mit Delling, lassen einen Günter Netzer fast in Vergessenheit geraten. Ausserdem ist er ein cooler Typ, der sehr überzeugend rüberkommt und das u.G. auch bei den Frauen.

    Ich rechne aus mehreren Gründen mit einem positiven Schub und bin davon auch fest überzeugt, dass es keinen Leistungseinbruch geben wird (schlimmer als Rumpelfussball geht´s kaum noch).
    Einen Wechsel würde ich zu einem Zeitpunkt vornehmen, wo es noch Sinn macht und das Kind nicht bereits im Brunnen liegt. Ausserdem ist die „selbstverordnete“ Langfristigkeit wegen der Nichtquali für Olympia eine Gelegenheit für einen Neuanfang mit reichlich Gelegenheit für Kadersichtung, Testspiele etc., zumindest was die nächste WM in Kanada anbelangt.

    Natürlich ist das jetzt von mir nicht mit Scholli abgesprochen… 😉

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  • wrack sagt:

    @Schenschtschina Futbolista:
    Ich halte den Vergleich von Nationalteams mit Vereinsteams in vielerlei Hinsicht für problematisch. Vereinstrainer und ein Auswahltrainer haben neben einigen Schnittpunkten ihrer Tätigkeiten doch sehr verschiedene Felder zu beackern.
    Der Austausch eines Trainers hat bei Vereinsteams m.E. mehr Wirkungsmöglichkeiten, denn Vereinteams haben mehr Kohäsion. Nationalteams sind „zusammengewürfelt“ und weniger zusammengewachsen – sie können in der Regel keinen Trainer unisono ablehnen. Und ob der Wechsel wirklich neue Spielerinnen in die Natio spülen würde – das ist eine vage Spekulation.

    In der Nationalmannschaft ist ein Wechsel ohne deutliche Krise ein Drahtseilakt, villeicht sogar ein nicht hinnehmbares Risiko.
    Ja, wenn die Nationalspielerinnen bzw. Anwärterinnen sich einig wären, könnte ein neuer Trainer befreiend oder beflügelnd wirken. Im deutschen Team habe ich von einer allgemeinen „Neid-Müdigkeit“ aber nichts gehört.

    Mehmet Scholl hört sich ganz gut an und ich denke, er würde in einiger Hinsicht mit der Presse besser umgehen können als Silvia Neid.
    Aber hat er Erfahrungen im Frauenfußball, der sich nun einmal sehr vom Männerfußball unterscheidet ? Ich weiß es nicht.

    Zur Zeit würde man einen Wechsel nur schwer vermitteln können.
    Trainerwechsel sind (und gelten in der Öffentlichkeit) m.E. als eine Art letztes Mittel oder auch eine Form von Krisenmanagement.
    Leitet man einen Wechsel ein, könnte man die richtige Krise erst schaffen.
    Denn: Wenn die Leute den Wechsel als Krisenintervention wahrnehmen, könnten sie getreu ihrer Wahrnehmung handeln und zwar so, als gäbe es eine Krise (Siehe W. I. Thomas: If men define a situation as real, they are real in their consequences).

    Zur Zeit sind wir in der Natio in einer stabilen Situation. Die hier insgesamt vorgebrachten Gründe oder anders: Wegen theoretischer Erwägungen , überzeugen mich nicht so recht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @wrack

    Tja, so hat eben jeder seine Auffassungen und Meinungen. Allerdings sehe ich die Unterschiede absolut nicht so krass wie Du. Erst recht nicht, das Risiko, das Du vorhersiehst. Was Du als Spekulation ansiehst, wird mit dem beim DFB bei Bewerbung vorzulegenden Konzept durch den Trainer förmlich erwartet, zumindest wenn Herr Sammer (und das sollte so sein!) ein gewichtiges Wort mitredet. Ich meine nämlich, das Letztgenannter auch die Nachwuchsarbeit bei den Mädchen und Frauen koordinieren sollte!

    Vielleicht solltest Du mal die bisher ungenannten unterschiedlichen, zu beackernden Felder von Vereins- bzw. Bundestrainer aufführen?! Ich sehe da jedenfalls keine drastischen Abweichungen im Trainerprofil.

    Gibt es eigentlich für Bundestrainer einen anderen Trainerschein als für einen Vereinstrainer? Wenn nicht, wäre Deine „in vielerelei Hinsicht problematische“ wohl argumentativ entkräftet…

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  • FFFan sagt:

    @ Winter:

    Ihr Potsdamer seid schon ein lustiges Völkchen… 😉
    Nach jedem Heimspiel von Turbine wird nicht zuletzt Anja Mittag von euch (bzw. einigen von euch) hart kritisiert und ihr Stammplatz in Frage gestellt – aber die Bundestrainerin soll zurücktreten, weil Mittag in der Nationalmannschaft nicht ohne Wenn und Aber ‚gesetzt‘ ist und (angeblich) „das Vertrauen nicht spürt“. Dabei zeigt Neid doch, indem sie die Spielerin nach der WM trotz nicht gerade ‚berauschender‘ Leistungen in der Liga wieder nominiert hat, dass sie an die Spielerin ‚glaubt‘ und von ihrem Potenzial überzeugt ist!

