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EM-Quali: Wechsel an den Tabellenspitzen

Von am 23. Oktober 2011 – 11.31 Uhr 9 Kommentare

16 Partien in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 wurden am Samstag ausgetragen. Dabei hatte nicht nur die deutsche Elf in Rumänien Mühe. Frankreich lief lange einem Rückstand hinterher, und Island benötigte viel Zeit, um den entscheidenden Treffer zu erzielen. Der deutlichste Sieg des Tages gelang den Italienerinnen.

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Die Südeuropäerinnen übernahmen nach einem klaren 9:0-Erfolg gegen Mazedonien die Tabellenführung in Gruppe 1.

Gruppe 1: Italien überholt Russland
Allein drei italienische Treffer gingen auf das Konto von Daniela Sabatino, darunter ein Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Die Italienerinnen führen die Gruppe allerdings nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen Russland an. Die Russinnen siegten gegen Bosnien Herzegowina mit 4:1. Die dritte Begegnung des Tages endete gestern zwischen Polen und Russland 2:0. Am Mittwoch kommt es dann in Treviso zum ersten direkten Vergleich zwischen Italien und Russland.

Gruppe 2: Deutschland festigt Tabellenführung
Durch den 3:0-Sieg gegen Rumänien hat die deutsche Nationalmannschaft die Tabellenführung in Gruppe 2 untermauert. In der zweiten Begegnung am Samstag trennten sich die Türkei und Kasachstan torlos 0:0. Dadurch setzten sich die Kasachinnen auf den zweiten Platz. Der wird jedoch nur kurz Bestand haben. Die Partie zwischen Spanien und der Schweiz (heute 11 Uhr) wird darüber entscheiden, welche dieser Mannschaften Deutschlands schärfster Konkurrent in der Gruppe ist.

Gruppe 3: Island bleibt Spitze
Die Isländerinnen taten sich schwer beim Auswärtsspiel in Ungarn. Lange stand es 0:0, erst die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Dóra Lárusdóttir erlöste die Nordländerinnen (68.), die mit dem Erfolg weiter an der Tabellenspitze stehen und Konkurrent Norwegen damit unter Druck setzten. Die Norwegerinnen greifen erst gegen Belgien am Mittwoch wieder ins Geschehen ein. Im zweiten Samstagsspiel unterlag Bulgarien Nordirland mit 0:1.

Gaetane Thiney erzielte den wichtigen Ausgleich gegen Wales. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 4: Frankreich trotzt frühem Rückstand
Bereits in der zweiten Spielminute geriet Frankreich beim Gastspiel in Wales in Rückstand. Spielführerin Jayne Ludlow brachte die „roten Drachen“ in Führung. Die Französinnen hatten Mühe, erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel durch Gaëtane Thiney (43.) der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte die „Équipe Tricolore“ dann alles klar. Treffer von Eugénie Le Sommer (67.), Thiney (74.) und Marie-Laure Delie (85.) besiegelten den dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel. Die Partie hätte auch 5:1 ausgehen können, doch Wales‘ Torhüterin Nicola Davies hielt in der 60. Minute einen Foulelfmeter von Sonia Bompastor. Die Republik Irland katapultierte sich mit einem 2:0-Sieg gegen Israel auf den zweiten Tabellenplatz, der jedoch schon am Donnerstag in Gefahr gerät. Dann empfangen die Schottinnen Wales.

Gruppe 5: Ukraine spielt 0:0
Etwas überraschend kam die Ukraine gegen die Slowakei nicht über ein 0:0 hinaus. Der Punkt reichte dennoch, um die Tabellenführung mit nun vier Punkten vorerst gegen Finnland zu verteidigen. Die Finninnen griffen erstmals in die Qualifikation ein und siegten gegen Estland deutlich mit 6:0. Die Hälfte der Tore ging auf das Konto von Linda Sällström (33., 62., 71.), die weiteren erzielten Maija Saari (48., 87.) und Annica Sjölund (55.).

Gruppe 6: Niederlande mit „weißer Weste“
Die Auswahl der Niederlande landete beim 3:0-Erfolg in Kroatien den zweiten Sieg im zweiten Spiel und bleibt weiter ohne Gegentor. Das bedeutet die Tabellenführung für die Auswahl von Bondscoach Roger Reijners. Erst richtig spannend wird es jedoch am Donnerstag. Dann trifft seine Elf in Zwolle auf England. Außerdem gewann Serbien in Slowenien mit 2:1.

