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Topspiel in Frankfurt, Abstiegskampf in Leverkusen

Von am 14. Oktober 2011 – 11.45 Uhr 1 Kommentar

Die klangvollste Partie des 7. Spieltags in der Frauenfußball-Bundesliga dürfte die zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München sein. Doch spannend wird es auch auf den anderen Plätzen: So kehrt Martina Voss-Tecklenburg an ihre alte Wirkungsstätte zurück, Hamburg empfängt Wolfsburg, und in Leverkusen geht es um Punkte mit Signalwirkung.

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„Wir müssen in Leverkusen alles, wirklich alles in die Waagschale werfen“, so Trainer Milorad Pilipovic vor dem Gastspiel seines SC Freiburg bei Bayer 04 Leverkusen.

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Ausfälle auf beiden Seiten
Es sei „ein Schlüsselspiel mit Signalwirkung“ sagt Pilipovic über die Begegnung mit dem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Trotz 2:0-Führung verlor der SC in der vergangenen Woche gegen den Hamburger SV, Bayer kassierte eine herbe 0:5-Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt. Darüber hinaus haben beide Teams derzeit mit Verletzungen zu kämpfen. Deshalb erwartet Pilipovic, dass „es ein Spiel zweier leicht angeschlagener Boxer wird“. Der Werkself fehlen unter anderem Lisa Schmitz, Claudia Götte und Natalie Moik, der SC muss definitiv auf Torhüterin Marisa Brunner (Sehnenriss im Finger) verzichten, Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen der grippegeschwächten Essi Sainio und Marina Makanza.

Jena gibt sich kämpferisch
„Essen hat es am vergangenen Wochenende vorgemacht und hat mit einer kompakten Abwehrleistung wenige Torchancen für Duisburg zugelassen. Dies muss auch unser Ziel in diesem Spiel sein“, sagt Martina Voss-Tecklenburg. Die Trainerin des abstiegsbedrohten FF USV Jena ist beim FCR 2001 Duisburg zu Gast. Dort wurde sie im Februar entlassen, nun kehrt sie zurück und ist mit ihrem Team in der klaren Außenseiterrolle. „Unser Ziel muss es sein, dort Punkte anzuvisieren“, gibt sich jedoch auch USV-Torhüterin Katja Schroffenegger kämpferisch.

Auf Duisburger Seite möchte man unterdessen das Remis gegen Essen aus der vergangenen Woche vergessen machen. „Vielleicht war dieses Remis ja genau der richtige Weckruf für uns“, denkt FCR-Stürmerin Stefanie Weichelt, und so gibt Trainer Marco Ketelaer die klare Devise vor: „Die nächsten drei Spiele gegen Jena, Bad Neuenahr und Bayern wollen und müssen wir jetzt gewinnen.“

Isabell Bachor (l.) und Svenja Huth stehen sich am Sonntag erneut gegenüber. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Frankfurt empfängt FC Bayern
Die letzte Begegnung zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München endete 8:2; davon „lassen wir uns aber nicht blenden. Die Duelle mit den Münchnerinnen waren immer hart umkämpft“, so FFC-Trainer Sven Kahlert vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen (Sonntag, 11 Uhr, live auf DFB-TV). Während der FFC mit sechs Siegen und ohne Gegentor optimal in die Saison gestartet ist, verlief der Auftakt beim FCB eher holprig. Doch vor Wochenfrist gelang ein knapper 1:0-Erfolg in Bad Neuenahr, wodurch die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle wieder in die obere Tabellenhälfte vorgestoßen ist. Verletzt fehlen auf Münchener Seite allerdings weiterhin Tanja Wörle und Julia Simic. Frankfurt muss auf die Langzeitverletzten Kim Kulig, Dzsenifer Marozsán, Valeria Kleiner und Silvana Chojnowski verzichten.

Bad Neuenahr will sich beweisen
Viele Verletzungen hat momentan auch der SC 07 Bad Neuenahr zu vermelden, der momentan sieglos auf dem letzten Tabellenrang steht. Nach der harschen Kritik des Trainers am vergangenen Wochenende darf man nun gespannt sein, wie sich die Mannschaft beim 1. FFC Turbine Potsdam präsentiert. Die Vorzeichen sind klar, alles andere als ein Sieg der Potsdamerinnen wäre unter diesen Umständen eine faustdicke Überraschung. Aber in der vergangenen Saison hatten die Kurstädterinnen den Deutschen Meister im eigenen Stadion schon am Rande einer Niederlage.

Nord-Derby
In den weiteren Partien empfängt der Hamburger SV den VfL Wolfsburg, außerdem trifft der 1. FC Lok Leipzig auf die SG Essen-Schönebeck.

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