    @ SGS:

    Nadine Keßler ist nicht das typische „ewige Talent“. Erstens war sie nie ein sog. „Jahrhunderttalent“ wie Celia oder Dzeni Marozsan, und zweitens hatte sie in den letzten Jahren unwahrscheinlich viel Verletzungspech. Gerade vor der aktuellen Saison fiel sie erneut ein halbes Jahr aus. Da ist es nur logisch, dass sie sich erst wieder herankämpfen und u.a. auch an ihrer Antrittsschnelligkeit arbeiten muss, um (wieder) ein nationalmannschaftaugliches Niveau zu erreichen. Der Wechsel zum VfL Wolfsburg ist dabei hilfreich, weil sie in ihrem neuen Verein eine wichtige Rolle spielt; dass sie dort jetzt sogar Kapitänin ist, kann zusätzliche Motivation sein.
    Ich traue ihr die Rückkehr in die Natio durchaus zu. Angesichts der Verletzung von Kim Kulig hatte ich sogar schon für diesen Herbst damit gerechnet, da ich Odebrecht nicht mehr auf dem ‚Zettel‘ hatte.

    P.S.: in die Trainerdebatte steige ich jetzt aber nicht auch noch ein, das ist mir denn doch zu ‚abgedreht‘!

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  • wrack sagt:

    Ich denke, dass die Strukuren, in denen sich ein neuer Bundestrainer zurechtfinden müsste, wesentlich komplexer sind als die, mit der sich ein Vereinstrainer beim Wechsel von einem Verein zum anderen auseinandersetzen muß.
    Schon der Arbeitgeber und seine Ansprüche, z.B. bzgl. Repräsentation beim DFB, UEFA, FIFA, Sponsoren, diversen Organisationen, Publikum und in der Öffentlichkeitsarbeit etc., unterscheiden sich grundsätzlich. Der Auswahltrainer steht dazu ungleich mehr in der Öffentlichkeit (M.E. nach ist die spröde Art von Neid hier übrigens unvorteilhaft) und ist größerem Druck ausgesetzt.
    Der Vereinstrainer kann auf kontinuierlichen Kontakt, Training und Einflussnahme zu seinen Spielerinnen aufbauen, der Auswahltrainer hat „seine“ Frauen nur in Lehrgängen, bei Spielen oder den seltenen Turnieren und muss sich mit den Vereinen koordinieren. Ein Auswahltrainer hat seine Spilerinnen nur „geliehen“ und muss, will er nicht andere Probleme auf sich ziehen, entsprechend mit ihnen umgehen. Seine Planungen sind also auch weit anfälliger (Verletzungen, Terminkollisionen).
    Er / sie muss zudem eine größere Menge von Spielerinnen „monitoren“, wo der Vereinstrainer einen Kader und eine „Einkaufsliste“ hat).
    Ein zuvor als Vereinstrainer tätiger neuer Bundestrainer muss sich an einen ganz neuen Rythmus der Spiele gewöhnen, sein Erfolg ist von vergleichsweise sehr wenigen Spielen abhängig.

    Hat ein neuer Bundestrainer dazu noch keine Erfahrungen im Frauenfußball, wird die Umstellung entsprechend schwieriger.

    Ich denke, dass die Unterschiede schon signifikant sind und nicht nur Stolpersteine für einen Neuling enthalten, sondern auch einer systematischen Fehlentwicklung Vorschub leisten könnten (Hängt natürlich vom Kontext des Wechsels ab).

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  • Krissi sagt:

    @wrack: sehe ich genauso, dass ein Trainerwechsel der N11 momentan eher schaden würde. Was soll das eigentlich? Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, denn dass auch unsere Mädels nicht immer alles in Grund und Boden spielen können ist doch eigentlich völlig klar (zumal die Frauenmannschaften weltweit ja auch aufholen). Gut, spielerisch ist es zur Zeit wirklich nicht das Gelbe vom Ei, aber wartet es doch erst einmal ab. Sorry, aber da komme ich nicht mit: bei Erfolg wird immer „hoch, hoch“ geschrien und bei (einem) Misserfolg (auch wenn es die Heim-WM war) schreit man gleich „nieder, nieder“ – traurig. 🙁

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  • Sheldon sagt:

    Meine Güte, schon wieder die Trainerdebatte!

    Ich will mal ein Beispiel anführen: Bei Werder Bremen gab es in den letzten 11 Jahren viele Hochs und Tiefs, das erste Tief 2002/03, als man sich nicht für den internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte.
    Das zweite Tief gab es im letzten Jahr, als dies ebenfalls der Fall war. Dennoch wurde am Trainerteam um Thomas Schaaf incl. Manager Klaus Allofs bedingungslos festgehalten, die ersten Debatten über diese Personalien kamen leise nach 10 Jahren auf.