Gruppe 7: Portugal unterliegt Tschechien
Mit 0:1 verlor die portugiesische Elf in Tschechien, die Tabellenführung übernahm in Gruppe 7 daher Dänemark. Die Auswahl von Trainer Kenneth Heiner-Møller gewann gegen Österreich mit 3:0. Alle Treffer erzielte Pernille Harder (32., 41., 90+2). Damit bleiben die Däninnen auch im zweiten Spiel weiter ohne Gegentor.

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9 Kommentare »

  • Krissi sagt:

    Spanien schlug soeben die Schweiz mit 3:2 – na Donnerwetter! Auf die Spanierinnen müssen unsere deutschen Mädels ja mal richtig aufpassen.

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  • Sheldon sagt:

    So langsam zeichnen sich in jeder Gruppe die Favoriten leicht ab:

    Gruppe 1: Italien, Russland
    Gruppe 2: Spanien, Deutschland
    Gruppe 3: Island
    Gruppe 4: Frankreich
    Gruppe 5: Finnland
    Gruppe 6: Holland, England
    Gruppe 7: Dänemark

    Dazu kommt noch Gastgeber Schweden. Ein freier Platz also!

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon: Also so weit würde ich dir da mal zustimmen – nur, sehe ich in Gruppe 3 auch Norwegen noch mit als Favorit – auch, wenn es momentan nicht so aussieht 😉 (ich kann mir irgendwie ne EM ohne Norwegen nicht so richtig vorstellen, zumal wenn die EM ja in Skandinavien stattfindet) 🙂

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  • Sheldon sagt:

    Naja, Island hat schon 4 von 10 Spielen gespielt und nur einmal unentschieden gespielt. Auch Belgien hat bisher mit 4 Punkten aus 2 Spielen noch mehr als Norwegen.
    Von daher fällt es mir gerade in der jetzigen Situation, auch von der spielerischen Qualität in Norwegen schwer, von einem Favoriten zu sprechen! Da müsste jetzt schon wirklich alles in der Gruppe gewonnen werden!

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  • Krissi sagt:

    Okay, da hast du natürlich recht – vielleicht habe ich die Formulierung „Favorit“ unglücklich gewählt, Mitanwärter ist wohl besser (nicht zuletzt ist es wohl auch mein Wunschdenken, dass Norwegen dabei ist – ich mag die halt einfach) 😉

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  • pinkpanther sagt:

    In Gruppe 2 sollte auch die Schweiz noch nicht abgeschrieben werden! Eine 2:3-Niederlage in Spanien bedeutet, dass mit einem 1:0 oder 2:1 im Rückspiel der beiden Kontrahentinnen der direkte Vergleich gewonnen wäre und da muss Spanien erstmal besser abschneiden gegen Deutschland als die Schweiz … und gegen die vermeintliche Nr. 4 der Gruppe, Rumänien, hat die Schweiz schonmal 3 Punkte auf der Habenseite.
    Ich halte es noch für etwas verfrüht, zum jetztigen Zeitpunkt die Favoritenrollen so zu verteilen.
    Übrigens: In der letzten WM-Quali hatten die Schweizerinnen gleich zu Beginn sogar ihr Heimspiel gegen Russland verloren, um dann in der zweiten Hälfte der Quali den direkten Vergleich gegen die Russinnen zu gewinnen und sich sogar noch mit einem Punktevorsprung (ich meine 2 waren es) in die Play-Offs zu hieven.

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  • Sheldon sagt:

    @pinkpanther: Hm, warten wir mal ab. Die Schweiz hat gegen Deutschland für mich nicht den Eindruck gemacht, als würden sie defensiv wie ein EM-Teilnehmer agieren. 3 Tore gegen Spanien ist ebenfalls kein Pappenstil!

    Und gegen Spanien muss man auch erstmal gewinnen!

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  • Krissi sagt:

    @pinkpanther: da hst du auch wieder recht…es sind ja auch noch eine Menge Spiele – warten wir es einfach noch ein bisschen ab 🙂

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  • FFFan sagt:

    Das Tor für Bosnien-Herzegowina bei der 1:4-Niederlage gegen Russland hat übrigens Lidija Kulis (Turbine Potsdam) erzielt!

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