Nadine Keßler neue Kapitänin beim VfL Wolfsburg

Von am 19. Oktober 2011 – 17.13 Uhr 11 Kommentare

Nadine Keßler, die erst zur neuen Saison vom 1. FFC Turbine Potsdam zum VfL Wolfsburg wechselte, ist neue Kapitänin des Frauenfußball-Bundesligisten.

Cheftrainer Ralf Kellermann ernannte die 23-jährige Mittelfeldspielerin zur Nachfolgerin von Martina Müller, die ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte. Stellvertretende Spielführerin ist Rebecca Smith.

Keßler dankt für Vertrauen
„Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir durch diese Entscheidung entgegengebracht wird“, so Keßler, nachdem Kellermann sie über die Entscheidung informiert hatte. „Auch wenn ein solches Amt nie einfach ist, fühle ich mich dieser Aufgabe gewachsen – und sie reizt mich sehr. Ich bin mir sicher, dass mir die Mannschaft auf meinem Weg helfen wird.“

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Nadine Keßler

Nadine Keßler (li.): "Dankbar für das Vertrauen" © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Erste Wahl
Keßler war für Kellermann als Nachfolgerin von Müller erste Wahl. „Sie bringt die Kompetenz für diese Aufgabe mit und ist zudem aufgrund ihrer Leistungsstärke unumstritten. Nadine wird von der ganzen Mannschaft anerkannt, obwohl sie erst seit dieser Saison bei uns ist“, lobt der Cheftrainer und Sportdirektor der VfL-Frauen.

Müller stellt Kapitänsamt zur Verfügung
Die bisherige Kapitänin erklärt: „Ich bin schon vor der Saison zu Ralf Kellermann gegangen mit dem Wunsch, die Binde abgeben zu dürfen. Denn ich war vom Kopf her etwas müde und hätte die Verantwortung gerne weitergegeben. Der Trainer hat mich jedoch gebeten weiterzumachen, da wir viele neue und junge Spielerinnen dazubekommen haben.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • eisbär sagt:

    Keßler wird diese Rolle mit Sicherheit gut ausfüllen. Sie war in sehr jungen Jahren schon eine gute Spielführerin in Saarbrücken.

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  • FFFan sagt:

    @ eisbär:

    Nicht nur in Saarbrücken! Sie hat auch die U19-Nationalmannschaft als Kapitänin zu zwei Europameistertiteln geführt.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke auch, dass das eine gute Entscheidung war. Sie hat auch die Verantwortung für die Spielführung auf dem Platz und somit die ideale Position auf dem Feld. Außerdem ist vom Charakter her eine Spielerin, die dafür geschaffen ist. Es freut mich für sie.

    waiiy

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  • Jonos sagt:

    Ich glaube auch, dass Nadine dieser Aufgabe gewachsen ist. Ich frage mich allerdings schon seit einiger Zeit, warum Nathalie Bock keine Berücksichtigung beim Trainer mehr findet? Bock und Keßler müssten doch beide Platz im Team finden, oder?

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  • Michele sagt:

    Ich freue mich sehr für Keßi, dass sie nun die neue Leitwölfin ist. Sie ist eine Spielerin die auch mal den Mund aufmachen kann und ihre Kolleginnen anfeuern kann. Es scheint so als breche bei den Wölfinnen nun eine neue Zeitrechnung an.

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  • Sheldon sagt:

    @Jonos: Wie sollten sie das?
    Selbst gestandene Spielerinnen wie Smith durften in letzter Zeit nicht mehr ran.

    Ich erinnere nur einmal an das Personal, das Wolfsburg momentan hat: A. Vetterlein, Burmeister – Omilade, Henning, Smith, Faißt, L.Vetterlein – Goeßling, Keßler, Jakabfi, Blässe, Wagner, Hartmann, Larsen Kaurin – Moser, Müller, Pohlers

    Gerade offensiv ist dort eine so starke Konkurrenz, insbesondere durch die Konkurrenz, dass langjährige Stammspielerinnen noch nicht einmal im erweiterten Kreis Platz finden.

    Was die Kapitänsbesetzung anbelangt, nun, da wird es sich zeigen, inwieweit das die richtige Entscheidung war. Eine Beurteilung abzugeben fällt mir schwer, ich hätte vielleicht ein bisschen defensiver besetzt, gerade nach den doch deutlichen Niederlagen gegen Duisburg und Potsdam, um ein Zeichen zu setzen, welcher Mannschaftsteil das Zentrum bilden muss, nämlich die Defensive, wenn man oben mitspielen will.
    Daher hätte ich wohl eher Goeßling benannt, da sie für mich schon ein wenig den reiferen Eindruck macht und als Signal, das man aus einer kompakten Defensive heraus spielen will.
    Aber es wird sich zeigen, wie das Konzept aufgeht, vielleicht orientiert man sich auch gar nicht mehr so sehr nach oben, sondern will versuchen, diese Saison Platz vier zu verteidigen!

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  • Frieda sagt:

    @Sheldon
    Smith hätte ran gedurft, war aber verletzt und hat in einigen Spielen merklich in der Abwehr gefehlt. Seit dem sie wieder fit ist, spielt sie.

    Ich fand Müller als Kapitän nie so gut, zu launisch. Und ich glaube auch, dass junge Spielerinnen manchmal durch Verantwortung einen Leistungsschub bekommen.

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda: Danke für die Info, dann liegt der Fall noch klarer bzgl. Bock!

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  • Meta sagt:

    @ Sheldon:

    Wie meinst Du das jetzt bzgl. Bock?

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  • Sheldon sagt:

    Na, wo soll Bock bitteschön spielen bei folgender Formation:

    Vetterlein – Smith, Omilade, Henning, Faißt – Goeßling, Keßler – Jakabfi, Hartmann/Larsen Kaurin – Pohlers, Müller ???

    Da ist einfach kein Platz mehr zwischen den ganzen Natio- und Ex-Nationalspielerinnen!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:

    Die Formation des VfL sah zuletzt so aus:

    A.Vetterlein – Tetzlaff, Henning, Smith, Faißt – Keßler, Goeßling – Jakabfi, Moser, Pohlers – Müller

    D.h., sogar die seit Jahren ‚gesetzte‘ Navina Omilade hat ihren Platz in der Startelf verloren. Dafür taucht dort jetzt mit Maren Tetzlaff eine Spielerin auf, die vor der Saison niemand auf der Rechnung hatte. Die Qualität des Kaders ist in Wolfsburg in den letzten Jahren durch gezielte Verstärkungen kontinuierlich erhöht worden, dadurch ist die Luft für einige langjährige Spielerinnen wie Steffi Bunte, Anna Blässe und eben auch Nathalie Bock zwangsläufig dünner geworden. Gerade Bock sieht sich durch die Neuzugänge Goeßling und Keßler im defensiven Mittelfeld mit starker Konkurrenz konfrontiert.
    Überhaupt staunt man, was für renommierte Spielerinnen noch in den ‚Tiefen‘ des Wolfsburger Kaders ’schlummern‘, die nicht zum Einsatz kommen, obwohl sie nicht verletzt sind: Nokso-Koivisto, Larsen Kaurin, Burmeister,…! Der VfL ist vielleicht von allen Bundesligisten in der Breite am stärksten besetzt; in der Spitze jedoch nicht, was fehlt, ist eine Weltklassespielerin, wie sie Potsdam mit Anonma und Frankfurt mit Bajramaj hat.

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