    Hätte man ihn damals 2002/03 entlassen, weil er die Vorgabe nicht erfüllt hat, dann wäre Werder niemals ein Jahr später Meister geworden!
    Doch weil man in Bremen immer schon solide gedacht hat und sich nicht zu schnell hat verunsichern lassen, kam eine Trainerdiskussion gar nicht erst auf.
    Und jetzt, nach dem Seuchenjahr 2010/11, steht Werder momentan auf Platz 4, mit Aussicht auf einen CL-Platz!

    Seid ein bisschen ruhiger und gelassener! Klar, es macht riesigen Spaß, immer auf anderen rumzuhacken, sie im Internet oder den Medien zu zerreißen. Doch welchen Sinn hat das?

    Das nächste Turnier steht an, die EM 2013! Der DFB wird sich nicht von Neid trennen und Neid wird nicht zurücktreten. Das bedeutet: Dieses Turnier wird mit der Bundestrainerin in jedem Fall stattfinden!

    Und da sollte man seine Energie und Zeit darauf konzentrieren, ein gutes Konzept zu erarbeiten, Anregungen zu geben und die Spielweise der N11 zu kritisieren, aber bitte keine Personaldebatten im Trainerbereich!
    Wir sollten aufhören, die N11 mit SN gleichzusetzen, denn dann laufen wir Gefahr, den FF, sein Image, sein Ansehen von einer einzigen Person abhängig zu machen!
    Und das funktioniert nicht! Das schadet dem FF mehr als es nützt!

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  • Andreas sagt:

    Ob ein Trainerwechsel sinnvoll ist oder nicht, will ich gar nicht beurteilen. Ich kenne mich auch gar nicht gut genug aus, was für Alternativen vorhanden sind. Fakt ist jedoch, dass die Mannschaft einfach nicht gut spielt. Es ist keine Linie/kein Handschrift zu erkennen und leider auch keine Entwicklung.

    Auch wenn Vergleiche mit dem Männerfussball schwierig sind, muss man aber sehen, dass Löw einen klaren Plan für das Spiel der Manschaft hat und diesen auch umsetzt. Die Mannschaft wird im Trainig auf diesen Plan hin weiter entwickelt und man sieht einfach diese Entwicklung. Da ist bei den Frauen aber auch gar nichts zu sehen. Deshalb würde ich einen Trainerwechsel begrüßen, wenn es denn einen geigneten Kandidaten geben würde. Ich habe große Zweifel, dass SN in der Lage ist, die Mannschaft in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

    Die Abwehr war für mich ein riesiger Unsicherheitsfaktor. Insbes. Schmidt hatte viele Ballverluste, wenngleich Faisst nur unwesentlich besser ist. Das Kardinalproblem der Abwehr ist aber, dass aus der Innenverteidigung keinerlei Spielaufbau kommt. Da wird der Ball einfach nur nach vorne gedroschen, weil vor allem Krahn technisch nicht zu mehr in der Lage ist. Das darf auf Dauer einfach nicht so bleiben. Laudehr war heute wieder eine der besseren, Lena Goessling dagegen habe ich überhaupt nicht wahrgenommen. Hat die überhaupt mitgespielt? Vom offensiven Mittelfeld hat nur Bajramaj ansatzweise mal überzeugt, auch wenn es nur in einigen Szenen wirklich gut war. Jedenfalls wurde wieder offensichtlich, wie sehr die Mannschaft davon abhängt, dass es bei ihr gut läuft. Bresonik ein Totalausfall und von Behringer werde ich auch kein Fan mehr. Diese grauenhaften Standards. Und über die Leistung von Inka Grings will ich mal gleich den Mantel des Schweigens decken. Vielleicht sollte sie doch mal darüber nachdenken, in Rente zu gehen.

    Zum Glück hat Popp die Mannschaft mit ihrem engagierten Auftritt in der 2. Halbzeit noch nach vorne gebracht. Sonst wäre es ganz finster geworden.

    Insgesamt ist mir ein wenig Angst und Bange vor der Zukunft. Die Voraussetzungen sind an sich gut für einen Neuanfang, da 2 Jahre Zeit ist bis zum nächsten Turnier. Aus der Mannschaft könnte man bestimmt ein Weltklasseteam formen, zumal auch noch einige der jungen talentierten Spielerinnen wie Kulig, Maroszan und Simic verletzt sind und die individuelle Qualität der Mannschaft sich nach deren Rückkehr weiter verbessern wird. SN wird dazu aber leider nicht in der Lage sein. Ein Konzept ist jedenfalls nicht zu erkennen.

    Für ein gutes Abschneiden bei der EM wird es aber wohl auch so reichen. Dazu ist die Konkurrenz insgesamt doch zu schwach, wenn man bedenkt, dass die N11 mit solch einer Leistung den WM-Dritten geschlagen hat.

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